{"id":929493,"date":"2026-04-08T05:41:17","date_gmt":"2026-04-08T05:41:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/929493\/"},"modified":"2026-04-08T05:41:17","modified_gmt":"2026-04-08T05:41:17","slug":"usa-und-iran-einigen-sich-auf-eine-waffenruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/929493\/","title":{"rendered":"USA und Iran einigen sich auf eine Waffenruhe"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Iran und die USA haben sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf eine zweiw\u00f6chige Waffenruhe und die \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus geeinigt. Der pakistanische Premier Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, von seinen angedrohten Angriffen auf Irans Kraftwerke abzusehen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Man habe einen Zehn-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten und glaube, dass er eine \u00abpraktikable Grundlage f\u00fcr Verhandlungen bietet.\u00bb Irans Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi schrieb in einer Erkl\u00e4rung, der Schiffsverkehr in der f\u00fcr den weltweiten \u00d6lhandel wichtigen Meerenge werde wieder erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u00d6lpreise geben deutlich nach<\/p>\n<p>Die \u00d6lpreise gaben in Reaktion auf die Einigung deutlich nach, in Asien zogen die B\u00f6rsenkurse kr\u00e4ftig an. Trump hatte gedroht, den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Br\u00fccken anzugreifen, sollte es nicht bis heute um 2.00 Uhr deutscher Zeit zu einer Einigung und der \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus kommen. \u00abEine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zur\u00fcckzukehren\u00bb, hatte der US-Pr\u00e4sident sogar gewarnt. Rund 90 Minuten vor Ablauf seines Ultimatums k\u00fcndigte er dann die zweiw\u00f6chige Waffenruhe an.<\/p>\n<p>In der iranischen Hauptstadt Teheran str\u00f6mten zahlreiche Menschen in der Nacht auf die Stra\u00dfen. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich jubelnde Regierungsanh\u00e4nger, wie der iranische Sender SNN TV berichtete. Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagte der Reporter des Senders, der den paramilit\u00e4rischen Basidsch-Milizen nahesteht.<\/p>\n<p>Die Vereinten Nationen forderten die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf. Dies sei n\u00f6tig, \u00abum den Weg f\u00fcr einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen\u00bb, teilte der Sprecher von UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres mit. Einige Spitzenpolitiker in den USA reagierten verhalten. \u00abEine Waffenruhe ist eine gute Nachricht \u2013 allerdings nur, weil dieser sinnlose Krieg so schnell wie m\u00f6glich beendet werden sollte\u00bb, schrieb etwa der demokratische Senator Richard Blumenthal auf X. \u00abEine Waffenruhe ist f\u00fcr das amerikanische Volk kein Sieg\u00bb, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Verhandlungen am Freitag in Islamabad<\/p>\n<p>Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe mit sofortiger Wirkung. Premierminister Sharif lud Delegationen der USA und des Irans f\u00fcr weitere Gespr\u00e4che am Freitag in die Hauptstadt Islamabad ein, wo sie \u00fcber ein endg\u00fcltiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen. Das Pentagon k\u00fcndigte eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine f\u00fcr heute 14.00 Uhr MESZ an.<\/p>\n<p>Israel geriet unterdessen auch nach der Verk\u00fcndung der Feuerpause in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss aus dem Iran. In der Stadt Tel Sheva wurden drei Minderj\u00e4hrige nach Angaben des Rettungsdienstes durch iranische Streumunition leicht verletzt. Auch aus Petach Tikva und Bnei Brak gab es Berichte \u00fcber Einschl\u00e4ge, wie die Nachrichtenseite \u00abynet\u00bb meldete. Im Westen des Irans gab es ebenfalls noch vereinzelt Berichte \u00fcber Explosionen.<\/p>\n<p>Israel: Iran darf keine Bedrohung mehr darstellen<\/p>\n<p>Israel unterst\u00fctze Trumps Entscheidung, erkl\u00e4rte der israelische Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu. Die zweiw\u00f6chige Waffenruhe gelte aber nicht f\u00fcr den Libanon, erkl\u00e4rte er laut einer Mitteilung seines B\u00fcros. Pakistans Premier Sharif hatte dagegen auf X geschrieben, sie gelte auch f\u00fcr den Libanon. Von dort feuert seit Kriegsbeginn die mit dem Iran verb\u00fcndete Hisbollah-Miliz wieder auf Israel. Seither greift Israels Milit\u00e4r die Miliz massiv an.