{"id":922671,"date":"2026-04-05T09:07:20","date_gmt":"2026-04-05T09:07:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/922671\/"},"modified":"2026-04-05T09:07:20","modified_gmt":"2026-04-05T09:07:20","slug":"vfb-stuttgart-vs-borussia-dortmund-wie-der-bvb-den-harmlosen-vfb-bestraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/922671\/","title":{"rendered":"VfB Stuttgart vs Borussia Dortmund: Wie der BVB den harmlosen VfB bestraft"},"content":{"rendered":"<p>Der VfB Stuttgart hat zum Spitzenspiel des 28. Spieltags den BVB empfangen.<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/VfB_Stuttgart\" title=\"VfB Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">VfB Stuttgart<\/a> hat die Dortmunder Borussen zum Spitzenspiel empfangen. Und eine intensiv gef\u00fchrte, bis zum Schluss offene Partie mit 0:2 verloren (Adeyemi 90.+3; Brandt 90.+6). Am Ende kam es noch zu einigen \u00e4u\u00dferst unsch\u00f6nen Szenen vor der Cannstatter Kurve. Doch erst einmal zur\u00fcck auf Start.<\/p>\n<p>Was war im Vorfeld der Partie nicht alles geschrieben und progostiziert worden. Zweiter gegen Dritter in der Tabelle, das absolute Spitzenspiel des Spieltags. Ein traditionsreiches <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Bundesliga\" title=\"Bundesliga\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesliga<\/a>-Duell zur Prime-Time, ein Flutlichtkracher vor vollem Haus. Dazu mit zwei Szenen auf den R\u00e4ngen, die sich in tiefer Abneigung verbunden sind. Stimmung garantiert. Dementsprechend knisterte es vor der Begegnung. Doch wie oft bei derlei Vorzeichen &#8211; sie hielt nicht vollumf\u00e4nglich, was sie versprach. Highlights und mitrei\u00dfende Torraumszenen blieben Mangelware.<\/p>\n<p>Zumindest in Sachen Intensit\u00e4t konnte man allerdings von einem Spitzenspiel sprechen. Der VfB kam gut in die Partie, legte einen dominanten Auftritt hin. Stuttgarts Ansatz, mit weit aufr\u00fcckenden Verteidigern bis in die letzte Linie vorzusto\u00dfen, schmeckte den Borussen \u00fcberhaupt nicht. Entsprechend eindeutig war das Bild auf dem Platz. Beispiele gef\u00e4llig? 72 Prozent Ballbesitz, 0,4 xG, 8:1 Torsch\u00fcsse und 286 zu 86 P\u00e4sse bei einer Passquote von 86 Prozent. Zahlen, die eindeutig belegen, wer die Spielkontrolle im ersten Durchgang hatte. <\/p>\n<p>Aber eben auch, dass daraus kaum etwas von Substanz vor dem Dortmunder Tor entwickelt wurde. Die Borussen hielten sich wacker und der Umstand, dass sie nach gewonnener Platzwahl die Seiten tauschen lie\u00dfen, erzielte Wirkung. Denn der Funke zwischen Mannschaft und Fans sprang auf Stuttgarter Seite zuerst nicht in gewohnter Manier \u00fcber. Und die Sache mit der Platzwahl sollte im Verlauf des Abends noch eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Fabian Wohlgemuth: \u201eEin ganz bitterer Abend\u201c <\/p>\n<p>Nach Wiederbeginn \u00e4nderte sich die Gewichtung ein wenig, denn der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Borussia_Dortmund\" title=\"BVB\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BVB<\/a> entschloss sich, nun auch am Geschehen teilhaben zu wollen. Stuttgart blieb jedoch am Dr\u00fccker. Lorenz Assignon pr\u00fcfte Gregor Kobel \u2013 es sollte bis zum Schlusspfiff der letzte Schuss der Stuttgarter direkt auf das Geh\u00e4use der G\u00e4ste bleiben. Mit zunehmendem Spielverlauf entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Vom jetzt v\u00f6llig entfesselten