{"id":934956,"date":"2026-04-10T09:45:15","date_gmt":"2026-04-10T09:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/934956\/"},"modified":"2026-04-10T09:45:15","modified_gmt":"2026-04-10T09:45:15","slug":"muenchner-kabarett-highlights-im-april-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/934956\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchner Kabarett-Highlights im April &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Beim \u00dcberblick \u00fcber Neues im M\u00fcnchner <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kabarett\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kabarett<\/a>-April landet man zun\u00e4chst bei Altem. Denn mit Alt-OB, Nebenerwerbskabarettist und Schwabingologe <strong>Christian Ude<\/strong> als Gastgeber wird an \u201eDie Elf Scharfrichter\u201c erinnert. Jenes vor genau 125 Jahren gegr\u00fcndete erste politische Kabarett in Deutschland, das von 1901 bis 1904\u00a0 mit herausragenden K\u00f6pfen wie Frank Wedekind, Hans Richard Weinh\u00f6ppel\u00a0oder\u00a0Marya Delvard in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> der Zensur trotzte. Mit Ude lassen Judith Kemp, Autorin eines Standardwerks \u00fcber die Elf Scharfrichter, Wedekind-Enkel Anatol Regnier, die perfekte Marya-Delvard-Interpretin Julia von Miller, Lach-und-Schie\u00df-Chefpoet Frank Kl\u00f6tgen sowie Roland Hefter und Andr\u00e9 Hartmann als musikalische Begleiter das Beste des legend\u00e4ren Kabarettensembles wieder aufleben. Zugleich feiert man den 70. der Lach- und Schie\u00dfgesellschaft (Lach- und Schie\u00dfgesellschaft, 12. April).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Danach sind \u00f6sterreichische Szene-Innovatoren an der Reihe. <strong>David Scheid<\/strong> eroberte die Kleinkunstb\u00fchnen als Rap-Poetry-Slammer und DJ-Kabarettist.\u00a0 Auch sein f\u00fcnftes Programm \u201eThe Kabarettist\u201c wird die f\u00fcr ihn typische Mischung aus Stand-up, Polit-Satire und Anarcho-Humor pr\u00e4sentieren \u2013 nat\u00fcrlich mit Turntables (Lustspielhaus, 14. April). Und vor 20 Jahren erfanden Peter H\u00f6rmannseder und Robert Stachel (damals noch im Trio mit Ulrich Salamun) <strong>Maschek<\/strong>. Die bahnbrechende Idee: Clip-Collagen aus originalen TV-Sendungen, von den Nachrichten bis zu Werbetrailern, werden neu und live synchronisiert. Woraus sich schreiend komische Geschichten ergeben, die auf einer satirischen Metaebene viel \u00fcber Politik, Gesellschaft und Medien verraten. Das neue Programm \u201eMaschek XX\u201c wird beweisen, dass ihre besondere Art \u201eMockumentary\u201c\u00a0 aktueller und treffender denn je ist (Lach- und Schie\u00dfgesellschaft, 16. April)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Scheid wie Maschek sind seit Langem feste Bestandteile der ORF-Late-Night-Show \u201eWillkommen \u00d6sterreich\u201c, deshalb ein Ausblick in den Mai: Kommt doch mit <strong>Dirk Stermann<\/strong>\u00a0auch einer der beiden Gastgeber der Sendung wieder nach M\u00fcnchen. Mit seinem zweiten Soloprogramm \u201e20 Spritzer bis Amstetten\u201c, in dem der vor Jahrzehnten nach Wien ausgewanderte Deutsche im Speisewagen des \u201eIC \u00d6sterreich\u201c seine Wahlheimat gewohnt brachialkomisch an sich vor\u00fcberziehen l\u00e4sst. (Lustspielhaus, 5. Mai)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Erfolge wie diese \u00f6sterreichischen Beispiele sind in Deutschland stets verd\u00e4chtig. So konnte man darauf warten, dass Rezensenten am neuen, inzwischen f\u00fcnften \u201eK\u00e4nguru\u201c-Buch von <strong>Marc-Uwe Kling<\/strong>\u00a0herumm\u00e4keln. Was die Millionen Fans nicht anficht. Und auch nichts