{"id":9197,"date":"2025-04-05T03:34:12","date_gmt":"2025-04-05T03:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/9197\/"},"modified":"2025-04-05T03:34:12","modified_gmt":"2025-04-05T03:34:12","slug":"brandanschlag-in-solingen-opfer-anwaeltin-erstattet-anzeige-gegen-polizeipraesidenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/9197\/","title":{"rendered":"Brandanschlag in Solingen: Opfer-Anw\u00e4ltin erstattet Anzeige gegen Polizeipr\u00e4sidenten"},"content":{"rendered":"<p>                    NS-Material im Solingen-Fall<br \/>\n                Opfer-Anw\u00e4ltin erstattet Anzeige gegen Polizeipr\u00e4sidenten<\/p>\n<p>\t\t\t\t              04.04.2025, 16:12 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Indizien deuten auf ein rechtes Weltbild des Angeklagten des Brandanschlags von Solingen hin. Die Polizei erkennt nichts dergleichen. Aus diesem Grund zeigt nun eine Opferanw\u00e4ltin die Ermittler und den Polizeipr\u00e4sidenten an: Sie h\u00e4tten gefundenes NS-Material unterschlagen.  <\/strong><\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Vierfachmord von Solingen hat eine Rechtsanw\u00e4ltin den Wuppertaler Polizeipr\u00e4sidenten und mehrere Polizisten angezeigt. Es bestehe der Verdacht, dass Beweismaterial zur\u00fcckgehalten wurde, das auf eine rechtsradikale Gesinnung und ein entsprechendes Motiv des Angeklagten deuten k\u00f6nnte, sagte Nebenklage-Vertreterin Seda Ba\u015fay-Yildiz im Prozess um den Mord und weitere Verbrechen. &#8222;Welches Beweismaterial gab es noch, das uns nicht vorgelegt wurde?&#8220;, fragte sie.<\/p>\n<p>Es seien Fotos von Literatur \u00fcber NS-Gr\u00f6\u00dfen aufgetaucht, von denen niemand im Prozess gewusst habe. Warum die ermittelnden Beamten diese nicht vorgelegt h\u00e4tten, sei schleierhaft. Auch der Vorsitzende Richter Jochen K\u00f6tter zeigte sich erstaunt: &#8222;Ich k\u00f6nnte da auch aus der Haut fahren, wenn ich das sehe&#8220;, sagte er. &#8222;Ich muss Ihnen zugestehen, dass das nicht passieren darf.&#8220;<\/p>\n<p>Ob die B\u00fccher allerdings dem gest\u00e4ndigen Angeklagten zugeordnet werden k\u00f6nnen, ist umstritten. Seine Verteidiger sagen, er habe die R\u00e4ume, in denen die B\u00fccher gefunden wurden, nicht bewohnt. Die Schl\u00fcsselgewalt f\u00fcr die R\u00e4ume habe beim Vater gelegen, die Wohnung sei bis kurz vor der Durchsuchung noch vermietet gewesen. Beim Angeklagten habe sich kein Schl\u00fcssel zu dieser Wohnung gefunden.<\/p>\n<p>Polizei findet keine Hinweise auf rechtsradikales Gedankengut<\/p>\n<p>Fotos aus dem Haus zeigen zehn B\u00fccher, unter anderem mit Hitler im Titel, eine &#8222;Kriegsfibel&#8220;, &#8222;Die Wehrmacht&#8220;, &#8222;Hermann G\u00f6ring&#8220;, &#8222;Das neue Universum&#8220;, &#8222;Karin G\u00f6ring&#8220;. Der Polizeipr\u00e4sident hatte nach den Taten gesagt, dass es keine Hinweise auf einen rechtsradikalen Hintergrund gibt.<\/p>\n<p>Auf Festplatten und USB-Sticks des Angeklagten seien zudem 166 Dateien gefunden, die den Nationalsozialismus verharmlosen sowie rassistischer Natur sind. Auch zahlreiche Hitler-Bilder seien zutage gef\u00f6rdert worden. Zudem soll Daniel S. Wehrmachtslieder geh\u00f6rt haben und wenige Tage vor dem Anschlag online nach &#8222;Mord Strafrecht&#8220; gesucht haben. In Chats mit seiner Freundin, die w\u00e4hrend des Prozesses verlesen wurden, soll auch von &#8222;Kanacken&#8220; die Rede gewesen sein.<\/p>\n<p>Brandstiftung an historischem Datum<\/p>\n<p>Ein Polizist des Staatsschutzes sagte aus, auch eine nochmalige \u00dcberpr\u00fcfung des Angeklagten habe nichts ergeben, was diesen mit rechtsextremen Straftaten in Verbindung bringt. Seine Freundin habe im Tatzeitraum Inhalte der SPD online geteilt.<\/p>\n<p>Die Anw\u00e4lte der Angeh\u00f6rigen hatten darauf hingewiesen, dass in den vom gest\u00e4ndigen Angeklagten angez\u00fcndeten H\u00e4usern fast ausschlie\u00dflich Menschen mit Migrationshintergrund gelebt h\u00e4tten. Eine der Brandstiftungen sei am Jahrestag der Pogromnacht gewesen. In einem Chat habe sich der Angeklagte zudem rassistisch ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Der mutma\u00dfliche M\u00f6rder und Brandstifter hat bereits umfassend gestanden. Bei dem t\u00f6dlichen Feuer am 25. M\u00e4rz 2024 starb in Solingen eine bulgarische Familie im Dachgeschoss &#8211; die 28 und 29 Jahre alten Eltern und ihre beiden T\u00f6chter im Alter von drei Jahren sowie wenigen Monaten. Als Motiv gab der Angeklagte &#8222;Stress mit der Vermieterin&#8220; an. Ihm war wegen Mietr\u00fcckst\u00e4nden gek\u00fcndigt worden.<\/p>\n<p>Der deutsche Angeklagte gestand neben mehreren Brandlegungen auch eine Macheten-Attacke, bei der er einen Bekannten lebensgef\u00e4hrlich verletzte. Der 40-J\u00e4hrige muss sich in Wuppertal wegen vierfachen Mordes und Mordversuchen an bis zu 21 Menschen vor Gericht verantworten. Ein Psychiater hatte ihn als hochgef\u00e4hrlich eingestuft. Das Landgericht hat f\u00fcr den Prozess zwei weitere Verhandlungstage bis zum 15. April angesetzt. Das Gericht will nun entscheiden, wie es mit weiteren Antr\u00e4gen der Nebenkl\u00e4ger umgeht. Der Prozess wird am kommenden Mittwoch (9. April) fortgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"NS-Material im Solingen-Fall Opfer-Anw\u00e4ltin erstattet Anzeige gegen Polizeipr\u00e4sidenten 04.04.2025, 16:12 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9198,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,987,30,13,984,7224,14,15,121,505,770,12,7223,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-9197","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-feuer","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-international","13":"tag-migranten","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-polizei","17":"tag-prozesse","18":"tag-rechtsextremismus","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-solingen","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114283260574178372","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9197\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}