{"id":925600,"date":"2026-04-06T14:51:16","date_gmt":"2026-04-06T14:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/925600\/"},"modified":"2026-04-06T14:51:16","modified_gmt":"2026-04-06T14:51:16","slug":"der-ausbau-der-wasserstoff-infrastruktur-geht-weiter-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/925600\/","title":{"rendered":"Der Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur geht weiter \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Die VNG mit ihrem Sitz im Leipziger Nordosten ist nicht nur f\u00fcr die Wirtschaft der Stadt wichtig. Sie spielt auch eine ganz zentrale Rolle in der Energieversorgung und damit auch in der Energiewende. Auch wenn derzeit noch immer das Erdgas ihr Hauptgesch\u00e4ft ist. Und da ist ja seit dem russischen \u00dcberfall auf die Ukraine seit 2022 die Frage, wie das Unternehmen die immer wieder ausscherenden Gaspreise verkraftet und welche Bilanz es da jeweils im Fr\u00fchjahr vorlegt. Aber auch f\u00fcr 2025 meldet die VNG ein positives Konzernergebnis.<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"http:\/\/www.vng.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">VNG<\/a> blickt erneut auf ein erfolgreiches Gesch\u00e4ftsjahr zur\u00fcck, welches wir in Summe mit einem sehr positiven Ergebnis abschlie\u00dfen. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds und gro\u00dfer geopolitischer Unsicherheiten hat VNG ihren wirtschaftlich stabilen Kurs fortgesetzt. Unser Fokus liegt weiterhin auf der gaswirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfungskette und dem Betrieb kritischer Infrastruktur. \u00dcber alle Gesch\u00e4ftsbereiche sichern wir Versorgungssicherheit mit Gas\u201c, res\u00fcmiert Ulf Heitm\u00fcller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, anl\u00e4sslich der diesj\u00e4hrigen Bilanzpressekonferenz.<\/p>\n<p>VNG hat das Gesch\u00e4ftsjahr 2025 mit einem bereinigten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/EBITDA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">EBITDA<\/a> von 422 Millionen Euro abgeschlossen (2024: 430 Millionen Euro), teilt das Unternehmen mit. EBITDA ist der operative Cashflow, bevor das Unternehmen seine Steuern abf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Damit liegt das operative Ergebnis fast auf Vorjahresniveau, aber deutlich \u00fcber den Erwartungen, staunt man im Unternehmen selbst. Man hat also erfolgreich gewirtschaftet. Das auf die Anteilseigner der VNG AG entfallende Konzernergebnis bel\u00e4uft sich letztlich auf 200 Millionen Euro (2024: 232 Millionen Euro).<\/p>\n<p>Zu den Anteilseignern geh\u00f6ren auch <a href=\"http:\/\/www.vub-online.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">acht ostdeutsche St\u00e4dte, die ihre Anteile in der VUB geb\u00fcndelt haben<\/a>. Darunter auch Leipzig. Sie halten zusammen 15,63 Prozent der Anteile an der VNG.<\/p>\n<p>Die Eigenkapitalquote stieg von 33 % auf 41 % und festigt die sehr solide Verm\u00f6gens-, Finanz- und Ertragslage des VNG-Konzerns, teilt das Unternehmen mit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/VNG-Vorstand_2026.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-653080 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/VNG-Vorstand_2026.jpg\" alt=\"Vorstandsmitglieder der VNG AG: Bodo Rodestock, Vorstand Finanzen\/Personal; Ulf Heitm\u00fcller, Vorstandsvorsitzender; Hans-Joachim Polk, Vorstand Infrastruktur\/Technik. Foto: Torsten Pross \" width=\"2254\" height=\"1500\"  \/><\/a>Vorstandsmitglieder der VNG AG: Bodo Rodestock, Vorstand Finanzen\/Personal; Ulf Heitm\u00fcller, Vorstandsvorsitzender; Hans-Joachim Polk, Vorstand Infrastruktur\/Technik. Foto: Torsten Pross<\/p>\n<p>\u201eUnsere finanzielle St\u00e4rke gibt uns die n\u00f6tige Stabilit\u00e4t, um das Bestandsgesch\u00e4ft gezielt weiterzuentwickeln, in die Infrastruktur erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff zu investieren und damit zugleich regionale Wertsch\u00f6pfung zu schaffen. 