{"id":923327,"date":"2026-04-05T15:29:28","date_gmt":"2026-04-05T15:29:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/923327\/"},"modified":"2026-04-05T15:29:28","modified_gmt":"2026-04-05T15:29:28","slug":"herzinfarkt-bei-der-arbeit-wemhoener-kollegen-retten-herforder-53-das-leben-regionales","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/923327\/","title":{"rendered":"Herzinfarkt bei der Arbeit: Wemh\u00f6ner-Kollegen retten Herforder (53) das Leben | Regionales"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Herford\/H\u00f6xter. Ostern muss Thorsten Behring zwar in der Reha in Bad Driburg verbringen. Trotzdem ist er unendlich dankbar \u2013 allen voran den Ersthelfern an seinem Arbeitsplatz beim weltbekannten Familienunternehmen Wemh\u00f6ner. Denn: Sie retten ihm das Leben, als der 53-J\u00e4hrige mit einem Herzinfarkt und Kammerflimmern zusammenbricht.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Es ist Freitag, der 13. Februar, \u2013 f\u00fcr den Herforder gleicherma\u00dfen ein Ungl\u00fccks- und Gl\u00fcckstag. Erinnern kann er sich an den Moment nicht mehr, wei\u00df nur aus Erz\u00e4hlungen, was passiert ist. Der gelernte Elektromechaniker geht um 8.15 Uhr nach drau\u00dfen, will eine Zigarette rauchen. Noch bevor er sie anz\u00fcnden kann, sackt er zusammen, f\u00e4llt von einer der Sitzgelegenheiten in der Raucherecke.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">\u201eIch hatte keinerlei Vorzeichen, keine Enge in der Brust oder Schmerzen\u201c, erz\u00e4hlt er. Zwar ist er in diesem Moment alleine, aber nur Sekunden sp\u00e4ter kommen zwei Kollegen raus. Die alarmieren sofort die Ersthelfer. \u201eSie haben mit den Wiederbelebungsma\u00dfnahmen begonnen, bis der Notarzt einige Minuten sp\u00e4ter kam\u201c, wei\u00df Behring heute.<\/p>\n<p>Ersthelfer von Wemh\u00f6ner starten Herzdruckmassage<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">Die beiden Helfer wissen genau, was zu tun ist. Wechseln sich ab, denn die Herzdruckmassage kostet Kraft. Da ziehen sich die Minuten hin. Als der Notarzt kommt, atmet der 53-J\u00e4hrige schon wieder leicht. Sein Herz flimmert, es wird mit dem Defibrillator geschockt und wieder in den richtigen Rhythmus gebracht. Mit dem Rettungswagen geht\u2019s sofort ins Klinikum.<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Eine Ader sei verschlossen gewesen. Im Klinikum seien ihm Stents gesetzt worden. Doch es kommt zu Komplikationen. F\u00fcr sechs Tage wird der Wemh\u00f6ner-Mitarbeiter ins k\u00fcnstliche Koma versetzt. \u201eAls ich wieder aufwachte, dachte ich erst, ich sei zu Hause. Dann sagten mir die \u00c4rzte, was passiert ist und dass ich im Krankenhaus sei\u201c, erz\u00e4hlt Behring.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">An seiner Seite sind die ganze Zeit seine Frau und seine Familie. Behring ist Vater von zwei erwachsenen Kindern und hat auch schon ein Enkelkind. Vom Licht am Ende des Tunnels, wenn man den Tod vor Augen hat, oder vorbeirasenden Erinnerungsfetzen, wie es in Filmen oft dargestellt wird, hat Thorsten Behring nichts gesehen. \u201eIch kann mich auch einfach an rein gar nichts erinnern\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Im Video: Erste Hilfe beim Herzinfarkt<\/p>\n<p>&#8222;&gt;\n<\/p>\n<p class=\"head\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"privacy-main-info-text\">Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick k\u00f6nnen Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.