{"id":936297,"date":"2026-04-10T22:12:16","date_gmt":"2026-04-10T22:12:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/936297\/"},"modified":"2026-04-10T22:12:16","modified_gmt":"2026-04-10T22:12:16","slug":"juso-chef-bei-keine-talkshow-tuermer-will-an-das-geld-anderer-leute-um-sich-damit-als-wohltaeter-aufzuspielen-sagt-fleischhauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/936297\/","title":{"rendered":"Juso-Chef bei \u201eKeine Talkshow\u201c: \u201eT\u00fcrmer will an das Geld anderer Leute, um sich damit als Wohlt\u00e4ter aufzuspielen\u201c, sagt Fleischhauer"},"content":{"rendered":"<p>Bei \u201eKeine Talkshow \u2013 Eingesperrt mit Jan Fleischhauer\u201c diskutiert der Juso-Chef T\u00fcrmer mit dem titelgebenden Journalisten \u00fcber Verteilungsgerechtigkeit. Arbeitnehmer w\u00fcrden den Reichtum von Milliard\u00e4ren subventionieren, klagt der Politiker. Der Journalist h\u00e4lt dagegen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Jan Fleischhauer ist wieder auf Radau aus. In der ersten Staffel hatte er sich mit der Linguistin Reyhan \u015eahin <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article6922c1de18b978b3b9f55d71\/jan-fleischhauer-im-zdf-es-ist-ein-maennerproblem-verfickt-nochmal.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article6922c1de18b978b3b9f55d71\/jan-fleischhauer-im-zdf-es-ist-ein-maennerproblem-verfickt-nochmal.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00fcber Migration gekebbelt<\/a>, war mit einer SPD-Lokalpolitikerin <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article69299150e9b1296b9ef96c14\/jan-fleischhauer-und-die-linke-spd-frau-die-kennen-doch-ihre-pappenheimer-beim-jobcenter.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article69299150e9b1296b9ef96c14\/jan-fleischhauer-und-die-linke-spd-frau-die-kennen-doch-ihre-pappenheimer-beim-jobcenter.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die B\u00fcrgergeld-Reform durchgegangen<\/a>, hatte eine Mini-Kontroverse <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article69405b9c6b27cf8d0fbe8345\/jan-fleischhauer-show-anti-wehrpflicht-influencer-beschwert-sich-ueber-zdf-sendung-sender-weist-vorwuerfe-zurueck.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article69405b9c6b27cf8d0fbe8345\/jan-fleischhauer-show-anti-wehrpflicht-influencer-beschwert-sich-ueber-zdf-sendung-sender-weist-vorwuerfe-zurueck.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mit dem Anti-Wehrpflicht Influencer Simon David Dressler ausgel\u00f6st<\/a> sowie die Mobilit\u00e4tswende behandelt. Nun ist in dieser Woche \u201eKeine Talkshow \u2013 Eingesperrt mit Jan Fleischhauer\u201c mit neuen Episoden gestartet.<\/p>\n<p>Zum Auftakt begr\u00fc\u00dfte der Journalist einen SPD-Politiker in seinem verriegelten Studio. \u201eIch treffe heute den gro\u00dfen Arbeiterf\u00fchrer und Juso-Vorsitzenden Philipp T\u00fcrmer\u201c, erkl\u00e4rte er er\u00f6ffnend mit ironischem Unterton. Er frage sich, ob diesem \u00fcberhaupt klar sei, welche \u201eSpur der Verheerungen\u201c dessen politische Ideen im Staat hinterlassen w\u00fcrden. \u201eOder ist ihm das egal?\u201c <\/p>\n<p>T\u00fcrmer erkl\u00e4rte, er sei erschienen, um \u00fcber das \u201ewichtigste Thema\u201c \u00fcberhaupt zu sprechen: Verteilungsgerechtigkeit. \u201eIch bin der Meinung, dass wir ganz dringend endlich daf\u00fcr sorgen, dass sich in dem Land wieder Arbeiten mehr lohnt als Erben\u201c, konkretisierte er im Einzelinterview, wobei seine Erwartungen an einer produktiven Debatte \u00fcberschaubar auszufallen schienen. \u201eMir wurde im Vorgespr\u00e4ch gesagt, das hier w\u00e4re wie in Reality-Shows.\u201c<\/p>\n<p>Als b\u00fcrge das Thema nicht ohnehin genug Streitpotenzial, \u00fcberreichte Fleischhauer seinem Gast auch noch ein provokantes Geschenk. Dem \u201eChe Guevara aus Offenbach\u201c hatte er ein zum Titel passendes T-Shirt mitgebracht, auf dem das Konterfei des Guerillaf\u00fchrers und eine \u201eViva la revoluci\u00f3n\u201c-Parole gedruckt waren. \u201eIch habe gewisse Parallelen entdeckt\u201c, begr\u00fcndete Fleischhauer die Wahl seines Mitbringsels. \u201eAkademikerkind wie sie und hat dann \u00fcber eine Stippvisite bei Karl Marx zum revolution\u00e4ren Gestus gefunden.\u201c Vorsichtig wahrte T\u00fcrmer die Distanz. \u201eIch werde das jetzt nicht vor der Kamera anziehen.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"c-citation__body\">\n<p class=\"c-citation__text\">Ganz normale Arbeitnehmer subventionieren absurden Reichtum am anderen Ende der Gesellschaft<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Bei seiner Bewerbungsrede auf dem Juso-Parteitag hatte sich T\u00fcrmer noch weniger zur\u00fcckhaltend pr\u00e4sentiert. Dort habe dieser mit Blick auf Milliard\u00e4re gesagt, er wolle, dass \u201edenen das Lachen im Halse stecken bleibt und sie wieder Angst vor uns haben\u201c, beanstandete Fleischhauer. F\u00fcr ihn sei das \u201eHatespeech\u201c. Dem SPD-Politiker unterstellte er gar, sich damit an d\u00fcsteren historischen Vorbildern zu orientieren. \u201eWir haben nicht so wahnsinnig gute Erfahrungen damit gemacht, bestimmte Gruppen von Menschen zum Feindbild zu erkl\u00e4ren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin spannender Move\u201c, konterte T\u00fcrmer, \u201eweil sie damit quasi die St\u00e4rksten in der Gesellschaft zu den Opfern machen.