{"id":917970,"date":"2026-04-03T10:16:20","date_gmt":"2026-04-03T10:16:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/917970\/"},"modified":"2026-04-03T10:16:20","modified_gmt":"2026-04-03T10:16:20","slug":"ukraine-krieg-zeigt-warum-ein-us-bodenkrieg-im-iran-zum-risiko-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/917970\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg zeigt: Warum ein US-Bodenkrieg im Iran zum Risiko wird"},"content":{"rendered":"<p>\n        03. April 2026<\/p>\n<p>              Lars Lange<\/p>\n<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Master_Irankrieg-7c661965b9ce60c3.jpeg\"  width=\"1280\" height=\"720\"  alt=\"Szene zeigt, wie mehrere Drohnen \u00fcber einer W\u00fcstenbasis kreisen und Explosionen ausl\u00f6sen, w\u00e4hrend im Vordergrund ein Soldat die Angriffe \u00fcber Monitore steuert.\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">KI-generierte Grafik<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">W\u00e4hrend das Pentagon Truppen verlegt, w\u00e4chst eine strategische L\u00fccke: Iran und Russland setzen auf Drohnen \u2013 die USA holen nur langsam auf. Eine Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>Das Pentagon bereitet, vielen Anzeichen nach, Bodenoperationen im Iran vor \u2014 m\u00f6glicherweise seit Wochen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Wie die <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/national-security\/2026\/03\/28\/trump-iran-ground-troops-marines\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Washington Post<\/a> berichtet, umfassen die Planungen angeblich Kommandounternehmen durch Spezialkr\u00e4fte und konventionelle Infanterie sowie m\u00f6gliche Operationen entlang der iranischen K\u00fcste, darunter die Einnahme strategisch wichtiger Inseln im Persischen Golf.<\/p>\n<p>Vom Luftkrieg zur Bodenoption \u2013 und zur entscheidenden Frage<\/p>\n<p>Tausende US-Soldaten und Marineinfanteristen sind bereits in die Region verlegt worden. Das 31. Marine-Expeditions-Korps mit rund 2.200 Mann wurde laut Washington Post in den vergangenen Wochen in die Region beordert.<\/p>\n<p>Wie es aussieht, hat die seit dem 28. Februar laufende US-israelische Luftkampagne nach mehr als vier Wochen weniger erreicht, als es die Ank\u00fcndigungen des US-Pr\u00e4sidenten verstehen lie\u00dfen. Es gibt einige Probleme, und die sind nicht klein.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe von Hormus ist f\u00fcr die Schifffahrt gesperrt. Das hat weltweite Auswirkungen. Und \u00fcberdies dauern die iranischen Drohnen- und Raketensalven gegen Golfstaaten, US-St\u00fctzpunkte und Israel an. Die Aufgabe des iranischen Atomprogramms bleibt eine offene Frage.<\/p>\n<p>Offenbar wird, dass in Washington der Druck steigt, milit\u00e4risch nachzulegen. Stellt sich die Frage: Wie gut w\u00e4ren die USA auf eine Bodenoperation im Drohnenzeitalter vorbereitet?<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Ukraine-Krieg zeigt: Billige Drohnen schlagen teure Panzer \u2013 und werden untersch\u00e4tzt<\/p>\n<p>Zu bedenken ist: Der Krieg in der Ukraine hat die Regeln des Bodenkampfes neu geschrieben. Die FPV-Drohne \u2014 ein handels\u00fcblicher Quadkopter mit Kamera und Sprengstoff \u2014 kann einen Kampfpanzer im Wert von Millionen Dollar zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/national-security\/2026\/03\/who-needs-tanks-age-drones\/686540\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Aussage<\/a> von General Christopher Cavoli, damals Oberbefehlshaber des US-Europakommandos, vor dem Streitkr\u00e4fteausschuss des US-Senats wurden allein auf russischer Seite sch\u00e4tzungsweise 3.000 Kampfpanzer sowie 9.000 gepanzerte Fahrzeuge vernichtet. Als Hauptwaffe der ukrainischen Seite identifizierte Cavoli die Einwegdrohne zum Herstellungspreis von rund 400 Dollar.