{"id":923004,"date":"2026-04-05T12:20:14","date_gmt":"2026-04-05T12:20:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/923004\/"},"modified":"2026-04-05T12:20:14","modified_gmt":"2026-04-05T12:20:14","slug":"tempel-und-moscheen-oeffnen-kirchen-schliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/923004\/","title":{"rendered":"Tempel und Moscheen \u00f6ffnen, Kirchen schlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Erlangen ist ein gutes Beispiel. Beim Thema Religion passiert in der 119.000-Einwohner-Stadt im S\u00fcden <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/deutschland\/t-17878299\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschlands<\/a>\u00a0gerade viel. So laufen die Vorbereitungen f\u00fcr den Bau einer neuen Synagoge, der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/bayern\/t-18443206\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Freistaat Bayern<\/a> hat ein Grundst\u00fcck im Bereich der Universit\u00e4t bereitgestellt. Die beiden gro\u00dfen Moscheen der Stadt planen ihre Erweiterung. Und in einem Vorort hat ein engagierter Verein ein Grundst\u00fcck gekauft, um einen Shiva-Vishnu-Tempel f\u00fcr <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/hinduismus\/t-17965763\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hindus<\/a> zu bauen.<\/p>\n<p>Silvia Klein, die bei der Stadt Erlangen das B\u00fcro f\u00fcr Chancengleichheit und Vielfalt leitet, betont die\u00a0Vielfalt der Kulturen und Sprachen &#8211;\u00a0und der Religionen. Sie verweist mit Blick auf den Tempelbau auf den Verein\u00a0&#8222;Hindu Tempel Franken&#8220;. Der habe mit Spenden, Eigenmitteln und einem Kredit die Baufl\u00e4che erworben, sp\u00e4testens 2027 solle der Bau beginnen.<\/p>\n<p>Viele indische Studierende leben in Erlangen<\/p>\n<p>Klein erl\u00e4utert, an der Universit\u00e4t gebe es derzeit mehr als 2000 Studierende aus <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/indien\/t-17544089\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Indien<\/a>. Die indische Gemeinschaft sei die gr\u00f6\u00dfte nicht-deutsche Bev\u00f6lkerungsgruppe in Erlangen.<\/p>\n<p>Erlangen ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie religi\u00f6se Vielfalt in Deutschland baulich\u00a0sichtbar wird. Nat\u00fcrlich gibt es weiter die etablierten Kirchen:\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/katholische-kirche\/t-71014881\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">katholische<\/a> und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/evangelische-kirche-in-deutschland-ekd\/t-17965871\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">evangelische<\/a> Gottesh\u00e4user, eine griechisch-orthodoxe und eine russisch-orthodoxe Gemeinde.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76623290\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76623290_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Im Kirchenraum haben sich rund 100 Mitglieder der koptisch-orthodoxen Gemeinde in Erlangen versammelt. Im Zentrum sitzt der Bischof mit einer hohen Kopfbedeckung neben dem Pfarrer der Gemeinde. An den W\u00e4nden h\u00e4ngen eher dunkle Bilder, die man nicht erkennen kann\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Gruppenbild nach einem Gottesdienst in der koptisch-orthodoxen Kirche in Erlangen. In der Mitte steht mit einer hohen Bischofsm\u00fctze auf dem Kopf der Bischof Anba Deuscoros Bild: Ragai Matta\/Koptisch-Orthodoxe Gemeinde Erlangen<\/p>\n<p>Vor gut drei Jahren \u00fcbernahm die koptische Kirche im Stadtteil Bruck ein katholisches Gotteshaus. Aus &#8222;St. Peter und Paul&#8220; wurde die &#8222;Koptisch-Orthodoxe Kirche der heiligen Maria und der heiligen Apostel&#8220;. Der koptische Diakon Ragai Edward Matta sagt der DW:\u00a0&#8222;Fr\u00fcher hatten wir 18 Familien mit 50 oder 60 Mitgliedern, heute sind es an die 60 Familien mit gut 200 Personen&#8220;. Tendenz steigend. Zudem geh\u00f6rten rund 40 Studierende zur Gemeinde.