{"id":939173,"date":"2026-04-12T02:23:55","date_gmt":"2026-04-12T02:23:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/939173\/"},"modified":"2026-04-12T02:23:55","modified_gmt":"2026-04-12T02:23:55","slug":"stromausfall-in-berlin-belastete-gesundheitssystem-massiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/939173\/","title":{"rendered":"Stromausfall in Berlin belastete Gesundheitssystem massiv"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Stromausfall in Berlin belastete Gesundheitssystem massiv<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Power-outage-in-Berlin-massively-burdened-the-healthcare-system-11134039.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Berliner-Anschlag-auf-Stromversorgung-Mehrere-Systeme-gleichzeitig-beschaedigt-11131936.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz<\/a> hat nach Einsch\u00e4tzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) grundlegende Schw\u00e4chen der kritischen Infrastruktur offengelegt. \u201eDie j\u00fcngsten Ereignisse verdeutlichten die Verwundbarkeit unserer allgemeinen Infrastruktur\u201c, erkl\u00e4rte ein Sprecher der DKG auf Anfrage. Dies betreffe nicht nur Angriffe auf die Stromversorgung, sondern auch \u201eDrohnen\u00fcberfl\u00fcge \u00fcber Flugh\u00e4fen oder Cyberattacken\u201c.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>\u201eEs reicht daher nicht, wenn Krankenh\u00e4user allein resilient sind\u201c, denn Kliniken seien \u201ezwingend auf eine funktionierende Gesamtinfrastruktur angewiesen\u201c, so die DKG. F\u00e4llt die Stromversorgung gro\u00dffl\u00e4chig aus, habe das \u201edirekte Auswirkungen auf die Versorgung\u201c. Zwar verf\u00fcgten Krankenh\u00e4user in der Regel \u00fcber Notstromaggregate, diese sicherten jedoch \u201enur eine Grundversorgung \u00fcber begrenzte Zeit\u201c, ein vollst\u00e4ndiger, regul\u00e4rer Betrieb lasse sich damit \u201enicht dauerhaft gew\u00e4hrleisten\u201c. Resilienz sei deshalb \u201eeine gesamtgesellschaftliche Aufgabe\u201c.<\/p>\n<p>Ein von der DKG beauftragtes Gutachten zeigt, dass allein zum Schutz vor Cyberangriffen und Sabotage Investitionen von rund 2,7 Milliarden Euro notwendig seien. \u201eBer\u00fccksichtigt man zus\u00e4tzlich m\u00f6gliche Kriegsszenarien, steigt der Investitionsbedarf im B\u00fcndnisfall auf nahezu 5 Milliarden Euro, im Verteidigungsfall sogar auf 14 bis 15 Milliarden Euro.\u201c Die aktuelle geopolitische Lage sowie der Anschlag in Berlin machten deutlich, dass \u201eResilienz und Sicherheit dauerhaft fester Bestandteil der Krankenhausstrukturen sein m\u00fcssen\u201c. Sie seien \u201eein wesentlicher und existenzieller Bestandteil der nationalen Daseinsvorsorge\u201c.<\/p>\n<p>Praxen ebenfalls beeintr\u00e4chtigt<\/p>\n<p>Auch die ambulante medizinische Versorgung war stark betroffen. <a href=\"https:\/\/www.kvberlin.de\/die-kv-berlin\/pressemitteilungen\/detailansicht\/pm260106\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Nach Angaben der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung (KV) Berlin<\/a> lagen 205 Arzt- und Psychotherapiepraxen im Stromausfallgebiet, \u00fcberwiegend haus\u00e4rztliche Einrichtungen. Die KV pr\u00fcft unter anderem Sch\u00e4den durch ausgefallene K\u00fchlung von Medikamenten und Impfstoffen sowie m\u00f6gliche Frostsch\u00e4den. Einige Praxen hatten einen eingeschr\u00e4nkten Notbetrieb f\u00fcr ihre Stammpatientinnen und -patienten eingerichtet.