{"id":930008,"date":"2026-04-08T10:36:18","date_gmt":"2026-04-08T10:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/930008\/"},"modified":"2026-04-08T10:36:18","modified_gmt":"2026-04-08T10:36:18","slug":"die-ersten-102-stellen-wurden-schon-gesperrt-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/930008\/","title":{"rendered":"Die ersten 102 Stellen wurden schon gesperrt \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Seit 2024 steht Leipzigs Verwaltung vor der Aufgabe, nicht nur bei Projekten aller Art zu streichen und zu k\u00fcrzen. Auch beim Personal muss die Stadt sparen, um die Auflagen der Landesdirektion zu erf\u00fcllen. Anfangs standen noch rund 1.000 Stellen im Mittelpunkt der Diskussion, die rein statistisch in Leipzigs Verwaltung nicht besetzt sind.<\/p>\n<p>Was ja so aussah, als w\u00fcrde Leipzig 1.000 Arbeitspl\u00e4tze vorhalten, aber nicht besetzen k\u00f6nnen. Aber ganz so gro\u00df ist die Zahl auch damals nicht gewesen. Was die Stadt trotzdem nicht davon befreite, theoretisch vorhandene Stellen tats\u00e4chlich zu streichen. Am 25. M\u00e4rz legte das Verwaltungsdezernat dazu eine erste Bilanz vor, <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/63eb5789762546f0b774c95d5380758b.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2026\/04\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2026\/04\/1\"\/>erl\u00e4utert das Verwaltungsdezernat in seiner Vorlage das Vorgehen.<\/p>\n<p>Darin wird auch die tats\u00e4chliche Zahl der Personalstellen genannt, bei denen die Verwaltung ansetzen kann: \u201eDer urspr\u00fcnglich angenommene Umlenkungsbedarf von 337 Stellen wurde nach erneuter Pr\u00fcfung auf 285 Stellen reduziert. Im weiteren Haushaltsvollzug erh\u00f6hten zus\u00e4tzliche Beschl\u00fcsse sowie neue fachlich begr\u00fcndete Mehrbedarfe diesen Wert auf insgesamt rund 306 VZ\u00c4, die innerhalb des bestehenden Stellenplans bereitzustellen waren.\u201c<\/p>\n<p>102 gestrichen, 259 umgesetzt<\/p>\n<p>Und ein Teil davon wurde 2025 tats\u00e4chlich auch geschafft: 102 Vollzeit\u00e4quivalente wurden gesperrt, werden also auch nicht wieder besetzt. Und bei 259 Vollzeit\u00e4quivalenten kam es zu einer Stellenumbesetzung, diese Rathausmitarbeiter bekamen also andere, bislang nicht besetzte Aufgabenfelder zugewiesen.<\/p>\n<p>Dass das nicht einfach war und die betroffenen Mitarbeiter nicht einfach aufgefordert werden konnten, ihren Schreibtisch zu wechseln, merkt die Vorlage aus dem Verwaltungsdezernat zumindest an: \u201eBei den Stellenumlenkungen konnte ein Gro\u00dfteil der erforderlichen Umsteuerungen realisiert werden. Gleichzeitig zeigte sich deutlich, dass ein erheblicher Anteil vakanter Stellen in den Fachbereichen als aufgabenkritisch bewertet wurde. Zudem betrafen viele freie Stellen befristete Vertretungssituationen, die strukturell nicht f\u00fcr dauerhafte Umlenkungen geeignet waren.\u201c<\/p>\n<p>Ein wirklicher Stellenabbau ist das nicht, was auch nicht zu erwarten war, denn dazu m\u00fcssten tats\u00e4chlich Aufgabenbereiche ermittelt werden, die die Stadt ohne Qualit\u00e4tsverluste aufgeben k\u00f6nnte. Oder anders formuliert: Die Stadt m\u00fcsste in den vergangenen Jahren einen Berg von Personal aufgebaut haben, der in Wirklichkeit f\u00fcr das Am-Laufen-Halten der st\u00e4dtischen Aufgaben gar nicht gebraucht wird. Aber das ist offensichtlich nicht der Fall, jedenfalls nicht in dem Ausma\u00df, dass tats\u00e4chlich Entlassungen n\u00f6tig w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Ein Beitrag zur Stabilisierung<\/p>\n<p>Das Verwaltungsdezernat erkl\u00e4rt zwar: \u201eDamit wurde das Ziel von 100 Stellensperrungen vollst\u00e4ndig erreicht und leicht \u00fcbertroffen. Die damit verbundenen Einsparwirkungen trugen unmittelbar zur Haushaltsstabilisierung bei.