<\/p>\n<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kirchenaustritte-deutschland-katholische-evangelische-kirche-ekd-deutsche-bischofskonferenz\/a-76381732\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die gro\u00dfen christlichen Kirchen in Deutschland dagegen schrumpfen.<\/a> Noch vor wenigen Jahren bekannte sich \u00fcber die H\u00e4lfte der Deutschen zu einer der Gro\u00dfkirchen. Aktuell geh\u00f6ren noch rund 36,6 Millionen Deutsche zur katholischen oder evangelischen Kirche. Das sind etwa\u00a044 Prozent der 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/wenn-gott-hier-nicht-mehr-wohnt-umnutzung-von-kirchen\/a-75196739\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Immer h\u00e4ufiger werden nun katholische oder evangelische Kirchen geschlossen, umgenutzt, verkleinert.\u00a0<\/a><\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"75158957\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/75158957_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Im oberen Teil des Bildes erkennt man an den bl\u00e4ulichen Fenstern, dass dies ein Kirchenbau aus der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts ist. Unten im erkennbaren fr\u00fcheren Kirchenraum stehen nun viele Dutzend Fahrr\u00e4der aufgereiht, wie in einem Fahrradgesch\u00e4ft \u00fcblich\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>In J\u00fclich westlich von K\u00f6ln wurde aus einer ehemaligen katholischen Kirche ein Fahrradgesch\u00e4ftBild: Toms Bike Center<\/p>\n<p>&#8222;Deutschland wird gottloser&#8220; oder &#8222;Mehr Konfessionslose als Kirchenmitglieder&#8220; &#8211;\u00a0solche \u00dcberschriften finden sich in Medien. Aber stimmt das? Allein mehr als 5,3 Millionen Menschen im Land &#8211;\u00a0so das Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (2020) &#8211; sind Muslime.<\/p>\n<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/immer-mehr-orthodoxe-christen-in-deutschland-wir-sind-da\/a-69704121\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nach einer Erhebung der Evangelischen Kirche von 2024 leben 3,8 Millionen Orthodoxe in Deutschland.<\/a> Hinzu kommen Juden, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/buddhismus\/t-17965735\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Buddhisten<\/a>, Bahai &#8211;\u00a0und eine wachsende Zahl von Hindus. Statistisch gibt es f\u00fcr all diese Gruppen nur Sch\u00e4tzungen, keine genauen Zahlen.<\/p>\n<p>Religi\u00f6se Neubauten im deutschen Stadtbild\u00a0<\/p>\n<p>Klar ist: Beim Thema Religion wird das Stadtbild in Deutschland bunter.\u00a0Konkret schl\u00e4gt sich das in Neubauten nieder.\u00a0Wie viele es genau sind, l\u00e4sst sich kaum erfassen. <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/buddhas-in-berlin-asiatische-nonnen-er\u00f6ffnen-neuen-tempel\/a-69411576\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im Sommer 2024 er\u00f6ffneten buddhistische Nonnen in Berlin-Mitte einen repr\u00e4sentativen neuen Tempel.<\/a> Mittlerweile gibt es bundesweit rund 20 buddhistische Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Im Juni 2026 er\u00f6ffnet in Berlin der gr\u00f6\u00dfte Hindu-Tempel des Landes. 