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlicher Notdienst<\/p>\n<p>Zur Absicherung der Versorgung hatte die KV Berlin ihre Notdienstpraxis am Charit\u00e9 Campus Benjamin Franklin zus\u00e4tzlich an zwei Tagen ge\u00f6ffnet, hie\u00df es von der dpa. Der mobile Hausbesuchsdienst des \u00c4rztlichen Bereitschaftsdienstes blieb im Einsatz. Gleichzeitig kam es laut dpa zu Verz\u00f6gerungen, weil Verkehrsprobleme, ausgefallene Klingeln und nicht funktionierende Aufz\u00fcge den Zugang zu Patientinnen und Patienten erschweren.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Auswirkungen auf Apotheken<\/p>\n<p>Auch Apotheken waren vom Blackout betroffen. <a href=\"https:\/\/www.deutsche-apotheker-zeitung.de\/news\/artikel\/2026\/01\/05\/berlin-im-dunkeln-stromausfall-legt-auch-apotheken-lahm\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Wie die Deutsche Apotheker Zeitung berichtet<\/a>, waren mehrere Apotheken im Berliner S\u00fcdwesten ohne Strom. Teilweise mussten sie schlie\u00dfen, andernorts wurde der Betrieb improvisiert aufrechterhalten \u2013 etwa durch h\u00e4ndische Dokumentation der Arzneimittelabgabe oder durch das Auslagern k\u00fchlpflichtiger Medikamente. Einzelne Apotheken konnten dank eigener Notstromsysteme weiterarbeiten und wurden zeitweise zu Anlaufstellen f\u00fcr Anwohner.<\/p>\n<p>Pflegeeinrichtungen betroffen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Stromausfall-in-Berlin-Die-Krisenkommunikation-war-am-Anfang-katastrophal-11131790.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Stromausfall hat dar\u00fcber hinaus eine breitere Debatte \u00fcber Bev\u00f6lkerungsschutz ausgel\u00f6st<\/a>. DRK\u2011Pr\u00e4sident Hermann Gr\u00f6he beklagte laut dpa fehlende Investitionen in den Zivil- und Katastrophenschutz. Auch der Vorsitzende der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, mahnte, das Gesundheitssystem sei auf gr\u00f6\u00dfere Krisen- oder Angriffsszenarien nicht ausreichend vorbereitet.<\/p>\n<p>Am Ende r\u00fcckt die Pflege in den Fokus. Der massive Stromausfall hat nach Einsch\u00e4tzung des Deutschen Pflegerats gravierende Defizite im Bev\u00f6lkerungsschutz sichtbar gemacht \u2013 insbesondere mit Blick auf pflegebed\u00fcrftige Menschen und ihre Angeh\u00f6rigen. \u201eWenn der Strom ausf\u00e4llt, geht es f\u00fcr viele pflegebed\u00fcrftige Menschen um ihre Existenz, Sicherheit und Versorgung\u201c, sagte DPR\u2011Pr\u00e4sidentin Christine Vogler. Zwar seien die 74 betroffenen Pflegeeinrichtungen inzwischen wieder mit Strom versorgt, doch der Vorfall habe gezeigt, wie abh\u00e4ngig Pflege von funktionierender Infrastruktur ist \u2013 von Strom f\u00fcr Beatmungs- und Hilfsmittel \u00fcber Heizung und Medikamente bis hin zur Erreichbarkeit ambulanter Dienste.<\/p>\n<p>Besonders belastend sei die Situation f\u00fcr Menschen in h\u00e4uslicher Pflege und ihre pflegenden An- und Zugeh\u00f6rigen gewesen. In vielen Haushalten habe die Verantwortung pl\u00f6tzlich bei wenigen Personen gelegen, teils ohne ausreichende Informationen oder erreichbare Unterst\u00fctzung. Der Pflegerat fordert daher, pflegerische Expertise sowie die Perspektive pflegender Angeh\u00f6riger systematisch in den Bev\u00f6lkerungsschutz einzubinden und entsprechende Strukturen dauerhaft zu verankern.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mack@heise.de\" title=\"Marie-Claire Koch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mack<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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