{"id":918469,"date":"2026-04-03T15:01:18","date_gmt":"2026-04-03T15:01:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/918469\/"},"modified":"2026-04-03T15:01:18","modified_gmt":"2026-04-03T15:01:18","slug":"artemis-mission-wo-der-mond-in-muenchen-zum-greifen-nah-ist-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/918469\/","title":{"rendered":"Artemis-Mission: Wo der Mond in M\u00fcnchen zum Greifen nah ist &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem E-Auto \u00fcber den Mond<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im <strong>Deutschen Museum<\/strong> gibt es etliche Exponate mit Mondbez\u00fcgen. Unmittelbar mit der Artemis-Mission verbunden ist Zohar, die in einer Vitrine in der Elektronik-Ausstellung zu sehen ist. Es handelt sich um den Nachbau einer der zwei Puppen (die andere hie\u00df Helga), mit denen bei der Artemis-I-Mission Ende 2022 erforscht wurde, welche Gefahr die Strahlung im All darstellt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Weg zum Mond, die Bewegung auf dem Mond, das Ambiente dort und das, was den Mond formt: Zu diesen Aspekten gibt es in der Raumfahrtabteilung des Museums Ausstellungsst\u00fccke. Vom National Air and Space Museum in Washington stammt \u2013 als Leihgabe \u2013 das Raketentriebwerk J-2, das bei der Mondrakete Saturn V zum Einsatz kam. Ein Teil des Hitzeschildes einer Apollo-Kapsel f\u00fchrt vor, vor welcher extremen Hitze die Astronauten beim Wiedereintritt in die Erdatmosph\u00e4re gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/d986f6e0-6b6f-447c-bf04-2d0f94eec567.jpg\"   alt=\"Nachempfundene Landeszene der Apollo-15-Mission: Diorama im Deutschen Museum\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Nachempfundene Landeszene der Apollo-15-Mission: Diorama im Deutschen Museum Deutsches Museum<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zwei Dioramen empfinden nach, was die Astronauten der Apollo-11- und der Apollo-15-Missionen erlebten \u2013 also der ersten und der vierten bemannten Mondlandung. Eine Lande-Szenerie ist nachgestellt, mit zwei Astronauten,\u00a0Landef\u00e4hre und vielen Ger\u00e4ten wie Temperatursonde, Magnetometer, Seismometer, Kalt-Kathodenmesser, Sonnenwindmesser, Ionendetektor, Sonnenwind-Spektrometer, Radio-Isotopenbatterie.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Au\u00dferdem gibt es ein Mondauto zu sehen. Mit derlei elektrisch betriebenen Fahrzeugen, die auf dem Mond auseinandergefaltet wurden, legten Astronauten der Apollo-Missionen 15, 16 und 17 in den Jahren 1971 und 1972 etwa 90 Kilometer zur\u00fcck. Das M\u00fcnchner Exponat ist ein Nachbau. In ihm nahm aber schon einmal ein echter Mondautofahrer Platz: Charlie Duke, 2019, zum 50-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der ersten Mondlandung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/3f48a627-d7df-4c1c-ad9d-224e0e3fe4d7.jpeg\"   alt=\"Besuch von einem echten Mondautofahrer: Der ehemalige Astronaut Charles Duke 2019 bei einem Besuch in M\u00fcnchen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Besuch von einem echten Mondautofahrer: Der ehemalige Astronaut Charles Duke 2019 bei einem Besuch in M\u00fcnchen. Stephan Rumpf<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein echtes St\u00fcck Mond, das auch ein St\u00fcckchen Geschichte zeigt, wird ebenfalls ausgestellt: ein Fragment aus den 112 Kilogramm Gestein, die Astronauten der letzten Mondmission Apollo 17 im Jahr 1972 auf die Erde mitbrachten. Die Mondsteine wurden von den USA als Geschenk f\u00fcr befreundete Staaten pr\u00e4pariert und vom damaligen Pr\u00e4sidenten Richard Nixon \u00fcbersandt \u2013 mit der\u00a0Inschrift: \u201eDieses Fragment ist Teil eines Steins aus dem Taurus-Littrow-Tal auf dem Mond. Es wird \u00fcbergeben als Symbol der Einigkeit menschlicher Bem\u00fchungen und birgt die Hoffnung der amerikanischen Bev\u00f6lkerung auf eine friedliche Welt.\u201c mse<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/mond-artemis-2-nasa-mission-liveticker-crew-interview-li.3460807\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;artemis_crew_gibt_ein_fernsehinterview&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;live&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;astronomie&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3460807&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;free&quot;,&quot;section&quot;:&quot;wissen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedewissenmond-artemis-2-nasa-mission-liveticker-crew-interview-li3460807\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cf8e1898-1197-4c09-b898-c126e0f691ad.