{"id":922786,"date":"2026-04-05T10:18:16","date_gmt":"2026-04-05T10:18:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/922786\/"},"modified":"2026-04-05T10:18:16","modified_gmt":"2026-04-05T10:18:16","slug":"die-leitboys-vor-der-sparkasse-haben-das-kurz-mal-parken-problem-nicht-geloest-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/922786\/","title":{"rendered":"Die Leitboys vor der Sparkasse haben das Kurz-mal-Parken-Problem nicht gel\u00f6st \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Es ist ein Dauerproblem in der Dresdner Stra\u00dfe \u2013 seit drei Jahren, seit sechs Jahren, eigentlich noch l\u00e4nger: Autofahrer fahren dort vor der Sparkassen-Filiale \u201enur mal kurz\u201c rechts ran, um Geld abzuheben. Und Ihr Fahrzeug behindert und gef\u00e4hrdet dann die Radfahrer, deren Radfahrstreifen seit 2022 eigentlich durch sogenannte Leitboys gesch\u00fctzt sein sollte. Aber gegen die Bequemlichkeit der Kraftfahrzeugf\u00fchrer helfen sie augenscheinlich \u00fcberhaupt nicht. Mit einer Einwohneranfrage brachte Kurt Hinkefu\u00df das Thema am 25. M\u00e4rz einmal mehr in den Stadtrat.<\/p>\n<p>Er ist Radfahrer und muss fast jedes Mal, wenn er diese Stelle in der Dresdner Stra\u00dfe passiert, dort geparkten Autos ausweichen.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/55c7dde08c4443bb95428fd652e14e30.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/04\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/04\/1\"\/><\/p>\n<p>\u201eIn der Dresdner Str. 53\u201355 gibt es eine Sparkasse. Davor auf der Stra\u00dfe gibt es einen Radfahrstreifen (Zeichen 237) sowie eine Sperrfl\u00e4che (Zeichen 298). Auf beidem ist das Halten und Parken von PKW verboten, gerade auch, um Radfahrende nicht zu gef\u00e4hrden. Genau dies passiert jedoch regelm\u00e4\u00dfig, zumindest jedoch fast immer, wenn ich dort entlangkomme, und das ist fast t\u00e4glich zu verschiedenen Uhrzeiten\u201c, schrieb er <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2029198&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">in seiner Einwohneranfrage.<\/a><\/p>\n<p>\u201eOft treffe ich die Menschen, die die PKW dort abstellen, auch pers\u00f6nlich, in der Sparkasse. Dort seien sie \u201anur mal kurz \u2026\u2018 Die Radfahrenden, zum Teil auch Kinder, drau\u00dfen m\u00fcssen diesem PKW ausweichen, sich in den flie\u00dfenden MIV einordnen und sich dabei h\u00e4ufig gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Die \u201aLeitboys\u2018\/\u201aSichtzeichen\u2018, die als Ma\u00dfnahme dagegen auf der durchgehenden Linie des Radfahrstreifens aufgestellt sind, werden ignoriert und plattgefahren.<\/p>\n<p>Insbesondere der SBB Ost hatte hierzu schon seit 2020 oft nachgefragt und weitere Vorschl\u00e4ge gemacht. Die letzte mir bekannte und zu recherchierende Stellungnahme der Stadt Leipzig ist aus einer <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/to010?1--anlagenHeaderPanel-attachmentsList-7-attachment-link&amp;SILFDNR=2001407&amp;refresh=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Antwort vom VTA vom 16.02.2023<\/a>, also vor 3 Jahren.\u201c<\/p>\n<p>Es gibt keine zufriedenstellende L\u00f6sung<\/p>\n<p>Doch selbst das Mobilit\u00e4ts- und Tiefbauamt (MTA) sieht in dem Aufd\u00fcbeln von Leitboys nicht mehr die L\u00f6sung f\u00fcr dieses Parkproblem.<\/p>\n<p>Die Sichtzeichen machen eher den Asphalt kaputt, <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2029367&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">teilt es in seiner Antwort auf die Einwohneranfrage mit<\/a>: \u201eDas Aufd\u00fcbeln von Sichtzeichen f\u00fchrt durch das Eindringen von Wasser in die Bohrl\u00f6cher insbesondere durch Frostsprengung zu punktuellen Sch\u00e4digungen der Asphaltdecke. Im Nachgang zur Beantwortung der Einwohneranfrage von 2023 wurde daher entschieden, dass sich das Verfahren, auch wegen der sich aufsummierenden Kosten der laufenden Unterhaltung, nicht bew\u00e4hrt hat und nach Ma\u00dfnahmen mit geringeren Eingriffen in die Fahrbahnsubstanz gesucht wird.