{"id":93624,"date":"2025-05-08T06:45:10","date_gmt":"2025-05-08T06:45:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/93624\/"},"modified":"2025-05-08T06:45:10","modified_gmt":"2025-05-08T06:45:10","slug":"initiative-des-landes-kommunen-sollen-zum-umzug-in-kleinere-wohnung-animieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/93624\/","title":{"rendered":"Initiative des Landes: Kommunen sollen zum Umzug in kleinere Wohnung animieren"},"content":{"rendered":"<p>Familien in Gro\u00dfst\u00e4dten suchen oft monatelang nach bezahlbaren Wohnungen. Um Wohnraum gerechter zu verteilen, will das Land etwa Einzelpersonen oder Paare zum Umzug in kleinere Wohnungen motivieren.<\/p>\n<p>            \tred\/dpa\/lsw                      <\/p>\n<p>           08.05.2025 &#8211; 08:33 Uhr       <\/p>\n<p>Familien in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Baden-W%C3%BCrttemberg\" title=\"Baden-W\u00fcrttemberg\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> sollen leichter gro\u00dfe Wohnungen finden. Eine M\u00f6glichkeit ist, dass Menschen aus Wohnungen, die eigentlich zu gro\u00df f\u00fcr sie sind, in kleinere umziehen. Kommunen, die sich daf\u00fcr einsetzen, winkt ab sofort eine Pr\u00e4mie vom Land.\u00a0<\/p>\n<p>Pro Wohnungswechsel k\u00f6nnen die Kommunen beim Land einen Wohnfl\u00e4chenbonus von bis zu 7.500 Euro beantragen. Diesen Bonus k\u00f6nnen die Kommunen an die Mieter weiterreichen oder etwa f\u00fcr Beratungen einsetzen, wie das Ministerium f\u00fcr Landesentwicklung und Wohnen mitteilte.\u00a0<\/p>\n<p>Dabei muss der Wohnungswechsel durch eine Aktivit\u00e4t der Kommune zustande kommen, etwa Beratung und Vermittlung. Die Mieter m\u00fcssen innerhalb des Gemeindegebiets umziehen &#8211; und sich um mindestens 15 Quadratmeter verkleinern. In dem Fall werden 3.000 Euro bewilligt. F\u00fcr jeden weiteren Quadratmeter k\u00f6nnen 100 Euro mehr beantragt werden. Der Mieterbund \u00e4u\u00dferte sich zur\u00fcckhaltend zu dem neuen Angebot. Der St\u00e4dtetag begr\u00fc\u00dfte es.\u00a0<\/p>\n<p>Mieterbund sieht Anreize positiv <\/p>\n<p>Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist hoch. Im Jahr 2023 wurden laut Statistischem Landesamt im S\u00fcdwesten 37.247 Wohnungen fertiggestellt. Einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in K\u00f6ln zufolge liegt der Bedarf j\u00e4hrlich allerdings derzeit bei 53.100 Wohnungen &#8211; das sind fast 16.000 Wohnungen mehr.<\/p>\n<p>Gerade Familien in Gro\u00dfst\u00e4dten suchen oft monatelang bezahlbare gro\u00dfe Wohnungen. Ministerin <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Nicole_Razavi\" title=\"Nicole Razavi\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicole Razavi<\/a> (CDU) sagte: \u201eMit dem Wohnfl\u00e4chenbonus honorieren wir freiwillige Wohnungswechsel, damit gro\u00dfe Wohnungen f\u00fcr Familien frei werden.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Der Mieterbund sieht grunds\u00e4tzlich Anreize f\u00fcr den Tausch von Wohnungen positiv. \u201eAllerdings zeigt die Praxis auch, dass Modelle des Wohnungstausches schnell an Grenzen sto\u00dfen, wenn, wie aktuell der Fall, der Wohnungsmarkt seit Jahren von steigenden Mieten gepr\u00e4gt ist\u201c, sagte Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Olaf Kierstein-Hartmann. \u201eEine Pr\u00e4mie kann die Kosten, die mit einem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Umzug\" title=\"Umzug\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umzug<\/a> verbunden sind, decken, verliert aber schnell seine Wirkung, wenn mit dem Umzug in eine kleinere Wohnung gleichzeitig die Wohnkosten nach dem Umzug dauerhaft h\u00f6her sind als zuvor.\u201c<\/p>\n<p>St\u00e4dtetag: Pr\u00e4mie verursacht B\u00fcrokratie <\/p>\n<p>Es bestehe zudem bei der geplanten Regelung der Auszahlung durch die Kommunen das Risiko, dass diese die Pr\u00e4mien zu anderen Zwecken einsetzten. Das Ministerium verweist darauf, dass das Land auch aus rechtlichen Gr\u00fcnden die Pr\u00e4mie nicht direkt an die Mieter auszahlen k\u00f6nne. Dazu h\u00e4tte etwa mit deutlich gr\u00f6\u00dferem Aufwand ein neues F\u00f6rderprogramm aufgelegt werden m\u00fcssen, sagte eine Sprecherin. \u201eDie jetzige L\u00f6sung ist deutlich schneller und unb\u00fcrokratischer.\u201c<\/p>\n<p>Das Budget f\u00fcr die Pr\u00e4mie liegt laut Ministerium zun\u00e4chst bei einer Million Euro. Der Bonus kann ab sofort beantragt werden.<\/p>\n<p>Der St\u00e4dtetag verweist auf gute Erfahrungen mehrerer St\u00e4dte, die eine \u00e4hnliche F\u00f6rderung anbieten. \u201eEin solches F\u00f6rderprogramm ist letztlich ein Baustein, damit der Wohnungsdruck nicht weiter steigt\u201c, sagte eine Sprecherin. \u201eEine umfassende politische Diskussion zum Umgang mit dem Wohnungsdruck erledigt sich damit allerdings nicht.\u201c Kritisch \u00e4u\u00dferte sich der Verband auch zur Form der Ausgabe der Pr\u00e4mie durch die Kommune \u00a0&#8211; es gebe so unn\u00f6tige B\u00fcrokratie.<\/p>\n<p> Umzugspr\u00e4mie in Stuttgart wieder abgeschafft <\/p>\n<p>Mannheim beispielsweise bietet seit Jahresanfang eine Umzugspr\u00e4mie von bis zu 5.000 Euro f\u00fcr Mieter, die in eine mindestens ein Zimmer kleinere Wohnung umziehen. Die 50.000-Einwohner-Stadt L\u00f6rrach nahe der Grenze zur Schweiz f\u00f6rdert bereits seit 1990 Umz\u00fcge in kleinere Wohnungen &#8211; mit zuletzt bis zu 2.500 Euro.\u00a0<\/p>\n<p>Doch manche Stadt hat das Konzept getestet und wieder gestrichen: Die Kleinstadt Marbach am Neckar n\u00f6rdlich von Stuttgart hatte 2019 ebenfalls eine Umzugspr\u00e4mie von 2.500 Euro eingef\u00fchrt &#8211; und diese bereits 2020 wieder abgeschafft.\u00a0<\/p>\n<p>Auch die Landeshauptstadt Stuttgart hatte in der Vergangenheit auf eine Umzugspr\u00e4mie gesetzt &#8211; und wegen \u201esehr geringer Nachfrage\u201c wieder abgeschafft, wie eine Sprecherin im vergangenen Jahr mitteilte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Familien in Gro\u00dfst\u00e4dten suchen oft monatelang nach bezahlbaren Wohnungen. 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