{"id":91768,"date":"2025-05-07T14:15:10","date_gmt":"2025-05-07T14:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/91768\/"},"modified":"2025-05-07T14:15:10","modified_gmt":"2025-05-07T14:15:10","slug":"hilfe-fuer-die-ukraine-die-koalition-der-politischen-extreme-im-eu-parlament","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/91768\/","title":{"rendered":"Hilfe f\u00fcr die Ukraine: Die Koalition der politischen Extreme im EU-Parlament"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Hilfe f\u00fcr die Ukraine: Die Koalition der politischen Extreme im EU-Parlament\" title=\"Hilfe f\u00fcr die Ukraine: Die Koalition der politischen Extreme im EU-Parlament\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/media.media.f3c7d0cb-7d7a-4bb4-9714-ae63fb276c07.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tDer belgische Veteran Robert Chot (Mitte) sitzt neben dem polnischen Abgeordneten Janusz Komorowski (links) und Janusz Maksumowic w\u00e4hrend einer Zeremonie zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa im Europ\u00e4ischen Parlament .\u00a0Foto: Antonin Utz\/AP\/dpa\t\t\t<\/p>\n<p>Die Europa-Abgeordneten diskutieren in Stra\u00dfburg \u00fcber die weitere Hilfe f\u00fcr die Ukraine. Nicht alle scheinen die gleichen Lehren aus der Geschichte des Zweiten Weltkrieges gezogen zu haben.<\/p>\n<p>Selten treffen Europas Vergangenheit und Zukunft so unmittelbar aufeinander. In <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stra%C3%9Fburg\" title=\"Stra\u00dfburg\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stra\u00dfburg<\/a> fand am Mittwoch eine Gedenkfeier zum Ende des Zweiten Weltkrieges mit drei Veteranen statt, w\u00e4hrend nur einen Steinwurf entfernt die Europaabgeordneten im Plenarsaal hitzig \u00fcber weitere Hilfe f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Ukraine\" title=\"Ukraine\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> streiten. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zieht gleich zu Beginn der Debatte eine direkte historische Linie vom 8. Mai 1945 zu heute. \u201eEndlich war der Albtraum vor\u00fcber\u201c, sagt sie, mit dem eingekehrten Frieden konnte der Wiederaufbau beginnen. \u201eAchtzig Jahre sp\u00e4ter finden wir uns in einem weiteren entscheidenden Moment f\u00fcr die Geschichte unseres Kontinents wieder\u201c, warnt die Politikerin. Der Krieg in der Ukraine werde enden, doch \u201ewie er enden wird, das wird unseren Kontinent auf Generationen hin bestimmen\u201c. Auf dem Spiel stehe nicht nur die Zukunft der Menschen in der Ukraine, sondern \u201eauch die unsrige\u201c.<\/p>\n<p>Widerspruch von den extremen Fraktionen <\/p>\n<p>Doch die EU-Kommissionschefin erntete heftigen Widerspruch aus der extremen rechten und linken Ecke des Parlaments. Bei diesen Wortmeldungen wurden die wilde politische Grenzziehung und die \u00fcberraschenden \u00dcbereinstimmungen zwischen den rivalisierenden Fraktionen offenbar. Kurz nach Ursula von der Leyen tritt die Ungarin Kinga Gal ans Mikrofon. Sie ist Mitglied der Partei Fidesz und geh\u00f6rt damit im Europaparlament zur rechtspopulistischen Fraktion der Patrioten f\u00fcr Europa. Was folgt, ist eine radikale Abrechnung mit der EU-Politik in Sachen Ukraine. Statt mit Waffenlieferungen und Hilfen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung m\u00fcsse Br\u00fcssel mit diplomatischen Vorst\u00f6\u00dfen aktiv werden. Und die Ungarin vermittelt in ihrer kurzen Rede den Eindruck, dass vor allem die EU diesen Krieg vorantreibe, w\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Russland\" title=\"Russland\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> den Frieden suche. <\/p>\n<p>Gegenwind bekommt Kinga Gal dann ausgerechnet aus der extremen rechten Ecke des Parlaments. Der Pole Adam Bielan von der Fraktion Europ\u00e4ische Konservative und Reformer (EKR) fordert die Europaabgeordneten auf, die Wahrheit auszusprechen: \u201eEs gibt keinen Frieden ohne einen R\u00fcckzug Russlands.