{"id":928539,"date":"2026-04-07T20:32:08","date_gmt":"2026-04-07T20:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/928539\/"},"modified":"2026-04-07T20:32:08","modified_gmt":"2026-04-07T20:32:08","slug":"warnung-aus-uk-russische-cyberkriminelle-kapern-router-zum-passwort-klau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/928539\/","title":{"rendered":"Warnung aus UK: Russische Cyberkriminelle kapern Router zum Passwort-Klau"},"content":{"rendered":"<p>Cyberkriminelle mit Verbindungen zur russischen Regierung kapern g\u00e4ngige Internetrouter, um Passw\u00f6rter f\u00fcr E-Mail-Konten und andere Online-Dienste zu stehlen. Davor warnt Gro\u00dfbritanniens Nationales Zentrum f\u00fcr Cybersicherheit (NCSC) in einer am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Studie.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die britischen Cybersicherheitsexperten gaben bekannt, dass mutma\u00dfliche russische Angreifer sich Zugang zu Routern von Herstellern wie MikroTik und TP-Link verschaffen, um den ausgehenden Internetverkehr \u00fcber von ihnen kontrollierte Server umzuleiten. Die Betroffenen seien durch den Diebstahl von Zugangsdaten, Datenmanipulation und umfassendere Sicherheitsl\u00fccken gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Verantwortlich h\u00e4lt das NCSC die als Advanced Persistent Threat 28 (APT28) bezeichnete Gruppe, auch bekannt als Forest Blizzard, Fancy Bear, STRONTIUM, die Sednit-Gang und Sofacy. \u201eWir gehen davon aus, dass es sich bei APT28 mit hoher Wahrscheinlichkeit um die 85. Hauptabteilung f\u00fcr Spezialdienste (GTsSS) des russischen Generalstabsnachrichtendienstes (GRU) (\u2026) handelt\u201c, <a href=\"https:\/\/www.ncsc.gov.uk\/news\/apt28-exploit-routers-to-enable-dns-hijacking-operations\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hei\u00dft es in der Studie<\/a>. Die Gruppe soll f\u00fcr mehrere Cyberattacken auch in Deutschland verantwortlich sein, darunter <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Cyberangriff-auf-Deutsche-Flugsicherung-steckt-APT28-dahinter-9853967.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Jahr 2024 auf die Deutsche Flugsicherung<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Attacken-von-APT28-und-Co-Was-die-Bundesregierung-Russland-vorwirft-11114473.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im vergangenen Jahr auf den Deutschen Bundestag<\/a>. Das NCSC schreibt in seiner Studie der Gruppe zudem Cyberangriffe auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015 zu, darunter Datendiebstahl und die St\u00f6rung von E-Mail-Konten von Bundestagsabgeordneten und des Vizekanzlers.<\/p>\n<p>Tausende potenzielle Opfer<\/p>\n<p>NCSC-Einsatzleiter Paul Chichester erkl\u00e4rte <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2026-04-07\/russia-linked-hackers-hijack-routers-to-steal-passwords-uk-says\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur Bloomberg<\/a>, die nun \u00f6ffentlich gemachten Attacken auf Internetrouter zeigten, dass Schwachstellen in g\u00e4ngigen Routern von versierten Angreifern ausgenutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bloomberg berichtete zudem \u00fcber ebenfalls am Dienstag von Black Lotus Labs des IT-Sicherheitsanbieters Lumen Technologies ver\u00f6ffentlichte Forschungsergebnisse zu den Router-Angriffen durch APT28. Danach wurden Tausende potenzielle Opfer aus mindestens 120 L\u00e4ndern identifiziert, die mit der Infrastruktur der Cyberkriminellen kommunizierten. \u201eDiese Angriffe richteten sich vorwiegend gegen Regierungsbeh\u00f6rden \u2013 darunter Au\u00dfenministerien, Strafverfolgungsbeh\u00f6rden und Drittanbieter von E-Mail-Diensten\u201c, hei\u00dft es in dem Bericht, der Bloomberg vorliegt.<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4lligkeit von Internetroutern f\u00fcr Cyberangriffe ist zuletzt verst\u00e4rkt in den Fokus ger\u00fcckt. Ende M\u00e4rz verbot die US-amerikanische Regulierungsbeh\u00f6rde Federal Communications Commission (FCC) in einem vielbeachteten Schritt <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/USA-verbieten-alle-neuen-Router-fuer-Verbraucher-11222044.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">den Verkauf neuer Router f\u00fcr den Verbrauchermarkt, sofern sie nicht in den USA hergestellt sind<\/a>. Die Beh\u00f6rde begr\u00fcndete das umfassende Verbot mit Fragen der nationalen Sicherheit.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:akn@heise.de\" title=\"Andreas Knobloch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">akn<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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