\u201c Vielmehr bereicherten sich \u00fcberm\u00e4\u00dfig reiche Menschen auf Kosten der Allgemeinheit. \u201eGanz normale Arbeitnehmer subventionieren absurden Reichtum am anderen Ende der Gesellschaft.\u201c Die aktuell 257 Milliard\u00e4re hierzulande sollten sich Sorgen machen, dass ihnen die Sozialdemokratie vier ihrer f\u00fcnf Jachten abnehmen k\u00f6nnte. \u201eIch glaube, aktuell haben die \u00fcberhaupt gar keine Angst mehr davor, dass die SPD die politische Kraft ist, die ihnen mal ein bisschen von ihrem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Reichtum abnehmen wird.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"c-citation__body\">\n<p class=\"c-citation__text\">Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass Elon Musk weniger Geld hat, damit ihr das verteilen k\u00f6nnt mit gro\u00dfer Robin-Hood-Geste<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>T\u00fcrmer tue so, als h\u00e4tten besagte Milliard\u00e4re das Geld illegal beiseitegeschafft und damit der Gemeinschaft entzogen. \u201eNee, das ist deren Geld\u201c, insistierte Fleischhauer. \u201eEr will an das Geld anderer Leute ran, um sich damit dann als Wohlt\u00e4ter aufzuspielen. Dagegen habe ich was.\u201c Seit 2000 Jahren sei bekannt, dass Gesellschaften, die Ungleichheit zulie\u00dfen, letztlich f\u00fcr alle gerechter ausfielen. \u201eF\u00fcr mich bedeutet Gerechtigkeit nicht, dass Elon Musk weniger Geld hat, damit ihr das verteilen k\u00f6nnt mit gro\u00dfer Robin-Hood-Geste\u201c, stellte der Journalist klar.  <\/p>\n<p>\u201eDieser Typ\u201c, betonte T\u00fcrmer mit Verweis auf ein Portr\u00e4t Musks an der Studiowand, verdiene in vier Sekunden so viel Geld wie ein durchschnittlicher Mensch im Jahr. Er m\u00fcsste demnach so produktiv sein wie das ganze Bundesland Niedersachsen. \u201eEine absurde Vorstellung\u201c, klagte er. \u201eKein Mensch kann derma\u00dfen produktiv sein.\u201c Fleischhauer stellte sich sch\u00fctzend vor den Unternehmer. Dieser habe niemandem etwas weggenommen, sondern sei reich geworden, weil Menschen ihm ihr Geld anvertraut h\u00e4tten. Dem Juso-Vorsitzenden gehe es nur darum, Menschen zu bestrafen, \u201edie was k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>Abseits der inhaltlichen Gestaltung der Debatte gelang es dem Team hinter \u201eKeine Talkshow\u201c erneut mit ihrer Bildsprache innerhalb des eigentlich kargen Studio-Rechtecks zu \u00fcberzeugen. So sa\u00df Fleischhauer eine Zeitlang auf einem Thron, vor dem eine bordeauxrote Absperrkordel gespannt ist. Hinter der Absperrung hockte T\u00fcrmer auf einem Heuballen. Das war nicht sonderlich subtil, aber am\u00fcsant und vor allem ein Ausweis der Selbstironie beider Protagonisten.<\/p>\n<p>Die Kehrseite besagter Selbstdistanz bestand jedoch darin, dass beide mitunter allzu sehr wie zwei Meinungsmacher wirkten, die sich dar\u00fcber im Klaren sind, eine Rolle f\u00fcr ihr jeweiliges Publikum einzunehmen. \u201eManchmal unterstelle ich ihm, dass vieles von dem, was er sagt, vor allen Dingen Sachen sind, um zu provozieren\u201c, res\u00fcmierte der SPD-Politiker dann auch selbst im Backstage-Interview. \u201eIch habe hin und wieder einen Treffer gelandet, aber er ist stehen geblieben. Er ist ja nicht auf die Bretter gegangen\u201c, charakterisierte wiederum Fleischhauer den spielerischen Meinungsstreit. \u201eDass er ein politisches Talent ist, hat man, glaube ich, gesehen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei \u201eKeine Talkshow \u2013 Eingesperrt mit Jan Fleischhauer\u201c diskutiert der Juso-Chef T\u00fcrmer mit dem titelgebenden Journalisten \u00fcber Verteilungsgerechtigkeit.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":936298,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1773],"tags":[29,714,214,40759,30,15515,93159,9411,148583,713,110,56740,471,1780,184,45,100457,4066,215,1448],"class_list":["post-936297","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-serien","tag-deutschland","tag-elon","tag-entertainment","tag-fleischhauer","tag-germany","tag-jan","tag-jungsozialisten-jusos-ks","tag-lippe-dominik","tag-milliardaere-ks","tag-musk","tag-newsteam","tag-philipp","tag-serien","tag-series","tag-spd","tag-texttospeech","tag-tuermer","tag-tv-kritik","tag-unterhaltung","tag-zdf"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116382711609334045","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/936297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=936297"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/936297\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/936298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=936297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=936297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=936297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}