{"id":923482,"date":"2026-04-05T17:03:23","date_gmt":"2026-04-05T17:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/923482\/"},"modified":"2026-04-05T17:03:23","modified_gmt":"2026-04-05T17:03:23","slug":"sprengstoff-an-pipeline-ungarn-lenkt-verdacht-auf-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/923482\/","title":{"rendered":"Sprengstoff an Pipeline: Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine. Orban und sein Au\u00dfenminister lie\u00dfen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraine verd\u00e4chtigen, einen Sabotage-Akt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die ungarische Opposition hatte Orban dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gr\u00fcnden vorgeworfen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag muss Orban um die Macht zittern.<\/p>\n<p>Nach Angaben des serbischen Pr\u00e4sidenten Aleksandar Vucic wurden an der Gas-Pipeline Balkan Stream nach Ungarn \u00abSprengstoff in verheerender Kraft\u00bb sowie die dazugeh\u00f6rigen Z\u00fcndschn\u00fcre gefunden. Die Pipeline bringt russisches Erdgas von der T\u00fcrkei \u00fcber Bulgarien und Serbien nach Ungarn. Vucic und Orban sprachen telefonisch \u00fcber den Fall, wie beide best\u00e4tigten. Zu dem Fund sei es an einer Pumpstation nahe der ungarischen Grenze bei der serbischen Ortschaft Velebit gekommen, teilte Vucic mit.<\/p>\n<p>Ungarn wiederholt Vorw\u00fcrfe gegen Ukraine<\/p>\n<p>Orban k\u00e4mpft seit Monaten haupts\u00e4chlich mit Kritik an der Ukraine und an den EU-Hilfen f\u00fcr das vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Land um W\u00e4hlerstimmen. Er sprach nun nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem Pipeline-Vorfall vermutet &#8211; wiederholte nach der Sitzung zu dem Thema aber bekannte Vorw\u00fcrfe gegen Kiew. Sein Au\u00dfenminister Peter Szijjarto erkl\u00e4rte zudem, der Sprengstoff-Fund an der Pipeline in Serbien f\u00fcge sich ein in die sonstigen von Orban der Ukraine zur Last gelegten Aktionen.<\/p>\n<p>\u00abDie Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden\u00bb, sagte Orban in einer Video-Ansprache bei Facebook. Die Ukrainer h\u00e4tten bereits die Nord-Stream-Pipeline zerst\u00f6rt und blockierten die Erd\u00f6l-Zufuhr aus Russland nach Ungarn \u00fcber die durch die Ukraine f\u00fchrende Druschba-Pipeline. Zudem greife die ukrainische Armee st\u00e4ndig den auf russischem Territorium befindlichen Teil der Gas-Pipeline Turkstream an. Der Ungarn versorgende Balkan Stream ist die Fortsetzung von Turkstream.<\/p>\n<p>Orban wirft Kiew schon l\u00e4nger vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline aus politischen Gr\u00fcnden zu verhindern. Die Ukraine weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. F\u00fcr die Anschl\u00e4ge auf die Nord-Stream-Pipelines von Russland nach Deutschland wurde bislang niemand zur Rechenschaft gezogen, als mutma\u00dflicher Drahtzieher sitzt ein Ukrainer in Deutschland in Untersuchungshaft.<\/p>\n<p>Ungarn werde nun die milit\u00e4rische Bewachung des auf ungarischem Territorium befindlichen Abschnitts der Balkan Stream verst\u00e4rken, sagte Orban weiter. Diese Pipeline sei f\u00fcr Ungarn \u00ablebenswichtig\u00bb, da sie 60 Prozent des ben\u00f6tigten Erdgasbedarfs liefere.<\/p>\n<p>Opposition wittert Wahlkampf-Trick hinter Pipeline-Vorfall<\/p>\n<p>Am kommenden Sonntag steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orbans Partei Fidesz laut Umfragen verlieren k\u00f6nnte. Der Oppositionsf\u00fchrer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, warf Orban vor, \u00fcber das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gr\u00fcnden Panik sch\u00fcren zu wollen.<\/p>\n<p>Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen \u00abunter falscher Flagge\u00bb in diese Richtung geplant seien, schrieb Oppositionsf\u00fchrer Magyar bei Facebook. Mehrfach habe man geh\u00f6rt, dass \u00abzuf\u00e4llig\u00bb eine Woche vor der Wahl, etwa an Ostern, an dieser Pipeline etwas passieren werde. \u00abAu\u00dferdem rufe ich Viktor Orban dazu auf, (wenigstens w\u00e4hrend der Feiertage) mit der Panikmache und mit dem Stiften von Verwirrung aufzuh\u00f6ren, die russische Berater geplant haben\u00bb, schrieb Magyar weiter. Sollte Orban den Vorfall f\u00fcr Wahlkampfpropaganda nutzen, k\u00e4me dies einem Eingest\u00e4ndnis daf\u00fcr gleich, dass dies eine Aktion \u00abunter falscher Flagge\u00bb sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":923483,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,45,317],"class_list":{"0":"post-923482","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-texttospeech","15":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116353185087936113","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/923482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=923482"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/923482\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/923483"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=923482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=923482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=923482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}