{"id":932812,"date":"2026-04-09T13:28:14","date_gmt":"2026-04-09T13:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/932812\/"},"modified":"2026-04-09T13:28:14","modified_gmt":"2026-04-09T13:28:14","slug":"iwh-analyse-zahl-der-firmenpleiten-in-deutschland-hoeher-als-zu-zeiten-der-grossen-finanzkrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/932812\/","title":{"rendered":"IWH-Analyse: Zahl der Firmenpleiten in Deutschland h\u00f6her als zu Zeiten der gro\u00dfen Finanzkrise"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im ersten Quartal sind nach Analysen von Wirtschaftsforschern so viele Unternehmen pleitegegangen wie seit 20 Jahren nicht. In den ersten drei Monaten des Jahres verzeichnete <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.iwh-halle.de\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.iwh-halle.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">das Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung Halle (IWH) <\/a>4573 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften. \u201eDas ist der h\u00f6chste Stand seit dem dritten Quartal 2005, und somit liegen die Insolvenzzahlen auch h\u00f6her als im Zuge der gro\u00dfen Finanzkrise 2009\u201c, erkl\u00e4rten die Forschenden am Donnerstag.<\/p>\n<p>Besonders im M\u00e4rz gingen demnach \u00fcberraschend viele Unternehmen pleite. Die IWH-Analyse ergab einen sprunghaften Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Februar auf 1716 Insolvenzen. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen M\u00e4rz der Jahre vor der Corona-Pandemie meldeten demnach 71 Prozent mehr Unternehmen Insolvenz an. \u201eZuletzt lag die monatliche Zahl der insolventen Personen- und Kapitalgesellschaften im Juni 2005 h\u00f6her\u201c, erkl\u00e4rte das IWH.<\/p>\n<p>Die Arbeitslosenzahlen steigen dennoch nur moderat<\/p>\n<p>Die Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigung der vielen Pleiten im M\u00e4rz waren zugleich vergleichsweise gering. Laut IWH-Insolvenztrend waren in den gr\u00f6\u00dften zehn Prozent der insolventen Unternehmen etwa 14.000 Arbeitspl\u00e4tze betroffen. Das sind 40 Prozent weniger als im Vormonat Februar. \u201eDer starke Zuwachs bei der Anzahl der Insolvenzen geht somit auf eine H\u00e4ufung von Pleiten kleinerer Unternehmen zur\u00fcck\u201c, erkl\u00e4rten die Forscher.<\/p>\n<p>Insgesamt waren im ersten Quartal etwa 54.000 Arbeitspl\u00e4tze betroffen &#8211; der h\u00f6chste Wert seit dem dritten Quartal 2020. Damals hatte es mehrere gro\u00dfe Pleiten gegeben, darunter Esprit, Vapiano und Wirecard. Zuletzt entfielen die meisten Insolvenzen den Forschenden zufolge auf das Verarbeitende Gewerbe.<\/p>\n<p>Auch die Prognose f\u00fcr die kommenden Monate ist laut IWH wenig erbaulich. \u201eUnsere Fr\u00fchindikatoren lassen f\u00fcr das zweite Quartal 2026 wenig Raum f\u00fcr Optimismus\u201c, erkl\u00e4rte Steffen M\u00fcller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung. \u201eWir erwarten weiterhin sehr hohe Insolvenzzahlen. Es ist m\u00f6glich, dass sich die sehr hohen Werte aus dem M\u00e4rz wiederholen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im ersten Quartal sind nach Analysen von Wirtschaftsforschern so viele Unternehmen pleitegegangen wie seit 20 Jahren nicht. 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