{"id":937685,"date":"2026-04-11T12:04:17","date_gmt":"2026-04-11T12:04:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/937685\/"},"modified":"2026-04-11T12:04:17","modified_gmt":"2026-04-11T12:04:17","slug":"der-beschlossene-mobile-drogenkonsumraum-fuer-leipzig-kommt-erst-einmal-nicht-video-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/937685\/","title":{"rendered":"Der beschlossene mobile Drogenkonsumraum f\u00fcr Leipzig kommt erst einmal nicht + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Die Haushaltsklemme der Stadt Leipzig schl\u00e4gt auch auf die Hilfsangebote im Bereich der ambulanten Versorgung suchtkranker und psychisch kranker Menschen durch. Im Doppelhaushalt 2027\/2028 wird nicht mehr Geld zur Verf\u00fcgung stehen als im Haushalt 2025\/2026. Aber was bedeutet das, wenn immernoch einige wichtige Vorhaben nicht umgesetzt sind, wollte die Linksfraktion wissen. Und insbesondere zum eigentlich beschlossenen mobilen Drogenkonsumraum fragte in der Ratsversammlung am 26. M\u00e4rz Linke-Stadtrat Volker K\u00fclow extra nach.<\/p>\n<p>Denn Leipzig hat \u2013 auch als zentraler Umsatzort f\u00fcr Drogen in Westsachsen \u2013 ein Drogenproblem. Und das nimmt seit einigen Jahren sp\u00fcrbar zu. <a href=\"http:\/\/www.diesachsen.de\/soziales\/20-drogentote-in-sachsen-linke-erwartet-mehr-unterstuetzung-3120322\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Mindestens 20 Menschen sind 2025 in Sachsen infolge des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben<\/a>. Gleichzeitig musste die Zahl f\u00fcr 2024 nach oben korrigiert werden \u2013 mit sechs nacherfassten Todesf\u00e4llen liegt deren Zahl nun bei 34. Mit 17 Toten gab es in den beiden Jahren mit Abstand die meisten F\u00e4lle in Leipzig. Hauptsubstanzen waren Methamphetamin, Heroin und Fentanyl, auch in Verbindung mit anderen Drogen.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/255580f1650e44fda97d13b1ba1f2261.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/gesundheit\/2026\/04\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/gesundheit\/2026\/04\/1\"\/><\/p>\n<p>Dabei war <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2029497&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">die Auskunft des Sozialdezernats<\/a> schon ern\u00fcchternd genug, denn die gleichbleibenden Mittel in den Jahren 2027\/2028 bedeuten nun einmal in der Folge, dass in vielen Bereichen wahrscheinlich die Beratungsangebote gek\u00fcrzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Drogenpolitik klingt das in der Antwort des Sozialdezernats zum Beispiel so: \u201eEtwaige Auswirkungen lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschlie\u00dfend bewerten. Es ist jedoch m\u00f6glich, dass fachpolitische Zielsetzungen und aktuelle Standards in den Bereichen der psychiatrischen Versorgung und der Suchthilfe sowie Suchtpr\u00e4vention nicht l\u00e4nger im derzeitigen Umfang aufrechterhalten werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Kein Geld f\u00fcr den Drogenkonsumraum<\/p>\n<p>In der Ratsversammlung am 26. M\u00e4rz fragte Linke-Stadtrat Volker K\u00fclow dann extra noch einmal<a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2024\/12\/der-stadtrat-tagte-leipzig-mobiler-drogenkonsumraum-612790\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> nach dem 2024 vom Stadtrat beschlossenen mobilen Drogenkonsumraum<\/a>. Doch der wird erst einmal nicht kommen, best\u00e4tigte Sozialb\u00fcrgermeisterin Dr. Martina M\u00fcnch. Weil daf\u00fcr schlicht im Haushalt kein Geld vorhanden ist.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Linksfraktion aber ist diese Nichtumsetzung aber sogar gef\u00e4hrlich, gerade da, wo es um medizinische Notf\u00e4lle und riskanten Konsum geht. Denn ein Instrument zum Schutz der Betroffenen w\u00e4re ein \u2013 betreuter \u2013 Drogenkonsumraum.<\/p>\n<p>\u201eJeder Todesfall infolge des Drogenkonsums ist einer zu viel. Oft sind \u00dcberdosierung, verunreinigte Substanzen oder Mischkonsum urs\u00e4chlich. Das ist vermeidbar, indem Ans\u00e4tze zur Schadensminimierung gest\u00e4rkt werden\u201c, erkl\u00e4rt dazu Linke-Stadtr\u00e4tin Juliane Nagel, Mitglied im Drogenbeirat der Stadt Leipzig.<\/p>\n<p>\u201eLeipzig hat ein fertiges Konzept f\u00fcr einen Drogenkonsumraum \u2013 Ausstattung, Tr\u00e4ger und Mitarbeitende sind bereit. Aufgrund der schwierigen Haushaltslage musste das Projekt allerdings auf Eis gelegt werden. Dabei ist klar, dass Drogenkonsumr\u00e4ume Leben retten, Risiken minimieren und Wege in Hilfesysteme \u00f6ffnen k\u00f6nnen. Wir dr\u00e4ngen darauf, dass das Projekt im n\u00e4chsten Doppelhaushalt endlich gestartet wird.\u201c<\/p>\n<p>Nur sieht die Sozialb\u00fcrgermeisterin gerade daf\u00fcr keine finanziellen Spielr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Leipzig verf\u00fcge zwar \u00fcber ein gutes Netz an Pr\u00e4ventions-, Beratungs- und Hilfeangeboten, betont Juliane Nagel. Doch dieses m\u00fcsste weiterhin gest\u00e4rkt und auf neue Bedarfe ausgerichtet werden. \u201eK\u00fcrzungen in diesem Bereich werden wir vehement widersprechen. Genau wie Suchtpr\u00e4vention f\u00fcr junge Menschen gut aufgestellt sein muss, m\u00fcssen es auch Beratungs- und Behandlungsangebote f\u00fcr Menschen aller Generationen\u201c, so die Stadtr\u00e4tin.<\/p>\n<p>\u201eSorgen bereiten uns die schwierigen Lebenslagen, in welchen sich viele riskant Konsumierende befinden: Physische und psychische Erkrankungen und Wohnungslosigkeit nehmen zu. Wir m\u00fcssen den Blick auf die St\u00e4rkung und Verzahnung der Hilfesysteme richten \u2013 der individuelle Mensch und seine Stabilisierung m\u00fcssen dabei im Mittelpunkt stehen.\u201c<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Haushaltsklemme der Stadt Leipzig schl\u00e4gt auch auf die Hilfsangebote im Bereich der ambulanten Versorgung suchtkranker und psychisch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":937686,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[3364,29,65121,28929,30,71,859,1108,5329],"class_list":["post-937685","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-de","tag-deutschland","tag-drogenhilfe","tag-drogenkonsumraum","tag-germany","tag-leipzig","tag-sachsen","tag-stadtrat","tag-video"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116385983679234827","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/937685","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=937685"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/937685\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/937686"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=937685"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=937685"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=937685"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}