<\/p>\n<p>Armin Papperger, Chef des deutschen R\u00fcstungskonzerns Rheinmetall, einem der weltgr\u00f6\u00dften Panzerhersteller, zeigte sich gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/national-security\/2026\/03\/who-needs-tanks-age-drones\/686540\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">The Atlantic<\/a> davon unbeeindruckt. &#8222;Das ist wie mit Lego spielen&#8220;, wird er zitiert. Und weiter:<\/p>\n<p>&#8222;Was ist die Innovation der Ukraine? Sie haben keinen technologischen Durchbruch. Sie machen Innovationen mit ihren kleinen Drohnen und sagen: &#8218;Wow!&#8216; Das ist gro\u00dfartig. Na und. Aber das ist nicht die Technologie von Lockheed Martin, General Dynamics oder Rheinmetall.&#8220;<\/p>\n<p>Der Krieg kippt: Masse schl\u00e4gt Hightech<\/p>\n<p>Im Artikel von The Atlantic wundert man sich, dass Rheinmetall bis heute keine Schutzvorrichtungen gegen Drohnenangriffe f\u00fcr seine Panzer entwickelt hat.<\/p>\n<p>Allem Anschein nach steht der Konzernchef damit exemplarisch f\u00fcr eine strukturelle Unf\u00e4higkeit westlicher Milit\u00e4rapparate, die neuen Schlachtfeldrealit\u00e4ten anzuerkennen. Was in der Ukraine gerade passiert, gilt wohl als Behelfsl\u00f6sung von Amateurstaaten.<\/p>\n<p>Was aus dem Iran kommt, gilt als Bedrohung zweiter Klasse. Der Krieg in der Ukraine und der Krieg gegen den Iran zeigen allerdings, wie gef\u00e4hrlich diese Haltung ist.<\/p>\n<p>Denn wir sehen eine grundlegende Verschiebung im Charakter des Krieges: Wirkung wird nicht mehr prim\u00e4r durch komplexe Plattformen erzeugt, sondern durch massenhaft verf\u00fcgbare, pr\u00e4zise und verlusttolerante Wirkmittel. Drohnen, Sensoren und g\u00fcnstige Angriffssysteme bilden ein Gefechtsfeld, auf dem nicht mehr einzelne Systeme dominieren, sondern ihre Skalierung. Und bald schon ihre Vernetzung.<\/p>\n<p>Russland und Iran vernetzen ihre Kriegsf\u00fchrung \u2013 mit Lehren aus dem Ukraine-Krieg<\/p>\n<p>Der Iran hat das offenbar verinnerlicht. Am 17. Januar 2025 unterzeichneten Russland und Iran in Moskau einen Zwanzigjahresvertrag \u00fcber eine umfassende strategische Partnerschaft, der unter anderem engere Geheimdienstkooperation, gemeinsame Milit\u00e4r\u00fcbungen und die Entwicklung milit\u00e4risch-technischer Zusammenarbeit vorsieht.<\/p>\n<p>Vor allem aber best\u00e4tigte Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei der Unterzeichnung \u00f6ffentlich, was westliche Geheimdienste seit Jahren vermuteten: Moskau informiere Teheran regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber den Verlauf des Ukraine-Krieges, wie <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/iranian-president-arrives-moscow-treaty-signing-with-putin-tass-says-2025-01-17\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Reuters<\/a> berichtete.<\/p>\n<p>Russland hatte ab 2022 iranische Shahed-Drohnen in der Ukraine eingesetzt, sie dort weiterentwickelt \u2014 mit verbesserter Navigation, Antijamming-Systemen, teils Jet-Antrieb, teils KI-Steuerung \u2014 und liefert nun verbesserte Varianten <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/russia-iran-drones-shahed-war-israel-ukraine-840b4f885d99714bdb7813c0d56213cf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">zur\u00fcck<\/a> an den Iran.<\/p>\n<p>Der britische Milit\u00e4rgeheimdienst stufte es laut AP als nahezu sicher ein, dass Russland den Iran vor Kriegsbeginn mit Training und Informationen \u00fcber Drohnentechnologie und elektronische Kriegsf\u00fchrung versorgt hat.<\/p>\n<p>Iran baut seine Drohnenstreitkr\u00e4fte systematisch aus<\/p>\n<p>Erst im Januar 2025 integrierte die iranische Armee nach Angaben der Staatszeitung <a href=\"https:\/\/www.tehrantimes.com\/news\/508653\/Army-receives-1-000-new-drones-in-move-that-allows-it-to-command\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Tehran Times<\/a> 1.000 neue Drohnen in ihre Kampfverb\u00e4nde \u2014 darunter Systeme f\u00fcr Aufkl\u00e4rung, Angriff und elektronische Kriegsf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Eine weitere Tranche folgte im Januar 2026, deren technische Spezifikationen nach offiziellen iranischen Angaben ausdr\u00fccklich aus den Erfahrungen des Zw\u00f6lf-Tage-Krieges vom Juni 2025 abgeleitet wurden.