{"id":92064,"date":"2025-05-07T16:48:36","date_gmt":"2025-05-07T16:48:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/92064\/"},"modified":"2025-05-07T16:48:36","modified_gmt":"2025-05-07T16:48:36","slug":"giftige-blume-aus-afrika-breitet-sich-im-altkreis-halle-aus-haller-kreisblatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/92064\/","title":{"rendered":"Giftige Blume aus Afrika breitet sich im Altkreis Halle aus | Haller Kreisblatt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Altkreis Halle. Das Jakobskreuzkraut breitet sich seit Jahren in Steinhagen, Halle, Borgholzhausen, Werther und Versmold aus. Vor allem Tierhalter \u2013 insbesondere Land- und Pferdewirte \u2013 f\u00fcrchten die strahlend gelben Bl\u00fcten. Denn \u201eJacobaea vulgaris\u201c ist giftig. Kaum bekannt ist hingegen, dass sich auch sein eingewanderter Verwandter \u201eSenecio inaequidens\u201c rasant vermehrt \u2013- weil er eine besondere St\u00e4rke hat.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Das \u201eSchmalbl\u00e4ttrige Greiskraut\u201c stammt aus S\u00fcdafrika. Es wurde vermutlich schon ab dem 19. Jahrhundert \u00fcber Schiffe in Nordeuropas H\u00e4fen eingeschleppt. Seit einigen Jahren legt es aber eine besondere Karriere hin und verbreitet sich vor allem entlang von Autobahnen extrem schnell und fl\u00e4chig. Dabei kommt ihm seine Herkunft zugute.<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">\u201eJapanischer Staudenkn\u00f6terich, Herkulesstaude, Jakobskreuzkraut \u2013 die bekannten invasiven Arten hat man relativ gut im Griff. Das sind die alten Probleme\u201c, erkl\u00e4rt Ingo J\u00fcrgens von der Biologischen Station Bielefeld\/G\u00fctersloh im HK-Gespr\u00e4ch. \u201eAber das Schmalbl\u00e4ttrige Greiskraut ist etwas anderes.\u201c Der afrikanische Zuwanderer profitiere zunehmend vom Klimawandel. \u201eEs hat Europa in den letzten Jahrzehnten \u00fcberrannt.\u201c<\/p>\n<p>Erderw\u00e4rmung unterst\u00fctzt Ausbreitung \u2013 auch rund um Halle<\/p>\n<p class=\"em_text\">Das liege vor allem daran, dass der Neophyt, die afrikanische Art, sehr viel trockenheitsresistenter sei als der europ\u00e4ische Verwandte. \u201eWenn die Grasnarbe schon total braun abgestorben ist, geht es dem Schmalbl\u00e4ttrigen Greiskraut noch gut. Es ist kaum totzukriegen.\u201c Hei\u00dfe Sommer und lange Trockenheiten forcieren die Verbreitung.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xU1BtOUY2SUFUR04yaExnbjBTU2QzY21yKzArdUYyRVZiQ1AyOW9NeCtLZjNXYUZHd2hUanE1eGgzYVAxZVBRd0lPZ2JleDRVM3VMWkV2Mld1WDVSMmtncVFjWEVVZFh1UG5acy80NjRBaHM9\/250429-1711-534305429.jpg\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Das Schmalbl\u00e4ttrige Greiskraut (Bild) ist verwandt mit dem Jakobskreuzkraut - bringt aber ein zus\u00e4tzliches Problem mit: seine Trockenheitsresistenz. - \u00a9 cc by sa 30\/wikipedia\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"media-object img-responsive\" width=\"500\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/250429-1711-534305429.jpg\" alt=\"Das Schmalbl\u00e4ttrige Greiskraut (Bild) ist verwandt mit dem Jakobskreuzkraut - bringt aber ein zus\u00e4tzliches Problem mit: seine Trockenheitsresistenz. - \u00a9 cc by sa 30\/wikipedia\"\/><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>Das Schmalbl\u00e4ttrige Greiskraut (Bild) ist verwandt mit dem Jakobskreuzkraut &#8211; bringt aber ein zus\u00e4tzliches Problem mit: seine Trockenheitsresistenz.<br \/>\n(\u00a9 cc by sa 30\/wikipedia)<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Entsprechend unterschieden sich auch die Ausbreitungsgebiete. \u201eDas Jakobskreuzkraut ist nach wie vor die Problempflanze im Gr\u00fcnland. Das Schmalbl\u00e4ttrige kommt auf sandigen und trockenen Fl\u00e4chen dazu\u201c, erkl\u00e4rt der Pflanzenfachmann. Bevorzugte Lebensr\u00e4ume der afrikanischen Pflanze seien die Autobahnrandstreifen vor allem im Nordwesten Deutschlands, zum Beispiel an der A33. \u201eAn den L\u00e4rmschutzw\u00e4nden stehen Hunderte und Tausende von Greiskr\u00e4utern\u201c, berichtet J\u00fcrgens. Wenn er im Sommer auf den Autobahnen im Norden der Republik unterwegs sei, begleiteten ihn die knallgelben Bl\u00fcten durch mehrere Bundesl\u00e4nder hindurch.<\/p>\n<p id=\"absatz7\"><b class=\"bold\">Mehr zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/ratgeber\/gesundheit\/24069199_Kraeutertees-fuer-Babys-im-Test-Das-Problem-mit-dem-Estragol.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00d6ko-Tester finden Gifte in Tees<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Beide Korbbl\u00fctler-Arten haben ihr Gift gemeinsam. Deshalb sind sie vor allem von Pferdehaltern gef\u00fcrchtet. \u201eDas Problem ist das Heu\u201c, erkl\u00e4rt Ingo J\u00fcrgens. \u201eWenn sie auf der Weide stehen, fressen die Pferde die bitteren Pflanzen nicht. Aber wenn sie getrocknet im Heu stecken, erkennen die Tiere sie nicht.