{"id":926899,"date":"2026-04-07T04:36:17","date_gmt":"2026-04-07T04:36:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/926899\/"},"modified":"2026-04-07T04:36:17","modified_gmt":"2026-04-07T04:36:17","slug":"unverstaendnis-und-vorwuerfe-an-den-bezirk-spielabsagen-in-berlin-zehlendorf-fuehren-in-regionalliga-zu-aerger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/926899\/","title":{"rendered":"Unverst\u00e4ndnis und Vorw\u00fcrfe an den Bezirk: Spielabsagen in Berlin-Zehlendorf f\u00fchren in Regionalliga zu \u00c4rger"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/rbb-stadion-lichterfelde-platz-gesperrt-100.jpg\" alt=\"Platz unbespielbar: Eine Tafel weist auf die Sperrung des Stadions Lichterfelde hin. Quelle: imago images\/Matthias Koch\" title=\"stadion-lichterfelde-platz-gesperrt | imago images\/Matthias Koch\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 07.04.2026 \u2022 06:28 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>In der Regionalliga Nordost herrscht Unmut: Grund ist eine Vierfach-Spielabsage bei Hertha 03 Zehlendorf im Stadion Lichterfelde. Vereine und Verband kritisieren den Bezirk. Der verweist auf die enorme Belastung des Rasens.<\/strong>\n    <\/p>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li>Hertha 03 Zehlendorf empf\u00e4ngt am Dienstagabend (19 Uhr) Chemie Leipzig<\/li>\n<li>Spiel zuvor bereits vier Mal abgesagt<\/li>\n<li>Kritik am Bezirk von Vereinen und Verband<\/li>\n<li>Vorwurf: Spiele w\u00fcrden zu leichtfertig abgesagt<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Dienstagabend (19 Uhr) empf\u00e4ngt Hertha 03 Zehlendorf in der Regionalliga Nordost die BSG Chemie Leipzig. So weit, so normal. Allerdings ist die Partie zwischen den beiden Kellerkindern der Liga bereits zum f\u00fcnften Mal angesetzt. Vier Versuche, das Abstiegsduell auszutragen, scheiterten &#8211; wegen der Unbespielbarkeit des Platzes im Stadion Lichterfelde.<\/p>\n<p>Dorthin musste der Verein seit dem Aufstieg im Sommer 2024 &#8211; also fast zwei lange Jahre lang &#8211; ausweichen. Das heimische Ernst-Reuter-Sportfeld musste baulich erst noch an die Anforderungen in der Regionalliga angepasst werden. Seit Mitte M\u00e4rz ist die Hertha nun zur\u00fcck in der eigenen Spielst\u00e4tte.<\/p>\n<p>Eine R\u00fcckkehr, die von vielen Parteien sehnlichst erwartet wurde. Denn die vielen Absagen zuletzt sorgten insbesondere in Leipzig, aber auch beim Nordostdeutschen Fu\u00dfball-Verband (NOFV) und bei Hertha 03 Zehlendorf f\u00fcr Unverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>    &#8222;Der Wettbewerb wird verzerrt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Vielzahl an Absagen ist f\u00fcr uns ein \u00c4rgernis&#8220;, klagt Chemie-Sprecher Stefan Schilde auf rbb-Anfrage. Er verweist auf den enormen Aufwand, den der Klub und seine Fans f\u00fcr ein Ausw\u00e4rtsspiel betrieben. Die erste Absage eines Freitagabendspiels habe den Verein erst am Mittag des selben Tages erreicht. &#8222;Der extra gebuchte Mannschaftsbus samt Busfahrer stand zur Abfahrt bereit. F\u00fcr Mannschaft und Trainerstab haben wir ein Catering bestellt. Wir sprechen \u00fcber vierstellige Summen. Viele Chemie-Fans waren schon auf dem Weg nach Berlin, manche haben ein Wochenende rund um das Spiel geplant&#8220;, sagt Schilde.<\/p>\n<p>Nicht nur die torpedierte Organisation sei aber ein Problem. Auch sportlich findet der Klub die wiederholten Absagen schwierig. &#8222;Der Wettbewerb wird verzerrt. Fans der Ausw\u00e4rtsmannschaft &#8211; Chemie Leipzig wird immer von mindestens 600 Fans begleitet &#8211; richten ihren Dienstplan nach dem Spielterminen aus, nehmen zum Teil extra Urlaub. Deshalb sollten Absagen nicht leichtfertigt vorgenommen werden.&#8220; Speziell in Berlin passiere das aber besonders h\u00e4ufig.