{"id":929969,"date":"2026-04-08T10:15:21","date_gmt":"2026-04-08T10:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/929969\/"},"modified":"2026-04-08T10:15:21","modified_gmt":"2026-04-08T10:15:21","slug":"chargepoint-spritpreise-treiben-e-auto-nachfrage-in-europa-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/929969\/","title":{"rendered":"ChargePoint: Spritpreise treiben E-Auto-Nachfrage in Europa an"},"content":{"rendered":"<p>Steigende Kraftstoffpreise in Europa infolge des Kriegs im Iran k\u00f6nnten die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen deutlich ankurbeln. Das erkl\u00e4rte ChargePoint-CEO Rick Wilmer im Gespr\u00e4ch mit Automotive News und verwies auf neue Chancen f\u00fcr Anbieter von Ladeinfrastruktur. <\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser der Preisentwicklung sind Lieferunterbrechungen, nachdem der Konflikt im Nahen Osten den Tankerverkehr durch die Stra\u00dfe von Hormus weitgehend zum Erliegen brachte \u2013 eine Route, \u00fcber die rund 20 Prozent der weltweiten \u00d6lversorgung transportiert werden.<\/p>\n<p>Branchenexperten erwarten, dass die h\u00f6heren Spritpreise den Wandel zur Elektromobilit\u00e4t beschleunigen. Laut Transport &amp; Environment (T&amp;E) soll der Marktanteil batterieelektrischer Fahrzeuge in Europa 2026 auf 23 Prozent steigen und bis 2027 auf 28 Prozent anwachsen, nach 19 Prozent im Jahr 2025. Ein wesentlicher Faktor sei, dass steigende Kraftstoffpreise Elektroautos in vielen Segmenten preislich n\u00e4her an Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor heranf\u00fchren.<\/p>\n<p>Europa sei aufgrund seiner hohen Importabh\u00e4ngigkeit besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Energiekrisen. Laut Lucien Mathieu von T&amp;E importiert der Kontinent 96 Prozent seines \u00d6ls, Elektroautos stellten \u201eden einzigen Weg, um diese Abh\u00e4ngigkeit zu \u00fcberwinden\u201c dar.<\/p>\n<p>\u00dcbergang zur Elektromobilit\u00e4t \u201eunvermeidlich\u201c<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen sei der \u00dcbergang zur Elektromobilit\u00e4t \u201eunvermeidlich\u201c, so ChargePoint-Chef Wilmer. Mit einer steigenden Zahl von Elektrofahrzeugen wachse auch der Bedarf an Ladeinfrastruktur, was dem Betreiber von Schnellladestationen direkt zugutekomme.<\/p>\n<p>Wilmer rechnet damit, dass Europa innerhalb von drei bis vier Jahren Nordamerika als gr\u00f6\u00dften Markt des Unternehmens nach Umsatz \u00fcberholen wird. Gr\u00fcnde daf\u00fcr seien unter anderem strengere CO2-Vorgaben in der EU sowie steuerliche Anreize f\u00fcr den Kauf von Elektrofahrzeugen. Im vierten Quartal verzeichnete ChargePoint ein starkes Gesch\u00e4ft in Europa. Die Region machte rund 23 Prozent des Gesamtumsatzes von 109 Millionen US-Dollar aus. Im Vergleich dazu lag der Anteil im vierten Quartal 2024 bei 19 Prozent bei einem Gesamtumsatz von 102 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>Das Unternehmen setzt f\u00fcr Wachstum auf neue Schnellladetechnologien, die in der zweiten Jahresh\u00e4lfte eingef\u00fchrt werden sollen. In Zusammenarbeit mit Eaton entwickelt ChargePoint eine Architektur, die Ladeleistungen von bis zu 600 Kilowatt f\u00fcr Pkw erm\u00f6glicht und damit \u00fcber dem bisherigen Industriestandard von 350 Kilowatt liegt. F\u00fcr schwere Nutzfahrzeuge sind als weitere Steigerung Megawatt-Ladeleistungen vorgesehen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich plant ChargePoint ein neues Gleichstrom-System, bei dem Umwandlungsprozesse (AC-DC, DC-DC) modular getrennt sind. Dadurch sollen Betriebs- und Investitionskosten um etwa ein Drittel sinken und der Platzbedarf reduziert werden. \u201eWenn wir das neue DC-Produkt in Europa installieren, wird das ein gro\u00dfer Meilenstein sein\u201c, so Wilmer. Parallel baut das Unternehmen strategische Partnerschaften aus, etwa mit Ford Pro in Deutschland und Gro\u00dfbritannien, um Infrastruktur, Software und Fahrzeugexpertise zu verbinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Steigende Kraftstoffpreise in Europa infolge des Kriegs im Iran k\u00f6nnten die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen deutlich ankurbeln. 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