\u201c Die enthaltenen \u201ePyrrolizidinalkaloide\u201c reicherten sich dann in der Leber an. Schon eine kleine Dosis habe schlimme Folgen. \u201eWenn man die Symptome sieht, ist es bereits zu sp\u00e4t. Die inneren Organe sind gesch\u00e4digt\u201c, sagt der Fachmann. \u201eDeshalb ist es f\u00fcr Pferde und Rinder sehr gef\u00e4hrlich.\u201c<\/p>\n<p>Vor allem Pferdehalter m\u00fcssen aufpassen<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Da die afrikanische Art mitten im Gr\u00fcnland nicht so stark vertreten sei, wie die europ\u00e4ische, muss ihre Ausbreitung den Landwirten weniger Sorgen machen. Trotzdem ist bei beiden ein umsichtiges Handeln unverzichtbar. \u201eWenn sie sich zu sehr ausbreitet, haben die Bewirtschafter selbst schuld. Man muss rechtzeitig dagegen vorgehen\u201c, so J\u00fcrgens. \u201eEs geht relativ schnell, dann hat man den Kampf verloren. Wehret den Anf\u00e4ngen.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz10\"><b class=\"bold\">Lesen Sie auch:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/lokal\/halle\/22827236_Oekoaktivismus-und-Panikmache-Kuensebecker-sagen-giftigem-Kraut-den-Kampf-an.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00fcnsebecker sagen dem Gift-Kraut den Kampf an<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Aus Sicht des Biologen macht es Sinn, die beiden Arten unterschiedlich zu behandeln. \u201eWenn nichts Wertvolles in der N\u00e4he ist, kann man die heimische Pflanze ruhig stehen lassen, aber die fremde sollte man rausrei\u00dfen\u201c, sagt er. Dabei solle man sicherheitshalber Handschuhe anziehen. \u201eMenschen k\u00f6nnen mit Hautreizungen reagieren.\u201c Optisch unterscheiden sich die beiden Arten vor allem an der Breite der gr\u00fcnen Laubbl\u00e4tter.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Bei der Bek\u00e4mpfung spiele dem Wiesenbesitzer in die Karten, dass die \u201eFernausbreitung\u201c bei beiden Arten eher gering sei. \u201e95 Prozent der Ausbreitung geschehen in wenigen Metern Entfernung\u201c, erl\u00e4utert Ingo J\u00fcrgens. \u201eEs reicht also v\u00f6llig, wenn man die eigenen Fl\u00e4chen konsequent freih\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Und \u2013 das ist dem Naturfreund wichtig \u2013 auch unbeliebte Arten wie die giftigen Korbbl\u00fctler seien ja nicht nur ein Problem. \u201eSolche Pflanzen haben auch ihren Nutzen f\u00fcr die Natur.\u201c F\u00fcr manche Insektenarten \u2013 wie den Jakobskrautb\u00e4r, eine Raupenart \u2013 seien sie eine wichtige Nahrungsquelle. Der NABU betont immer wieder die hohe \u00f6kologische Bedeutung der heimischen Variante.<\/p>\n<p id=\"absatz14\"><b class=\"bold\">Aktuelle News bekommen Sie t\u00e4glich \u00fcber den <\/b><a data-auth=\"NotApplicable\" data-linkindex=\"0\" href=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\"><b class=\"bold\">WhatsApp-Kanal des HK<\/b><\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Altkreis Halle. Das Jakobskreuzkraut breitet sich seit Jahren in Steinhagen, Halle, Borgholzhausen, Werther und Versmold aus. Vor allem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":92065,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[16302,21778,1605,21779,3364,29,37772,663,10120,30,37775,37771,37773,37776,1611,4280,16383,12434,734,19081,10127,1613,32930,1209,37774,6402,16382,21780,6715],"class_list":{"0":"post-92064","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-afrika","9":"tag-altkreis","10":"tag-bielefeld","11":"tag-borgholzhausen","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-erderwrmung","15":"tag-europa","16":"tag-gtersloh","17":"tag-germany","18":"tag-giftpflanzen","19":"tag-greiskraut","20":"tag-ingo-jrgens","21":"tag-jakobsgreiskraut","22":"tag-label_informiere-mich","23":"tag-label_l-120","24":"tag-label_print-platziert","25":"tag-label_seo-ok","26":"tag-meta_artikelklasse_nachricht","27":"tag-meta_copyrights_hk","28":"tag-meta_themen_natur_klima_umwelt","29":"tag-meta_userneeds_informieremich","30":"tag-nordeuropa","31":"tag-nordrhein-westfalen","32":"tag-sdafrika","33":"tag-schiff","34":"tag-steinhagen","35":"tag-versmold","36":"tag-werther"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92064"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92064\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92065"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92064"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}