daran \u00e4ndert, dass das Konzept von ebenso provokativer wie konstruktiver Gesellschaftskritik durch diese von allen Konventionen unbelastete Kunstfigur nicht nur nach wie vor bestens funktioniert, sondern auch immer noch konkurrenzlos lustig ist. Am lustigsten nat\u00fcrlich, wenn Kling die Texte selbst vortr\u00e4gt. Was der ungern Tourende jetzt auch in M\u00fcnchen macht (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Circus_Krone\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Circus Krone<\/a>, 21. April, ausverkauft). Zu Klings Leseb\u00fchnen- und Band-Kosmos geh\u00f6rt der Leipziger\u00a0<strong>Julius Fischer<\/strong>. Auch er ist in erster Linie Autor, selbst wenn aus seinen Texten auch Musik oder Moderationen entstehen. Oder eben ein B\u00fchnenprogramm zum Buch, so wie jetzt zu seinem neuesten Werk \u201eIch hasse Menschen\u201c (Lach- und Schie\u00dfgesellschaft, 17. April).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Au\u00dfer Dieter Nuhr polarisiert wohl niemand in der Kabarettszene so sehr wie\u00a0<strong>Lisa Eckhart<\/strong>. Einmal, weil niemand so provokant Tabus ignoriert und thematisiert wie ihre perfide B\u00fchnenfigur. Zum anderen aber wohl auch, weil die F\u00e4higkeit schwindet, zwischen Person und Figur sowie eigentlichem und uneigentlichen Sprechen zu unterscheiden. Was vermutlich sogar f\u00fcr einen Teil ihres Publikums gilt, das auch ihr neues Programm \u201eIch war mal wer\u201c wieder begeistert missverstehen wird (Circus Krone, 25. April, ausverkauft).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/987d5d03-6a13-4f4d-bd23-1743e25c9615.jpg\"   alt=\"Er bringt den M\u00fcll runter:\u00a0Nektarios Vlachopoulos\u00a0f\u00fchrt sein Publikum aus der Depression direkt in die Manie.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Er bringt den M\u00fcll runter:\u00a0Nektarios Vlachopoulos\u00a0f\u00fchrt sein Publikum aus der Depression direkt in die Manie. Marvin Ruppert<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Noch ist\u00a0<strong>Till Reiners<\/strong> \u201eEverybody\u2019s Darling\u201c. Wahrscheinlich, weil bei keinem anderen die Grenzen zwischen Comedy und Kabarett so konsequent und kompetent verschwimmen. Was schon der Titel seines neuen Programms \u201eDas ist alles Teil der Show\u201c unterstreicht (Circus Krone, 19. und 20. April, beide Termine ausverkauft). Und was mit einem auf Musik verlagerten Schwerpunkt auch f\u00fcr die Multitalente <strong>Hannes Ringlstetter und Stephan Zinner<\/strong> gilt, die sich nun f\u00fcr \u201eIrgendwas mit K\u00fcche\u201c zusammengetan haben (Circus Krone, 26. April, ausverkauft).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach so vielen ausverkauften Stars noch zwei Premieren, die man noch besuchen kann und dies auch unbedingt sollte. Einmal der umwerfende \u201eTurbohumanist\u201c\u00a0<strong>Nektarios Vlachopoulos,<\/strong> der uns in \u201eDer beste Tag der Welt\u201c hinrei\u00dfend\u00a0aus der Depression direkt in die Manie f\u00fchrt (Lustspielhaus, 2. April).\u00a0 Und dann der \u201eunordentliche, satirische Liederabend\u201c unter dem Titel \u201eNaturgesetz und Ordnung\u201c mit <strong>Michael Sachs &amp; Georg Eggers<\/strong>. Und mit Naturwissenschaftskabarett samt Powerpoints, Experimenten und Musik, wie es sich schon in deren Veranstaltungsreihe \u201eDie Physik des Scheiterns\u201c bew\u00e4hrt hat (Lach- und Schie\u00dfgesellschaft, 25. April).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim \u00dcberblick \u00fcber Neues im M\u00fcnchner Kabarett-April landet man zun\u00e4chst bei Altem. 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