\u201c<\/p>\n<p>Das klingt nach Einsparungen. Aber es sind erst einmal keine. Denn: \u201eAlle Ma\u00dfnahmen der Stellenumlenkung und Stellensperrung betrafen ausschlie\u00dflich nicht besetzte Stellen. K\u00fcndigungen oder Eingriffe in bestehende Arbeitsverh\u00e4ltnisse sind damit nicht verbunden.<\/p>\n<p>Zur sozialvertr\u00e4glichen Ausgestaltung der Konsolidierungsma\u00dfnahmen besteht eine Besch\u00e4ftigungssicherungsvereinbarung mit dem Personalrat. Diese schlie\u00dft betriebsbedingte K\u00fcndigungen ausdr\u00fccklich aus und stellt sicher, dass notwendige Steuerungsma\u00dfnahmen im Stellenbereich unter Wahrung der Interessen der Besch\u00e4ftigten erfolgen. Die Umsetzung aller Ma\u00dfnahmen wurde und wird weiterhin eng mit dem Personalrat abgestimmt.\u201c<\/p>\n<p>Die Vorlage best\u00e4tigt also das, <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2024\/12\/der-stadtrat-tagte-leipzig-1-000-unbesetzte-stellen-612703\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">was im Dezember 2024 schon hei\u00df diskutiert wurde<\/a> (und was damals auch zu heftigen Debatten mit dem Personalrat der Stadt f\u00fchrte): Wirkliche Stellenstreichungen standen erst einmal nicht auf der Tagesordnung, eher ein Pr\u00fcfprozess, welche ausgeschriebenen Stellen \u00fcberhaupt zwingend zu besetzen w\u00e4ren und wo man Stellenvakanzen einfach durch eine Aufgabenumverteilung innerhalb der Verwaltung l\u00f6sen k\u00f6nnte. Was nat\u00fcrlich f\u00fcr diese nun intern besetzten Stellen weitere Stellenausschreibungen er\u00fcbrigt.<\/p>\n<p>Bleiben noch rund 47 Vollzeit\u00e4quivalente, die noch im Jahr 2026 gefunden werden m\u00fcssen, um sie aus dem Stellenplan zu streichen. Das will Verwaltungsb\u00fcrgermeister Ulrich H\u00f6rning in Gespr\u00e4chen mit den Dezernatsleitern schaffen. Nutzen will man dabei vor allem die \u201enat\u00fcrliche Fluktuation\u201c und Altersteilzeitregelungen f\u00fcr bis zu 100 Mitarbeiter im Jahr. Und auch \u201eAufgabenabmeldungen\u201c. Das kann dann freilich nur freiwillige Aufgaben betreffen. Welche das sein k\u00f6nnten, hat das Verwaltungsdezernat freilich noch nicht benannt.<\/p>\n<p>Der Stadtrat nahm die Informationsvorlage am 25. M\u00e4rz zur Kenntnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit 2024 steht Leipzigs Verwaltung vor der Aufgabe, nicht nur bei Projekten aller Art zu streichen und zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":930009,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,109601,71,75721,859,7557],"class_list":["post-930008","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-haushaltskuerzung","tag-leipzig","tag-personalpolitik","tag-sachsen","tag-stadtverwaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116368650079392364","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/930008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=930008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/930008\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/930009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=930008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=930008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=930008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}