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>LiveMondmission<\/p>\n<p>:Artemis-Crew gibt ein Fernsehinterview<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Am meisten \u00fcberrasche sie, wie sanft der Flug laufe, sagt Astronautin Christina Koch im Interview mit dem US-Sender ABC. Ihr Kollege Reid Wiseman schw\u00e4rmt von den Polarlichtern.<\/p>\n<p>Meteoriten streicheln<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Mond steht im kosmischen Dauerfeuer. Mangels Atmosph\u00e4re wird unser n\u00e4chster Nachbar regelrecht bombardiert, da Asteroiden und sonstige Geschosse aus dem All nicht vergl\u00fchen, sondern ungebremst auf der Oberfl\u00e4che einschlagen. Bei jedem Treffer werden Fragmente des Mondes weggeschleudert\u00a0\u2013 einige schaffen es bis auf die Erde. Ein paar wenige Trabanten-Tr\u00fcmmer haben den Weg nach M\u00fcnchen gefunden und werden in der <strong>Mineralogischen Staatssammlung<\/strong> ausgestellt. Drei der insgesamt neun in M\u00fcnchen befindlichen Mondmeteorite lassen sich momentan im Museum Mineralogia bestaunen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Hier finden sich auch St\u00fccke aus dem Weltraum, die noch eine bedeutend l\u00e4ngere Reise hinter sich haben: Ein scheibenf\u00f6rmiger Meteorit stammt beispielsweise aus dem Asteroideng\u00fcrtel zwischen Mars und Jupiter und musste daher mehr als 150 Millionen Kilometer in Richtung M\u00fcnchen zur\u00fccklegen. Die kosmischen Gesteinsklumpen kommen aber nicht nur von weit her, sondern sind auch uralt, was sie zu Zeitkapseln aus den Kindertagen des Sonnensystems macht. Gibeon ist so eine Zeitkapsel. Das 285 Kilogramm schwere Bruchst\u00fcck des Eisenmeteoriten wurde in Namibia gefunden und ist mit etwa 4,6 Milliarden Jahren \u00e4lter als die Erde selbst. Und weil er so gro\u00df und offensichtlich relativ unempfindlich ist, d\u00fcrfen Besucher der Ausstellung Gibeon sogar anfassen.\u00a0leg<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/starnberg\/dlr-raumstation-weilheim-oberpfaffenhofen-orion-mondmission-artemis-ii-li.3462800\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;die_orion_im_visier&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;landkreis_starnberg&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3462800&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;starnberg&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenstarnbergdlr-raumstation-weilheim-oberpfaffenhofen-orion-mondmission-artemis-ii-li3462800\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/93e30737-0bfa-4aba-9c53-e42aebae6210.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Raumfahrt<\/p>\n<p>:Die Orion im Visier<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Im Voralpenland steht eine Antennenanlage des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR). Von dort aus wird die Flugbahn der Raumkapsel Orion auf ihrer Mondmission pr\u00e4zise verfolgt.<\/p>\n<p>Weltraumspaziergang in M\u00fcnchen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei Artemis 2 sind keine Au\u00dfeneins\u00e4tze geplant, die Astronauten kommen daher nicht in den Genuss eines \u201eSpace Walks\u201c, sondern m\u00fcssen im Raumschiff bleiben. So gesehen haben ihnen die Besucher der <strong>Volkssternwarte<\/strong>\u00a0etwas voraus: Bei der von Montag bis Freitag allabendlich stattfindenden F\u00fchrung nehmen die G\u00e4ste an einem \u201eSpace Walk f\u00fcr alle\u201c teil. Beim Blick durch das 80 Zentimeter gro\u00dfe Spiegelteleskop kommen die G\u00e4ste dem Mond fast so nah wie die Teilnehmer der Mondmission. Auf dem zweist\u00fcndigen Weltraumspaziergang sieht man das All jedoch nicht nur durch eines der Fernrohre, sondern kann im Planetarium einen k\u00fcnstlichen Sternenhimmel von seiner sch\u00f6nsten Seite bewundern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/0fe27048-c604-4d9e-b7c4-7ec66b50349b.jpg\"   alt=\"Gute Aussichten auf den Erdtrabanten: die Beobachtungsstelle der Volkssternwarte.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Gute Aussichten auf den Erdtrabanten: die Beobachtungsstelle der Volkssternwarte. Volkssternwarte M\u00fcnchen e.V.