<\/p>\n<p>Im Mai 2025 pr\u00e4sentierte die iranische Armee in Zahedan drei neue Drohnentypen: den Homa, einen VTOL-Aufkl\u00e4rer f\u00fcr elektronisch umk\u00e4mpften Luftraum, den Dideban f\u00fcr koordinierte Schwarmeins\u00e4tze, und den Shahin-1 \u2014 eine FPV-Suiziddrohne gegen mobile Ziele. Brigadegeneral Kioumars Heidari, Kommandeur der Heereslandstreitkr\u00e4fte, brachte die Strategie auf eine Formel, die <a href=\"https:\/\/www.tehrantimes.com\/news\/513423\/An-army-built-on-drones-top-commander-affirms-as-Iran-unveils\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Tehran Times<\/a> zitierte:<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;Unsere Vision ist es, eine Streitmacht aufzubauen, die auf diesen Technologien aufgebaut ist.&#8220;<\/p>\n<p>US-St\u00fctzpunkte werden zur Zielscheibe<\/p>\n<p>Dass die Anstrengungen erfolgreich gewesen sein k\u00f6nnten, zeigen die j\u00fcngsten Ereignisse im Irak: Am 24. M\u00e4rz 2026 ver\u00f6ffentlichten iranisch unterst\u00fctzte irakische Milizen Videoaufnahmen eines Angriffs auf die Victory Base am Flughafen Bagdad, einen formal an die irakische Regierung \u00fcbergebenen, aber weiterhin von US-Kr\u00e4ften genutzten Komplex.<\/p>\n<p>Das Filmmaterial, das mit einer <a href=\"https:\/\/www.criticalthreats.org\/analysis\/iran-update-march-25-2026\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">glasfasergesteuerten<\/a> FPV-Drohne aufgenommen wurde, zeigt einen US-amerikanischen Black-Hawk-Hubschrauber sowie ein Sentinel-Luft\u00fcberwachungsradar als Ziele. Dem Fachmagazin <a href=\"https:\/\/www.twz.com\/air\/drone-attack-on-parked-u-s-army-black-hawk-in-iraq-a-harbinger-of-whats-to-come\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">The War Zone<\/a> zufolge handelte es sich um den ersten bekannten erfolgreichen Angriff dieser Art auf ein US-Milit\u00e4rluftfahrzeug.<\/p>\n<p>Bereits Mitte M\u00e4rz hatte eine mit dem Iran verb\u00fcndete Miliz eine FPV-Drohne fast zwei Minuten lang ungehindert \u00fcber das Gel\u00e4nde der US-Botschaft in Bagdad <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/davidhambling\/2026\/03\/16\/fpv-drone-attack-on-us-victory-base-in-iraq-is-a-stark-warning\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">fliegen<\/a> lassen. Gegenma\u00dfnahmen waren in keinem der F\u00e4lle zu erkennen.<\/p>\n<p>Unsichtbar f\u00fcr Radar und Jamming: Die n\u00e4chste Drohnengeneration<\/p>\n<p>Glasfasergesteuerte FPV-Drohnen senden keine Funksignale \u2014 sie sind damit immun gegen elektronische Kampff\u00fchrung und Jamming, die bisher als erste Verteidigungslinie gegen kleine Drohnen galten. Sie k\u00f6nnen in Bodenn\u00e4he fliegen, wo herk\u00f6mmliche Radarsysteme blind sind, und Spulen mit bis zu f\u00fcnfzig Kilometern Glasfaserkabel erlauben Angriffe aus gro\u00dfer Entfernung.<\/p>\n<p>Russland hatte diese Technologie ab M\u00e4rz 2024 in der Ukraine eingef\u00fchrt und damit entscheidende taktische Vorteile erzielt. Dass iranisch unterst\u00fctzte Milizen sie nun in Bagdad einsetzen, legt nach Einsch\u00e4tzung von Forbes nahe, dass Russland entweder Drohnen direkt geliefert oder technisches Know-how weitergegeben hat.<\/p>\n<p>Die USA lernen \u2013 aber sie stehen noch am Anfang<\/p>\n<p>Auch das Milit\u00e4rkommando der USA zieht Lehren aus dem Ukraine-Krieg. Oberst Donald Ray Neal, Kommandeur des 2. Kavallerieregiments, der gr\u00f6\u00dften US-Kampfformation in Europa, beschrieb bei einem <a href=\"https:\/\/www.army.mil\/article\/290948\/2nd_cavalry_regiment_army_current_operations_engagement_tour_media_roundtable\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Pressegespr\u00e4ch<\/a> im M\u00e4rz 2026 offen, was seine Einheit von ukrainischen Soldaten gelernt hat: den koordinierten Einsatz von Drohnen, Gegendrohnenma\u00dfnahmen und elektronischer Kriegsf\u00fchrung als integriertem System.