{"id":925404,"date":"2026-04-06T13:01:19","date_gmt":"2026-04-06T13:01:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/925404\/"},"modified":"2026-04-06T13:01:19","modified_gmt":"2026-04-06T13:01:19","slug":"ukraine-entwickelt-guenstige-luftabwehr-konkurrenz-fuer-us-patriot-waechst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/925404\/","title":{"rendered":"Ukraine entwickelt g\u00fcnstige Luftabwehr \u2013 Konkurrenz f\u00fcr US-Patriot w\u00e4chst"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der ukrainische R\u00fcstungshersteller <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/erstmals-in-nato-land-ukrainischer-waffenhersteller-eroeffnet-fabrik-in-daenemark-li.2354233\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fire Point<\/a> arbeitet nach eigenen Angaben an einem neuen Luftabwehrsystem, das deutlich g\u00fcnstiger sein soll als bestehende Systeme. Wie das Unternehmen der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, soll die Technologie bis 2027 einsatzbereit sein und insbesondere eine Alternative zum <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/schweiz-erwaegt-abbruch-von-patriot-geschaeft-mit-usa-li.10028346\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">US-System Patriot<\/a> darstellen.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Fire Point ist unter anderem Hersteller des Marschflugk\u00f6rpers \u201eFlamingo\u201c. Firmenmitgr\u00fcnder und Chefentwickler Denys Shtilierman sagte Reuters, das Ziel sei es, die Kosten f\u00fcr das Abfangen einer ballistischen Rakete auf unter eine Million US-Dollar zu senken. \u201eWenn wir das auf weniger als eine Million US-Dollar dr\u00fccken k\u00f6nnen, w\u00e4re das ein Wendepunkt in der Luftverteidigung\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Kooperation mit europ\u00e4ischen Unternehmen geplant<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Nach Angaben Shtiliermans f\u00fchrt Fire Point Gespr\u00e4che mit mehreren europ\u00e4ischen Unternehmen, um das System bereits im kommenden Jahr zu entwickeln. Namen nannte er nicht. Besonders interessiert sei das Unternehmen an Kooperationen bei Radar, Zielerfassung und Kommunikation.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Hintergrund ist eine weltweit steigende Nachfrage nach Luftverteidigungssystemen. Laut Reuters sind insbesondere Patriot-Systeme stark gefragt, zugleich aber knapp. Auch das europ\u00e4ische System SAMP\/T wird nur in begrenzter Zahl produziert.<\/p>\n<p>Ukraine setzt auf g\u00fcnstige Abwehrtechnologie<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Entwicklung kosteng\u00fcnstiger Systeme gilt als strategischer Vorteil der <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a>. Bereits jetzt setzt Kiew auf vergleichsweise billige Abfangdrohnen zur Bek\u00e4mpfung iranischer Shahed-Drohnen. Eine Shahed-Drohne kostet Sch\u00e4tzungen zufolge rund 30.000 US-Dollar. Eine einzelne Abfangrakete f\u00fcr das Patriot-System kann dagegen mehr als 13,5 Millionen US-Dollar kosten. Die Ukraine hat deshalb begonnen, g\u00fcnstige Drohnen zu entwickeln, die gezielt zum Abschuss dieser Kamikaze-Drohnen eingesetzt werden.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auch im Nahen Osten w\u00e4chst das Interesse an dieser Technologie. Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/wolodymyr-selenskyj\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolodymyr Selenskyj<\/a> sagte laut Reuters im M\u00e4rz, die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/ukraine-entsendet-militaer-einheiten-in-fuenf-laender-des-nahen-ostens-li.10025929\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine habe bereits 228 Spezialisten in f\u00fcnf Staaten der Region entsandt<\/a>, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Katar. Sie unterst\u00fctzen dort bei der Abwehr iranischer Drohnenangriffe und beim Schutz kritischer Infrastruktur. \u201eIch glaube, niemand hat eine mit unserer vergleichbare Erfahrung\u201c, sagte Selenskyj. Russland habe seit Beginn seines Angriffskriegs fast 60.000 Shahed-Drohnen und \u00e4hnliche Systeme eingesetzt.<\/p>\n<p>Neue Raketen und m\u00f6gliche Investoren<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Parallel arbeitet Fire Point nach eigenen Angaben an neuen ballistischen Raketen. Das kleinere Modell FP-7 mit rund 300 Kilometern Reichweite soll \u201ein naher Zukunft\u201c erstmals eingesetzt werden. Eine gr\u00f6\u00dfere Variante k\u00f6nnte Ziele in bis zu 850 Kilometern Entfernung erreichen.<\/p>\n<p>Zudem verhandelt das Unternehmen \u00fcber einen Einstieg eines Investors aus dem Nahen Osten. Laut Reuters w\u00fcrde eine entsprechende Beteiligung Fire Point mit rund 2,5 Milliarden US-Dollar bewerten. Die ukrainische Kartellbeh\u00f6rde pr\u00fcft demnach derzeit den Verkauf eines 30-Prozent-Anteils. Nach Angaben des Unternehmens k\u00f6nnte die Investition auch den Einstieg in die Raumfahrt erm\u00f6glichen, etwa durch den Aufbau eines Satellitennetzwerks.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Nachfrage trotz offener Fragen<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Experten sehen grunds\u00e4tzlich einen Markt f\u00fcr g\u00fcnstigere Luftabwehrsysteme. Der Milit\u00e4rexperte Fabian Hoffmann sagte Reuters, das Ziel bis 2027 sei \u201eehrgeizig\u201c. Gleichzeitig d\u00fcrfte die Nachfrage hoch sein, selbst wenn die Systeme weniger effektiv seien als Patriot.<\/p>\n<p>Unklar ist, wann genau ein marktreifes System zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnte. Fire Point erkl\u00e4rte, erste Tests zur Abwehr ballistischer Raketen seien f\u00fcr Ende 2027 geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der ukrainische R\u00fcstungshersteller Fire Point arbeitet nach eigenen Angaben an einem neuen Luftabwehrsystem, das deutlich g\u00fcnstiger sein soll&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":925405,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-925404","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116357895732486660","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/925404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=925404"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/925404\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/925405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=925404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=925404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=925404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}