<\/p>\n<p class=\"privacy-info\">Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erkl\u00e4ren Sie sich damit einverstanden, dass m\u00f6glicherweise personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden.<br \/><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/datenschutz\" rel=\"nofollow noopener\"> Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerkl\u00e4rung.<\/a><\/p>\n<p>Familie kann Herforder nach sechs Tagen Koma in die Arme schlie\u00dfen<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Seine Familie ist froh, dass er wieder wach ist. Schlie\u00dft ihn in die Arme. Bis zum 3. M\u00e4rz muss er im Klinikum bleiben. Dann geht es f\u00fcr einige Wochen nach Hause, bevor es ab dem 23. M\u00e4rz weiter zur Rehabilitation nach Bad Driburg im Kreis H\u00f6xter geht.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Und hat er keine Angst, dass sein Herz pl\u00f6tzlich wieder aussetzen k\u00f6nnte? Zu sagen, dass er sich gar keine Sorgen mache, w\u00e4re wohl gelogen. Aber der 53-J\u00e4hrige ist guten Mutes. Denn zum einen seien die Verengungen behoben, das Herz genau untersucht. Au\u00dferdem trage er eine sogenannte Life-Vest \u2013 eine Defibrillator-Weste.<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">\u201eDas sieht in etwa aus wie ein Sport-BH f\u00fcr Frauen, darin ist aber die entsprechende Technik. W\u00fcrde ich wieder Kammerflimmern bekommen, w\u00fcrde das Ger\u00e4t dreimal warnen. Dann kann man den Vorgang noch stoppen. Passiert das nicht, l\u00f6st das Ger\u00e4t den Schock aus\u201c, sagt Behring. Die Weste tr\u00e4gt er 24 Stunden am Tag. Machbar, wegen des Gewichts aber auch nicht besonders bequem.<\/p>\n<p>Herz-Reha in der Casper-Heinrich-Klinik in Bad Driburg<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Sein Herz sei schw\u00e4cher als normal, habe aktuell noch eine deutlich reduzierte Leistung. Mit der Reha in der Casper-Heinrich-Klinik in Bad Driburg soll sich das verbessern. Entsprechend ist diese auf passende Bewegungsma\u00dfnahmen abgestimmt. Au\u00dferdem gibt es Kurse. Stichwort: Was tut dem K\u00f6rper gut, was nicht.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">\u201eL\u00e4uft alles gut und mein Herz wird kr\u00e4ftiger, dann kann ich die Life-Vest wieder ablegen. Wenn sich das Organ nicht ausreichend kr\u00e4ftige, sei es wahrscheinlich, dass er einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator ben\u00f6tige. Das wolle er aber m\u00f6glichst verhindern.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Mit einem Vorfall wie dem Herzstillstand h\u00e4tte der Herforder nicht gerechnet. Behring: \u201eIch rauche zwar, bin sonst aber viel mit unserem Hund in Bewegung, habe auch kein \u00dcbergewicht.\u201c Das Rauchen hat Behring, der \u00fcbrigens seit seiner Ausbildung schon bei Wemh\u00f6ner t\u00e4tig ist, nach dem Schockmoment nicht wieder angefangen. Und das soll auch so bleiben.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Seine Geschichte macht Thorsten Behring \u00f6ffentlich, um auf die Wichtigkeit der Ersten Hilfe hinzuweisen. \u201eIch kann nur froh sein, dass Wemh\u00f6ner hier so gut aufgestellt ist.\u201c Denn nur durch die raschen und richtigen Ma\u00dfnahmen seiner Kollegen kann er nun Ostern feiern \u2013 zwar in Bad Driburg, aber im Kreise seiner Liebsten, die ihn an diesem Wochenende besuchen werden. Und ein leckerer Kuchen d\u00fcrfte dann wohl auch erlaubt sein. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herford\/H\u00f6xter. Ostern muss Thorsten Behring zwar in der Reha in Bad Driburg verbringen. 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