2025 haben wir konzernweit Investitionen von 244 Mio. Euro get\u00e4tigt \u2013 \u00fcberwiegend in Ostdeutschland und weitgehend aus eigener Kraft\u201c, betont Bodo Rodestock, VNG-Vorstandsmitglied f\u00fcr Finanzen und Personal.<\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 erzielte VNG einen abgerechneten Umsatz von rund 18 Milliarden Euro (2024: rund 16 Milliarden Euro). Der VNG-Konzern besch\u00e4ftigte zum 31. Dezember 2025 insgesamt 2.049 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Sichere Gasversorgung bleibt zentrale Aufgabe<\/p>\n<p>Die Versorgungssicherheit stand auch 2025 im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns von VNG. Ein breit diversifiziertes Beschaffungsportfolio aus verl\u00e4sslichen pipelinegebundenen Liefermengen sowie LNG-Importen, leistungsf\u00e4hige Speicher und ein belastbares Fernleitungsnetz bildeten das Fundament f\u00fcr eine sichere Gasversorgung. \u201eVersorgungssicherheit ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Sie ist das Ergebnis vorausschauender Entscheidungen und zuverl\u00e4ssiger Infrastruktur. Unsere Netze und Speicher stellten auch in Phasen hoher Nachfrage ihre Leistungsf\u00e4higkeit unter Beweis\u201c, so Heitm\u00fcller.<\/p>\n<p>Und da spielt die Unternehmertochter ONTRAS eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 profitierte die ONTRAS Gastransport GmbH (ONTRAS) \u2013 u. a. aus Mehrvermarktungen \u2013 von h\u00f6heren Transporterl\u00f6sen. Parallel dazu treibt ONTRAS den Umbau ihrer bestehenden Gasinfrastruktur voran. Mit dem ONTRAS H\u2082-Startnetz als Teil des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes verantwortet ONTRAS k\u00fcnftig rund 600 Kilometer Wasserstoffleitungen. Bei rund 80 % der Leitungen werden bestehende Erdgasleitungen umgestellt und 20 % entstehen durch Neubau. Zum Gesamtergebnis leistete der Transportbereich einen Beitrag in unterer dreistelliger Millionenh\u00f6he.<\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsbereich Handel &amp; Vertrieb versorgt \u00fcber 400 Kunden, vor allem Stadtwerke, Weiterverteiler, Industriekunden und Kraftwerke. Neben dem Inland werden auch Erdgaslieferungen in Polen, Tschechien, \u00d6sterreich sowie f\u00fcr eine Vielzahl europ\u00e4ischer Handelspunkte erbracht. Und hier schl\u00e4gt sich auch nieder, dass sich die VNG in den vergangenen Jahren aus der Abh\u00e4ngigkeit von russischem Erdgas gel\u00f6st hat.<\/p>\n<p>Das diversifizierte Beschaffungsportfolio \u2013 u. a. mit Pipeline-Lieferungen aus Norwegen und Algerien sowie LNG-Bezug \u00fcber FSRU-Terminals \u2013 erwies sich auch 2025 als stabil, so das Unternehmen. Der Gasabsatz lag im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 bei rund 411 Mrd. kWh (2024: rund 352 Mrd. kWh).<\/p>\n<p>Das Endkundengesch\u00e4ft der goldgas GmbH leistete einen planm\u00e4\u00dfigen Ergebnisbeitrag. Das Biomethanhandelsgesch\u00e4ft wurde mit der bmp greengas GmbH weiter gest\u00e4rkt und in die Gesamtstrategie integriert. In Summe erwirtschaftete der Gesch\u00e4ftsbereich Handel &amp; Vertrieb ein Ergebnis im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.