{"id":942505,"date":"2026-04-13T11:29:14","date_gmt":"2026-04-13T11:29:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/942505\/"},"modified":"2026-04-13T11:29:14","modified_gmt":"2026-04-13T11:29:14","slug":"dem-vereinigten-koenigreich-droht-der-zerfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/942505\/","title":{"rendered":"Dem Vereinigten K\u00f6nigreich droht der Zerfall"},"content":{"rendered":"<p>Die <strong>Insel<\/strong> jenseits des \u00c4rmelkanals ist seit 1922 in einem eigent\u00fcmlichen Zustand: Sie ist <strong>gleichzeitig eine als auch vier Nationen<\/strong>. Das<strong> <\/strong>Vereinigte K\u00f6nigreich umfasst England, Wales, Schottland und Nordirland. Die bevorstehenden <strong>Mai-Wahlen<\/strong> k\u00f6nnten diesen Zusammenschluss wie kaum eine andere Abstimmung auf die Probe stellen. \u201eEs bestehe die <strong>reale M\u00f6glichkeit<\/strong>\u201c, sagte die walisische Labour-Ministerpr\u00e4sidentin <strong>Eluned Morgan<\/strong> unl\u00e4ngst gar gegen\u00fcber Sky News, dass sie <strong>zum Zerfall des Vereinigten K\u00f6nigreichs f\u00fchren<\/strong> k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Gehen die Wahlprognosen auf, k\u00f6nnte England nach dem 7. Mai <strong>g\u00e4nzlich von nationalistisch gef\u00fchrten L\u00e4ndern umgeben<\/strong> sein. Die Prognoseplattform Electoral Calculus sieht die<strong> Scottish National Party<\/strong> in Schottland mit rund <strong>30 Prozent<\/strong> als erstplatzierte Partei. In <strong>Wales<\/strong> f\u00fchrt <strong>Plaid Cymru<\/strong> in Umfragen mit <strong>28,4 Prozent<\/strong> ganz knapp vor Nigel Farages populistischer Reform-UK-Partei. Und in <strong>Nordirland<\/strong> regiert seit <strong>Februar 2024<\/strong> in einer Machtteilung die pro-britische Democratic Unionist Party gemeinsam mit der <strong>pro-irischen Sinn F\u00e9in<\/strong>.\u00a0<\/p>\n<p>Eine solche Konstellation k\u00f6nnte nicht nur die Arbeit von Keir Starmer (oder die eines m\u00f6glichen Nachfolgers, sollte er nach den erwarteten Labour-Niederschl\u00e4gen unter Druck geraten) erheblich erschweren.\u00a0<\/p>\n<p>Geb\u00fcndelte Kr\u00e4fte<\/p>\n<p>Laut Guardian b\u00fcndeln alle drei L\u00e4nder bereits ihre Kr\u00e4fte f\u00fcr mehr Unabh\u00e4ngigkeit. Die <strong>SNP<\/strong> habe den Kollegen von Plaid Cymru mit einem strategischen <strong>Handbuch aus Taktiken und Erfahrungen<\/strong> der letzten 19 Jahre ausgestattet. Die SNP ist seit 2007 durchgehend an der Macht &#8211; wenn auch, wie derzeit, in einer Minderheitenregierung. Ihre Unterst\u00fctzung soll den <strong>Walisern<\/strong> helfen, die dortige<strong> 103-j\u00e4hrige Labour-Dominanz<\/strong> zu <strong>beenden<\/strong>. Plaid-Cymru-Vorsitzender <strong>Rhun ap Iorwerth<\/strong> bereite sich darauf vor,<strong> von Starmer Kompetenzen f\u00fcr Wales einzufordern<\/strong>, die Schottland seit langem besitzt: dezentrale Zust\u00e4ndigkeiten f\u00fcr Polizei und Justiz, die Kontrolle \u00fcber den Meeresboden sowie h\u00f6here Finanzmittel.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sucht <strong>SNP-Ministerpr\u00e4sident John Swinney<\/strong> die <strong>N\u00e4he zu Sinn F\u00e9in<\/strong> an. Bei der Beisetzung von Papst Franziskus im Vatikan trat Swinney gemeinsam mit Sinn-F\u00e9in-Ministerpr\u00e4sidentin Michelle O\u2019Neill auf; nun schloss sich Sinn F\u00e9in Swinneys Forderungen nach einem Krisengipfel zur Energiepolitik vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts an.<\/p>\n<p>Streben nach Unabh\u00e4ngigkeit<\/p>\n<p>Damit nicht genug. Sollte die <strong>SNP<\/strong> die Wahl mit einer Mehrheit gewinnen, will Swinney ein neues schottisches <strong>Referendum bis 2028<\/strong> durchboxen. <strong>Michelle O\u2019Neill<\/strong> wirbt seit ihrer Amtseinsetzung im Februar 2024 verst\u00e4rkt f\u00fcr ein <strong>vereintes Irland<\/strong> und will eine <strong>Umfrage bis 2030<\/strong> durchsetzen. <strong>Plaid Cymru<\/strong> hat formal Unabh\u00e4ngigkeitsbestrebungen bis dato dementiert, doch sowohl Reform als auch Labour werfen laut Telegraph vor, <strong>\u201egeheime Vorbereitungen\u201c<\/strong> zu treffen.\u00a0<\/p>\n<p>Parteichef Rhun ap Iorwerth machte bei der <strong>Vorstellung seines Wahlmanifestos<\/strong> diese Woche jedenfalls deutlich, seine Partei w\u00fcrde sich \u201enie wieder dem Willen Westminsters beugen\u201d. Dass das Manifesto ausgerechnet <strong>in Wrexham<\/strong> vorgestellt wurde, d\u00fcrfte kein Zufall sein. Diese Region ist nicht nur eine <strong>Labour-Hochburg<\/strong>, ihr Fu\u00dfballverein A.F.C Wrexham hat seit der \u00dcbernahme durch Hollywood-Star Ryan Reynolds <strong>Weltruhm<\/strong> erlangt. Ganz ohne englische Hilfe.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Insel jenseits des \u00c4rmelkanals ist seit 1922 in einem eigent\u00fcmlichen Zustand: Sie ist gleichzeitig eine als auch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":942506,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-942505","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116397170327224469","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/942505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=942505"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/942505\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/942506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=942505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=942505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=942505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}