{"id":91956,"date":"2025-05-07T15:52:11","date_gmt":"2025-05-07T15:52:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/91956\/"},"modified":"2025-05-07T15:52:11","modified_gmt":"2025-05-07T15:52:11","slug":"zwischen-algen-und-bakterien-dresdner-forscher-untersuchen-mikroplastik-in-der-elbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/91956\/","title":{"rendered":"Zwischen Algen und Bakterien: Dresdner Forscher untersuchen Mikroplastik in der Elbe"},"content":{"rendered":"<p>Doktorarbeit \u00fcber Mikroplastik<\/p>\n<p class=\"text\">\nKurzweg schreibt zurzeit seine Doktorarbeit an der Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden. Was er am Mittwochmorgen aus dem Elbwasser fischt, ist Teil seiner Forschungsarbeit. Mit dem Experiment will er herausfinden, <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/umwelt-klima\/mikroplastik-fluesse-elbe-rhein-alarmierend-100.html\" title=\"Europ\u00e4ische Fl\u00fcsse stark mit Mikroplastik belastet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie sich Mikroplastik im Fluss ablagert<\/a> und welche Rolle dabei Algen, Bakterien und andere Mikroorganismen spielen, die sich als Film auf den Plastikteilchen ablagern.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Wir haben insgesamt 30 schwimmf\u00e4hige K\u00e4fige mit jeweils 100 Mikroplastikpartikeln aus einem neuartigen Material in der Elbe ausgesetzt&#8220;, erkl\u00e4rt Kurzweg. Die K\u00e4fige sind so konstruiert, dass das enthaltene Plastik nicht entweichen kann und zugleich das Elbwasser gut hineinstr\u00f6men kann. Auf den Plastikteilchen lagern sich so mit der Zeit Stoffe ab &#8211; ein Film auf der Oberfl\u00e4che bildet sich. &#8222;Wir haben regelm\u00e4\u00dfig Wasserproben im Hafen entnommen, um die Wasserbeschaffenheit zu \u00fcberwachen&#8220;, so Kurzweg.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach zwei, vier und sechs Monaten seien die Mikroplastikpartikel im Labor aus den K\u00e4figen entnommen worden. Im Labor wird dann das Absinkverhalten der Partikel untersucht und gemeinsam mit der Uniklinik Dresden auch die Zusammensetzung der Ablagerungen, sagt der Doktorand.\n<\/p>\n<p>\nWas ist Mikroplastik?<br \/>\nFeste, wasserunl\u00f6sliche Plastikst\u00fccke, die kleiner als f\u00fcnf Millimeter sind, bezeichnet man als Mikroplastik. Wissenschaftler unterteilen die kleinen Kunststoffpartikel in zwei Gruppen: prim\u00e4res und sekund\u00e4res Mikroplastik.<\/p>\n<p>Mit\u00a0prim\u00e4rem Mikroplastik\u00a0ist gezielt industriell hergestelltes Mikroplastik gemeint, zum Beispiel kunststoffbasierte Granulate oder Pellets. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise Partikel, die in der Kosmetik- und K\u00f6rperpflegeindustrie eingesetzt werden. <\/p>\n<p>Sekund\u00e4res Mikroplastik\u00a0entsteht durch physikalische, biologische oder chemische Zersetzung von Makroplastikteilen, etwa beim Abrieb von Autoreifen oder wenn Plastikm\u00fcll verwittert.<\/p>\n<p>Umweltbundesamt<\/p>\n<p>Mikroplastik \u00e4ndert seine Beschaffenheit<\/p>\n<p class=\"text\">\nEiner der Betreuer der Doktorarbeit und des Experiments ist Andreas Fery. Er ist Professor f\u00fcr physikalische Chemie der Polymere am Leibniz-Institut f\u00fcr Polymerforschung in Dresden. &#8222;Wir haben festgestellt, dass Mikroplastik in der Umwelt sehr schnell seine Oberfl\u00e4cheneigenschaften \u00e4ndert&#8220;, sagt er. &#8222;Es ist wichtig zu verstehen, wie und warum das passiert.&#8220; Denn diese Eigenschaften h\u00e4tten Einfluss darauf, wie Plastikpartikel mit der Umwelt und am Ende auch &#8211; <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/umwelt-klima\/buckelwale-schlucken-millionen-teile-mikroplastik-100.html\" title=\"Wale schlucken pro Tag bis zu zehn Millionen Mikroplastikteilchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcber die Nahrungskette &#8211; mit dem Menschlichen Organismus<\/a> interagieren. &#8222;Das wollen wir besser verstehen!&#8220;, sagt Fery.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nKathrin Harre, Professorin f\u00fcr technische Chemie an der Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft Dresden, hat das Experiment mitentwickelt. Sie sagt, dass Mikroplastik nicht per se gef\u00e4hrlich sein muss.&#8220; Ehrlicherweise muss man sagen, dass der Kunststoff selber nicht toxisch wirkt. Aber man wei\u00df, dass kleine Kunststoffpartikel durch die gro\u00dfe Oberfl\u00e4che sehr gut andere Stoffe aus der Umwelt aufnehmen und anlagern k\u00f6nnen.&#8220; Und genau das k\u00f6nnte &#8211; so die Hypothese der Wissenschaftler &#8211; das Problem sein. Die Teilchen wirken wie ein Magnet auf Fremd- und Schadstoffe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Doktorarbeit \u00fcber Mikroplastik Kurzweg schreibt zurzeit seine Doktorarbeit an der Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":91957,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[3364,29,2386,2265,597,30,37749,81,11522,14,859,383,37750,193],"class_list":{"0":"post-91956","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dresden","11":"tag-elbe","12":"tag-forschung","13":"tag-germany","14":"tag-htw","15":"tag-mdr","16":"tag-mikroplastik","17":"tag-nachrichten","18":"tag-sachsen","19":"tag-umwelt","20":"tag-versuch","21":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114467356514544913","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91956"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91956\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}