{"id":94258,"date":"2025-05-08T12:32:08","date_gmt":"2025-05-08T12:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/94258\/"},"modified":"2025-05-08T12:32:08","modified_gmt":"2025-05-08T12:32:08","slug":"falls-verhandlungen-scheitern-eu-droht-usa-mit-massiven-gegenzoellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/94258\/","title":{"rendered":"Falls Verhandlungen scheitern: EU droht USA mit massiven Gegenz\u00f6llen"},"content":{"rendered":"<p>                    Falls Verhandlungen scheitern<br \/>\n                EU droht USA mit massiven Gegenz\u00f6llen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              08.05.2025, 14:04 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die EU bereitet sich auf ein m\u00f6gliches Scheitern von Handelsgespr\u00e4chen mit den USA vor. Von den Sonderz\u00f6llen betroffen sein k\u00f6nnten zahlreiche US-Produkte. Eine entsprechende Liste ist mehr als 200 Seiten lang. <\/strong><\/p>\n<p>Im Handelskonflikt mit den USA bereitet die Europ\u00e4ische Kommission weitere Sonderz\u00f6lle auf US-Exporte im Wert von bis zu 95 Milliarden Euro vor. Diese Zusatzabgaben k\u00f6nnten auf Industrie- und Agrarprodukte wie Autos, S\u00fc\u00dfkartoffeln und Whiskey erhoben werden, sollten Verhandlungen mit Washington nicht zu einer L\u00f6sung f\u00fchren, wie aus einer Mitteilung der Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde hervorgeht.<\/p>\n<p>Als Frist daf\u00fcr gilt derzeit der Monat Juli. In ihm l\u00e4uft eine 90-Tage-Frist ab, die US-Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fcr Angebote der EU gesetzt hat. Wenn diese ihm nicht ausreichen, will er umfangreiche neue Sonderz\u00f6lle auf Einfuhren aus der EU erheben lassen. Sie w\u00fcrden zu bereits geltenden Sonderz\u00f6llen von ihm hinzukommen.<\/p>\n<p>EU sieht US-Z\u00f6lle als nicht gerechtfertigt<\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident will mit den Z\u00f6llen angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und Produktion in die USA verlagern. Zugleich sollen die Zolleinnahmen dazu dienen, sein teures Wahlversprechen gro\u00dfer Steuersenkungen zumindest teilweise gegenzufinanzieren. Die EU sieht die Z\u00f6lle hingegen als nicht gerechtfertigt und unvereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) an. Sie will deswegen zur\u00fcckschlagen, sollte es keine einvernehmliche Einigung geben.<\/p>\n<p>&#8222;Die EU ist nach wie vor fest entschlossen, mit den USA zu Verhandlungsergebnissen zu kommen. Wir sind davon \u00fcberzeugt, dass es gute Vereinbarungen zum Nutzen der Verbraucher und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks geben kann&#8220;, sagte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zu den Planungen f\u00fcr Gegenma\u00dfnahmen. Gleichzeitige bereite man sich weiter auf alle M\u00f6glichkeiten vor.<\/p>\n<p>Liste soll noch diskutiert werden<\/p>\n<p>Betroffen sein k\u00f6nnten von zus\u00e4tzlichen Z\u00f6llen auch Maschinen, Auto- und Flugzeugteile, Chemikalien sowie neben Whiskey auch Rum und Wein aus den USA. Die mehr als 200 Seiten lange Liste mit Produkten, die aus Sicht der Kommission mit Z\u00f6llen belegt werden k\u00f6nnten, soll nun \u00f6ffentlich und von der Wirtschaft diskutiert werden. Hoffnung ist gleichzeitig, dass die Liste auch in den USA analysiert wird und exportorientierte Unternehmen die Regierung in Washington dr\u00e4ngen, eine Einigung mit der EU zu erzielen.<\/p>\n<p>Parallel zu der Vorbereitung neuer m\u00f6glicher Gegenz\u00f6lle will die EU-Kommission die USA wegen der Z\u00f6lle bei der WTO verklagen, wie die Beh\u00f6rde weiter mitteilte. Dort richtet der Streitschlichtungsausschuss dann ein Expertengremium ein, das begutachtet, ob die Z\u00f6lle gegen WTO-Regeln versto\u00dfen.<\/p>\n<p>Neben den Zusatzabgaben zieht die Kommission f\u00fcr diesen Fall au\u00dferdem EU-Ausfuhrbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr bestimmte Produkte im Wert von 4,4 Milliarden Euro in Erw\u00e4gung. Dazu geh\u00f6ren etwa Stahlschrott und chemische Erzeugnisse, die von US-Unternehmen bislang gerne importiert werden.<\/p>\n<p>Bereits seit L\u00e4ngerem geplant und nicht mehr umstritten ist f\u00fcr den Fall eines Scheiterns von Verhandlungen die Wiedereinf\u00fchrung von schon fr\u00fcher vereinbarten EU-Sonderz\u00f6llen auf US-Produkte wie Jeans, Bourbon-Whiskey, Motorr\u00e4der und Erdnussbutter.<\/p>\n<p>Warnung von EU-Handelskommissar<\/p>\n<p>Zuletzt hatte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic vor m\u00f6glichen weiteren US-Z\u00f6llen auf europ\u00e4ische Waren gewarnt. Washington f\u00fchre derzeit mehrere Untersuchungen und begr\u00fcnde diese mit der nationalen Sicherheit, sagte der Spitzenpolitiker am Dienstag bei einer Rede im Europaparlament in Stra\u00dfburg. Sollten alle diese Untersuchungen zu Z\u00f6llen f\u00fchren, w\u00e4ren zus\u00e4tzlich Exporte im Wert von 170 Milliarden Euro betroffen.<\/p>\n<p>Dies bedeute, dass insgesamt rund 549 Milliarden Euro an EU-Ausfuhren in die USA mit Z\u00f6llen belegt w\u00fcrden und damit 97 Prozent der Exporte, sagte Sefcovic. Das w\u00e4re &#8222;ein gewaltiges Ausma\u00df&#8220;. Konkret geht es bei den US-Untersuchungen laut EU-Kommission etwa um Halbleiter, Arzneimittel und Rohstoffe. Um den Handelsstreit zu entsch\u00e4rfen, hat die EU den USA bereits eine Vereinbarung zur gegenseitigen Aufhebung aller Z\u00f6lle auf Industrieg\u00fcter angeboten. Die Trump-Regierung ist darauf bislang aber nicht eingegangen.<\/p>\n<p>Neben Zolldeals gelten neue Abkommen als Option. Nach Einsch\u00e4tzung der EU-Kommission k\u00f6nnten die EU und Trump etwa einen neuen Deal zum Ausbau amerikanischer Exporte von Fl\u00fcssiggas (LNG) schlie\u00dfen. Zudem w\u00e4re es m\u00f6glich, mehr Milit\u00e4rtechnik und Agrarg\u00fcter zu importieren, um das US-Handelsdefizit mit der EU abzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Falls Verhandlungen scheitern EU droht USA mit massiven Gegenz\u00f6llen 08.05.2025, 14:04 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":94259,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[548,13,14,15,16,12,10,8,9,11,64,103,104,211],"class_list":{"0":"post-94258","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-eu","9":"tag-headlines","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-politik","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-usa","19":"tag-welt","20":"tag-world","21":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114472232109297161","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94258","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94258"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94258\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94259"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}