{"id":922367,"date":"2026-04-05T05:49:13","date_gmt":"2026-04-05T05:49:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/922367\/"},"modified":"2026-04-05T05:49:13","modified_gmt":"2026-04-05T05:49:13","slug":"deutschland-im-endspurt-oesterreich-schon-im-ziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/922367\/","title":{"rendered":"Deutschland im Endspurt, \u00d6sterreich schon im Ziel"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland steht mit einer Bundestagsanh\u00f6rung vor der finalen Umsetzung der EU-Nachhaltigkeitsberichtspflicht, w\u00e4hrend \u00d6sterreich sein Gesetz bereits erlassen hat. H\u00f6here Schwellenwerte entlasten den Mittelstand.<\/p>\n<p>Die Nachhaltigkeitsberichterstattung f\u00fcr Unternehmen in Mitteleuropa tritt in eine entscheidende Phase. W\u00e4hrend \u00d6sterreich sein neues Gesetz bereits in Kraft gesetzt hat, steuert Deutschland mit einer wichtigen Anh\u00f6rung im Bundestag auf den finalen Gesetzesbeschluss zu. F\u00fcr Tausende Firmen endet damit eine lange Phase der Rechtsunsicherheit.<\/p>\n<p>Deutschland: Bundestag vor entscheidender Anh\u00f6rung<\/p>\n<p>Der deutsche Gesetzgeber befindet sich im Endspurt. Der Rechtsausschuss des Bundestags hat die Anmeldung f\u00fcr eine \u00f6ffentliche Expertenanh\u00f6rung zum <strong>CSRD-Umsetzungsgesetz<\/strong> auf den 10. April terminiert. Die Anh\u00f6rung selbst findet am 13. April statt. Sie ist eine der letzten Gelegenheiten f\u00fcr Wirtschaftsverb\u00e4nde, Umweltorganisationen und Juristen, Stellung zum Regierungsentwurf zu nehmen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die neuen EU-Richtlinien fordern von Unternehmen nicht nur Transparenz in der Nachhaltigkeit, sondern bringen auch komplexe Dokumentationspflichten in anderen Bereichen mit sich. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen in 5 Schritten, wie Sie die DSGVO-Vorgaben rechtssicher umsetzen und teure Abmahnungen vermeiden. <strong><a href=\"https:\/\/www.datenschutz-praemien.de\/dsgvo\/dsgvo-einfuehrung\/?af=KOOP_MFW_DSN_DNV_YES_DSGVO-EINFUEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-820999\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">In 5 Schritten DSGVO-konform: So haken Sie alle Pflichten schnell und einfach ab<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Deutschland hat den urspr\u00fcnglichen EU-Umsetzungszeitpunkt im Juli 2024 verpasst, was zu monatelanger Rechtsunsicherheit f\u00fchrte. Der aktuelle Entwurf vom M\u00e4rz 2026 integriert nun das EU-Entlastungspaket, das sogenannte <strong>\u201eOmnibus I-Paket\u201c<\/strong>. Dieses soll B\u00fcrokratie abbauen. Die Diskussion am 13. April wird sich voraussichtlich darauf konzentrieren, ob diese Vereinfachungen die Ziele des europ\u00e4ischen Green Deal nicht verw\u00e4ssern und ob Ausnahmeregelungen f\u00fcr Unternehmen ausreichen.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich: Neues Gesetz schon in Kraft<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Berlin noch debattiert wird, hat \u00d6sterreich bereits Fakten geschaffen. Das <strong>Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG)<\/strong> trat am 19. Februar 2026 in Kraft. Es l\u00f6st das alte NaDiVeG ab und setzt die CSRD vollst\u00e4ndig im \u00f6sterreichischen Handelsgesetzbuch um.<\/p>\n<p>Justizministerin Anna Sporrer betonte im Parlament, dass die \u00fcber 500-t\u00e4gige Versp\u00e4tung bei der Umsetzung hohe Strafzahlungen durch die EU riskiert habe. Das neue Gesetz geht \u00fcber reine ESG-Berichtspflichten hinaus. So entf\u00e4llt f\u00fcr viele Unternehmen die Pflicht zur physischen Unterschrift unter den Jahresabschluss. Zudem erfasst das mitbeschlossene <strong>Drittstaaten-Berichtsgesetz (DriBeG)<\/strong> auch Tochtergesellschaften nicht-europ\u00e4ischer Konzerne in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Entlastung f\u00fcr Mittelstand: H\u00f6here Schwellenwerte<\/p>\n<p>Ein zentrales Element der neuen Regelungen in beiden L\u00e4ndern sind deutlich angehobene Berichtsschwellen. Dank des \u201eOmnibus I-Pakets\u201c ist der Kreis der direkt betroffenen Unternehmen enger gefasst. In der ersten Welle sind nun nur noch <strong>gro\u00dfe Unternehmen<\/strong> mit im Schnitt mehr als 1.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von \u00fcber 450 Millionen Euro j\u00e4hrlich verpflichtet.<\/p>\n<p>Experten zufolge entlastet das rund 80 Prozent der urspr\u00fcnglich ins Visier genommenen Firmen. In \u00d6sterreich sind so nur etwa 120 der gr\u00f6\u00dften Konzerne zu vollst\u00e4ndigen Nachhaltigkeitsberichten nach ESRS-Standards verpflichtet. Der Mittelstand soll gesch\u00fctzt werden. Doch der Druck bleibt: Gro\u00dfe Konzerne werden von ihren Zulieferern weiter ESG-Daten einfordern, um ihre eigenen Berichtspflichten in der Lieferkette zu erf\u00fcllen. Die neuen Gesetze schr\u00e4nken dies ein: Verlangt werden darf nur, was den freiwilligen Standards f\u00fcr KMU (VSME) entspricht.