Stuttagrter Publikum nach vorn gepeitscht schn\u00fcrte der VfB den BVB geradezu ein. Doch es kam wie es kommen musste. Die Dortmunder Joker Karim Adeyemi und Julian Brandt entschieden die Partie sp\u00e4t zugunsten der G\u00e4ste. <\/p>\n<p>\u201eDas ist ein ganz bitterer Abend. Wir wollten nach der Pause schnell wieder einf\u00e4deln, schnell wieder zu unserem Rhythmus finden und den guten Weg der vergangenen Wochen weitergehen\u201c, bilanzierte ein entt\u00e4uschter VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. \u201eWie brutal Fu\u00dfball sein kann, haben wir heute erlebt. Trotz 90 Minuten Feld\u00fcberlegenheit haben wir heute verloren und ein Lehrst\u00fcck an Effizienz sehen m\u00fcssen. Leider auf der anderen Seite des Spielfelds.\u201c Stuttgarts Angreifer Deniz Undav haderte: \u201eIch glaube, sie haben selbst nicht mehr daran geglaubt. Das zeichnet Dortmund aus, dass sie da sind in dieser Saison\u201c, sagte er, um zugleich mit sich selbst ins Gericht zu gehen: \u201eIch kann kein Tor schie\u00dfen, wenn ich keine Chance habe.\u201c<\/p>\n<p>In der Emotion der sp\u00e4ten Tore brannten dann einige Sicherungen durch. Zuerst auf Dortmunder Seite, denn die Spieler hatten keine bessere Idee, als die Treffer ausgiebig direkt vor der Cannstatter Kurve zu feiern. Durch die gewonnene Platzwahl und den bewussten Tausch der Spielh\u00e4lften muss ihnen klar gewesen sein, was das ausl\u00f6sen w\u00fcrde. Zuerst einmal gab es Zurechtweisungen vonseiten der Stuttgarter Spieler, die in einer Rudelbildung m\u00fcndeten. <\/p>\n<p>Zeitgleich sprangen Dutzende Personen \u00fcber die Absperrungen vor der Cannstatter Kurve und versuchten, auf das Spielfeld zu gelangen. W\u00fcste Beschimpfungen und mehrere Klappst\u00fchle flogen in Richtung der Dortmunder Akteure. Unsch\u00f6ne Szenen. \u201eDer aus Sicht unserer Fans zu lange Jubel vor der Kurve war der Ausl\u00f6ser. Diese Bilder haben mir nicht gefallen. Eigentlich sollte die Stimmung, die heute wieder einmal hervorragend war, in Erinnerung bleiben. Nicht diese Szenen\u201c, gab Sebastian Hoene\u00df nach der Partie zu Protokoll. \u201eDie Stuttgarter haben gegen uns die letzten Jahre genug Sticheleien gehabt. Heute haben wir gewonnen und ich finde, so ein bisschen Emotionen sind okay und geh\u00f6ren zum Sport dazu\u201c, sagte ein schelmisch grinsender BVB-Keeper Gregor Kobel hinterher. <\/p>\n<p>Auch zwischen Hoene\u00df und seinem Gegen\u00fcber Nico Kovac ging es hitzig zu. Es flogen sprichw\u00f6rtlich die Fetzen. \u201eUnser Wortgefecht geht niemanden etwas an. Es ist doch klar, dass in diesem Duell die Emotionen hochkochen. Das Duell mit Dortmund ist in den letzten Jahren zu einem echten Spitzenspiel geworden\u201c, wollte Hoene\u00df hinterher keine Details der Konversation preisgeben. Auch Kovac hielt sich bedeckt.<\/p>\n<p>So ging ein intensiver Abend mit dramatischem Ende recht wortkarg zu Ende. Was blieb, waren schwer entt\u00e4uschte Stuttgarter und eine gerissene Serie. Noch nie unter Hoene\u00df hatte der VfB gegen den BVB verloren, die letzten Spiele allesamt gewonnen, das letzte Heimspiel 2024 gar mit einem kapitalen 5:1-Sieg. Doch mit einstigen Erfolgen verh\u00e4lt es sich wie mit eindeutigen Statistiken: Am Ende gibt es daf\u00fcr keine Punkte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der VfB Stuttgart hat zum Spitzenspiel des 28. Spieltags den BVB empfangen. 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