{"id":935305,"date":"2026-04-10T13:05:14","date_gmt":"2026-04-10T13:05:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/935305\/"},"modified":"2026-04-10T13:05:14","modified_gmt":"2026-04-10T13:05:14","slug":"festival-soll-verschiedene-kunstformen-zusammenbringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/935305\/","title":{"rendered":"Festival soll verschiedene Kunstformen zusammenbringen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Karlsruhe.<\/strong> \u201eDas Paradies ist Geschichte. Das Grau des Betons, der Baustellen und der Anonymit\u00e4t hat sich \u00fcber die St\u00e4dte und ihre Bewohner:innen gelegt.\u201c Dystopisch beginnt die Ouvert\u00fcre zu \u201eParadise Found\u201c, einem Digitaltheaterprojekt des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, das \u00fcber zwei Spielzeiten hinweg angelegt ist und stetig w\u00e4chst. Paradiesisch sind indes die Orte, in die die Teilnehmenden der rund zweist\u00fcndigen Audiotour, ausgestattet mit Tablets und Kopfh\u00f6rern, Einblicke erhalten.<\/p>\n<p>Es ist die \u201eWeite\u201c, die \u201eFreiheit, gleichzeitig irgendwie Geborgenheit\u201c, die Ruhe oder auch die Magie, und es sind die Menschen \u2013 erkl\u00e4ren die Stimmen aus dem Off ihr Paradies, w\u00e4hrend der Weg mehrere Mixed-Reality-Stationen, etwa beim Naturkundemuseum, dem ZKM Zentrum f\u00fcr Kunst und Medien und in eine kleine Kneipe, ansteuert. Der Weg ist das Ziel, der Stadtraum die B\u00fchne. Begleitet wird das Ganze von Musik von Paul Brody, komponiert aus den Sprachmelodien der im Vorfeld mit Karlsruher und Karlsruherinnen gef\u00fchrten Interviews, die nach ihrem pers\u00f6nlichen Paradies gefragt wurden. Das Libretto bleibt das gesprochene Wort\u2013 gesungen, gesprochen und getanzt von den verschiedenen Ensembles des Badischen Staatstheaters.<\/p>\n<p>Die Tour \u201eParadise Found\u201c ist eine von zahlreichen Veranstaltungen des Festivals \u201eUnd jetzt! Wochen der Nachhaltigkeit\u201c, das vom 21. April bis 19. Juli in Karlsruhe stattfindet. 2025 gab es noch die \u201eTage der Nachhaltigkeit\u201c.<\/p>\n<p>Das Netzwerk Nachhaltige Kultur in Karlsruhe w\u00e4chst<\/p>\n<p>Doch das Netzwerk Nachhaltige Kultur in Karlsruhe, das von Karlsruher Einrichtungen aus Kultur, Wissenschaft und Bildung 2024 gegr\u00fcndet wurde und Veranstalter ist, w\u00e4chst. Mit dabei sind neben dem Badischen Staatstheater etwa das Tollhaus, das ZKM und die Staatliche Kunsthalle. Ziel des Netzwerks ist es, sich gegenseitig bei \u00f6kologisch, sozial und \u00f6konomisch nachhaltigem Handeln im Kulturbetrieb zu unterst\u00fctzen und auszutauschen.<\/p>\n<p>\u201eDie Zusammenarbeit ist letztlich unsere Zukunft\u201c, sagt Anna Haas, Transformationsmanagerin Nachhaltige Kultur\u00a0beim Badischen Staatstheater. \u201eDurch die thematische B\u00fcndelung k\u00f6nnen wir den Veranstaltungen eine gr\u00f6\u00dfere Sichtbarkeit geben.\u201c Mit dem Festival wolle das Netzwerk Kunst und Wissenschaft, verschiedenste Publika und Kunstformen zusammenbringen, \u201eum Gedankenr\u00e4ume f\u00fcr eigene \u00dcberlegungen zu \u00f6ffnen\u201c.