{"id":93536,"date":"2025-05-08T05:58:09","date_gmt":"2025-05-08T05:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/93536\/"},"modified":"2025-05-08T05:58:09","modified_gmt":"2025-05-08T05:58:09","slug":"museumsbund-kritisiert-bei-jahrestagung-in-chemnitz-eingriffe-in-die-freiheit-der-museen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/93536\/","title":{"rendered":"Museumsbund kritisiert bei Jahrestagung in Chemnitz Eingriffe in die Freiheit der Museen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nDie Museen in Deutschland w\u00fcrden zunehmend in ihrer Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit beschnitten. Das stellte der Deutsche Museumsbund bei seiner Jahrestagung vom 4. bis 7. Mai in Chemnitz fest. Das Treffen mit ca. tausend Teilnehmenden stand unter dem Motto &#8222;Museen st\u00e4rken Demokratie&#8220;. Es ist am Mittwoch in der Europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt 2025 zu Ende gegangen.\n<\/p>\n<p><a name=\"Politik\"><strong>Politik<\/strong><\/a><strong> greift in Museumsarbeit ein<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nDass Politik und Tr\u00e4ger immer wieder in die Arbeit der Museen eingreifen w\u00fcrden, stellte Museumsbund-Pr\u00e4sidentin Wiebke Ahrndt bei der Tagung fest. Sie sagte: &#8222;Die Grenze zwischen legitimer Steuerung und \u00dcbergriffigkeit ist schmal, bisweilen sogar ziemlich unscharf.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDiese Einflussnahme reiche von der Gestaltung von Stellenprofilen bis zu Eingriffen in die inhaltliche Programmgestaltung, hie\u00df es auf der Tagung. Jedoch m\u00fcssten die H\u00e4user in ihrer Arbeit, der Wahl ihrer Inhalte und in der Kommunikation frei sein. Das habe der Staat zu gew\u00e4hrleisten, so die Veranstalter.\n<\/p>\n<p><a name=\"rechts\"><strong>Angriffe<\/strong><\/a><strong> vom rechten Rand<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nEine weitere Herausforderung sei der &#8222;Kulturkampf von rechts&#8220;. Die H\u00e4user nehmen zunehmend demokratiefeindliche \u00dcbergriffe wahr, bei denen die Museen verunsichert und demokratief\u00f6rdernde Programme in Frage gestellt w\u00fcrden. So w\u00fcrden Veranstaltungen gest\u00f6rt oder Menschen in Gedenkst\u00e4tten, die den Opfern des NS-Regimes gewidmet sind, mit Nazi-Tattoos auftauchen.\n<\/p>\n<p><a name=\"Demokratie\"><strong>Museen<\/strong><\/a><strong> sind St\u00e4tten der Demokratie<\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nDass die Museen grunds\u00e4tzlich demokratiebildend seien und den Respekt vor fremden Positionen f\u00f6rderten, stellte Pr\u00e4sidentin Ahrndt bei der Tagung fest. Sie hob hervor, dass die Museen diverse Wertesysteme veranschaulichten, \u00e4sthetische Zug\u00e4nge zu komplexen Inhalten schafften und aktuelle Ereignisse in den richtigen Kontext stellten. Zudem setzten sich die H\u00e4user wissenschaftlich mit polarisierenden Themen auseinander und erm\u00f6glichten den Raum f\u00fcr Diskurse, so Ahrndt. Es ginge darum, ein Ort zu sein, an dem man miteinander reden k\u00f6nne und an dem vern\u00fcnftige Formen des Dialogs gepflegt w\u00fcrden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nZugleich rief die Museumsbund-Pr\u00e4sidentin dazu auf, noch mutiger zu werden und Haltung zu zeigen. Die Museen sollten sich nicht vorauseilend selbst zensieren oder in ihrer inhaltlichen Arbeit einschr\u00e4nken, weil sie sich in Abh\u00e4ngigkeit von den Geldgebern sehen oder bef\u00fcrchten, zur Zielscheibe zu werden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nQuelle: MDR KULTUR (Ulrike Thielmann), Deutscher Museumsbund<br \/>Redaktionelle Bearbeitung: op, hro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Museen in Deutschland w\u00fcrden zunehmend in ihrer Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit beschnitten. Das stellte der Deutsche Museumsbund bei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":93537,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1851],"tags":[2076,2770,3364,29,548,663,3934,597,6719,30,13,38201,66,81,2147,2264,38200,14,15,16,38202,859,12,193],"class_list":{"0":"post-93536","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-chemnitz","8":"tag-ausstellung","9":"tag-chemnitz","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-forschung","16":"tag-freiheit","17":"tag-germany","18":"tag-headlines","19":"tag-jahrestagung","20":"tag-kulturnachrichten","21":"tag-mdr","22":"tag-museen","23":"tag-museum","24":"tag-museumsbund","25":"tag-nachrichten","26":"tag-news","27":"tag-politik","28":"tag-rechts","29":"tag-sachsen","30":"tag-schlagzeilen","31":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114470682951957048","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93536","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=93536"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93536\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/93537"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=93536"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=93536"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=93536"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}