{"id":927348,"date":"2026-04-07T09:04:14","date_gmt":"2026-04-07T09:04:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/927348\/"},"modified":"2026-04-07T09:04:14","modified_gmt":"2026-04-07T09:04:14","slug":"wie-eine-5-fache-mutter-ein-unternehmen-leitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/927348\/","title":{"rendered":"Wie eine 5-fache Mutter ein Unternehmen leitet"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kind und Karriere \u2013 geht das beides? Am besten gleichzeitig? Und bitte noch mit einem St\u00fcck Lebensqualit\u00e4t, das nicht nur wie ein kleines K\u00f6rnchen daherkommt? Klar kann das klappen! Bei vielen nicht unbedingt gleichzeitig und oft auch mit Einbu\u00dfen im Familienleben, die schon wehtun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Natalija Dobersek tat nie was weh. \u201eIch bin so ein Mensch, der sich etwas vornimmt und dann felsenfest wei\u00df, dass er das schaffen wird. Ich kenne kein \u201egeht nicht&#8220;, sagt sie. Manch einer w\u00fcrde bei solchen Absolutheiten jetzt die Stirn runzeln \u2013 in Anbetracht ihres bisherigen Lebensweges w\u00e4re die Stirn aber schnell wieder glatt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Natalija Dobersek ist Chefin eines Anlagenbauunternehmens in Hardt mit 300 Mitarbeitenden, fliegt oft zu Verhandlungen nach Zentralasien, hat einen Mann, f\u00fcnf minderj\u00e4hrige Kinder \u2013 darunter Drillinge \u2013, l\u00e4uft Marathon, hat ein Haus mit Garten und nat\u00fcrlich einen Haushalt mit Kochen und W\u00e4schewaschen. Wie macht man das alles?<\/p>\n<p>Beruf und Privatleben lassen sich oft kaum trennen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Natalija Dobersek kennt diese Frage und muss immer noch lachen. \u201eF\u00fcr mich ist das alles keine Arbeit. Ich genie\u00dfe dieses Leben. Kostenpflichtiger Inhalt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/moenchengladbach\/moenchengladbach-tipps-fuer-junge-frauen-von-unternehmerin-ulrike-gewehr-zum-frauentag_aid-144726097\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ich habe immer auf meine Selbstst\u00e4ndigkeit geachtet.<\/a>\u201c <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/beruf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beruf<\/a> und Privatleben lie\u00dfen sich oft kaum trennen. Aber sie ist in ein solches Leben auch hineingewachsen, erz\u00e4hlt sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dobersek ist in Slowenien geboren. Anfangs lebte sie zeitweise bei der Oma, weil ihre Eltern Anfang der 1980er-Jahre aus dem damaligen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/jugoslawien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jugoslawien<\/a> wegen der Arbeit nach Deutschland kamen. Vater Albin war Ingenieur und arbeitete beim damaligen Maschinenbau- und Energie-Riesen Babcock. \u201eMeine Mutter aber sagte immer, er solle sich selbstst\u00e4ndig machen\u201c, erz\u00e4hlt Dobersek.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit drei Zeichenbrettern begannen Albin Dobersek und seine Frau Tatjana 1983 das Abenteuer Selbstst\u00e4ndigkeit. Sie gr\u00fcndeten die Firma Engineering Dobersek. Das Unternehmen entwickelte in den folgenden, mehr als 40 Jahren immer erfolgreicher L\u00f6sungen im Industrieanlagenbau.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Er war der Techniker, sie machte die Buchf\u00fchrung. Heute hat sich das Unternehmen insbesondere in den Bereichen Bergbau, Metallurgie sowie der Mineral- und Wasseraufbereitung einen Namen gemacht hat. Die Firma ist vor allem in Zentralasien, in Kaschastan, Usbekistan, fr\u00fcher auch in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> und der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> aktiv.<\/p>\n<p>Im Unternehmen des Vaters alle Abteilungen durchlaufen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Tochter Natalija wollte \u00d6konomie studieren. \u201eKannst du machen, aber das musst du dir selber bezahlen, sagte mein Vater zu mir.\u201c Gesagt, getan. Sie wollte es, also tat sie es. Als sie in das elterliche Unternehmen eintrat, wartet die Ochsentour. Sie durchl\u00e4uft alle Abteilungen, kennt sich sp\u00e4ter in der Buchhaltung so gut aus wie in den technischen Bereichen, kennt den Firmenempfang so genau wie die Entwicklungsabteilung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch finde, man muss ein Unternehmen mit allen seinen Menschen von der Pike auf und von ganz unten bis oben kennenlernen. Dann wei\u00df man Bescheid und brennt auch darauf, dieses Unternehmen leidenschaftlich weiterzuf\u00fchren\u201c, sagt sie. Sie wollte es so, also tat sie es.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So wie sie ihren beruflichen Weg zielstrebig verfolgt hat, so lief es auch privat: \u201eEs war nicht geplant. Zuerst sollten es nur Zwillinge werden, aber der Arzt entdeckte dann noch ein drittes Baby im Bauch.