{"id":934237,"date":"2026-04-10T02:49:22","date_gmt":"2026-04-10T02:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/934237\/"},"modified":"2026-04-10T02:49:22","modified_gmt":"2026-04-10T02:49:22","slug":"carlsplatz-innenstadt-und-rheinufer-fuellen-sich-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/934237\/","title":{"rendered":"Carlsplatz, Innenstadt und Rheinufer f\u00fcllen sich wieder"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duesseldorf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00fcsseldorf<\/a> hat in diesen Tagen die ersten sonnigen und warmen Fr\u00fchlingstage des Jahres erlebt. Am Mittwoch und Donnerstag kletterten die Temperaturen auf bis zu 22 Grad Celsius \u2013 und mit ihnen augenscheinlich auch die Laune der Menschen. Wer zur Mittagszeit \u00fcber den Carlsplatz schlendert, merkt schnell: Die Stadt ist nach den grauen Monaten hungrig nach Licht, W\u00e4rme und Begegnung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zwischen den St\u00e4nden mit frischem Spargel, mediterranen Spezialit\u00e4ten, frischem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/fisch\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fisch<\/a> und duftendem Kaffee ist kaum noch ein freier Platz zu finden. Viele Besch\u00e4ftigte aus den umliegenden B\u00fcros haben ihre Mittagspause kurzerhand nach drau\u00dfen verlegt. Sonnenbrillen ersetzen die Bildschirme, Gespr\u00e4che das Tippen auf Tastaturen. \u201eBesser kann man die Mittagspause nicht verbringen\u201c, sagt Levent Sarper, der mit einem Teller Pasta auf einer der Holzb\u00e4nke sitzt und die Sonne genie\u00dft. Ein leichter Wind l\u00e4sst die Servietten flattern, doch das st\u00f6rt hier niemanden wirklich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">H\u00e4ndler berichten von guter Stimmung und sp\u00fcrbar mehr Laufkundschaft. \u201eSobald die Sonne rauskommt, bleiben die Leute l\u00e4nger\u201c, sagt Mirac Yildiz am Gem\u00fcsestand seiner Familie und l\u00e4chelt.<\/p>\n<p>Gr\u00fcne Wiesen, k\u00fchle B\u00f6en: Fr\u00fchling im Rheinpark Golzheim      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein paar Kilometer weiter n\u00f6rdlich zeigt sich ein etwas anderes Bild. Im Rheinpark Golzheim leuchtet das Gras in sattem Gr\u00fcn, hier und da durchzogen von kleinen Bl\u00fcteninseln. Der Fr\u00fchling ist sichtbar angekommen \u2013 und doch wirkt der Andrang am fr\u00fchen Nachmittag noch \u00fcberraschend verhalten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Grund ist schnell gefunden: Immer wieder ziehen kr\u00e4ftige, teils erstaunlich frische Windb\u00f6en \u00fcber die offenen Fl\u00e4chen am Rhein. Sie lassen Jacken flattern und treiben lose Decken \u00fcber den Rasen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ganz anders die Situation auf dem Spielplatz am Robert-Lehr-Ufer. Hier herrscht bereits reger Spielbetrieb. Kinder klettern, schaukeln und rennen. Eltern stehen in kleinen Gruppen beisammen, manche noch mit Schal, andere schon im T-Shirt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eEs sind Ferien, da m\u00fcssen sich die Kinder irgendwie auspowern\u201c, sagt Mirela Drenovac, w\u00e4hrend sie ihre Tochter beim Rutschen beobachtet. \u201eIch hoffe, dass wir noch ein paar warme Tage bekommen, aber im April wei\u00df man das ja nie.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein paar Meter weiter gibt es wenig sp\u00e4ter eine andere Szene: Eine kleine Hochzeitsgesellschaft hat im Park Halt gemacht, offenbar f\u00fcr ein paar spontane Fotos im Gr\u00fcnen. Das Brautpaar posiert, ein Fotograf gibt Anweisungen, G\u00e4ste z\u00fccken ihre Smartphones.