{"id":943474,"date":"2026-04-13T20:44:17","date_gmt":"2026-04-13T20:44:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/943474\/"},"modified":"2026-04-13T20:44:17","modified_gmt":"2026-04-13T20:44:17","slug":"papst-weist-kritik-von-us-praesident-trump-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/943474\/","title":{"rendered":"Papst weist Kritik von US-Pr\u00e4sident Trump zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/papst-leo-158.jpg\" alt=\"Papst Leo XIV.\" title=\"Papst Leo XIV. | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 13.04.2026 \u2022 20:07 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Erstmals hat ein US-Pr\u00e4sident einen Papst verbal angegriffen: Er sei &#8222;kein Fan&#8220; von Papst Leo XIV., sagte Trump. Das Kirchenoberhaupt reagierte prompt: Er sei kein Politiker, sondern verk\u00fcnde die Botschaft des Evangeliums. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Anna Giordano, ARD Rom.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es ist ein Vorfall, wie es ihn in der Geschichte noch nie gegeben hat: Ein US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/trump-papst-konflikt-100.html\" title=\"US-Pr\u00e4sident Trump attackiert Papst Leo XIV.\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">greift den Papst frontal an<\/a>. Am sp\u00e4ten Sonntagabend sagte Donald Trump, kurz nachdem er mit dem Hubschrauber nach Washington zur\u00fcckgekehrt war: &#8222;Ich bin kein gro\u00dfer Fan von Papst Leo. Er ist eine sehr liberale Person und er ist ein Mann, der nicht daran glaubt, Verbrechen zu stoppen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Papst sei ein Mann, &#8222;der denkt, dass wir mit einem Land spielen sollten, das eine Atomwaffe will, damit sie die Welt in die Luft jagen k\u00f6nnen&#8220;, so Trump. Und er wiederholte: &#8222;Nein, ich bin kein Fan von Papst Leo.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zuvor hatte sich der US-Pr\u00e4sident \u00e4hnlich in den Sozialen Medien ge\u00e4u\u00dfert und unter anderem geschrieben, Papst Leo sei schrecklich im Bezug auf seine Au\u00dfenpolitik.<\/p>\n<p>    Reaktion auf Papst-\u00c4u\u00dferungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trump reagierte damit offenbar auf eine ganze Reihe von \u00c4u\u00dferungen und Mahnungen des Papstes in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten. Papst Leo XIV. hatte von Beginn seines Pontifikats an, meist indirekt, die Politik des US-Pr\u00e4sidenten kritisiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Er hatte die Unmenschlichkeit der US-Migrationspolitik angesprochen, hatte die gewaltsame Festnahme des venezolanischen Pr\u00e4sidenten Nicolas Maduro durch die US-Regierung ger\u00fcgt, hatte in dem Zusammenhang die Einhaltung des V\u00f6lkerrechts gefordert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und zuletzt verurteilte der Papst auch mit deutlichen Worten den Iran-Krieg: &#8222;Ich m\u00f6chte wirklich alle aufrufen, an die vielen Unschuldigen zu denken. Viele Kinder, viele \u00e4ltere Menschen, die alle Opfer sind dieser Eskalation, dieses Krieges &#8211; bei dem wir von Anfang an gesagt haben, kehren wir zum Dialog zur\u00fcck, zu Verhandlungen. Versuchen wir die Probleme zu l\u00f6sen, ohne dass es so weit kommt. Aber nun ist es soweit gekommen.&#8220;<\/p>\n<p>    Papst nennt Trump-\u00c4u\u00dferung moralisch verwerflich<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die \u00c4u\u00dferung Trumps vor etwa einer Woche, das gesamte iranische Volk ausl\u00f6schen zu wollen, hatte Papst Leo in einer Reaktion am selben Tag als &#8222;inakzeptabel&#8220; und moralisch verwerflich bezeichnet. Am Wochenende hatte er bei einem Friedensgebet auf dem Petersplatz, ohne Namen und Orte zu nennen, betont, das Gleichgewicht der Menschheitsfamilie sei schwer ersch\u00fcttert:<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>                    Schluss mit der Selbstverg\u00f6tterung und mit der Verg\u00f6tzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg! Wahre St\u00e4rke zeigt sich im Dienst am Leben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Spannungen zwischen dem Vatikan und dem Wei\u00dfen Haus haben in den vergangenen Wochen zu Ger\u00fcchten gef\u00fchrt. So meldete die US-Zeitung Free Press, der p\u00e4pstliche Botschafter in den USA, Kardinal Pierre, habe im Januar im Pentagon eine Art Standpauke erhalten, sei f\u00fcr die \u00c4u\u00dferungen des Papstes zur Rechenschaft gezogen worden. Der Bericht wurde aber sp\u00e4ter sowohl vom Pentagon als auch vom Vatikan dementiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Nachricht, der Papst habe eine geplante Reise in die USA zum Unabh\u00e4ngigkeitstag am 4. Juli abgesagt, stellte sich sp\u00e4ter als Falschmeldung heraus &#8211; die Reise sei nie geplant gewesen. Der Vatikan hat kein Interesse, in einen offenen Konflikt mit Washington zu treten.<\/p>\n<p>    &#8222;Selig sind die Friedensstifter&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf seiner heutigen Reise nach Algerien bezog Leo XIV. auf Nachfrage eines Journalisten Stellung zur Kritik Donald Trumps gegen ihn: &#8222;Was ich sage, ist keinesfalls als Angriff auf irgendjemanden gemeint. Und die Botschaft des Evangeliums ist eindeutig: Selig sind die Friedensstifter. Ich werde mich nicht scheuen, die Botschaft des Evangeliums zu verk\u00fcnden. Ich lade alle Menschen ein, nach Wegen zu suchen, Br\u00fccken des Friedens und der Vers\u00f6hnung zu bauen und Kriege zu vermeiden, wann immer es m\u00f6glich ist.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Er sehe sich selbst nicht als Politiker, so Leo XIV. Politische Aussagen haben andere f\u00fcr ihn \u00fcbernommen. So \u00e4u\u00dferte sich etwa Italiens Vize-Premier Matteo Salvini und sagte, den Papst anzugreifen, sei weder n\u00fctzlich noch intelligent. Au\u00dfenminister Antonio Tajani betonte, er teile mit dem Papst den Glauben, dass jeder sich f\u00fcr den Frieden einsetzen m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni w\u00fcnschte dem Papst eine gute Reise, nahm aber zu den Aussagen Trumps direkt keine Stellung. Oppositionspolitiker kritisierten das und sagten, nun sei endg\u00fcltig der Moment gekommen, in dem sich Meloni von Trump distanzieren m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Pr\u00e4sident selbst zeigte sich trotz aller Kritik unnachgiebig. Er werde den Papst nicht um Entschuldigung bitten, sagte er im Wei\u00dfen Haus. &#8222;Er liegt falsch.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 13.04.2026 \u2022 20:07 Uhr Erstmals hat ein US-Pr\u00e4sident einen Papst verbal angegriffen: Er sei &#8222;kein Fan&#8220; von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":943475,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[38974,13,14,15,16519,12,10,8,9,11,113],"class_list":["post-943474","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-papst-leo-xiv","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-papst","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-trump"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116399352766219140","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/943474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=943474"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/943474\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/943475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=943474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=943474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=943474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}