{"id":928171,"date":"2026-04-07T16:59:16","date_gmt":"2026-04-07T16:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/928171\/"},"modified":"2026-04-07T16:59:16","modified_gmt":"2026-04-07T16:59:16","slug":"hamburger-wolf-warum-der-wolf-nicht-in-gefangenschaft-bleiben-konnte-und-weiter-beobachtet-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/928171\/","title":{"rendered":"Hamburger Wolf: Warum der Wolf nicht in Gefangenschaft bleiben konnte \u2013 und weiter beobachtet wird"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Attacke eines Wolfs in Hamburg und seiner Auswilderung stellt der Senat klar, wie es bei einer erneuten Ann\u00e4herung an Siedlungen weitergehen w\u00fcrde. Entscheidungen l\u00e4gen dann nicht mehr bei der Hamburger Politik, sondern bei Beh\u00f6rden und Experten vor Ort.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Wolf, der in Hamburg eine Frau verletzt hat und anschlie\u00dfend in der Binnenalster gefangen werden konnte, hat in der vergangenen Woche auch den Senat intensiv besch\u00e4ftigt. Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Gr\u00fcne) sagte auf Nachfrage im Rathaus: \u201eDas hat uns sehr bewegt. Wir hatten eine Dauerstandleitung untereinander, und die Umweltbeh\u00f6rde hatte das Thema fest im Griff.\u201c<\/p>\n<p>Der Wolf sei mit einem GPS\u2011Sender ausgestattet worden, um seine Wanderbewegungen weiterhin verfolgen zu k\u00f6nnen. Wohin sich das Tier bewege, lasse sich jedoch naturgem\u00e4\u00df nicht planen. <\/p>\n<p>Der Wolf hatte in der vergangenen Woche eine Frau in einer Einkaufspassage in Hamburg-Altona im Gesicht verletzt als diese versuchte, das Tier, das sich verirrt hatte, wieder aus der Passage zu leiten. Anschlie\u00dfend war er weiter in die City der Hansestadt gelaufen und dort in die Binnenalster gesprungen. Nachdem Polizisten das Tier gefangen nehmen konnten, war der Wolf in eine Wildtierstation in Niedersachsen gekommen. Inzwischen ist er wieder ausgewildert. Wo das Tier in die Freiheit entlassen wurde, gibt die Hamburger Umweltbeh\u00f6rde nicht bekannt.<\/p>\n<p>Sollte sich der Wolf wieder Siedlungen n\u00e4hern, wird neu entschieden<\/p>\n<p>Der stellvertretende Senatssprecher Dennis Heinert machte deutlich, dass Hamburg nach dem Aussetzen nur noch eingeschr\u00e4nkt verantwortlich ist. Sollte sich der Wolf erneut einem besiedelten Gebiet n\u00e4hern, w\u00fcrden Entscheidungen nicht politisch getroffen. Zust\u00e4ndig seien dann Fachbeh\u00f6rden und lokale Experten, in der Regel aus dem Jagd\u2011 und Naturschutzbereich, gegebenenfalls in Abstimmung mit weiteren Stellen. Dabei gehe es um kurzfristige fachliche Entscheidungen, nicht um politische Verfahren.<\/p>\n<p>Nach Angaben Heinerts waren vor der Auswilderung des Wolfes mehrere Handlungsoptionen gepr\u00fcft worden. Dazu z\u00e4hlten neben dem Aussetzen auch die Unterbringung des Wolfes in einem Wildgehege. Eine dauerhafte Haltung in Gefangenschaft sei von Fachleuten jedoch als wenig Erfolg versprechend eingesch\u00e4tzt worden. Der wilde Wolf h\u00e4tte sich wohl keinem Rudel in einem Wildpark angeschlossen. Zudem habe das Risiko bestanden, dass ein in freier Wildbahn aufgewachsener Wolf sich nicht dauerhaft in einem Gehege halten lasse.<\/p>\n<p>Auch eine T\u00f6tung des Tieres sei rechtlich nicht m\u00f6glich gewesen. Nachdem sich der Wolf in menschlicher Obhut befunden habe, greife das Tierschutzrecht. Eine tier\u00e4rztliche Untersuchung habe ergeben, dass der Wolf gesund gewesen sei und kein auff\u00e4lliges Verhalten gezeigt habe. Unter diesen Voraussetzungen sei eine Einschl\u00e4ferung rechtlich nicht zul\u00e4ssig gewesen.<\/p>\n<p>Heinert betonte, das Aussetzen sei nicht alternativlos gewesen, wohl aber die rechtlich gebotene Entscheidung. Die gepr\u00fcften Alternativen h\u00e4tten sich in diesem konkreten Fall als nicht praktikabel erwiesen.<\/p>\n<p>juve<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach der Attacke eines Wolfs in Hamburg und seiner Auswilderung stellt der Senat klar, wie es bei einer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":928172,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1826],"tags":[29,30,692,953,45,199565,14446],"class_list":["post-928171","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hamburg","tag-deutschland","tag-germany","tag-hamburg","tag-naturschutz","tag-texttospeech","tag-wildunfaelle-ks","tag-woelfe"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116364493819880344","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/928171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=928171"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/928171\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/928172"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=928171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=928171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=928171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}