{"id":94254,"date":"2025-05-08T12:30:09","date_gmt":"2025-05-08T12:30:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/94254\/"},"modified":"2025-05-08T12:30:09","modified_gmt":"2025-05-08T12:30:09","slug":"raspberry-pi-os-kleine-verbesserungen-in-letzter-version-vor-trixie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/94254\/","title":{"rendered":"Raspberry Pi OS: Kleine Verbesserungen in letzter Version vor &#8222;Trixie&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Das offizielle Raspberry-Pi-Betriebssystem Raspberry Pi OS haben die Entwickler in aktualisierter Fassung ver\u00f6ffentlicht. Gro\u00dfe neue Funktionen gibt es nicht, aber kleinere Verbesserungen. Es handelt sich voraussichtlich um die letzte Aktualisierung f\u00fcr die auf Debian-Bookworm basierende Version.<\/p>\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.com\/news\/a-new-raspberry-pi-os-release\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Artikel geben die Raspberry-Pi-Entwickler<\/a> eine \u00dcbersicht zu den \u00c4nderungen. Als erstes weisen sie darauf hin, dass Debian einen Zwei-Jahres-Zyklus f\u00fcr neue Versionen nutze und im Sommer daher die neue Basis &#8222;Trixie&#8220; erwartet werde. Seit dem letzten Release im vergangenen November gab es einige \u00c4nderungen.<\/p>\n<p>Verbesserungen beim Sperrbildschirm<\/p>\n<p>Die Bildschirmsperre mit &#8222;swaylock&#8220; hatte den Nachteil, dass sie lediglich einen wei\u00dfen Bildschirm anzeigte, ohne Hinweise darauf, was passiert ist oder zu tun w\u00e4re. Nun f\u00fchrt die Tastenkombination Strg, Alt und &#8222;L&#8220; oder die Auswahl \u00fcber das &#8222;Shutdown&#8220;-Men\u00fc und der Auswahl von &#8222;Sperrbildschirm&#8220; zu einem Bildschirm mit einer minimalistischen Hintergrundgrafik und einer Passwort-Eingabebox. In diesem Zusammenhang steht eine weitere Ver\u00e4nderung: Die Auto-Log-in-Funktion ist standardm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den Raspberry-Pi-Desktop aktiviert. Dadurch ist jedoch die erste der Text-basierten Konsolen (TTY), die unter Linux standardm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Tastenkombination Strg, Alt sowie der Funktionstaste F1 bis F7 erreichbar sind, automatisch angemeldet. Vom Sperrbildschirm lie\u00dfe sich also durch Dr\u00fccken von Strg, Alt und F1 in eine angemeldete Sitzung gelangen. Um das zu verhindern, l\u00e4sst sich nun der automatische Log-in separat f\u00fcr die Konsole und grafischen Desktop einstellen. Sowohl in &#8222;raspi-config&#8220; als auch in der grafischen Raspberry-Pi-Configuration sind getrennte Schalter daf\u00fcr verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Das Touchscreen-Handling soll ebenfalls verbessert worden sein. Wayland unterst\u00fctzt Touchscreens eher rudiment\u00e4r, sodass etwa ein Doppelklick nicht durch doppeltes Antippen ausgel\u00f6st werden kann. Bislang haben sich die Raspberry-Pi-OS-Programmierer damit beholfen, standardm\u00e4\u00dfig die Maus-Emulation zu aktivieren. Das hatte jedoch den Nachteil, dass Touch-Gesten wie Wischen auf dem Bildschirm zum Scrollen nicht funktionieren. Jetzt gibt es eine &#8222;Touchscreen&#8220;-Abteilung in den Bildschirm-Einstellungen, in denen Nutzerinnen und Nutzer nach Belieben zwischen Touchscreen- und Maus-Emulations-Modus umschalten k\u00f6nnen. Da im Touch-Modus insbesondere im Datei-Manager der Doppelklick fehlt, k\u00f6nnen sich Interessierte mit der Option &#8222;\u00d6ffne Dateien mit einem Klick&#8220; in den Einstellungen oder Dr\u00fccken-und-Halten zum \u00d6ffnen des Kontextmen\u00fcs und dort der Auswahl von &#8222;\u00d6ffnen&#8220; behelfen.