{"id":939028,"date":"2026-04-12T00:53:22","date_gmt":"2026-04-12T00:53:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/939028\/"},"modified":"2026-04-12T00:53:22","modified_gmt":"2026-04-12T00:53:22","slug":"die-reeperbahn-400-jahre-und-stetig-im-wandel-servicethema-reise-tourismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/939028\/","title":{"rendered":"Die Reeperbahn \u2013 400 Jahre und stetig im Wandel | Servicethema Reise &#038; Tourismus"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Eva Decker ist keine Hamburgerin. Und doch gibt es, wenn es um die Geschichte der Reeperbahn geht, kaum eine kundigere G\u00e4stef\u00fchrerin als die geb\u00fcrtige Wienerin.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">F\u00fcr Decker ist die Geschichte von St. Pauli und damit die der Reeperbahn zu einem Lebensthema geworden. Zehn Jahre lang war sie wissenschaftliche Leiterin des St. Pauli Museums.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">Dieses Museum \u2013 nicht zu verwechseln mit dem FC St. Pauli \u2013 gibt es nicht mehr. Also hat die 52-J\u00e4hrige ausgew\u00e4hlte Exponate an verschiedenen Originalschaupl\u00e4tzen platziert. Der Titel ihrer F\u00fchrung: \u00abReliquien der Reeperbahn\u00bb. Die Stra\u00dfe feiert dieses Jahr ihren 400. Geburtstag.<\/p>\n<p>Anf\u00e4nge der Am\u00fcsierkultur<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZEpPb28wekFtNWxKMXEvS2IzdGJybmhVOTJPYXR6YnFVWUdveWt6aXcwVjY\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272881.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"400 Jahre Reeperbahn steht auf dieser Multimedia-Leinwand auf dem Spielbudenplatz: Die Meile feiert runden Geburtstag. - \u00a9 Marcus Brandt\/dpa\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272881.webp.webp\" alt=\"400 Jahre Reeperbahn steht auf dieser Multimedia-Leinwand auf dem Spielbudenplatz: Die Meile feiert runden Geburtstag. - \u00a9 Marcus Brandt\/dpa\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>400 Jahre Reeperbahn steht auf dieser Multimedia-Leinwand auf dem Spielbudenplatz: Die Meile feiert runden Geburtstag.<br \/>\n(\u00a9 Marcus Brandt\/dpa\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Die Runde beginnt bei den \u00abTanzenden T\u00fcrmen\u00bb. Die zwei markanten Hochh\u00e4usern markieren den \u00f6stlichen Eingang. Von hier bis zum Nobistor, dem anderen Ende der Reeperbahn, sind es rund 930 Meter. \u00abAb 1626 wurden hier Schiffstaue hergestellt\u00bb, sagt die freiberufliche Historikerin Decker.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZFAyMStkQTJVNHU3bGpZd3dISE9MdzB1Q0daOEJuanF2VmR1T3d0aCs5anc\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272859.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Die \u00abTanzenden T\u00fcrme\u00bb und das \u00abArcotel Onyx\u00bb markieren das \u00f6stliche Ende der Reeperbahn. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272859.webp.webp\" alt=\"Die \u00abTanzenden T\u00fcrme\u00bb und das \u00abArcotel Onyx\u00bb markieren das \u00f6stliche Ende der Reeperbahn. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Die \u00abTanzenden T\u00fcrme\u00bb und das \u00abArcotel Onyx\u00bb markieren das \u00f6stliche Ende der Reeperbahn.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Den Reepschl\u00e4gern, die vorher im Schatten des nahen Michel ihre Taue fertigten und wegen des Baues der Wallanlagen umziehen mussten, verdankt die Stra\u00dfe ihren Namen. Es waren angesehene und gut bezahlte Handwerker. Die Schiffstakelage, die sie herstellten, mussten einiges aushalten.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Fr\u00fche Hinweise auf ihr Wirken finden sich auch in einer Karte von 1786, die Decker nun hochh\u00e4lt. In dieser Karte war die Reeperbahn noch eine staubige Landstra\u00dfe au\u00dferhalb der Stadtmauern von Hamburg. Dann zeigt Decker eine Lithographie aus dem Jahre 1826: Man sehe \u00abflanierendes Bildungsb\u00fcrgertum\u00bb und im Hintergrund den \u00abTrichter\u00bb. Anfangs ein schlichter Pavillon wurde er sp\u00e4ter ein popul\u00e4res Konzerthaus.