<\/p>\n<p>    Fehlende Sportst\u00e4tten &#8211; mal wieder &#8211; Teil des Problems<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diesem Vorwurf widerspricht zumindest der Bezirk Steglitz-Zehlendorf, der als Eigent\u00fcmer f\u00fcr die Beurteilung des Platzes und somit auch f\u00fcr die Absetzungen verantwortlich ist, entschieden. &#8222;Als Eigent\u00fcmer der Sportanlage tr\u00e4gt das Schul- und Sportamt die Verantwortung daf\u00fcr, dass der Spielbetrieb \u00fcber die gesamte Saison hinweg aufrechterhalten werden kann&#8220;, teilt Malgorzata Sijbrandij, Stadtr\u00e4tin f\u00fcr Bildung, Kultur und Sport, auf rbb-Anfrage mit.<\/p>\n<p>Naturrasen regeneriere in den Wintermonaten nicht, eine &#8222;vorausschauende Schonung des Platzes&#8220; sei daher nicht nur aus sportfachlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht geboten. &#8222;Wir verstehen, dass solche Entscheidungen aus Vereinssicht im Einzelfall nicht unmittelbar nachvollziehbar erscheinen. Sie werden jedoch stets unter Ber\u00fccksichtigung der Gesamtbelastung getroffen&#8220;, so Sijbrandij.<\/p>\n<p>Das Stadion Lichterfelde wird zeitgleich noch von den Fu\u00dfballerinnen von Viktoria Berlin genutzt. Es herrschte in den vergangenen Monaten also eine Doppelbelastung f\u00fcr den Rasen aus Spielen in der Regionalliga der M\u00e4nner sowie der 2. Bundesliga der Frauen. Ein Problem, das in der Stadt an vielen Orten wegen der begrenzten und teils mangelnden Sportfl\u00e4chen auftritt.<\/p>\n<p>    NOFV z\u00e4hlt viele Absagen in Berlin<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der NOFV hat generell durchaus Verst\u00e4ndnis f\u00fcr witterungsbedingte Absagen im Winter. &#8222;Die Vereine im Spielbetrieb der Regionalliga Nordost unterliegen zur Zeit &#8211; entgegen jenen z. B. in der 3. Liga &#8211; nicht der Pflicht zur Unterhaltung einer Rasenheizung&#8220;, hei\u00dft es vom Verband. Man sei also auf Spielausf\u00e4lle im Winter eingestellt.<\/p>\n<p>Die Partie von Hertha 03 Zehlendorf gegen Chemie Leipzig sei allerdings &#8222;mit einem &#8218;Alleinstellungsmerkmal&#8216; behaftet.&#8220; Der NOFV kritisiert &#8211; \u00e4hnlich wie Chemie Leipzig &#8211; speziell die kurzfristige Absage Ende Oktober. Eigentlich seien die Klubs dazu verpflichtet, den Gastverein und den Verband sp\u00e4testens 24 Stunden vor dem geplanten Anpfiff \u00fcber einen Ausfall zu informieren. &#8222;Bei wiederholten Spielabsagen kann der Heimverein verpflichtet werden eine andere, regionalligataugliche Spielst\u00e4tte als Spielort zu benennen&#8220;, teilt der Verband mit. Die Androhung einer solchen Ma\u00dfnahme habe es im konkreten Fall gegen\u00fcber dem Heimverein auch gegeben. Bislang blieb es aber bei der Androhung.<\/p>\n<p>Und auch sonst sind die Klubs in der Hauptstadt laut NOFV besonders oft von Absagen betroffen. &#8222;Uns sind die Sorgen und N\u00f6te der Berliner Vereine &#8211; aufgrund der speziellen Bedingungen einer Metropole &#8211; bekannt. Wir m\u00f6chten deshalb auch keine Vergleiche mit den Voraussetzungen von Vereinen in anderen Landesverb\u00e4nden des Verbandes ziehen&#8220;, teilt der NOFV mit. Nichtsdestotrotz befinde sich die H\u00e4ufigkeit der Spielabsagen in Berlin &#8211; aufgrund von Platzsperrungen der Bezirks\u00e4mter &#8211; auf einem hohen Level.<\/p>\n<p>    Hertha f\u00fchlt sich vom Bezirk allein gelassen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kamyar Niroumand, Pr\u00e4sident von Hertha 03 Zehlendorf, kann das nur best\u00e4tigen. Er f\u00fchlt sich in der Problematik vom Bezirksamt allein gelassen. &#8222;Wir werden gar nicht in die Entscheidungsfindung miteinbezogen&#8220;, sagt Niroumand. &#8222;Das entscheidet alles das Sportamt.&#8220; \u00c4hnlich wie Chemie Leipzig und der Verband versteht auch der Zehlendorfer Pr\u00e4sident vor allem die erste Absage nicht. Der Klub hatte sich auf ein volles Stadion vorbereitet und gefreut. Auch die letzte Absage Ende Februar sei f\u00fcr ihn nicht nachvollziehbar gewesen. Aus Sicht des Klubs sei der Platz bespielbar gewesen.