{"id":93084,"date":"2025-05-08T01:52:08","date_gmt":"2025-05-08T01:52:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/93084\/"},"modified":"2025-05-08T01:52:08","modified_gmt":"2025-05-08T01:52:08","slug":"im-nationalpark-ertappt-gericht-in-kenia-verurteilt-junge-ameisenschmuggler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/93084\/","title":{"rendered":"Im Nationalpark ertappt: Gericht in Kenia verurteilt junge Ameisenschmuggler"},"content":{"rendered":"<p>                    Im Nationalpark ertappt<br \/>\n                Gericht in Kenia verurteilt junge Ameisenschmuggler <\/p>\n<p>\t\t\t\t              08.05.2025, 01:34 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Ein besonderer Fall von Wildtierschmuggel besch\u00e4ftigt ein Gericht in Kenia: Die Angeklagten hatten es nicht auf Elfenbein oder Nash\u00f6rner abgesehen, sondern wollten 5000 Ameisen au\u00dfer Landes schaffen. In Europa w\u00e4ren die Tiere ein Verm\u00f6gen wert gewesen.<\/strong><\/p>\n<p>Sie wollten 5.000 seltene Ameisen au\u00dfer Landes bringen: Ein Gericht in Nairobi hat vier M\u00e4nner wegen Wildtierschmuggels zu einer Geldstrafe von jeweils knapp 7000 Euro verurteilt. Sollten sie das Geld nicht aufbringen, m\u00fcssen sie ersatzweise ein Jahr in Haft. Zwei Teenager aus Belgien und ein Vietnamese waren Mitte April bei einer Razzia in einem G\u00e4stehaus am Rande des Hell&#8217;s Gate Nationalparks ertappt worden. Sp\u00e4ter wurde auch ein kenianischer Mitt\u00e4ter festgenommen.<\/p>\n<p>Die Belgier und der Vietnamese waren mit einem Touristenvisum nach Kenia eingereist. In ihrem Gep\u00e4ck wurden wurden Testr\u00f6hrchen und Spritzen entdeckt, in denen die lebendigen Tiere der Art Messor cephalotes zwischen Watte versteckt waren. Ameisen dieser Art sind bei Sammlern begehrt. Sie halten die Tiere in sogenannten Formicarien &#8211; einer Art Terrarium, in dem man die Kolonien beobachten kann. F\u00fcr die 25 Millimeter gro\u00dfen Messor-cephalotes-K\u00f6niginnen zahlen Sammler teils weit \u00fcber 200 Euro. Nach Angaben des Gerichts h\u00e4tten die Ameisen, die die M\u00e4nner au\u00dfer Landes bringen wollten, auf dem europ\u00e4ischen Markt mehr als 800.000 Euro eingebracht. <\/p>\n<p>Auch Ameisen geh\u00f6ren zum nationalen Erbe<\/p>\n<p>Die beiden 18-j\u00e4hrigen Belgier sagten, sie seien selbst Ameisen-Enthusiasten und h\u00e4tten aus Naivit\u00e4t gehandelt. Einer von ihnen hatte dem Gericht zufolge 2500 K\u00f6niginnen f\u00fcr umgerechnet 175 Euro gekauft. &#8222;Das ist mehr als ein Hobby&#8220;, sagte Richterin Njeri Thuku. &#8222;Wenn dies bei einer gr\u00f6\u00dferen Spezies der Fall w\u00e4re und 5.000 Exemplare eines bestimmten Geschlechts weggenommen w\u00fcrden, h\u00e4tte dies genozidale Ausma\u00dfe.&#8220; In ihrer Urteilsbegr\u00fcndung betonte Thuku, auch jede kleine Tierart m\u00fcssen gesch\u00fctzt werden: &#8222;Unsere Wildtiere, von Ameisen bis zu Elefanten, erhalten unsere \u00d6kosysteme und unser nationales Erbe&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<p>Die kenianische Naturschutzbeh\u00f6rde KWS begr\u00fc\u00dfte das Urteil als klares Signal gegen illegalen Wildtierhandel und sogenannte Biopiraterie. &#8222;Schmuggler untersch\u00e4tzen oft den \u00f6kologischen Wert kleinerer Arten, aber ihre Rolle in unserem \u00d6kosystem ist unersetzlich&#8220;, hie\u00df es in einer Stellungnahme. Es war der erste bekanntgewordene Fall von Ameisenschmuggel in gro\u00dfem Stil in Kenia. Weitaus h\u00e4ufiger ziehen Ermittler Schmuggler aus dem Verkehr, die Elfenbein von den Sto\u00dfz\u00e4hnen gewilderter Elefanten oder Nashornh\u00f6rner au\u00dfer Landes schaffen wollen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Nationalpark ertappt Gericht in Kenia verurteilt junge Ameisenschmuggler 08.05.2025, 01:34 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":93085,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[16302,13,984,23158,14,15,12,1347,1886,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-93084","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-afrika","9":"tag-headlines","10":"tag-international","11":"tag-kenia","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-schmuggel","16":"tag-tiere","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews","21":"tag-welt","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114469715604824930","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=93084"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93084\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/93085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=93084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=93084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=93084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}