{"id":939169,"date":"2026-04-12T02:21:15","date_gmt":"2026-04-12T02:21:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/939169\/"},"modified":"2026-04-12T02:21:15","modified_gmt":"2026-04-12T02:21:15","slug":"zahl-der-eichenprozessionsspinner-im-norden-steigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/939169\/","title":{"rendered":"Zahl der Eichenprozessionsspinner im Norden steigt"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eine Schmetterlingsart, die Eichen liebt, breitet sich auch im Norden immer weiter aus. \u00abIn Hamburg verzeichnen wir seit einigen Jahren einen leichten, aber kontinuierlichen Anstieg des Eichenprozessionsspinners\u00bb, teilte ein Sprecher der Hamburger Umweltbeh\u00f6rde der dpa mit. In den letzten f\u00fcnf Jahren war die Zahl der Schmetterlingsraupen demnach gestiegen.<\/p>\n<p>Hinweise auf ein exponentielles Wachstum oder extreme Ausschl\u00e4ge, die nicht mehr kontrollierbar w\u00e4ren, gibt es allerdings nicht. \u00abDieser Anstieg bewegt sich weiterhin im lokalen Bereich und unterliegt ebenso den nat\u00fcrlichen Schwankungen.\u00bb<\/p>\n<p>Als Eichenstadt &#8211; allein im Stra\u00dfenbaumkataster sind rund 42.000 Stieleichen verzeichnet &#8211; stehen dem Eichenprozessionsspinner in der gesamten Stadt potenziell geeignete Lebensr\u00e4ume zur Verf\u00fcgung, teilte der Sprecher mit. Eine detaillierte Aufschl\u00fcsselung nach betroffenen Gebieten gibt es nicht, da der Eichenprozessionsspinner sowohl auf Privatgrundst\u00fccken als auch auf \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen auftreten kann. Allerdings werden potenziell st\u00e4rker betroffene Bereiche durch Warnhinweise gekennzeichnet.<\/p>\n<p>Was Hamburg gegen die Insekten tut<\/p>\n<p>Wird ein Nest oder ein befallener Baum entdeckt, ist laut Beh\u00f6rde grunds\u00e4tzlich der Eigent\u00fcmer des Grundst\u00fccks daf\u00fcr verantwortlich. Bei st\u00e4dtischen Fl\u00e4chen k\u00fcmmere sich die zust\u00e4ndige Dienststelle darum, eine m\u00f6gliche Gefahr zu beseitigen. Besonders in stark genutzten Bereichen wie Spielpl\u00e4tzen oder Parks empfiehlt die Beh\u00f6rde, Nester oder Befall zu entfernen &#8211; Naturschutzgebiete sind davon ausgenommen.<\/p>\n<p>\u00abHamburg setzt bei der Bek\u00e4mpfung des Eichenprozessionsspinners auf bew\u00e4hrte und \u00f6kologisch vertretbare Strategien\u00bb, teilte der Sprecher mit. Nester werden gezielt dort entfernt, wo es erforderlich ist. Die am h\u00e4ufigsten eingesetzte Methode sei das Absaugen der Nester.<\/p>\n<p>Der Eichenprozessionsspinner werde in Hamburg allerdings im Rahmen der sogenannten Klimaanpassungsstrategie ber\u00fccksichtigt. Fachleute pr\u00fcfen demnach fortlaufend, ob bestehende Monitorings und Warnsysteme \u2013 etwa zu Pollen, Ozon oder dem Eichenprozessionsspinner \u2013 aufgenommen oder weiter optimiert werden.<\/p>\n<p>Verglichen mit den Vorjahren sei der Befall 2025 laut Umweltbeh\u00f6rde unauff\u00e4llig gewesen. Im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner waren 2022 zum Beispiel zeitweise Lastwagen-Parkpl\u00e4tze an der A1 in Hamburg gesperrt.<\/p>\n<p>Keine besonderen Befallssituationen in Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Art in Hamburg aufgrund des w\u00e4rmeren Stadtklimas schon \u00fcberall erwartet werden kann, etabliert sich der Eichenprozessionsspinner in Schleswig-Holstein nun langsam im S\u00fcden und S\u00fcdosten, teilte eine Sprecherin des zust\u00e4ndigen Landesamtes f\u00fcr Umwelt der dpa mit.<\/p>\n<p>Es seien aktuell keine besonderen Befallssituationen in Schleswig-Holstein bekanntgeworden. \u00abDie Art gilt als w\u00e4rmeliebend, insofern ist nach dem kalten Winter und k\u00fchlen Fr\u00fchjahr eher eine geringere Befallssituation zu erwarten.\u00bb<br \/>\nIm vergangenen Jahr konnte der Schmetterling demnach im ganzen Land nachgewiesen werden, eine \u00abVermehrung (Raupenfunde) beschr\u00e4nkte sich aber auf den S\u00fcden des Landes\u00bb, teilte das Landesamt mit. Nach eigenen Erhebungen sterben demnach aber auch dort viele Raupen vor der endg\u00fcltigen Entwicklung ab &#8211; so auch 2025. \u00abSchleswig-Holstein ist (noch) nicht im klimatischen Gunstraum der Art angekommen.\u00bb<\/p>\n<p>Der Falter ist laut Gesundheitsministerium in Schleswig-Holstein 2011 erstmals aufgetreten. \u00abDie zunehmenden Jahresmitteltemperaturen lassen ein weiteres Vordringen nach Norden erwarten.\u00bb<\/p>\n<p>Eichenprozessionsspinner ist heimisch<\/p>\n<p>Trotz seiner gesundheitlichen Risiken ist der Eichenprozessionsspinner ein heimischer Bestandteil unserer \u00d6kosysteme, teilte die Umweltbeh\u00f6rde mit. \u00abSeine Raupen dienen zahlreichen Arten \u2013 darunter V\u00f6geln, Flederm\u00e4usen und Insekten \u2013 als wichtige Nahrungsquelle und sind damit Teil komplexer Nahrungsnetze.\u00bb<\/p>\n<p>Der Eichenprozessionsspinner ist \u00fcbrigens ein graubrauner Nachtfalter, dessen Raupen vor allem im Mai und Juni f\u00fcr den Menschen gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen. Sie ern\u00e4hren sich von den Bl\u00e4ttern und Knospen verschiedener Eichenarten. Die mikroskopisch kleinen Brennhaare der Schmetterlingsraupen k\u00f6nnen beim Menschen stark juckende allergische Hautreaktionen sowie Entz\u00fcndungen an den Augen hervorrufen.<\/p>\n<p>Auch die oberen Atemwege k\u00f6nnen betroffen sein. Die Raupen sollte man daher nicht ber\u00fchren. In Kontakt mit den Brennhaaren k\u00f6nnen Menschen allerdings auch durch Verwehungen kommen. Ein Kontakt ist aber auch \u00fcber die Gespinstnester m\u00f6glich &#8211; die Brennhaare k\u00f6nnen dort bis zu zw\u00f6lf Jahre \u00fcberdauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Schmetterlingsart, die Eichen liebt, breitet sich auch im Norden immer weiter aus. \u00abIn Hamburg verzeichnen wir seit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":939170,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692,45],"class_list":{"0":"post-939169","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg","11":"tag-texttospeech"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116389353049890925","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=939169"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/939169\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/939170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=939169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=939169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=939169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}