<\/p>\n<p>Anstatt einer selbst programmierten Python-App zur Verwaltung von Druckern haben die Entwickler zudem die Drucker-Kontrolle von Gnome in eine eigenst\u00e4ndige Drucker-App portiert. Sie solle die Druckerverwaltung intuitiver machen, hoffen die Entwickler.<\/p>\n<p>Paketpflege<\/p>\n<p>Der Wayland-Window-Manager &#8222;labwc&#8220; ist noch in Version 0.8.1 dabei. Damit hinkt er einige Releases hinter der j\u00fcngsten Version hinterher, aber hat eine Menge Tests durchlaufen und sich als sehr stabil erwiesen. In naher Zukunft wollen die Entwickler die Version jedoch anheben. Die Kernel-Version springt von 6.6 auf 6.12, konkret auf 6.12.25 zum Meldungszeitpunkt. <\/p>\n<p>Durch \u00c4nderungen der Chromium-Entwickler l\u00e4sst sich der Werbeblocker uBlock Origin nicht mehr standardm\u00e4\u00dfig installieren. Da das mit uBlock Origin Lite aber noch klappt, sind die Maintainer darauf umgeschwenkt. Sie haben zudem einige Arbeit in die Optimierung der Startzeit der &#8222;wf-panel-pi&#8220;-App gesteckt, die die Taskbar in Wayland darstellt, was in einer sp\u00fcrbar besseren Bootzeit vom Start bis zum Erscheinen des Desktops m\u00fcndet. Zur Erzeugung von Prompts und Dialogen an der Eingabeaufforderung kam bislang das Tool &#8222;zenity&#8220; zum Einsatz. Durch das Programmieren des eigenen Tools &#8222;zenoty&#8220; kann die Installation einiger Pakete eingespart werden, die die Startzeit ebenfalls verl\u00e4ngert haben. Einige \u00c4nderungen unter der Haube sollen die Wartbarkeit des Desktops und den Schwenk zur &#8222;Trixie&#8220;-basierten Debian-Basis vereinfachen.<\/p>\n<p>Die Aktualisierung l\u00e4sst sich auf laufenden Systemen durch den Aufruf der Befehle<\/p>\n<p>sudo apt update<\/p>\n<p>sudo apt full-upgrade<\/p>\n<p>ansto\u00dfen. Wer an einem Rechner sitzt, der etwa in den Schlafmodus wechselt nach kurzer Zeit der Nichtnutzung, k\u00f6nnte dabei jedoch riskieren, dass die SSH-Sitzung auf den Raspi abbricht. Es empfiehlt sich, etwa mit dem Befehl &#8222;screen&#8220; (installierbar mittels des Aufrufs von sudo apt install screen) eine Shell wie &#8222;bash&#8220; starten (Befehl: screen bash) und darin dann die Updates ansto\u00dfen. Dann l\u00e4uft der Vorgang auch weiter, wenn die Verbindung abbricht und l\u00e4sst sich nach der Wiederanmeldung mit dem Befehl screen -r wieder hervorholen.<\/p>\n<p>Mit sudo reboot st\u00f6\u00dft man schlie\u00dflich den Neustart an, um den neuen Software-Stand zu aktivieren. Auf der <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.com\/software\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Software-Seite von Raspberry Pi<\/a> stehen auch neue Abbilder und etwa der Raspberry Pi Imager zum Herunterladen bereit.<\/p>\n<p>Das Raspberry-Pi-OS-Update von Ende Oktober vergangenen Jahres hatte noch weitreichendere \u00c4nderungen erfahren. So haben die Entwickler darin geschafft, Wayland-Unterst\u00fctzung f\u00fcr alle Raspberry-Pi-Modelle zum Laufen zu bringen und nicht nur auf den j\u00fcngsten Boards.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:dmk@heise.de\" title=\"Dirk Knop\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dmk<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das offizielle Raspberry-Pi-Betriebssystem Raspberry Pi OS haben die Entwickler in aktualisierter Fassung ver\u00f6ffentlicht. 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