{"id":92240,"date":"2025-05-07T18:22:10","date_gmt":"2025-05-07T18:22:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/92240\/"},"modified":"2025-05-07T18:22:10","modified_gmt":"2025-05-07T18:22:10","slug":"ard-deutschlandtrend-wenig-rueckenwind-fuer-den-neuen-kanzler-merz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/92240\/","title":{"rendered":"ARD-DeutschlandTrend: Wenig R\u00fcckenwind f\u00fcr den neuen Kanzler Merz"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 07.05.2025 18:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Laut ARD-DeutschlandTrend h\u00e4lt eine Mehrheit der Deutschen Merz f\u00fcr keine gute Besetzung als Kanzler. Gute Umfragewerte gibt es f\u00fcr Verteidigungsminister Pistorius. Umstritten ist ein m\u00f6gliches Verbotsverfahren gegen die AfD.\u00a0<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/claudia-mueller-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Claudia M\u00fcller\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/claudia-mueller-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach einem historischen Tag ist Friedrich Merz am Dienstag schlussendlich zum Kanzler der Bundesrepublik gew\u00e4hlt worden. Es wird kr\u00e4ftig spekuliert, aus welchen Reihen die Parlamentarier stammen, die Merz im ersten Wahlgang die Zustimmung verwehrten und damit zu diesem denkw\u00fcrdigen Moment im Parlament beigetragen haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGanz au\u00dferhalb des Bereiches der Spekulation: Merz war als Oppositionsf\u00fchrer nicht beliebt bei den Deutschen und er ist es auch als neuer Kanzler nicht. Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend halten ihn lediglich 32 Prozent f\u00fcr eine gute Besetzung. Die Mehrheit (59 Prozent) h\u00e4lt ihn hingegen f\u00fcr keine gute Besetzung.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDamit reiht sich die aktuelle Bewertung in das Bild der letzten drei Jahre ein. Zwar schwankten die Werte f\u00fcr Merz, wenn nach der Zufriedenheit mit seiner Arbeit gefragt wurde, gerade in den Monaten vor der Bundestagswahl. Seinen besten Zustimmungswert erreichte er direkt nach dem Zusammenbruch der Ampel: 40 Prozent. Damit war jedoch selbst am Tiefpunkt der Ampel-Regierung die Mehrheit der Deutschen unzufrieden mit dem politischen Wirken von Merz.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    Pistorius mit Top-Bewertung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Politiker \u00fcberstrahlte hingegen bereits in der Vergangenheit seine Kollegen und Kolleginnen: Boris Pistorius von der SPD wurde von den Deutschen seit Amtsantritt als Verteidigungsminister mehrheitlich ein positives Zeugnis f\u00fcr seine Arbeit ausgestellt. Nun wird er als Einziger aus dem Ampel-Kabinett seinen Posten in der neuen Regierung von Union und SPD weiterf\u00fchren, was eine deutliche Mehrheit (73 Prozent) entsprechend gut findet.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLars Klingbeil (SPD) als neuen Finanzminister halten 43 Prozent f\u00fcr eine gute Besetzung, 34 Prozent f\u00fcr keine gute Besetzung. Als Arbeitsministerin wird B\u00e4rbel Bas (SPD) k\u00fcnftig t\u00e4tig sein, was 36 Prozent als gute Wahl f\u00fcr den Posten bewerten, 26 Prozent sehen das anders. Alexander Dobrindt besetzt als Innenminister einen der drei CSU-Posten. 35 Prozent halten den Politiker f\u00fcr eine gute Besetzung in dem Amt, 42 Prozent halten ihn f\u00fcr keine gute Besetzung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAndere werden sich erst noch beweisen m\u00fcssen: Den neuen Au\u00dfenminister Johann Wadephul bzw. die neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) h\u00e4lt jeweils jeder Vierte f\u00fcr eine gute bzw. keine gute Wahl. Aber, jeweils die H\u00e4lfte der Befragten traut sich aktuell gar keine Bewertung zu.\u00a0<\/p>\n<p>    Neue Regierung mit zur\u00fcckhaltender Bewertung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZum Start ist der Blick auf die neue Regierung insgesamt durchwachsen. 42 Prozent finden die neue Regierung aus Union und SPD sehr gut oder gut, 53 Prozent hingegen weniger gut oder schlecht. Einzig die Anh\u00e4nger von Union (79 Prozent) und SPD (74 Prozent) bewerteten das Regierungsb\u00fcndnis mehrheitlich positiv.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ampel war mit etwas mehr R\u00fcckenwind aus der Bev\u00f6lkerung gestartet. Nach der Bundestagswahl 2021 bewerteten 53 Prozent eine Regierung aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP als sehr gut oder gut, 43 Prozent als weniger gut oder schlecht. Dieser anf\u00e4nglich positive Blick auf die Ampel wurde jedoch schnell getr\u00fcbt und ging \u00fcber in eine Phase von historisch niedrigen Zustimmungswerten zur Regierungsarbeit.