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Tickets f\u00fcr einen Flug in den Weltraum kosten bei privaten Unternehmen wie Virgin Galactic etwa 750 000 Dollar, beim Hauptkonkurrenten Blue Origin betr\u00e4gt allein die Anzahlung f\u00fcr einen Platz in der Rakete 150 000 Dollar. Eine Karte f\u00fcr den \u201eSpace Walk\u201c an der Volkssternwarte kostet dagegen nur zehn Euro. Allerdings kann das Wetter zu Startproblemen f\u00fchren, da bei bew\u00f6lkten Verh\u00e4ltnissen keine Himmelsbeobachtung m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Obwohl die Sternwarte auch innen viel zu bieten hat, muss sich aber niemand mit der \u201eDark Side of the Moon\u201c zufriedengeben, sollten die Sichtverh\u00e4ltnisse einmal schlecht sein. Mit dem maximal drei Tage im Voraus erh\u00e4ltlichen Teleskop-Ticket k\u00f6nnen Kurzentschlossene den Rest der F\u00fchrung \u00fcberspringen und sich ganz aufs Mond-und-Sternegucken konzentrieren. Manchmal wird die sechs Euro teure Karte auch erst tagesaktuell zur Buchung freigegeben\u00a0\u2013 um zu garantieren, dass alle Weltraumspazierg\u00e4nger freie Sicht auf den Erdtrabanten haben. leg<\/p>\n<p>Wie Asterix und Obelix den Mond sahen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nicht erst seit dem n\u00e4chtlichen Apollo-11-Fernseherlebnis, als Neil Armstrong\u00a0am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr mitteleurop\u00e4ischer Zeit den legend\u00e4ren ersten Schritt auf die staubige Oberfl\u00e4che des Erdtrabanten machte, ist der Mond im kollektiven kulturellen Ged\u00e4chtnis der Menschheit fest verankert. Das war schon so, als noch niemand auf die Idee gekommen w\u00e4re, dorthin zu fliegen. Also: vor sehr langer Zeit. Genau genommen in der Bronzezeit, also vor etwa 3000 Jahren. Wer\u2019s nicht glaubt, m\u00f6ge den Mond in der <strong>Arch\u00e4ologischen Staatssammlung<\/strong>\u00a0suchen. Unter den dort musterg\u00fcltig nach neuesten museumsdidaktischen Erkenntnissen pr\u00e4sentierten Relikten ist unter anderem ein sogenanntes \u201eMondidol\u201c, gefunden bei Ausgrabungen im schw\u00e4bischen Elchingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bf0032d3-8003-4fdf-8db6-da5e94587f0a.jpg\"   alt=\"1975 bei Ausgrabungen in einer Siedlung der sp\u00e4ten Urnenfelderzeit bei Unterelchingen gefunden: sogenannte Mondidole.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>1975 bei Ausgrabungen in einer Siedlung der sp\u00e4ten Urnenfelderzeit bei Unterelchingen gefunden: sogenannte Mondidole. Arch\u00e4ologische Staatssammlung<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mondidole sind laut der offiziellen bayerischen Museumsseite <a href=\"https:\/\/www.bavarikon.de\/object\/bav:ASM-OBJ-00000000D2011259?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bavarikon<\/a> sichel- oder hornf\u00f6rmige K\u00f6rper aus Keramik, selten aus Stein, und \u201esind als religi\u00f6se Symbole zu verstehen, deren Bedeutung sich heute nicht mehr rekonstruieren l\u00e4sst\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Monds\u00fcchtig waren sp\u00e4ter auch die Gallier. Schon 1891 wurde im M\u00fcnchner Stadtteil Allach ein Grab der fr\u00fchen Keltenzeit mit einem Eisenschwert entdeckt. Auf der Klinge sieht man Goldeinlagen \u2013einen Halbmond und eine Scheibe, dazwischen einen Strich und darunter f\u00fcnf unterschiedlich gro\u00dfe Punkte: neben dem Mond also Sonne, Erde und die f\u00fcnf damals bekannten Planeten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/4b6c4fd5-7889-4457-8c6f-5604e6366c0b.jpg\"   alt=\"Ein Halbmond auf der Klinge eines Eisenschwertes, das 1891 in einem Grab der fr\u00fchen Keltenzeit entdeckt wurde.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Ein Halbmond auf der Klinge eines Eisenschwertes, das 1891 in einem Grab der fr\u00fchen Keltenzeit entdeckt wurde. Arch\u00e4ologische Staatssammlung M\u00fcnchen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDie Bildzeichen der Vorderseite auf dem Schwert \u00fcberliefern uns somit den Kern des kosmologischen Weltbilds Alteuropas\u201c, hei\u00dft es auf <a href=\"https:\/\/www.bavarikon.de\/object\/bav:ASM-OBJ-0000000000000163?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bavarikon<\/a>. \u201eEs ist eine symbolische Abbildung, entstanden aus einer vorwissenschaftlichen Beobachtung der Naturerscheinungen.\u201c bm<\/p>\n<p>Heimaterde Mond: die Patrona Bavariae<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die vielen Menschen, die jeden Mittag auf dem M\u00fcnchner <strong>Marienplatz<\/strong>\u00a0vor dem Rathaus gen Himmel blicken, warten auf eine Erscheinung. Allerdings auf die der Ritter und der Sch\u00e4ffler im historischen Glockenspiel hoch oben am Rathausturm. Den Mond haben die Schaulustigen nicht im Blick. Was schade ist. Den echten Erdtrabanten kann man zwar in ihrer Blickrichtung (Norden!) nie sehen. Sehr wohl aber eine Mondsichel, geschaffen von einem der gr\u00f6\u00dften M\u00fcnchner K\u00fcnstler des 16. Jahrhunderts. Auf ihr steht n\u00e4mlich die Madonna oben auf der zehn Meter hohen Mariens\u00e4ule.