<\/p>\n<p>&#8222;Man hat das Gef\u00fchl, dass sich die Sport\u00e4mter der Dimension einer Absage gar nicht bewusst sind&#8220;, klagt Niroumand. Er w\u00fcnscht sich, dass die Vereine in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden.<\/p>\n<p>Aktuell d\u00fcrften die Klubs die Pl\u00e4tze nicht mitaufbauen, pflegen oder \u00c4nderungen am Stadion vornehmen. Dazu sei Hertha Zehlendorf durchaus bereit &#8211; auch mit finanziellen Mitteln. Die Zusammenarbeit mit dem Bezirk sei aber schwierig. &#8222;Wir stehen nat\u00fcrlich im regelm\u00e4\u00dfigen Austausch. Wir m\u00fcssen aber auch vor jedem Training darum bitten, auf den Platz zu d\u00fcrfen. Es ist immer ein riesiger Aufwand unsererseits&#8220;, so Niroumand. &#8222;Gespr\u00e4che, wie man es besser machen k\u00f6nnte, finden \u00fcberhaupt nicht statt. Uns wurde immer gesagt, das ist nicht euer Platz, sondern der des Sportamts &#8211; die entscheiden alleine.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Im NOFV nicht so richtig willkommen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vom Verband und den anderen Vereinen erhofft sich Hertha Zehlendorf in Zukunft mehr Verst\u00e4ndnis. &#8222;Man hat das Gef\u00fchl, dass man im NOFV nicht so richtig willkommen ist. Ich vermisse da die Solidarit\u00e4t und die Unterst\u00fctzung&#8220;, sagt Niroumand. &#8222;Wir werden beschimpft, manchmal gibt es sogar Morddrohungen von Fans f\u00fcr eine Sache, f\u00fcr die wir nichts k\u00f6nnen&#8220;, sagt er. Einigen Klubs und ihren Fans sei nicht bewusst, dass die Berliner Vereine bei Spielabsagen keine Entscheidungsgewalt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Immerhin f\u00fcr die Begegnung am Dienstagabend ist Niroumand zuversichtlich, dass endlich gespielt werden kann. Einen ersten Stresstest mit vielen G\u00e4stefans hat das Stadion und vor allem der neue G\u00e4steblock am Mittwoch beim Spiel gegen Carl Zeiss Jena bestanden. &#8222;Wir gehen zu 100 Prozent davon aus, dass die Partie am Dienstag stattfindet&#8220;, so Niroumand.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sendung: rbb|24, 07.04.2026, 06:00 Uhr<\/p>\n<p>Audio: rbb|24, 07.04.2026, Lynn Kraemer im Gespr\u00e4ch mit Jonas B\u00fcrgener<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/sport\/beitrag\/2026\/04\/fussball-berlin-regionalliga-nordost-hertha-zehlendorf-chemie-leipzig-spielabsage.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                                                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.sportschau.de\/image\/898f19c3-6760-4be2-a33f-1fa765216ec2\/AAABlap_olM\/AAABnR8VW9w\/original\/lra-rbb-logo-100.svg\" alt=\"Rundfunk Berlin-Brandenburg\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.04.2026 \u2022 06:28 Uhr In der Regionalliga Nordost herrscht Unmut: Grund ist eine Vierfach-Spielabsage bei Hertha 03&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":926900,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,347,30,2239,265],"class_list":{"0":"post-926899","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-fussball","11":"tag-germany","12":"tag-rbb","13":"tag-sport"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116361572467186210","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/926899","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=926899"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/926899\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/926900"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=926899"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=926899"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=926899"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}