<\/p>\n<p>Das Projekt &#8222;Flytrap&#8220;, mit dem das Regiment offensive Drohnenabwehrf\u00e4higkeiten entwickelt, l\u00e4uft seit 2025 \u2014 die n\u00e4chste Iteration ist f\u00fcr Mai 2026 in Litauen geplant, mit rund sechzig verschiedenen Ger\u00e4ten von sechzig Anbietern.<\/p>\n<p>Dass ein solches Programm noch in der Erprobungsphase steckt, sagt viel \u00fcber den Stand der Dinge.<\/p>\n<p>Beim Marinekorps sieht es kaum anders aus. Erst Ende 2025 genehmigte es sechs neue <a href=\"https:\/\/news.usni.org\/2026\/01\/16\/marines-training-to-field-small-drones-in-combat-units-by-years-end?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Pilotlehrg\u00e4nge<\/a> f\u00fcr kleine unbemannte Systeme, darunter erstmals einen Lehrgang f\u00fcr den t\u00f6dlichen Einsatz von Angriffsdrohnen. Die ersten FPV-Teams der US-Marines befinden sich laut <a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/world\/middle-east\/iran-drone-warfare-russia-ukraine-b7369cf6\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Wall Street Journal<\/a> noch in einer fr\u00fchen Ausbildungsphase.<\/p>\n<p>Michael Kofman, Senior Fellow an der Carnegie Endowment for International Peace, brachte den Befund gegen\u00fcber dem Wall Street Journal auf den Punkt:<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;Wir befinden uns noch in den fr\u00fchen Phasen, in denen das US-Milit\u00e4r versucht, die FPV-Technologie zu verstehen und ihre Auswirkungen zu begreifen. Wenn man sich die verf\u00fcgbaren Abwehrf\u00e4higkeiten ansieht, haben wir noch einen langen Weg vor uns, bis wir dort sind, wo die Ukraine heute steht.&#8220;<\/p>\n<p>Selbstbewusstsein in Washington \u2013 Zweifel bei Experten<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Trump hat da eine andere Wahrnehmung. Auf das Angebot Kiews, Drohnenexpertise bereitzustellen, antwortete er im M\u00e4rz 2026 lapidar:<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;Wir brauchen ihre Hilfe bei der Drohnenabwehr nicht. Wir wissen mehr \u00fcber Drohnen als irgendjemand sonst.&#8220;<\/p>\n<p>Der ehemalige ukrainische Au\u00dfenminister Pawlo Klimkin sah das anders.<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;Keine Streitkr\u00e4fte sind auf diese Herausforderung vorbereitet, nicht die Amerikaner und nicht die Europ\u00e4er&#8220;, sagte er dem Wall Street Journal. &#8222;Nicht technisch, nicht mental und nicht von der Erfahrung her.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Ein struktureller Vorsprung \u2013 und viele offene Fragen<\/strong><\/p>\n<p>Die genauen F\u00e4higkeiten des Iran im Bereich der Drohnenkriegsf\u00fchrung sind von au\u00dfen nicht vollst\u00e4ndig zu beurteilen. Was sich jedoch aus den verf\u00fcgbaren Quellen ergibt: Teheran hat vier Jahre Zeit gehabt, die Lektionen des Ukraine-Krieges mit russischer Unterst\u00fctzung systematisch auszuwerten und in die eigenen Streitkr\u00e4fte zu integrieren.<\/p>\n<p>Iran besitzt augenscheinlich als eines der wenigen L\u00e4nder weltweit eine eigenst\u00e4ndige Fertigungskapazit\u00e4t f\u00fcr FPV-Kampfdrohnen. Und man hat diese Technologie bereits an regionale Verb\u00fcndete weitergegeben, die sie gegen US-Ziele einsetzen.<\/p>\n<p>Die USA hingegen stehen vor einer strukturellen Herausforderung, die sich nicht in wenigen Wochen beheben l\u00e4sst: Ihre Milit\u00e4rdoktrin, ihre Beschaffungslogik und ihre Ausbildung sind auf ein Schlachtfeld ausgerichtet, das es in dieser Form nicht mehr gibt. Die Transformation l\u00e4uft \u2014 aber sie l\u00e4uft hinterher.<\/p>\n<p>Ob der Iran seine Drohnenf\u00e4higkeiten tats\u00e4chlich so tief in seine Streitkr\u00e4fte integriert hat, wie es die j\u00fcngsten Ereignisse andeuten, wird sich erst im Ernstfall zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"03. 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