<\/p>\n<p>Durchsetzung: Hohe Bu\u00dfgelder und \u201eNaming and Shaming\u201c<\/p>\n<p>Mit den neuen Pflichten kommen auch sch\u00e4rfere Sanktionen. In \u00d6sterreich sieht das NaBeG f\u00fcr gro\u00dfe und mittlere Unternehmen bei Verst\u00f6\u00dfen gegen Berichts- oder Pr\u00fcfpflichten Bu\u00dfgelder von bis zu <strong>50.000 Euro<\/strong> vor. F\u00fcr kleinere Firmen gelten niedrigere Obergrenzen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Neben der Nachhaltigkeit r\u00fcckt auch der Einsatz von Technologie in den Fokus der EU-Regulierung, was neue Compliance-Anforderungen f\u00fcr Betriebe bedeutet. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden verschafft Ihnen jetzt den n\u00f6tigen \u00dcberblick \u00fcber Fristen, Risikoklassen und Pflichten der neuen EU-KI-Verordnung. <strong><a href=\"https:\/\/www.datenschutz-praemien.de\/ki-verordnung\/?af=KOOP_MFW_DSN_DNV_YES_KI-VERORDNUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-820999\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Jetzt kostenlosen \u00dcberblick sichern<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Der deutsche Entwurf plant ebenfalls eine Versch\u00e4rfung des Zwangsstrafenregimes. Das Ziel ist klar: Die Nachhaltigkeitsberichterstattung soll denselben rechtlichen Stellenwert wie der Finanzbericht erhalten. Sie wird Teil des Lageberichts und unterliegt einer verpflichtenden externen Pr\u00fcfung. In beiden L\u00e4ndern wird die digitale Einreichung in maschinenlesbarem Format Pflicht. Juristen sind sich einig: Die Transparenz und die Angst vor \u00f6ffentlichem \u201eNaming and Shaming\u201c k\u00f6nnten f\u00fcr viele Unternehmen ein st\u00e4rkerer Anreiz sein als die finanziellen Strafen.<\/p>\n<p>Wettbewerbsfrage: Deutscher Sonderweg oder EU-Konformit\u00e4t?<\/p>\n<p>Das unterschiedliche Tempo bei der Umsetzung stellt insbesondere grenz\u00fcberschreitend t\u00e4tige Konzerne vor Herausforderungen. \u00d6sterreich bietet Klarheit, deutsche Unternehmen agieren noch im Entwurfsstadium. Wirtschaftsverb\u00e4nde kritisieren diesen Schwebezustand, da Investitionen in die n\u00f6tige IT-Infrastruktur f\u00fcr ESG-Daten kaum planbar seien.<\/p>\n<p>Die Integration der \u201eStop-the-Clock\u201c-Richtlinie ist ein zweischneidiges Schwert. Sie verschob Berichtspflichten f\u00fcr bestimmte Sektoren und KMU um zwei Jahre \u2013 viele Fristen r\u00fccken auf 2027 oder 2028. Das schafft jedoch einen fragmentierten Zeitplan. Im Bundestag wird nun diskutiert, ob die 1:1-Umsetzung dieser EU-Erleichterungen ausreicht oder ob Deutschland auf zus\u00e4tzliche nationale Versch\u00e4rfungen (\u201eGold-Plating\u201c) verzichten sollte, um wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben.<\/p>\n<p>Ausblick: Der Countdown f\u00fcr die erste Berichtswelle l\u00e4uft<\/p>\n<p>Nach der Anh\u00f6rung und einer finalen Abstimmung im Bundestag im Fr\u00fchjahr verlagert sich der Fokus 2026 von der Gesetzgebung zur Anwendung. F\u00fcr Unternehmen der ersten Welle sind die Berichte f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2025, die 2026 f\u00e4llig werden, der erste Praxistest. In \u00d6sterreich gelten f\u00fcr die ersten Berichte unter dem NaBeG \u00dcbergangsregelungen.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission will bis Sommer 2026 zudem einen \u00fcberarbeiteten, stark vereinfachten ESRS-Standard vorlegen. Die Zahl der verpflichtenden Datenpunkte k\u00f6nnte sich damit mehr als halbieren. F\u00fcr die Tausenden Unternehmen, die 2027 und 2028 in die Pflicht genommen werden, sind die aktuellen Entwicklungen eine letzte Warnung: Ihre Nachhaltigkeitsmanagementsysteme m\u00fcssen jetzt aufgebaut werden, bevor die \u00dcbergangsfristen ablaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschland steht mit einer Bundestagsanh\u00f6rung vor der finalen Umsetzung der EU-Nachhaltigkeitsberichtspflicht, w\u00e4hrend \u00d6sterreich sein Gesetz bereits erlassen hat.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":922368,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,201785,201784,3364,29,22048,201786,30,854,13,54295,14,3923,15,3921,12,190950,1106,15807],"class_list":["post-922367","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-bundestagsanhoerung","tag-csrd-umsetzung","tag-de","tag-deutschland","tag-endspurt","tag-eu-nachhaltigkeitsberichtspflicht","tag-germany","tag-gesetz","tag-headlines","tag-hoehere","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-schlagzeilen","tag-schwellenwerte","tag-umsetzung","tag-ziel"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/922367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=922367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/922367\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/922368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=922367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=922367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=922367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}