2004 begannen Privatleute mit der Planung. &#8222;Wir sind eine wachsende community&#8220;, sagt <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/hindu-tempel-in-berlin-wir-warten-auf-die-g\u00f6tter\/a-66649291\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vilwanathan Krishnamurthy der DW, der das Projekt von Anfang an vorantrieb<\/a>. Von 2014 auf 2024 hat sich die Zahl der Einwohner Berlins mit indischer Staatsangeh\u00f6rigkeit nach offiziellen Angaben mehr als verzehnfacht auf mehr als 41.000.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76609773\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76609773_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Vilwanathan Krishnamurthy steht neben einer bunten G\u00f6tterfigur vor dem entstehenden Sri-Ganesha-Hindu-Tempel in Berlin-Neuk\u00f6lln.\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Vilwanathan Krishnamurthy vor dem entstehenden Sri-Ganesha-Hindu-Tempel in Berlin-Neuk\u00f6llnBild: Christoph Strack\/DW<\/p>\n<p>Krishnamurthy betont die Bedeutung des Tempels: &#8222;Es gibt die Sehnsucht nach einem religi\u00f6sen Zentrum, in dem sich die jungen Leute treffen k\u00f6nnen.&#8220; So seien manche Eltern in Indien durch\u00a0dieses Angebot beruhigt und sorgten sich weniger um ihre Kinder in der Ferne.<\/p>\n<p>Beim Tempel in Erlangen arbeiten einige der Engagierten als Ingenieure oder Manager, zum Beispiel bei Siemens. In Berlin geh\u00f6rt des \u00f6fteren Amazon zu den Arbeitgebern. Bei beiden Tempeln wuchs in den vergangenen Jahren das Spenden-Aufkommen.<\/p>\n<p>Die Errichtung von Hindu-Tempeln h\u00e4uft sich. Allein in Frankfurt am Main gibt es mehr als ein halbes Dutzend kleinerer Tempel-R\u00e4ume. Auch in K\u00f6ln, Hamburg, M\u00fcnchen und in Berlin gibt es jeweils mehrere. Sie stehen f\u00fcr unterschiedliche religi\u00f6se Str\u00f6mungen und Identit\u00e4ten, etwa von Indern, Tamilen oder\u00a0Afghanen.<\/p>\n<p>Auch Moscheen werden in Deutschland neu errichtet. &#8222;Im letzten Jahr wurden die Moscheen in Voerde, Kornwestheim und K\u00f6ngen fertig gestellt und ge\u00f6ffnet&#8220;, teilt die Pressestelle von DITIB schriftlich mit, der &#8222;T\u00fcrkisch-Islamischen Union der Anstalt f\u00fcr Religion&#8220;. Zudem seien in Gie\u00dfen und Willich Grundsteine f\u00fcr Moscheebauten gelegt worden.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76608708\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76608708_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"An einer Stra\u00dfenkreuzung steht ein knapp 20 Meter hoher Rohbau, von Ger\u00fcsten umgeben. Man erkennt auf dem Dach die Rundung der Kuppel. Auch 2026 ist diese moschee noch im Bau.\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Seit knapp zehn Jahren im Bau &#8211; und immer noch eine Baustelle: Die k\u00fcnftige DITIB-Moschee in Krefeld (hier ein Foto von M\u00e4rz 2023) Bild: Christoph Strack\/DW<\/p>\n<p>Zur DITIB geh\u00f6ren nach eigenen Angaben in Deutschland 862 Moscheegemeinden. Sie unterstehen direkt dem Pr\u00e4sidium f\u00fcr religi\u00f6se Angelegenheiten (Diyanet) in Ankara, das dem t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten zugeordnet ist. Mancher Neubau scheint ins Stocken zu kommen. So bleibt die geplante Moschee in Krefeld, einst als drittgr\u00f6\u00dfte Moschee in Deutschland angek\u00fcndigt, seit Jahren eine Baustelle.