<\/p>\n<p>Das Festival startet mit dem Theaterst\u00fcck \u201eZukunft ist jetzt: Hinterlassenschaft\u201c \u00fcber die Praxis des Vererbens. Das ZKM \u00f6ffnet das Hertzlab \u201eMARS! Governance\u201c, um zu erproben, wie Gesellschaften in einer lebensfeindlichen Umgebung wie auf dem Mars funktionieren k\u00f6nnten, und in der Jungen Kunsthalle gibt es einen Workshop zum Flickenteppiche weben.<\/p>\n<p>Aus den Tagen der Nachhaltigkeit wurden Wochen<\/p>\n<p>Weiter stehen Lesungen, Konzerte, Theater, Filme und Symbiosen auf dem Programm. Unter letztere f\u00e4llt etwa das Konzert Symphonic Slam mit Werken von Antonio Vivaldi und Ludwig van Beethoven und Poetry Slam. Beim Offenen Foyer im Tollhaus stellen sich lokale Initiativen zum Thema vor.<\/p>\n<p>\u201eUns ist es wichtig, nicht st\u00e4ndig Verlustmeldungen, sondern auch was Sch\u00f6nes zu erz\u00e4hlen\u201c, sagt Haas zum vielf\u00e4ltigen Programm, \u201ezu sagen, wir k\u00f6nnen etwas machen, auch ein gro\u00dfes Festival. Deshalb haben wir aus Tagen Wochen gemacht. Deshalb zeichnen wir keine d\u00fcsteren Szenarien, sondern zeigen Handlungsr\u00e4ume und -m\u00f6glichkeiten auf und machen Selbstwirksamkeitserfahrungen m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p>Finanziert wird das Ganze jeweils aus den bereits vorhandenen Budgets der teilnehmenden Einrichtungen. Lediglich \u201eParadise Found\u201c wird im Rahmen des Programms\u00a0\u201e <a data-mce-href=\"https:\/\/www.kulturstiftung-des-bundes.de\/de\/projekte\/klima_und_nachhaltigkeit\/detail\/zero_klimaneutrale_kunst_und_kulturprojekte.html\" href=\"https:\/\/www.kulturstiftung-des-bundes.de\/de\/projekte\/klima_und_nachhaltigkeit\/detail\/zero_klimaneutrale_kunst_und_kulturprojekte.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fonds Zer0<\/a> \u201c\u00a0der Kulturstiftung des Bundes gef\u00f6rdert mit dem Ziel, langfristige Strategien der Nachhaltigkeit daraus ableiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit den Wochen der Nachhaltigkeit ist es in Karlsruhe allerdings, was das Thema betrifft, nicht getan: Quasi parallel, am 9. und 10. Juni findet in der F\u00e4cherstadt das dritte Green Culture Festival (siehe Kasten) statt. Schauplatz ist das <a data-mce-href=\"https:\/\/www.tollhaus.de\" href=\"https:\/\/www.tollhaus.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tollhaus Karlsruhe<\/a> , das Leitthema:\u00a0\u201eDurchatmen. Was kommt, was bleibt, was geht?\u00a0Kultur zwischen Innovation, Resilienz und Exnovation.\u201c<\/p>\n<p>Die Green Culture Anlaufstelle wurde im September 2023 noch unter der damaligen Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Gr\u00fcne) gegr\u00fcndet. Einmal im Jahr richtet sie das Green Culture Festival als zentrale Netzwerkveranstaltung aus. Das erste Green Culture Festival feierte seine Premiere im UNESCO-Welterbe Park Sanssouci in Potsdam. Im vergangenen Jahr fand es im PACT Zollverein auf dem Gel\u00e4nde des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen statt. Das Festival bringt Akteure und Akteurinnen aus Kultur, Medien und Kulturverwaltung zusammen, macht aktuelle Entwicklungen sichtbar und bietet eine Plattform f\u00fcr Austausch und Vernetzung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Karlsruhe. \u201eDas Paradies ist Geschichte. 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