{"id":923762,"date":"2026-04-05T19:49:13","date_gmt":"2026-04-05T19:49:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/923762\/"},"modified":"2026-04-05T19:49:13","modified_gmt":"2026-04-05T19:49:13","slug":"sabotage-an-pipeline-ungarn-lenkt-verdacht-auf-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/923762\/","title":{"rendered":"Sabotage an Pipeline: Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef <a data-rtr-index=\"3\" title=\"Viktor Orb\u00e1n\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/viktor-orban\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Viktor Orb\u00e1n<\/a> den Verdacht auf die Ukraine. Orb\u00e1n und sein Au\u00dfenminister lie\u00dfen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraine verd\u00e4chtigen, einen Sabotageakt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die ungarische Opposition hatte Orb\u00e1n dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gr\u00fcnden vorgeworfen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag muss Orb\u00e1n um die Macht zittern.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Nach Angaben des serbischen Pr\u00e4sidenten Aleksandar Vu\u010di\u0107 wurden an der Gas-Pipeline Balkan Stream nach Ungarn \u201eSprengstoff in verheerender Kraft\u201c sowie die dazugeh\u00f6rigen Z\u00fcndschn\u00fcre gefunden. Die Pipeline bringt russisches Erdgas von der T\u00fcrkei \u00fcber Bulgarien und Serbien nach Ungarn. Vu\u010di\u0107 und Orb\u00e1n sprachen telefonisch \u00fcber den Fall, wie beide best\u00e4tigten. Zu dem Fund sei es an einer Pumpstation nahe der ungarischen Grenze bei der serbischen Ortschaft Velebit gekommen, teilte Vu\u010di\u0107 mit.<\/p>\n<p>Ungarn wiederholt Vorw\u00fcrfe gegen Ukraine<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Orb\u00e1n k\u00e4mpft seit Monaten haupts\u00e4chlich mit Kritik an der <a data-rtr-index=\"15\" title=\"Ukraine\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> und an den EU-Hilfen f\u00fcr das vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Land um W\u00e4hlerstimmen. Er sprach nun nicht explizit davon, dass er Kiew hinter dem Pipeline-Vorfall vermutet\u00a0\u2013 wiederholte nach der Sitzung zu dem Thema aber bekannte Vorw\u00fcrfe gegen Kiew. Sein Au\u00dfenminister Peter Szijjarto erkl\u00e4rte zudem, der Sprengstoff-Fund an der Pipeline in Serbien f\u00fcge sich ein in die sonstigen von Orb\u00e1n der Ukraine zur Last gelegten Aktionen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">\u201eDie Ukraine arbeitet seit Jahren daran, Europa von der Gasversorgung (aus Russland) abzuschneiden\u201c, sagte Orb\u00e1n in einer Video-Ansprache bei <a data-rtr-index=\"8\" title=\"Facebook\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/facebook\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Facebook<\/a>. Die Ukrainer h\u00e4tten bereits die Nord-Stream-Pipeline zerst\u00f6rt und blockierten die Erd\u00f6l-Zufuhr aus Russland nach Ungarn \u00fcber die durch die Ukraine f\u00fchrende Druschba-Pipeline. Zudem greife die ukrainische Armee st\u00e4ndig den auf russischem Territorium befindlichen Teil der Gas-Pipeline Turkstream an. Der Ungarn versorgende Balkan Stream ist die Fortsetzung von Turkstream.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Orb\u00e1n wirft Kiew schon l\u00e4nger vor, eine Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline aus politischen Gr\u00fcnden zu verhindern. Die Ukraine weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und betont, die Pipeline sei wegen der Auswirkungen russischer Luftangriffe derzeit nicht nutzbar. F\u00fcr die Anschl\u00e4ge auf die Nord-Stream-Pipelines von Russland nach Deutschland wurde bislang niemand zur Rechenschaft gezogen, als mutma\u00dflicher Drahtzieher sitzt ein Ukrainer in Deutschland in Untersuchungshaft.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Ungarn werde nun die milit\u00e4rische Bewachung des auf ungarischem Territorium befindlichen Abschnitts der Balkan Stream verst\u00e4rken, sagte Orb\u00e1n weiter. Diese Pipeline sei f\u00fcr Ungarn \u201elebenswichtig\u201c, da sie 60 Prozent des ben\u00f6tigten Erdgasbedarfs liefere.<\/p>\n<p>Opposition wittert Wahlkampf-Trick hinter Pipeline-Vorfall<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Am kommenden Sonntag steht in Ungarn die Parlamentswahl an, die Orb\u00e1ns Partei Fidesz laut Umfragen verlieren k\u00f6nnte. Der Oppositionsf\u00fchrer und Spitzenkandidat der Partei Tisza, Peter Magyar, warf Orb\u00e1n vor, \u00fcber das Thema eines angeblich geplanten Anschlags auf die Pipeline aus wahlkampftaktischen Gr\u00fcnden Panik sch\u00fcren zu wollen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Bereits seit Wochen habe er Signale bekommen, dass Aktionen \u201eunter falscher Flagge\u201c in diese Richtung geplant seien, schrieb Oppositionsf\u00fchrer Magyar bei Facebook. Mehrfach habe man geh\u00f6rt, dass \u201ezuf\u00e4llig\u201c eine Woche vor der Wahl, etwa an Ostern, an dieser Pipeline etwas passieren werde. \u201eAu\u00dferdem rufe ich Viktor Orb\u00e1n dazu auf, (wenigstens w\u00e4hrend der Feiertage) mit der Panikmache und mit dem Stiften von Verwirrung aufzuh\u00f6ren, die russische Berater geplant haben\u201c, schrieb Magyar weiter. Sollte Orb\u00e1n den Vorfall f\u00fcr Wahlkampfpropaganda nutzen, k\u00e4me dies einem Eingest\u00e4ndnis daf\u00fcr gleich, dass dies eine Aktion \u201eunter falscher Flagge\u201c sei.<\/p>\n<p>Serbiens Milit\u00e4rgeheimdienst \u00e4u\u00dfert sich zu Ermittlungen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-8b7c0cff=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der Direktor des serbischen Milit\u00e4r-Geheimdienstes trat Vorw\u00fcrfen entgegen, die serbische Armee k\u00f6nnte an einer Aktion unter falscher Flagge beteiligt sein, um die Ukraine der Sabotage beschuldigen zu k\u00f6nnen. Djuro Jovanic sprach von Desinformation, wie serbische Medien berichteten. Es gebe Hinweise darauf, dass der Sprengstoff in den USA hergestellt worden sei. Ein milit\u00e4risch ausgebildetes \u201eMitglied einer Migrantengruppe\u201c habe einen Anschlag auf die Pipeline geplant, man fahnde nach dieser Person, sagte Jovanic weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":923763,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-923762","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116353837878111772","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/923762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=923762"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/923762\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/923763"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=923762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=923762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=923762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}