<\/p>\n<p>Interessierte Besucher in der Moschee<\/p>\n<p>Auch die aus Pakistan stammende und dort verfolgte Ahmadiyya-Gemeinschaft er\u00f6ffnet jedes Jahr mehrere Moscheen in Deutschland, zuletzt im Februar in Erfurt. Sie betont ihre Offenheit und setzt st\u00e4rker als DITIB auf die deutsche Sprache. Im Dezember 2025 sei in Nordhorn ein Bau er\u00f6ffnet worden, in Husum in Norddeutschland liefen die Arbeiten, sagt Suleiman Malik der DW. Er ist Sprecher der Ahmadiyya-Gemeinde Erfurt. Nicht immer seien es Neubauten, gelegentlich \u00fcbernehme man auch Bauten aus kirchlicher Tr\u00e4gerschaft.<\/p>\n<p>In Erfurt hatte es gegen den Rohbau der Moschee Drohungen und Attacken gegeben. Nun berichtet Malik, dass er fast jeden Tag Besuchergruppen durch den Komplex f\u00fchre, die sehr interessiert seien, Schulklassen ebenso wie Senioren.<\/p>\n<p>Zu den Moscheen, die boomen, z\u00e4hlt auch die eigenst\u00e4ndige &#8222;Friedensmoschee&#8220; in Erlangen, die eine Erweiterung vorantreibt. Wer sie besucht, erlebt <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/muslime-in-deutschland\/t-19277610\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beter aus verschiedenen muslimischen Kulturkreisen und Predigten in deutscher Sprache<\/a>.<\/p>\n<p>Mehr Synagogen und eine &#8222;J\u00fcdische Akademie&#8220;\u00a0in Deutschland<\/p>\n<p>Auch auf j\u00fcdischer Seite gibt es aktuelle Bauvorhaben. Mit den neuen Synagogen in Magdeburg (er\u00f6ffnet 2023) und Potsdam (er\u00f6ffnet 2024) gibt es nun j\u00fcdische Gebetsst\u00e4tten in allen deutschen Landeshauptst\u00e4dten. Weitere Bauten sollen folgen. In Erlangen r\u00fcckt der Neubeginn n\u00e4her. In Berlin will die Chabad-Gemeinde ihre Synagoge deutlich erweitern. Auch mehrere liberale j\u00fcdische Gemeinden, etwa\u00a0in M\u00fcnchen und Berlin, arbeiten an Baupl\u00e4nen.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76608785\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76608785_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Der Entwurf zeigt rechts ein Hochhaus, eines der vielen Hochh\u00e4user in Frankfurt am Main. Im Zentrum des Bildes steht der in wei\u00df gehaltene und zum Teil modern versetzte Neubau, der in einen kleineren Altbau \u00fcbergeht.\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Alt und neu verbunden: So soll die k\u00fcnftige J\u00fcdische Akademie in Frankfurt am Main aussehen mit einem modernen Neubau und einer alten VillaBild: Zvonko Turkali Architekten<\/p>\n<p>Zugleich l\u00e4uft ein Bauprojekt, das in besonderer Weise f\u00fcr die j\u00fcdische Pr\u00e4senz in der Gesellschaft steht. In der Frankfurter Innenstadt\u00a0soll im November 2026 die &#8222;J\u00fcdische Akademie&#8220; ihre Pforten \u00f6ffnen. Sie besteht aus einer denkmalgesch\u00fctzten alten Villa und einem modernen Neubau mit Bauhaus-Elementen.<\/p>\n<p>&#8222;Die Akademie wird sicher bundesweite Bedeutung haben&#8220;, sagt Co-Direktor Doron Kiesel der DW. Er spricht von einem Haus der interdisziplin\u00e4ren und interkulturellen Begegnung von j\u00fcdischen und nicht-j\u00fcdischen Teilnehmern. Die bauliche Verschr\u00e4nkung zwischen alt\u00a0und neu\u00a0bringe die Philosophie des Hauses zum Ausdruck: &#8222;Wir bauen unsere Identit\u00e4t auf j\u00fcdischen Erfahrungen, Traditionen und \u00dcberzeugungen auf und richten unseren Blick auf zuk\u00fcnftige Entwicklungen, Herausforderungen oder Zumutungen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Zahl orthodoxer Gemeinden in Deutschland steigt<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich gilt: Selbst wenn die sogenannten Gro\u00dfkirchen, die 27 r\u00f6misch-katholischen Bist\u00fcmer und die Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sich baulich verkleinern, werden trotzdem noch Kirchen gebaut.