{"id":933735,"date":"2026-04-09T22:02:17","date_gmt":"2026-04-09T22:02:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/933735\/"},"modified":"2026-04-09T22:02:17","modified_gmt":"2026-04-09T22:02:17","slug":"zwischen-neuen-pauschalen-und-dem-warten-auf-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/933735\/","title":{"rendered":"Zwischen neuen Pauschalen und dem Warten auf Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<p>(openPR) Die Landschaft des deutschen Erbrechts ist im Fr\u00fchjahr 2026 so dynamisch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. W\u00e4hrend das Bundesverfassungsgericht kurz vor einer historischen Entscheidung \u00fcber die Erbschaftsteuer steht, sorgen aktuelle Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) und neue steuerliche Pauschbetr\u00e4ge f\u00fcr Bewegung in der Nachlassplanung.<\/p>\n<p>Im Folgenden erl\u00e4utert Rechtsanwalt Reinhard Scholz aus M\u00fcnster, Anwalt f\u00fcr <strong>Scheidungsrecht<\/strong>, die wichtigsten Punkte im \u00dcberblick:<\/p>\n<p><strong>Entlastung f\u00fcr Normalerben durch h\u00f6here Pauschalen<\/strong><\/p>\n<p>Eine der wichtigsten praxisnahen \u00c4nderungen betrifft die finanzielle Abwicklung von Erbf\u00e4llen. Seit der letzten Anpassung des Jahressteuergesetzes wurde die <strong>Erbfallkostenpauschale<\/strong> deutlich angehoben. Erben k\u00f6nnen nun pauschal <strong>15.000 Euro<\/strong> statt bisher 10.300 Euro steuerlich geltend machen, um Kosten f\u00fcr Bestattung, Grabmal und die \u00fcblichen Nachlassregelungen abzudecken &#8211; und zwar ohne dem Finanzamt einzelne Belege vorlegen zu m\u00fcssen. <\/p>\n<p><strong>BGH st\u00e4rkt die Freiheit des letzten Willens<\/strong><\/p>\n<p>In der Rechtsprechung hat der <strong>Bundesgerichtshof (BGH)<\/strong> im Januar 2026 ein wegweisendes Urteil zur Wirksamkeit von Testamenten gef\u00e4llt. Dabei ging es um die Frage, ob grenz\u00fcberschreitende Testamente nach der EU-Erbrechtsverordnung in Deutschland g\u00fcltig sind, wenn sie lediglich den Formvorschriften des Herkunftslandes entsprechen. Der BGH bejahte dies und st\u00e4rkte damit die Rechtssicherheit f\u00fcr Menschen mit internationalem Hintergrund.<\/p>\n<p>Zudem festigte ein Urteil aus dem Vorjahr die Position von Erblassern, die beispielsweise ihrem behandelnden Arzt etwas hinterlassen wollen: Ein Versto\u00df gegen das Berufsrecht des Arztes f\u00fchrt laut BGH nicht automatisch zur Nichtigkeit des Testaments &#8211; der Wille des Verstorbenen bleibt das h\u00f6chste Gut.<\/p>\n<p><strong>Politischer Z\u00fcndstoff: Die Reform der Betriebsverm\u00f6gen<\/strong><\/p>\n<p>Das beherrschende Thema in der politischen Debatte ist jedoch die m\u00f6gliche <strong>Gro\u00dfe Reform 2026<\/strong>. Das Bundesverfassungsgericht pr\u00fcft derzeit, ob die weitgehenden Steuerbefreiungen f\u00fcr Betriebsverm\u00f6gen noch mit dem Grundgesetz vereinbar sind.<\/p>\n<p>Die SPD hat im Januar 2026 bereits ein Gegenmodell vorgelegt: Den sogenannten <strong>Lebensfreibetrag<\/strong>. Anstatt alle zehn Jahre neue Freibetr\u00e4ge nutzen zu k\u00f6nnen, soll jeder B\u00fcrger einen einmaligen hohen Betrag, diskutiert werden rund 1 Million Euro, \u00fcber das gesamte Leben f\u00fcr Schenkungen und Erbschaften erhalten. Im Gegenzug k\u00f6nnten die massiven Privilegien f\u00fcr gro\u00dfe Unternehmensnachfolgen fallen.<\/p>\n<p><strong>Fazit: Das Zeitfenster schlie\u00dft sich<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Immobilienbesitzer und Unternehmer ist 2026 ein Jahr des Handelns. Da die Immobilienwerte durch das Bewertungsgesetz seit 2023 oft h\u00f6her angesetzt werden als fr\u00fcher, die pers\u00f6nlichen Freibetr\u00e4ge, wie z. B. 400.000 Euro f\u00fcr Kinder, aber seit 2009 nicht erh\u00f6ht wurden, droht bei steigenden Werten eine \u201eschleichende Steuererh\u00f6hung\u201c.<\/p>\n<p><strong>Tipp von Rechtsanwalt Scholz:<\/strong> Angesichts der m\u00f6glichen Versch\u00e4rfungen durch das Bundesverfassungsgericht sollten gr\u00f6\u00dfere Schenkungen oder Betriebs\u00fcbergaben noch unter dem aktuell g\u00fcltigen Recht gepr\u00fcft werden. Wer jetzt wartet, k\u00f6nnte ab 2027 deutlich st\u00e4rker zur Kasse gebeten werden.<\/p>\n<p><strong>Rechtsanwalt Reinhard Scholz<\/strong><br \/>Salzstra\u00dfe 20, 48143 M\u00fcnster<\/p>\n<p>Rechtsanwalt Scholz ist spezialisiert auf die Beratung und Vertretung im Bereich Scheidungsrecht. Insbesondere bietet er bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten die Option der Online Scheidung an, wodurch Scheidungen einfach, schnell und g\u00fcnstig durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Rechtsanwalt Reinhard Scholz &#8211; Online Scheidung einfach g\u00fcnstig <\/strong>unter<strong>  <\/strong>www.ihre-scheidung.info oder <strong>www.scheidung-einreichen.com<\/strong><\/p>\n<p><strong>Disclaimer:<\/strong> F\u00fcr den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder\/ Videos ist ausschlie\u00dflich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdr\u00fccklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen m\u00f6chten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Ver\u00f6ffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(openPR) Die Landschaft des deutschen Erbrechts ist im Fr\u00fchjahr 2026 so dynamisch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. 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