\u201c Der Imperialismus Moskaus d\u00fcrfe nicht belohnt werden und die EU m\u00fcsse alles tun, der Ukraine auf ihrem schweren Weg beizustehen, fordert Adam Bielan. Der immer wieder demonstrativ zur Schau gestellte Schulterschluss der rechtsnationalen Kr\u00e4fte Europas kommt in diesem Fall an seine engen Grenzen. <\/p>\n<p>Scharfe Kritik an der Ukraine-Hilfe der EU <\/p>\n<p>Dagegen tun sich beim Thema Ukraine andere Koalitionen auf. Denn Unterst\u00fctzung bekommt die Rechtspopulistin Kinga Gal kurz danach von der Linkspopulistin \u00d6zlem Demirel aus Deutschland. Die EU habe drei Jahre lang nichts f\u00fcr den Frieden getan, klagt die Linken-Politikerin. Die finanzielle Hilfe f\u00fcr die Ukraine nutze zudem nur den internationalen Gro\u00dfkonzernen, das Land auszusaugen. Schlie\u00dflich fordert Demirel, \u00e4hnlich wie ihre rechtspopulistische Vorrednerin aus Ungarn, dass die EU endlich den Krieg in der Ukraine beenden solle. Auch sie verliert kein Wort dar\u00fcber, dass das Morden schnell vorbei w\u00e4re, wenn der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin seine Truppen zur\u00fcckziehen w\u00fcrde, die die Ukraine vor \u00fcber drei Jahren \u00fcberfallen haben.<\/p>\n<p>Kein Zweifel kommt an diesem Mittwoch daran auf, dass die gro\u00dfe Mehrheit der demokratischen Parteien im Europaparlament die Ukraine in ihrem Kampf gegen die russischen Invasoren weiter unterst\u00fctzen wird. \u201eDeutschland und die anderen westlichen Demokratien haben die Lehren aus dem Krieg gezogen, nie wieder einen friedfertigen Nachbarn anzugreifen\u201c, betont der CDU-Europaabgeordnete Michael Gahler w\u00e4hrend der Debatte in Stra\u00dfburg. \u201eRussland hat das nicht getan, deshalb stehen wir an der Seite des Opfers dieser Aggression.\u201c Und dann schiebt Gahler geradezu dankbar hinterher: \u201eDeutschland steht dieses Mal auf der richtigen Seite der Geschichte.\u201c<\/p>\n<p>Die richtigen Lehren aus der Geschichte ziehen <\/p>\n<p>Auch der Veteran Robert Chot forderte in Stra\u00dfburg die Politiker auf, die richtigen Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Bei der kleinen Feierstunde vor dem Geb\u00e4ude des Europaparlaments redete er den Anwesenden mit Nachdruck ins Gewissen. \u201eIm Jahr 1944 war ich ein junger Belgier, der dachte, er w\u00fcrde seine Pflicht tun\u201c, sagte der sehr alte Mann. \u201eEs schien ganz nat\u00fcrlich, erst im Widerstand, dann als Kriegsfreiwilliger, dann als K\u00e4mpfer mit der US-Armee.\u201c Und Robert Chot mahnte die Abgeordneten, den Frieden zu sch\u00fctzen. \u201eTun wir zusammen das N\u00f6tige, damit der Frieden in Europa f\u00fcr immer h\u00e4lt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der belgische Veteran Robert Chot (Mitte) sitzt neben dem polnischen Abgeordneten Janusz Komorowski (links) und Janusz Maksumowic w\u00e4hrend&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":91769,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,10829,5972,13,14,15,307,12,1430,317,2657],"class_list":{"0":"post-91768","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-europaparlament","11":"tag-gedenken","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-russland","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-strassburg","18":"tag-ukraine","19":"tag-zweiter-weltkrieg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114466975409572810","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91768"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91768\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91769"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}