<\/p>\n<p>Umgesetzt wurde daher 2024 eine verkehrsrechtliche Anordnung, die die Parkdauer auf dem angrenzenden Parkstreifen auf nur noch eine Stunde begrenzt, sodass die Wahrscheinlichkeit deutlich erh\u00f6ht wurde, einen Parkplatz in der N\u00e4he der Sparkasse zu finden. In Sto\u00dfzeiten scheint dies allerdings nicht auszureichen.\u201c<\/p>\n<p>Aber auch das scheint das Problem nicht zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>\u201eEine tats\u00e4chlich zufriedenstellende L\u00f6sung konnte bislang nicht gefunden werden\u201c, gesteht das MTA ein.<\/p>\n<p>\u201eNeben den technischen Widrigkeiten w\u00fcrde das Aufstellen von weiteren Sichtzeichen oder auch stabileren Metall-Pollern im Bereich der Sperrfl\u00e4che mit hoher Wahrscheinlichkeit nur zu einer Verlagerung des Problems f\u00fchren, vermutlich sogar mit noch gr\u00f6\u00dferen Auswirkungen auf den Radverkehr als aktuell, da der einzelne Parkvorgang i.d.R. nur einen kurzen Zeitraum ausmacht und der Verfolgungsdruck durch den Stadtordnungsdienst deutlich niedriger als der individuelle Parkdruck zu sein scheint. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Kfz-F\u00fchrer ihre Fahrzeuge wieder vermehrt komplett auf den Radfahrstreifen stellen w\u00fcrden, wie dies auch vor dem Aufstellen der Sichtzeichen beobachtet werden konnte, und nicht wie aktuell vor allem auf der Sperrfl\u00e4che.\u201c<\/p>\n<p>Gesch\u00fctzter Radstreifen? Unbezahlbar.<\/p>\n<p>Bliebe eigentlich noch die ganz gro\u00dfe L\u00f6sung: ein durchg\u00e4ngig gesch\u00fctzter Radstreifen zwischen der Kohlgartenstra\u00dfe und dem Beginn der regul\u00e4ren Parkst\u00e4nde. Doch daf\u00fcr w\u00e4re eine gesonderte Planung erforderlich, erkl\u00e4rt das MTA, \u201edie in der gegenw\u00e4rtigen Haushaltslage nicht darstellbar ist.\u201c<\/p>\n<p>Was tun? Etliche Kraftfahrzeugf\u00fchrer finden es augenscheinlich ganz normal, die StVO zu ignorieren und einfach auf dem Radstreifen zu parken.<\/p>\n<p>Im MTA jedenfalls ist man auch erst einmal ratlos: \u201eAus Kenntnis um die Situation wurden die Leitboys aufgestellt und die angrenzenden Parkpl\u00e4tze in Kurzzeitparkpl\u00e4tze umgewandelt. Leider hat dies nicht zur gew\u00fcnschten Reaktion der Fahrzeugf\u00fchrer gef\u00fchrt, die angrenzenden Stellfl\u00e4chen zu nutzen. Dennoch wurde die Verkehrssicherheit erh\u00f6ht, indem zumindest nicht mehr wie zuvor \u00fcberwiegend auf dem Radfahrstreifen, sondern eher auf der Sperrfl\u00e4che gehalten wird.<\/p>\n<p>Dies ist nicht zufriedenstellend, muss jedoch aktuell so hingenommen werden. Mit verkehrsregelnden Ma\u00dfnahmen, wie weiteren Markierungen oder Verkehrszeichen, kann dem Fehlverhalten der Fahrzeugf\u00fchrer nicht entgegengewirkt werden. Auch ist dieser Bereich bereits regelm\u00e4\u00dfig Bestandteil der Kontrollen des Ordnungsamtes. Die M\u00f6glichkeiten der Stadt sind hier mit Blick auf die finanzielle Situation derzeit ausgesch\u00f6pft.\u201c<\/p>\n<p>Da ist sie wieder, die Finanzsituation, die Leipzig an vielen Stellen immer handlungsunf\u00e4higer macht. Und nicht nur Leipzig geht es so. Das d\u00fcrfte viele Probleme auch im Verkehrsraum weiter schwelen lassen, ohne dass das n\u00f6tige Geld f\u00fcr eine wirksame L\u00f6sung aufzutreiben ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist ein Dauerproblem in der Dresdner Stra\u00dfe \u2013 seit drei Jahren, seit sechs Jahren, eigentlich noch l\u00e4nger:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":922787,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1835],"tags":[3364,29,2386,75091,30,8733,859],"class_list":["post-922786","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dresden","tag-de","tag-deutschland","tag-dresden","tag-dresdner-strasse","tag-germany","tag-radweg","tag-sachsen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116351592488534682","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/922786","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=922786"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/922786\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/922787"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=922786"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=922786"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=922786"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}