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/e86edd3b-e02c-4cfc-8c01-6e59be75086c.jpg\"   alt=\"Die Marienstatue am M\u00fcnchner Marienplatz steht auf einer Mondsichel.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die Marienstatue am M\u00fcnchner Marienplatz steht auf einer Mondsichel. Robert Haas<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gestaltet hat die vergoldete Bronzefigur <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/bildhauer-i-der-reisekuenstler-1.2782362\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der in M\u00fcnchen lebende Niederl\u00e4nder Hubert Gerhard<\/a> im Jahr 1593. Ganz so weit oben sollte die als \u201ePatrona Bavariae\u201c bekannte Mondsichelmadonna urspr\u00fcnglich gar nicht stehen. Sie war vermutlich als Bekr\u00f6nung eines monumentalen Wittelsbacher-Grabmals gedacht gewesen, das allerdings nie zustande kam und dessen einzelne Bauteile seither durch die Stadt wandern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Mondsichelmadonna wurde 1638 auf die Mariens\u00e4ule gestellt, mitten im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg, der damals noch weitere, lange zehn Jahre dauern sollte. Die Darstellung geht zur\u00fcck auf die biblische Offenbarung des Johannes, in der es \u00fcber Maria, die Mutter Jesu, hei\u00dft: \u201eDann erschien ein gro\u00dfes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren F\u00fc\u00dfen und ein Kranz von zw\u00f6lf Sternen auf ihrem Haupt.\u201c bm<\/p>\n<p>Galaktische Eindr\u00fccke mit funktionierendem Klo<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bis zum Mond schafft man es mit dem Aufzug, anders als der Name suggerieren mag, zwar nicht ganz, aber halb so wild: Die Dachterrasse der <strong>\u201eFrau im Mond\u201c<\/strong> auf dem Deutschen Museum ist trotzdem einen Besuch wert, vor allem an den nun bevorstehenden warmen Tagen. Der Blick, den man hier bei klarer Sicht \u00fcber die Stadt, vor allem aber \u00fcber die Corneliusbr\u00fccke und die zwei an dieser Stelle wieder zusammenflie\u00dfenden Flussarme der Isar hat, lohnt den Ausflug in luftige H\u00f6hen allemal.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/04105940-489e-4500-8c11-7572a306f882.jpg\"   alt=\"Gute Aussichten, nicht nur auf den Mond: Blick von der Dachterasse der \u201eFrau im Mond\u201c im Deutschen Museum.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Gute Aussichten, nicht nur auf den Mond: Blick von der Dachterasse der \u201eFrau im Mond\u201c im Deutschen Museum. Florian Peljak<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wer zum Sonnenuntergang auf etwas andere H\u00f6henfl\u00fcge hofft, kann es auch mit 1,5 Litern Wodka Red Bull oder Aperol Spritz probieren. Serviert werden die in der \u201eFrau im Mond\u201c in einer Miniaturrakete, Ausgie\u00dfer inklusive. Allerdings, das sollte man wissen: Nicht nur die Aufmachung, auch die Preise sind ein bisschen galaktisch; los geht bei 75 Euro. Andererseits: Verglichen mit einer echten Rakete ist das vermutlich ein echter Schnapper. Und: Anders als bei der\u00a0Artemis-2-Mondmission muss man wohl nicht f\u00fcrchten, die Weltraumtoilette k\u00f6nnte ausfallen.\u00a0\u00a0jala<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit dem E-Auto \u00fcber den Mond Im Deutschen Museum gibt es etliche Exponate mit Mondbez\u00fcgen. Unmittelbar mit der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":918470,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[3251,2396,772,2313,29,16745,30,3311,46334,201000,1268,426,149],"class_list":{"0":"post-918469","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-astronomie","9":"tag-ausstellung-muenchen","10":"tag-bayern","11":"tag-deutsches-museum","12":"tag-deutschland","13":"tag-freizeit-in-muenchen","14":"tag-germany","15":"tag-leben-und-gesellschaft-in-muenchen","16":"tag-mond","17":"tag-mondmission-artemis","18":"tag-muenchen","19":"tag-raumfahrt","20":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116341381383649658","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/918469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=918469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/918469\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/918470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=918469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=918469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=918469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}