<\/p>\n<p>Die Zahl orthodoxer Gemeinden in Deutschland w\u00e4chst. Nicht immer bleibt es bei der \u00dcbernahme eines nicht mehr genutzten anderen Gotteshauses oder Klosters. Auch die Zahl der Neubauten steigt. Im hessischen Butzbach \u00f6ffnete im Juni 2024 die &#8222;St. Petrus &amp; Paulus Gemeinde&#8220;. Es ist europaweit die erste neuerbaute Kirche der &#8222;Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa&#8220;. Es sind Christen, die \u00fcberwiegend aus dem heutigen <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/syrien\/t-17281406\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Syrien<\/a> stammen.<\/p>\n<p>Egal ob orthodoxe Gemeinden in syrischer, griechischer oder russischer, rum\u00e4nischer oder serbischer Tradition:\u00a0Viele \u00fcbernehmen leerstehende Kirchenbauten in Deutschland. Das gilt f\u00fcr Serben, die seit wenigen Monaten in Oberbachem bei Bonn in einer katholischen Kirche beten oder in Himmelsth\u00fcr bei Hildesheim einen fr\u00fcheren Klosterkomplex sanieren, oder auch f\u00fcr syrische Christen, die in verschiedenen Teilen des Landes Gottesh\u00e4user \u00fcbernehmen, in Berlin sogar mehrere.<\/p>\n<p>Wer neu baut, lernt\u00a0die T\u00fccken deutschen Baurechts kennen. In Vilshofen an der Donau, im S\u00fcdosten Deutschlands, will die rum\u00e4nisch-orthodoxe Kirche ein Gotteshaus bauen. Seit knapp drei Jahren, so berichtet Pater Marius Jidveian der DW, liege der Bauantrag im Landratsamt. Die Gemeinde, zu der rund 300 Familien z\u00e4hlten, warte auf eine R\u00fcckmeldung. Viele seien entt\u00e4uscht \u00fcber die Verz\u00f6gerung.<\/p>\n<p>Kirchen jenseits der Gro\u00dfkirchen\u00a0<\/p>\n<p>Auch traditionelle christliche Gemeinden, die nicht zu den Gro\u00dfkirchen z\u00e4hlen, bauen. Die alt-katholische Kirche errichtete vor gut zehn Jahren in Augsburg die Apostelin-Junia-Kirche, einen geradezu spektakul\u00e4ren Neubau. Auf evangelischer Seite er\u00f6ffnen freikirchliche Gemeinden viele\u00a0neue Bauten.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76608935\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76608935_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"In Berlin-Wedding steht in einem der engen H\u00f6fe ein moderner Kirchenbau. Deutlich erkennbar ist die neue Verkleidung in Anthrazit und Grau, am Giebel prangt ein Kreuz, an zwei Stellen auf dem Dach sieht man Ziegelstein-T\u00fcrmchen eines fr\u00fcheren Altbaus.\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Die Baptistenkirche im Berliner Stadtteil WeddingBild: Christoph Strack\/DW<\/p>\n<p>Sowohl der &#8222;Bund evangelischer Freikirchen (Taufgesinnte Gemeinden)&#8220; (BEFTG) als auch der der &#8222;Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden&#8220; (BEFG) verweisen auf mehrere aktuelle Bauprojekte. Ein Beispiel:\u00a0Im Berliner Wedding wurde bis 2024 aus einem alten Backsteingeb\u00e4ude eine moderne Baptisten-Kirche.<\/p>\n<p>Auch neuapostolische Gemeinden bleiben aktiv. In der Bonner Innenstadt bezog die\u00a0neuapostolische Gemeinde 2025 einen schlichten, doch auffallenden &#8222;Sakralbau&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erlangen ist ein gutes Beispiel. Beim Thema Religion passiert in der 119.000-Einwohner-Stadt im S\u00fcden Deutschlands\u00a0gerade viel. 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