\u00a0<\/p>\n<p>    Sonntagsfrage: Union und AfD trennen vier Punkte<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Sonntagsfrage ist aktuell wenig Ver\u00e4nderung: Wenn schon am Sonntag wieder Bundestagswahl w\u00e4re, k\u00e4me die CDU\/CSU auf 27 Prozent (+1 im Vergleich zum Vormonat). Die AfD verliert einen Punkt und w\u00fcrde 23 Prozent erreichen. Die SPD k\u00e4me weiter auf 16 Prozent, die Gr\u00fcnen weiter auf 11 Prozent und auch die Partei Die Linke bliebe unver\u00e4ndert zum Vormonat bei 10 Prozent. Das BSW und die FDP verharren ebenfalls unver\u00e4ndert beide bei 4 Prozent. Damit l\u00e4gen aktuell beide knapp unterhalb der Mandatsschwelle. Alle \u00fcbrigen Parteien k\u00e4men zusammen auf 5 Prozent.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    Mehrheit h\u00e4lt AfD f\u00fcr rechtsextrem<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie vom Verfassungsschutz vorgenommene Einstufung der AfD als rechtsextrem sorgt f\u00fcr eine neue Debatte \u00fcber die Partei. Zwei Drittel der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger (67 Prozent) teilen die Beh\u00f6rdeneinordnung und sagen: &#8222;Ich halte die AfD f\u00fcr eine rechtsextreme Partei.&#8220; Die AfD-Anh\u00e4nger lehnen diese Einstufung dagegen fast geschlossen ab. Vielmehr \u00e4u\u00dfern die AfD-Anh\u00e4nger in gro\u00dfer Mehrheit (82 Prozent) Zustimmung zu der Aussage: &#8222;Mir ist es egal, dass die AfD als rechtsextrem gilt, solange sie die richtigen Themen anspricht.&#8220;\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Hauptthema der AfD ist die Zuwanderung: 45 Prozent der Deutschen finden es gut, dass die AfD den Zuzug von Ausl\u00e4ndern und Fl\u00fcchtlingen st\u00e4rker begrenzen will als andere Parteien, 47 Prozent stimmen dem eher nicht zu.\u00a0Unter den AfD-Anh\u00e4ngern erh\u00e4lt die Partei in diesem Punkt faktisch uneingeschr\u00e4nkt Anerkennung.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig \u00e4u\u00dfern 62 Prozent der Deutschen die Angst, die AfD k\u00f6nne unsere Demokratie zerst\u00f6ren. Unter den AfD-Anh\u00e4ngern wird diese Angst nicht geteilt.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    AfD-Verbotsverfahren ist umstritten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach der Neubeurteilung durch das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz wurde auch die Debatte neu entfacht, ob die AfD verboten werden sollte. Die Deutschen sind uneins dar\u00fcber, ob ein solches Verbotsverfahren gegen die AfD eingeleitet werden sollte: 43 Prozent halten das aktuell f\u00fcr angemessen (+1 im Vgl. zu Oktober 2024), 47 Prozent (+1) f\u00fcr nicht angemessen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWomit sich die Parlamentarier unmittelbar besch\u00e4ftigen m\u00fcssen: Im Bundestag stehen die Besetzung der Aussch\u00fcsse an und damit auch die Wahl von Ausschussvorsitzenden. Sowohl Kanzler Merz als auch der neue Unions-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn haben sich letztendlich gegen AfD-Parlamentarier an der Spitze von Aussch\u00fcssen des Bundestages ausgesprochen. Mit der Haltung vertreten sie auch eine Mehrheit der Deutschen: Die Wahl von AfD-Ausschussvorsitzenden im Bundestag finden 58 Prozent nicht akzeptabel, 35 finden das akzeptabel.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Untersuchungsanlage<\/p>\n<p>            <strong>Grundgesamtheit:<\/strong> Wahlberechtigte in Deutschland<br \/><strong>Erhebungsmethode:<\/strong> Zufallsbasierte Online- und Telefon-Befragung (davon 60 Prozent Festnetz, 40 Prozent Mobilfunk)<br \/><strong>Erhebungszeitraum:<\/strong> 05. Mai bis 06. Mai 2025<br \/><strong>Fallzahl: <\/strong>1.325 Befragte (790 Telefoninterviews und 535 Online-Interviews)<br \/><strong>Gewichtung:<\/strong> nach soziodemographischen Merkmalen und R\u00fcckerinnerung Wahlverhalten<br \/><strong>Schwankungsbreite: <\/strong>2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 10 Prozent, 3 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent<br \/><strong>Durchf\u00fchrendes Institut:<\/strong> infratest dimap<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Pr\u00e4zision zu vermeiden. Denn f\u00fcr alle repr\u00e4sentativen Befragungen m\u00fcssen Schwankungsbreiten ber\u00fccksichtigt werden. Diese betragen im Falle einer Erhebung mit 1.000 Befragten bei gro\u00dfen Parteien rund drei Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa einen Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler f\u00fcr kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gr\u00fcnden wird keine Partei unter drei Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.\n        <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.05.2025 18:00 Uhr Laut ARD-DeutschlandTrend h\u00e4lt eine Mehrheit der Deutschen Merz f\u00fcr keine gute Besetzung als Kanzler.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":92241,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,5297,30,13,14,15,12,13842],"class_list":{"0":"post-92240","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-deutschlandtrend","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-sonntagsfrage"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114467946160859954","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92240"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92240\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92241"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}