{"id":94017,"date":"2025-05-08T10:22:20","date_gmt":"2025-05-08T10:22:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/94017\/"},"modified":"2025-05-08T10:22:20","modified_gmt":"2025-05-08T10:22:20","slug":"schaerfere-co2-grenzwerte-eu-gibt-autoherstellern-mehr-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/94017\/","title":{"rendered":"Sch\u00e4rfere CO2-Grenzwerte: EU gibt Autoherstellern mehr Zeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 08.05.2025 12:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>F\u00fcr Neuwagen sollen in der Europ\u00e4ischen Union k\u00fcnftig sch\u00e4rfere CO2-Grenzwerte gelten. Die EU-Kommission gibt Autobauern nun allerdings mehr Zeit, um diese einzuhalten. Das soll der bedr\u00e4ngten Branche helfen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/jakob-mayr-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jakob Mayr\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/mayr-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Europ\u00e4ische Union will Autoherstellern mehr Spielraum geben, um sch\u00e4rfere Abgas-Grenzwerte einzuhalten. Die Abgeordneten des Europ\u00e4ischen Parlaments in Stra\u00dfburg haben dem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission mit breiter Mehrheit zugestimmt. Deren Pr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hatte vor zwei Monaten angek\u00fcndigt, den Unternehmen mehr Zeit einr\u00e4umen zu wollen, um die ab diesem Jahr geltenden strengeren CO2-Flottengrenzwerte einzuhalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeu verkaufte Pkw d\u00fcrfen nach Eintreten der \u00c4nderung nicht mehr als 93,6 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aussto\u00dfen. Bei dieser Vorgabe bleibt es zwar, doch die Autobauer m\u00fcssen sie nicht wie urspr\u00fcnglich geplant schon im laufenden Jahr einhalten, sondern bekommen daf\u00fcr nun einen Zeitraum von drei Jahren. Wenn Hersteller die Grenzwerte in diesem Jahr noch nicht erf\u00fcllen, m\u00fcssen sie 2026 oder 2027 daf\u00fcr umso besser sein. Sie k\u00f6nnen millionenschwere Strafzahlungen f\u00fcr das \u00dcberschreiten der Grenzwerte im laufenden Jahr also vermeiden, indem sie danach mehr liefern.<\/p>\n<p>    Gesetz soll schnell in Kraft treten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie christdemokratische EVP-Fraktion im EU-Parlament spricht von einem guten Signal f\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie. Die sozialdemokratische Fraktion sieht in dem Beschluss einen notwendigen Schritt im Interesse der Besch\u00e4ftigten, der den Klimaschutz nicht gef\u00e4hrdet. Das bezweifeln die Gr\u00fcnen. Sie haben gegen die \u00c4nderungen gestimmt, weil der Aufschub ihrer Ansicht nach schlecht f\u00fcr das Klima und die europ\u00e4ische Autoindustrie ist. Die EU-Botschafter haben schon gestern zugestimmt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNachdem der Rat der Mitgliedsstaaten den heutigen Parlamentsbeschluss abschlie\u00dfend gebilligt hat, wird das Gesetz im EU-Amtsblatt ver\u00f6ffentlicht und kann 20 Tage sp\u00e4ter in Kraft treten. Es soll schnell gehen, um den Autoherstellern Planungssicherheit zu geben.<\/p>\n<p>    Absatz von E-Autos schw\u00e4chelt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEU-Parlament, Mitgliedsstaaten und Kommission reagieren damit auf Forderungen von Herstellern und Zulieferern, sie angesichts des ohnehin schwierigen Gesch\u00e4ftsumfeldes nicht zus\u00e4tzlich mit hohen Geldbu\u00dfen zu belasten. Denn die Branche steckt im Umbruch: Auf fast allen gro\u00dfen europ\u00e4ischen Autom\u00e4rkten ist der Absatz im vergangenen Jahr gesunken. Auch in China und den USA gehen die Verk\u00e4ufe deutscher Hersteller zur\u00fcck. Fabriken sind nicht ausgelastet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig steht die Industrie unter Druck, Klimaschutzauflagen zu erf\u00fcllen. Daf\u00fcr m\u00fcssen die Hersteller mehr E-Autos verkaufen, doch deren Absatz schw\u00e4chelt. Nach Angaben des europ\u00e4ischen Herstellerverbandes Acea (European Automobile Manufacturers&#8216; Association) liegt ihr Marktanteil bei 15 Prozent &#8211; und damit weit entfernt von der bis Ende des Jahres angepeilten Marke von 25 Prozent. Der europ\u00e4ische Markt f\u00fcr Elektrofahrzeuge habe den entscheidenden Wendepunkt f\u00fcr die Masseneinf\u00fchrung noch nicht erreicht, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-182066.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Hans-Joachim Vieweger, ARD Berlin, tagesschau, 31.01.2024 17:43 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p>    Verkaufszahlen seit Jahresanfang wieder gestiegen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Verband fordert die Mitgliedsstaaten auf, mehr Kaufanreize zu bieten und die Programme besser untereinander abzugleichen. Laut Acea hat sich die Zahl der EU-L\u00e4nder, die gar keine solcher Anreize anbieten, allerdings von sechs im vergangenen Jahr auf acht erh\u00f6ht. Als Vorreiter gelte Belgien mit einer gro\u00dfz\u00fcgigen F\u00f6rderung beim Kauf von E-Autos.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAcea verweist darauf, dass die Entscheidung der fr\u00fcheren Bundesregierung, den Umweltbonus f\u00fcr E-Autos Ende 2023 abrupt zu streichen, die Verk\u00e4ufe in Deutschland um fast ein Drittel einbrechen lie\u00df. Seit Jahresanfang sind die deutschen Verkaufszahlen nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) wieder deutlich gestiegen.<\/p>\n<p>    Kommission hat Aktionsplan gestartet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEU-Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen hat die Zukunft der europ\u00e4ischen Automobilindustrie zur Chefinnensache gemacht und Anfang des Jahres einen strategischen Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Branche begonnen. Denn die Autoindustrie ist eine europ\u00e4ische Schl\u00fcsselindustrie\u00a0mit 13 Millionen Arbeitspl\u00e4tzen bei Herstellern und Zulieferern, die sieben Prozent zum europ\u00e4ischen Bruttoinlandsprodukt beitr\u00e4gt und f\u00fcr rund ein Drittel der nicht\u00f6ffentlichen Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung verantwortlich ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einem Aktionsplan ermuntert die Kommission die Mitgliedsstaaten, staatlich unterst\u00fctzte Leasingmodelle f\u00fcr E-Autos f\u00fcr Geringverdienende zu entwickeln, wie es sie in Frankreich schon gibt. Au\u00dferdem arbeitet die Kommission an Empfehlungen, um den Anteil von Elektrofahrzeugen in Unternehmensflotten zu erh\u00f6hen. Gleichzeitig appelliert sie, mehr Ladepunkte zu bauen. Bisher stehen sieben von zehn Lades\u00e4ulen in nur drei Mitgliedsstaaten, n\u00e4mlich den Niederlanden, Deutschland und Frankreich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.05.2025 12:10 Uhr F\u00fcr Neuwagen sollen in der Europ\u00e4ischen Union k\u00fcnftig sch\u00e4rfere CO2-Grenzwerte gelten. 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