<\/p>\n<p>Transformation mit Augenma\u00df: Biogas, Wasserstoff und Infrastruktur<\/p>\n<p>Aber wie geht es nun weiter mit dem Umbau der Versorgungsinfrastruktur \u2013 also der Transformation hin zu erneuerbaren und dekarbonisierten Gasen? Biogas bleibt vorerst ein zentraler Baustein in dieser Entwicklung, teilt die VNG mit. Man habe das Anlagenportfolio weiter vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>Viel wichtiger ist freilich der schrittweise Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. Mit dem Energiepark Bad Lauchst\u00e4dt entsteht in Kooperation mit sechs Konsortialpartnern erstmals die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von gr\u00fcnem Wasserstoff im industriellen Ma\u00dfstab. Im Jahr 2025 wurden hier weitere Meilensteine erreicht: ONTRAS nahm eine 25 Kilometer lange Transportleitung in Betrieb, die zugleich das erste Teilst\u00fcck des Wasserstoff-Kernnetzes in Ostdeutschland ist. Ebenfalls begannen die Montage der Stacks des 30 MW-Elektrolyseurs und die stufenweise Inbetriebnahme der Gesamtanlage.<\/p>\n<p>Noch 2026 soll der erste gr\u00fcne Wasserstoff in Richtung Leuna flie\u00dfen. K\u00fcnftig sollen j\u00e4hrlich ca. 2.700 Tonnen des erneuerbaren Energietr\u00e4gers auf Basis regionaler Windenergie ins Netz eingespeist, zum Ankerkunden TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland transportiert und industriell genutzt werden. \u201eWir sind Early Mover im Wasserstoffmarkt \u2013 mit allen Chancen und Risiken. Der Hochlauf verl\u00e4uft derzeit allerdings deutlich langsamer als politisch geplant. Deshalb pr\u00fcfen wir Investitionen zur Umsetzung unserer Strategie \u201aVNG 2030+\u2018 stets sorgf\u00e4ltig auf regulatorische Verl\u00e4sslichkeit und Wirtschaftlichkeit\u201c, betont Heitm\u00fcller.<\/p>\n<p>Perspektivisch wird Deutschland den hohen Wasserstoffbedarf jedoch nicht nur durch heimische Produktion aus Elektrolyse decken k\u00f6nnen. Daher entwickelt VNG mit internationalen Partnern Wasserstoffprojekte, die \u00fcber das entstehende Leitungsnetz Kunden mit Wasserstoff versorgen k\u00f6nnen und bei der Reduktion von CO\u2082-Emissionen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>So pr\u00fcft VNG mit Partnern internationale Wertsch\u00f6pfungsketten, u. a. die M\u00f6glichkeit, Ammoniak in Rostock anzulanden und dort anschlie\u00dfend in Wasserstoff umzuwandeln. Parallel wird in einem weiteren Projekt die Dekarbonisierung von norwegischem Erdgas bewertet.<\/p>\n<p>\u201eDie Hansestadt Rostock bietet optimale Bedingungen, einen wichtigen Beitrag f\u00fcr den Wasserstoffhochlauf zu leisten: mit dem Hafen, der vorhandenen Infrastruktur und nicht zuletzt dem geplanten Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz\u201c, erl\u00e4utert Polk.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend dazu pr\u00fcft VNG m\u00f6gliche Optionen im Bereich Carbon Management.<\/p>\n<p>\u201eGemeinsam mit Marktpartnern ermitteln wir derzeit die Umsetzbarkeit und Marktf\u00e4higkeit der technologischen Ans\u00e4tze zur Reduktion von unvermeidbaren CO\u2082-Emissionen. Wir brauchen aber auch hier stabile, kapitalmarktf\u00e4hige Rahmenbedingungen f\u00fcr CCS und CCU, um Investitionen anzuschieben und Risiken abzusichern. Dies umfasst die CO\u2082-Transportinfrastruktur, wettbewerbsf\u00e4hige Transportentgelte, auch speziell f\u00fcr ostdeutsche energieintensive Emittenten, sowie CO\u2082-Speicherprojekte\u201c, so Polk weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die VNG mit ihrem Sitz im Leipziger Nordosten ist nicht nur f\u00fcr die Wirtschaft der Stadt wichtig. 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