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZEpJNm5QZHZqbmRUM2JTY3JFUUtHQXBtdnptTmgvMUkraE53Mi9tWEYra2E\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272869.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Die Historikerin Eva Decker kennt die Geschichte der Reeperbahn wie kaum jemand sonst. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272869.webp.webp\" alt=\"Die Historikerin Eva Decker kennt die Geschichte der Reeperbahn wie kaum jemand sonst. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Die Historikerin Eva Decker kennt die Geschichte der Reeperbahn wie kaum jemand sonst.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Der Trichter markiert die Anf\u00e4nge der Am\u00fcsierkultur auf St. Pauli. Im \u00abArcotel Onyx\u00bb, einem Hotel neben den Tanzenden T\u00fcrmen, pr\u00e4sentiert Decker in einer Vitrine das feine Besteck, mit dem einst im Trichter getafelt wurde. Dann holt sie ein Fotoalbum heraus, mit Autogrammkarten und Bildern aus dem Trichter, aufgenommen in den 1940er Jahren \u2013 auch in der NS-Zeit lief das Variet\u00e9-Programm weiter.<\/p>\n<p>Ein St\u00fcck Tankstelle in der Tiefgarage<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZEtqL0Z5RDFUcHRZNFd4SlRVcXpxbkNRVmlIMy9pdHJlY21NS0VkZmkrK04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272875.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Von einem Bauzaun abgeschirmte Brachfl\u00e4che am Spielbudenplatz: Auf dem Kiez nennt man sie den \u00abPlatz der leeren Versprechungen\u00bb. - \u00a9 Jonas Walzberg\/dpa\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272875.webp.webp\" alt=\"Von einem Bauzaun abgeschirmte Brachfl\u00e4che am Spielbudenplatz: Auf dem Kiez nennt man sie den \u00abPlatz der leeren Versprechungen\u00bb. - \u00a9 Jonas Walzberg\/dpa\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Von einem Bauzaun abgeschirmte Brachfl\u00e4che am Spielbudenplatz: Auf dem Kiez nennt man sie den \u00abPlatz der leeren Versprechungen\u00bb.<br \/>\n(\u00a9 Jonas Walzberg\/dpa\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Fast zeitgleich entstand ein Foto, das Bauarbeiten auf dem benachbarten Spielbudenplatz zeigt, \u00abdem Kulturpflaster St. Paulis\u00bb. Damals entstand hier ein Bunker, der nach dem Krieg, so planten es bereits die Nationalsozialisten, als Tiefgarage genutzt werden sollte.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZE1QeUp4R0FUckFkU0RYRVdvNGVrcm5TaTZiWG1sYnN5UEpaQkZqMkw3U04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272879.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Ber\u00fchmtes Polizeirevier: die Davidwache nahe der Reeperbahn. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272879.webp.webp\" alt=\"Ber\u00fchmtes Polizeirevier: die Davidwache nahe der Reeperbahn. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Ber\u00fchmtes Polizeirevier: die Davidwache nahe der Reeperbahn.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Decker lotst ihre G\u00e4ste durch die Tiefgarage zu einem Schild, dass so ziemlich das Einzige ist, was von der legend\u00e4ren Esso-Tankstelle geblieben ist, die fr\u00fcher jeder Kiezg\u00e4nger kannte, weil man dort rund um die Uhr tanken konnte. Seit 2014 klafft eine gro\u00dfe Brache, wo die Tankstelle stand. Im Kiezjargon der \u00abPlatz der leeren Versprechungen\u00bb.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZEZrSzZGOXZjUCtjb3JNNUFrOWVuU3JTam9peS9xR2k5cmxXelBPWXdVMkc\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272867.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Sichtblenden stehen am Zugang zur Herbertstra\u00dfe - dahinter bieten Sexarbeiterinnen ihre Dienste an. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272867.webp.webp\" alt=\"Sichtblenden stehen am Zugang zur Herbertstra\u00dfe - dahinter bieten Sexarbeiterinnen ihre Dienste an. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Sichtblenden stehen am Zugang zur Herbertstra\u00dfe &#8211; dahinter bieten Sexarbeiterinnen ihre Dienste an.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">In der unmittelbaren Nachbarschaft sind die Holzbuden, die Schausteller Ende des 18. Jahrhunderts errichteten, l\u00e4ngst Spielst\u00e4tten gehobener Unterhaltung gewichen. Einige, wie das Panoptikum oder das St. Pauli Theater, haben mehr als ein Jahrhundert auf dem Buckel.<\/p>\n<p>Die Wache gegen\u00fcber von St. Liederlich<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">Das gilt auch f\u00fcr die Davidwache, die ihren Sitz seit 1914 mitten im Am\u00fcsierviertel hat. \u00abStrategisch g\u00fcnstig gelegen\u00bb, sagt Decker.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xU0RCUzNOWmo1QlUyZHZYbVhUNTRsYkhnNldRd2YxTDZTbWNDbGRlZldRRGU3WjkyZEFwY1Z6b2QxdG1Jd2VzRVNXVnRzbGJLd1VpNW9nRU85WjlRamJDdE1JTTdJc0paR1gxUC92Y0x2RFF0WkF0SllLZklzY3JoN3NBekxXWWM\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272861.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"T\u00e4towierer Marco Apfler ist eine Kiez-Bekanntheit. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272861.webp.webp\" alt=\"T\u00e4towierer Marco Apfler ist eine Kiez-Bekanntheit. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>T\u00e4towierer Marco Apfler ist eine Kiez-Bekanntheit.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"em_text\">Denn auf der anderen Stra\u00dfenseite beginnt \u00abSt. Liederlich\u00bb, wie diese Ecke schon in den 1840er Jahren genannt wurde. Damals gab es in der Davidstra\u00dfe mehrere gr\u00f6\u00dfere Bordelle. In der Zeit entdeckten die Seeleute das Viertel. Kurz zuvor war in H\u00f6he der heutigen Landungsbr\u00fccken ein neuer Hafen entstanden. Das Gewerbe expandierte.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZE1NSjhRMlVTb3ZaQnYrMEJQbEFURC92SDRuL3QwUjgxN0lhdkpMMFpoQVo\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272883.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Franz Stenzel zeigt im \u00abSalon Harry\u00bb den Grund, warum sein Gesch\u00e4ft \u00fcber die Grenzen Hamburgs bekannt ist: eine ber\u00fchmte Band aus Liverpool. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272883.webp.webp\" alt=\"Franz Stenzel zeigt im \u00abSalon Harry\u00bb den Grund, warum sein Gesch\u00e4ft \u00fcber die Grenzen Hamburgs bekannt ist: eine ber\u00fchmte Band aus Liverpool. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Franz Stenzel zeigt im \u00abSalon Harry\u00bb den Grund, warum sein Gesch\u00e4ft \u00fcber die Grenzen Hamburgs bekannt ist: eine ber\u00fchmte Band aus Liverpool.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz21\" class=\"em_text\">Um 1900 reagierte die Stadt und erlaubte Bordelle nur noch in wenigen Stra\u00dfen, von denen die Herbertstra\u00dfe heute die bekannteste ist. Die Sichtblenden zu beiden Seiten dieser Stra\u00dfe wurden 1933 von den Nationalsozialisten errichtet, die das Gewerbe eind\u00e4mmen und kontrollieren wollten. Seit 2024 stehen die Sichtblenden unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p>Eine Meile im Wandel<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xU0RCUzNOWmo1QlUyZHZYbVhUNTRsYkhnNldRd2YxTDZTbWNDbGRlZldRRGU3WjkyZEFwY1Z6b2QxdG1Jd2VzRVNXVnRzbGJLd1VpNW9nRU85WjlRamFnWFcreGIwNnd0K1daNk5VazZUajRpaGF3VHk2cXpybnpjTE40bGQzL3U\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272865.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Ein Ort zum Niederknien f\u00fcr Beatles-Fans: Auf diesen St\u00fchlen wurden die Pilzk\u00f6pfe der Band vollendet. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272865.webp.webp\" alt=\"Ein Ort zum Niederknien f\u00fcr Beatles-Fans: Auf diesen St\u00fchlen wurden die Pilzk\u00f6pfe der Band vollendet. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Ein Ort zum Niederknien f\u00fcr Beatles-Fans: Auf diesen St\u00fchlen wurden die Pilzk\u00f6pfe der Band vollendet.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz23\" class=\"em_text\">Am Hans-Albers-Platz stoppt Decker vor einem Laden, der \u00abRotlicht\u00bb hei\u00dft. Im Schaufenster: ein Paar knallrote Moonboots. Sie w\u00e4rmten einst die F\u00fc\u00dfe einer Prostituierten. Und doch ist \u00abdie s\u00fcndigste Meile der Welt\u00bb ein Bild, das nicht mehr so ganz passen will, weil die Reeperbahn sich wandelt: immer weniger Rotlicht, immer mehr Musik- und Unterhaltungsprogramm.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZElTTVpkNzNKNmxwbG90dW01aEdyS0lrbVk0MGMrT0F6cFd0aFFGS0hUdjA\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272873.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Bassgitarren h\u00e4ngen in der Kneipe \u00abZwick\u00bb: Es soll sich um die weltweit gr\u00f6\u00dfte Sammlung handeln. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272873.webp.webp\" alt=\"Bassgitarren h\u00e4ngen in der Kneipe \u00abZwick\u00bb: Es soll sich um die weltweit gr\u00f6\u00dfte Sammlung handeln. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Bassgitarren h\u00e4ngen in der Kneipe \u00abZwick\u00bb: Es soll sich um die weltweit gr\u00f6\u00dfte Sammlung handeln.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz25\" class=\"em_text\">Es ist eine Gemengelage, die fasziniert, die Touristen von nah und fern anlockt, P\u00e4rchen und Punker genauso wie Landfrauen-Gruppen und Junggesellenabschiede.<\/p>\n<p id=\"absatz26\" class=\"em_text\">Sicher, wenn ein Szene-Typ wie Marco Apfler um die Ecke kommt, dann drehen sich die Leute um, dann lebt vielleicht auch das eine oder andere Vorurteil auf. Der T\u00e4towierer, selbst von Kopf bis Fu\u00df zugestochen, ist quasi ein Werbetr\u00e4ger in eigener Sache und hat keine Scheu, sich ablichten zu lassen. Schon gar nicht, wenn man mit Eva Decker unterwegs ist. Man kennt sich im Viertel.<\/p>\n<p>Frisieren lassen wie die Beatles<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZEc1akUzYVc1UDh0ekVrMGp2Ym5rVHFEMkJ0Rmx2RVYxSHZTNC8xcFkyS3E\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272877.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Signiert von Paul McCartney: Dieser Bass ist das Highlight der \u00abZwick\u00bb-Sammlung. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272877.webp.webp\" alt=\"Signiert von Paul McCartney: Dieser Bass ist das Highlight der \u00abZwick\u00bb-Sammlung. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Signiert von Paul McCartney: Dieser Bass ist das Highlight der \u00abZwick\u00bb-Sammlung.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz28\" class=\"em_text\">Und dann waren da ja noch die Beatles. Die Liverpooler Jungs kamen 1960, noch g\u00e4nzlich unbekannt, nach Hamburg. Ihre Musik: Rock &#8217;n&#8216; Roll. Ihr Haarschnitt: von gestern.<\/p>\n<p id=\"absatz29\" class=\"em_text\">Astrid Kirchherr, eine Hamburger Fotografin, machte nicht nur die ersten professionellen Bilder der Band, sondern soll auch zur Schere gegriffen haben. Formvollendet wurden die ber\u00fchmten Pilzk\u00f6pfe dann schr\u00e4g gegen\u00fcber der Davidwache \u2013 im Salon Harry, Hamburgs \u00e4ltestem Herrenfriseur.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETW5XUTRFSU9DbDlubG9BbmlHZ1ZJRGFYRyszMWJhMkFndkp3OUZlNWhNdFdUMjVlYnRWb1ZmdnNkcjdmUFB5ZEtVMVhRM04xLzYvaWpVMnJaSVBFQnk2V3BKYnBxRXMwNEF0OENNeHoyNXo\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272863.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Ekkehart Opitz steht in seinem Erotic Art Museum. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260412-0007-urn-newsml-dpa-com-20090101-260411-935-1272863.webp.webp\" alt=\"Ekkehart Opitz steht in seinem Erotic Art Museum. - \u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Ekkehart Opitz steht in seinem Erotic Art Museum.<br \/>\n(\u00a9 Wolfgang Stelljes\/dpa-tmn)<\/p>\n<p id=\"absatz31\" class=\"em_text\">Noch heute lassen sich hier Bands, die auf der Reeperbahn auftreten, vorab die Haare richten, erz\u00e4hlt Franz Stenzel, einer der Betreiber des Salons. Die Beatles selbst hat er nicht erlebt. Sein prominentester Kunde war Uwe Seeler, Hamburgs ber\u00fchmtester Fu\u00dfballer.<\/p>\n<p id=\"absatz32\" class=\"em_text\">Beatles-Fans kommen heute noch regelm\u00e4\u00dfig und knien vor den alten Friseurst\u00fchlen nieder. Eine weitere Pilgerst\u00e4tte ist das \u00abZwick\u00bb, halb Kneipe, halb Museum, mit der weltweit gr\u00f6\u00dften Sammlung an Bassgitarren, darunter \u2013 sicher verwahrt hinter Glas und handsigniert \u2013 eine von Paul McCartney.<\/p>\n<p>Bl\u00e4ttern in den Nackedei-Magazinen<\/p>\n<p id=\"absatz33\" class=\"em_text\">Gegen Ende der Tour steuert Decker das Erotic Art Museum an. Besucher k\u00f6nnen hier \u00abin den ersten Nackedei-Magazinen\u00bb bl\u00e4ttern und einige der vielen Briefe lesen, die in den 1980er Jahren an Domenica Niehoff geschrieben wurden, zu jener Zeit die prominenteste Prostituierte Deutschlands.<\/p>\n<p id=\"absatz34\" class=\"em_text\">Ekkehart Opitz hat das kleine private Museum gegr\u00fcndet. Er steht neben einer lebensgro\u00dfen Werbetafel mit einem Pin-up-Girl und erl\u00e4utert die Gesetzgebung, mit der zu Kaisers Zeiten das Ausstellen unz\u00fcchtiger Schriften und Abbildungen unter Strafe gestellt wurde. Sein Museum ist voll davon.<\/p>\n<p>Links und Tipps<\/p>\n<p id=\"absatz35\" class=\"em_text\">Die Feierlichkeiten zum 400. Geburtstag der Reeperbahn beginnen offiziell am 30. April auf dem Spielbudenplatz. Geplant sind zahlreiche weitere Veranstaltungen. N\u00e4heres unter: <a class=\"externalLink\" href=\"http:\/\/www.400jahre-reeperbahn.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.400jahre-reeperbahn.de<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz36\" class=\"em_text\">Informationen zu Eva Decker und ihren Touren gibt es unter <a class=\"externalLink\" href=\"http:\/\/www.eva-decker.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.eva-decker.de<\/a>, zum Erotic Art Museum von Ekkehart Opitz unter <a class=\"externalLink\" href=\"https:\/\/erotic-art-museum.com\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.erotic-art-museum.com<\/a>. Gemeinsam arbeiten Decker und Opitz an einem \u00abMuseum ohne Mauern\u00bb, das die Geschichte der Reeperbahn auch \u00fcber das Jubil\u00e4umsjahr hinaus dezentral erlebbar macht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eva Decker ist keine Hamburgerin. Und doch gibt es, wenn es um die Geschichte der Reeperbahn geht, kaum&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":939029,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1826],"tags":[29,459,30,692,5349,35490,624,2289,4562,34210,2020,53704,10934,1704,73800,1163,8665],"class_list":["post-939028","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hamburg","tag-deutschland","tag-fc-st-pauli","tag-germany","tag-hamburg","tag-inspireme","tag-kiez","tag-ratgeber","tag-reeperbahn","tag-reise","tag-spielbudenplatz","tag-st-pauli","tag-st-paulis","tag-tankstelle","tag-the-beatles","tag-tmn7200","tag-tourismus","tag-tpds"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116389007782746332","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=939028"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939028\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/939029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=939028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=939028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=939028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}