<\/p>\n<p>Israel stehe auch hinter den Bem\u00fchungen der USA, sicherzustellen, dass der Iran keine Atom-, Raketen- und Terrorbedrohung mehr f\u00fcr Amerika, Israel, die arabischen Nachbarn des Irans und die Welt darstellt, erkl\u00e4rte Netanjahu. Die USA h\u00e4tten Israel mitgeteilt, dass sie sich in den anstehenden Verhandlungen f\u00fcr die Erreichung dieser gemeinsamen Ziele einsetzen werden, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<p>Medienberichte zu Irans Forderungen<\/p>\n<p>Der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges ist laut US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt die Grundlage f\u00fcr die anstehenden Verhandlungen. Offiziell hat Irans Regierung ihre darin aufgef\u00fchrten Forderungen bislang nicht \u00f6ffentlich gemacht. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim soll der Krieg an allen Fronten enden, einschlie\u00dflich im Libanon. Der Iran soll demnach zudem die Kontrolle \u00fcber die Stra\u00dfe von Hormus behalten und Uran anreichern d\u00fcrfen. Hinzu komme die Aufhebung der internationalen Sanktionen und der Strafma\u00dfnahmen des UN-Sicherheitsrats.<\/p>\n<p>Weiter w\u00fcrden Kriegsentsch\u00e4digungen und ein Abzug der US-Streitkr\u00e4fte aus der Region gefordert, hie\u00df es. Auch die den Revolutionsgarden ebenfalls nahestehende Nachrichtenagentur Fars berichtet \u00fcber die zehn Punkte. Ihre Informationen decken sich weitgehend mit dem Bericht bei Tasnim. In ihrem Bericht hei\u00dft es jedoch auch, dass sich der Iran gem\u00e4\u00df dem Plan verpflichten werde, niemals Atomwaffen herzustellen. Die Urananreicherung soll demnach nach Verhandlungen eingeschr\u00e4nkt werden. Teheran stimme au\u00dferdem zu, mit anderen L\u00e4ndern in der Region \u00fcber Friedensabkommen zu sprechen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Die \u00abTimes of Israel\u00bb zitierte einen ranghohen israelischen Beamten, wonach der Iran die Stra\u00dfe von Hormus \u00f6ffnet, ohne jegliche seiner Forderungen vorab erf\u00fcllt zu bekommen. Demnach hatte sich Israel mit den USA im Vorfeld \u00fcber die Waffenruhe abgestimmt. Irans Au\u00dfenminister Araghtschi schrieb, der Schiffsverkehr in der Meerenge werde in Abstimmung mit den Streitkr\u00e4ften des Landes und unter Ber\u00fccksichtigung technischer Einschr\u00e4nkungen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte im Wei\u00dfen Haus<\/p>\n<p>Die Einigung auf eine Waffenruhe in dem am 28. Februar von den USA und Israel gemeinsam begonnen Krieg im Iran erfolgte kurz vor einem heutigen Treffen Trumps mit Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte im Wei\u00dfen Haus. Bei dem Gespr\u00e4ch d\u00fcrfte es auch um die heftige Kritik Trumps an dem B\u00fcndnis gehen. Er hatte versucht, Nato-Verb\u00fcndete dazu zu dr\u00e4ngen, den USA bei der Sicherung der Stra\u00dfe von Hormus zu helfen. Der \u00abFinancial Times\u00bb hatte er gesagt, die Nato werde sonst vor einer d\u00fcsteren Zukunft stehen.<\/p>\n<p>Als die Hilfe ausblieb, verunglimpfte Trump das B\u00fcndnis als zahnlosen Tiger. Dem britischen \u00abTelegraph\u00bb sagte er, es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Krieges \u00fcberdacht werden m\u00fcsse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Iran und die USA haben sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":929494,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,45,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-929493","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-texttospeech","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-welt","18":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116367490221498580","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/929493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=929493"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/929493\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/929494"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=929493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=929493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=929493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}