{"id":92682,"date":"2025-05-07T22:18:56","date_gmt":"2025-05-07T22:18:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/92682\/"},"modified":"2025-05-07T22:18:56","modified_gmt":"2025-05-07T22:18:56","slug":"gipfel-in-london-eine-wichtige-nachricht-fuer-die-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/92682\/","title":{"rendered":"Gipfel in London: Eine wichtige Nachricht f\u00fcr die Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>analyse<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 02.03.2025 22:17 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs haben sich in London getroffen, um der Ukraine den R\u00fccken zu st\u00e4rken. Dabei blieb es nicht bei warmen Worten. Eine &#8222;Koalition der Willigen&#8220; plant mehr. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/christoph-proessl-106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christoph Pr\u00f6ssl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/christoph-proessl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn erster Linie war dies ein Gipfel der Solidarit\u00e4t. Nach dem verheerenden Pressetermin von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj im Wei\u00dfen Haus am Freitag hatten nahezu alle Staats- und Regierungschefs diese eine Nachricht f\u00fcr die Ukrainer im Gep\u00e4ck: Sie wollen dem Land beistehen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch warme Worte allein bringen nicht viel. Gastgeber Keir Starmer, der britische Premier, hatte deswegen noch einige Punkte vorbereitet, auf die sich die Gipfelteilnehmer verst\u00e4ndigten. Er sprach von einer &#8222;Koalition der Willigen&#8220;, die zusammenkommen werde, um einen Frieden in der Ukraine abzusichern. Nicht jedes Land sei in der Lage, sich daran zu beteiligen. Aber die Europ\u00e4er m\u00fcssten die Hauptlast tragen. Das Vereinigte K\u00f6nigreich sei bereit, Soldaten zu schicken und Kampfjets zu entsenden.<\/p>\n<p>    Der bem\u00fchte Br\u00fcckenbauer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig betonte Starmer jedoch: Damit der Plan funktionieren k\u00f6nne, m\u00fcssten die USA diesen unterst\u00fctzen. Starmer bleibt dabei &#8211; als Br\u00fcckenbauer: Die Europ\u00e4er m\u00fcssten mehr liefern &#8211; die USA m\u00fcssten gleichzeitig dabeibleiben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas ist die Essenz der britischen Bem\u00fchungen, was mit klaren Signalen nach Washington unterlegt wurde:\u00a0Er akzeptiere nicht, wenn gesagt werde, dass die USA ein unzuverl\u00e4ssiger Partner seien, antwortete Starmer in der Pressekonferenz auf eine kritische Frage einer Journalistin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas ist nat\u00fcrlich eine steile These, da gerade die Pressekonferenz im Oval Office am Freitag alles infrage gestellt hat: die Wertegemeinschaft des Westens, das Verteidigungsb\u00fcndnis NATO, und die Unterst\u00fctzung der Ukraine. Doch f\u00fcr Starmer ist klar: Ohne die USA wird es nicht gehen. Bereits kurz nach dem Eklat zwischen Trump und Selenskyj hatte Starmer zum Telefonh\u00f6rer gegriffen und mit beiden gesprochen. Ein Versuch, die Situation zu beruhigen.<\/p>\n<p>    Das K\u00f6nigshaus als Joker<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nInteressant ist dar\u00fcber hinaus, dass das Vereinigte K\u00f6nigreich dennoch Selenskyj den R\u00fccken st\u00e4rkt. Beim Besuch von Starmer in Washington hatte dieser einen Einladung f\u00fcr einen Staatsbesuch in Gro\u00dfbritannien \u00fcbergeben. Trump soll durch den K\u00f6nig empfangen werden, was der US-Pr\u00e4sident als gro\u00dfe Ehre empfindet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch Starmer kam mit leeren H\u00e4nden wieder. Und nach dem Eklat wollte das K\u00f6nigshaus m\u00f6glicherweise deutlich machen, dass Gro\u00dfbritannien trotzdem noch zu Selenskyj steht. Anders ist nicht zu erkl\u00e4ren, warum der ukrainische Pr\u00e4sident am Nachmittag von Charles III. empfangen wurde.<\/p>\n<p>    Briten, Franzosen &#8211; und die Deutschen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZu der &#8222;Koalition der Willigen&#8220; geh\u00f6ren sicher Gro\u00dfbritannien und Frankreich. Bereits vor Tagen hatte es Meldungen dar\u00fcber gegeben, dass beide bereit seien, Friedenstruppen zu schicken, und entsprechende Pl\u00e4ne vorbereiteten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWer bei dieser Koalition jetzt noch mitmacht, wird in den kommenden Tagen deutlich. Der scheidende Bundeskanzler Olaf Scholz war zur\u00fcckhaltend. Er betonte erneut, dass Deutschland einen bedeutenden Beitrag geleistet habe als zweitgr\u00f6\u00dfter Unterst\u00fctzer der Ukraine &#8211; mit Geld und Waffen, insgesamt 44 Milliarden Euro bis jetzt, sagte Scholz. Eine Zahl, die immer wieder betont werden muss, und offenbar auch in den USA nicht jedem bekannt ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nScholz verwies aber auch zurecht auf die Tatsache, dass die Bombardierungen aufh\u00f6ren m\u00fcssten, um einen Waffenstillstand zu erm\u00f6glichen. Denn ohne ein Ende der Kampfhandlungen, ohne die Bereitschaft Russlands kann es keinen Frieden geben.<\/p>\n<p>    Starmer kann freier agieren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Donnerstag kommen die Staats- und Regierungschefs der EU in Br\u00fcssel zusammen, dabei d\u00fcrfte es um die Frage gehen, wie die Mitgliedsstaaten in die Lage versetzt werden k\u00f6nnen, mehr f\u00fcr Verteidigung auszugeben. Au\u00dferdem wird es um die Koordinierung der Anstrengungen gehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBemerkenswert an diesem Gipfel war, dass ihn ein britischer Premier ausgerichtet hat. Also der Regierungschef eines Landes, das gerade aus der EU ausgetreten ist. Aber vielleicht hat das die T\u00fcr ge\u00f6ffnet &#8211; zum einen f\u00fcr die Teilnahme vieler, zum Beispiel auch der Kanadier, und zum anderen war diese Veranstaltung deswegen &#8222;unverd\u00e4chtiger&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKeir Starmer hat einen Zugang zu Donald Trump, das hat sein Besuch am vergangenen Donnerstag deutlich gemacht. Die Initiative, nun auf Trump noch einmal zuzugehen und gleichzeitig ein deutlich h\u00f6heres Engagement der Europ\u00e4er zu zeigen, k\u00f6nnte der Anfang eines Weges hin zu Frieden sein.\u00a0<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-211016.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Christoph Pr\u00f6ssl, ARD London, tagesschau, 02.03.2025 22:13 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"analyse Stand: 02.03.2025 22:17 Uhr Europ\u00e4ische Staats- und Regierungschefs haben sich in London getroffen, um der Ukraine den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":92683,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,116,6382,3992,317,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-92682","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-selenskyj","15":"tag-starmer","16":"tag-uk","17":"tag-ukraine","18":"tag-united-kingdom","19":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","20":"tag-vereinigtes-koenigreich","21":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","22":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114468878075564056","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92682","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92682"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92682\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92682"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92682"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92682"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}