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch die Szene ist fl\u00fcchtig. Der Wind zerrt am Kleid der Braut, wird f\u00fcr die Frisur zur Herausforderung. Noch bevor Passanten die Gelegenheit haben, dem Paar zu gratulieren, zieht die Gesellschaft weiter \u2013 vermutlich auf der Suche nach einem windgesch\u00fctzteren Ort.<\/p>\n<p>Picknick statt Caf\u00e9: Junge D\u00fcsseldorfer trotzen dem Wind      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend einige noch z\u00f6gern, haben andere l\u00e4ngst entschieden: Der Fr\u00fchling findet drau\u00dfen statt \u2013 egal, was der Wind dazu sagt. Vor allem junge D\u00fcsseldorfer lassen sich nicht abhalten. Auf den Wiesen des Rheinparks entstehen trotz Brise die ersten Picknick-Inseln. Decken werden ausgebreitet, Snacks geteilt, Musik aus tragbaren Lautsprechern gespielt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Wohngemeinschaft aus vier Studierenden hat den Ausflug bewusst geplant. Zwischen mitgebrachten Salaten, Obst und Getr\u00e4nken sitzen sie im Kreis und genie\u00dfen die gemeinsame Zeit. \u201eBesser als in einem Caf\u00e9 viel Geld liegen zu lassen \u2013 und das Ambiente ist auch noch gut\u201c, sagt Student Maximilian Janotta. Die Gruppe lacht, diskutiert, plant bereits die n\u00e4chsten Treffen unter freiem Himmel. Der Wind wird dabei eher als Teil des Erlebnisses gesehen denn als St\u00f6rfaktor. \u201eDann zieht man halt noch einen Pulli an\u201c, sagt Janottas Kommilitonin Laura Wegner achselzuckend.<\/p>\n<p>Altstadt, Rheinuferpromenade und Parks: Die Stadt erwacht      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine weitere Studentengruppe spielt etwa 200 Meter rheinabw\u00e4rts mit einem Volleyball. \u201eDas gute Wetter muss man nutzen, auch wenn hier kein richtiger Platz ist\u201c, sagt eine Frau aus der Gruppe. Doch nicht nur am Carlsplatz oder im Rheinpark zeigt sich das neue Lebensgef\u00fchl. Auch die Altstadt f\u00fcllt sich am Nachmittag sp\u00fcrbar. Caf\u00e9s und Bars stellen zus\u00e4tzliche Tische nach drau\u00dfen, die ersten G\u00e4ste bestellen Aperol Spritz in der Sonne. An der Rheinuferpromenade flanieren Spazierg\u00e4nger, Jogger ziehen ihre Runden, Radfahrer klingeln sich vorsichtig durch die Menge. Die Stadt wirkt offener, kommunikativer, fast ein wenig leichter.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und bei bestem Fr\u00fchlingswetter gibt es auch die ein oder andere tierische Begegnung. Etwa mit freudig kl\u00e4ffenden Vierbeinern beim Hundeauslauf an der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/theodor-heuss-bruecke\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Theodor-Heuss-Br\u00fccke<\/a> oder turtelnden V\u00f6geln am Corneliusplatz. \u201eTiere faszinieren unsere Tochter einfach immer\u201c, sagt ein Vater, der mit seiner Familie einen Spaziergang macht und einen Kinderwagen schiebt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch gibt es in der Stadt gen\u00fcgend freie B\u00e4nke und ruhige Ecken. Doch das d\u00fcrfte sich schnell \u00e4ndern, wenn die Temperaturen stabil bleiben. Die vergangenen beiden Tage haben gezeigt, wie gro\u00df die Lust darauf ist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Oder, wie es Levent Sarper auf dem Carlsplatz formuliert: \u201eWenn das so bleibt, sieht man mich hier jetzt \u00f6fter.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"D\u00fcsseldorf hat in diesen Tagen die ersten sonnigen und warmen Fr\u00fchlingstage des Jahres erlebt. 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