\u201c Lucija, Anastazija und Malija, heute alle zehn Jahre alt, vervollkommneten ihr Familiengl\u00fcck mit Ehemann Michael. \u201eAndere h\u00e4tten unter der vielen Arbeit mit Drillingen, Job und Familie wohl geklagt. Ich fand das klasse\u201c, sagt sie. Eben: Es kam so, also nahm sie es an. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde die heute achtj\u00e4hrige Kaija, geboren, weitere drei Jahre sp\u00e4ter die heute f\u00fcnf Jahre alte Saija.<\/p>\n<p>Zeit f\u00fcr Freizeit, Kinder und den Job      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit ihrem Mann organisiert sie seitdem den Alltag, inklusive zweier Vollzeitjobs. Michael Dobersek arbeitet bei den D\u00fcsseldorfer Stadtwerken als Abteilungsleiter. \u201eEr wollte lieber abseits unseres Unternehmens einen anderen Job machen\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Trotzdem ist es ein Familienleben, das selten stillsteht. Die \u00dcberg\u00e4nge zwischen diesen Welten sind oft flie\u00dfend. \u201eEin Morgen kann mit Verhandlungen \u00fcber Filterpressen beginnen, w\u00e4hrend die Mittagspause f\u00fcr organisatorische Dinge wie einen Autowerkstatttermin genutzt wird. Am Abend folgen Fahrten zu Ballett-, Gymnastik- oder Theaterproben unserer T\u00f6chter. Vorausgesetzt, in der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kita\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kita<\/a> herrscht gerade keine Magen-Darm- oder Grippewelle.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ihre j\u00fcngste Tochter Saija wurde w\u00e4hrend der Corona-Zeit geboren. Allein die Schwangerschaft und die Geburt seien v\u00f6llig anders als bei den Kindern zuvor gewesen. Impfungen, Kontrollen, viele Unsicherheiten, dennoch h\u00e4tten sie das alles innerhalb der Familie gemeistert. Familie \u2013 fast das Lieblingswort der Unternehmerin. Gerade deshalb sch\u00e4tzt Natalija Dobersek die Freiheiten und M\u00f6glichkeiten, die alle heute wieder haben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">2020 \u00fcbernahm sie schlie\u00dflich die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Firma. Ihr Bruder wollte nicht in die Verantwortung. \u201eDas alles war nur m\u00f6glich, weil mein Mann viel im <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/homeoffice\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Homeoffice<\/a> arbeiten kann\u201c, sagt sie. Eine Nanny, die auf die Kinder aufpasst, wollten sie beide bewusst nicht. \u201eIch m\u00f6chte trotz meiner vielen Aufgaben einfach immer f\u00fcr die Kinder da sein. Ich brauche diese W\u00e4rme, diese N\u00e4he.\u201c Da k\u00f6nne es auch schon mal passieren, dass die Kinder, wenn sie die Mama brauchen, in der Firma spielen und am Schreibtisch mit dabei sind.<\/p>\n<p>Eine Entscheidung am Kilimandscharo      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">300 Mitarbeiter, f\u00fcr die sie da sein muss. Und f\u00fcnf Kinder, die sich von der Mama das holen, worauf sie ein nat\u00fcrliches Recht haben. F\u00fcr Natalija Dobersek scheint das Wort Multitasking mal erfunden worden zu sein. Gerade ihre F\u00e4higkeit, gesteckte Ziele letztlich auch zu erreichen, muss ihr Vater Albin gesp\u00fcrt haben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Deshalb erz\u00e4hlt Natalija Dobersek die Geschichte vom <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kilimandscharo\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kilimandscharo<\/a>. Der h\u00f6chste Berg Afrikas (5895 Meter) mit einer Schneekappe ist bei guter Kondition auch f\u00fcr Anf\u00e4nger zu besteigen. Er erfordert keine alpinen F\u00e4higkeiten. Nur die d\u00fcnne, sauerstoffarme Luft mit Schwindel, \u00dcbelkeit und H\u00f6henkrankheit macht den Besteigern zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMein Vater lud meinen Bruder und mich zu einer Tour nach <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/tansania\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tansania<\/a> ein, um den Berg zu besteigen. Das dauert etwa eine Woche.\u201c Am Anfang habe sie nicht gewusst, was sich der Vater dabei dachte. Sie und ihr Bruder r\u00e4tselten \u00fcber den Grund dieser Reise.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Rest ist schnell erz\u00e4hlt. Sie qu\u00e4lte sich den Berg hinauf. Sie wollte es, also tat sie es. Ihr Bruder litt wie sie unter \u00dcbelkeit und Erbrechen \u2013 und brach ab. Er schaffte den Gipfelsturm nicht. Auf dem R\u00fcckflug habe ihr Vater dann zu ihr gesagt: \u201eIch wollte sehen, wer es am Ende schafft. Du hast es geschafft. Du solltest auch die Firma \u00fcbernehmen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kind und Karriere \u2013 geht das beides? Am besten gleichzeitig? 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