{"id":943617,"date":"2026-04-13T22:10:14","date_gmt":"2026-04-13T22:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/943617\/"},"modified":"2026-04-13T22:10:14","modified_gmt":"2026-04-13T22:10:14","slug":"ravensbrueck-schuelerinnen-sollen-in-frueherem-kz-krematorium-hitlergruss-gezeigt-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/943617\/","title":{"rendered":"Ravensbr\u00fcck: Sch\u00fclerinnen sollen in fr\u00fcherem KZ-Krematorium Hitlergru\u00df gezeigt haben"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Drei Sch\u00fclerinnen haben sich in der Gedenkst\u00e4tte des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbr\u00fcck fotografieren lassen und dabei nach Aussagen der Leiterin, Andrea Genest, einen Hitlergru\u00df gezeigt. Der Vorfall trug sich bereits vor mehreren Wochen zu. <\/p>\n<p>Die \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/gedenkstaette-ravensbrueck-maedchen-zeigen-hitlergruss-in-kz-krematorium-69dd1431246b3860d502589f\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/gedenkstaette-ravensbrueck-maedchen-zeigen-hitlergruss-in-kz-krematorium-69dd1431246b3860d502589f&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Bild<\/a>\u201c-Zeitung zitiert Genest mit den Worten: \u201eMitsch\u00fcler berichteten von drei M\u00e4dchen, die im Krematorium den Hitlergru\u00df zeigten und sich dabei fotografieren lie\u00dfen.\u201c Die Geste ist zwar strafbar, blieb in diesem Fall aber wohl straflos: \u201eDie M\u00e4dchen aus Mecklenburg-Vorpommern waren unter 13 und noch nicht strafm\u00fcndig\u201c, so Genest. \u201eBild\u201c zufolge trug sich der Vorfall im fr\u00fcheren Krematorium des Lagers zu. <\/p>\n<p>An anderen Orten der Verbrechen der Nationalsozialisten hinterlie\u00dfen Besucher extremistische Schmierereien und antisemitische Parolen. Der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkst\u00e4tten, Axel Drecoll, beklagt eine besorgniserregende Entwicklung.<\/p>\n<p>Der \u201eRuck nach Rechts\u201c und wachsender Antisemitismus seit dem Hamas-Terrorangriff auf Israel im Oktober 2023 zeige sich auch in den Gedenkst\u00e4tten, sagte er bei der Vorstellung der Gedenkveranstaltungen zum 81. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager in Brandenburg. Gedenkst\u00e4tten-Leiterin Genest schilderte, Schulen sagten Besuche teils ab mit der Begr\u00fcndung, sie wollten der Gedenkst\u00e4tte Teile der Sch\u00fclerschaft nicht zumuten.<\/p>\n<p>Die Zahl der rechtsextremistisch und antisemitisch motivierten Vorf\u00e4lle liegt laut der Stiftung bei rund 50 im Jahr und ist im Verh\u00e4ltnis zu den rund 500.000 Besuchern 2025 allein in der Gedenkst\u00e4tte Sachsenhausen gering. Vor dem Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 waren es etwa ein Dutzend F\u00e4lle.<\/p>\n<p>Zudem tauchten im Internet immer h\u00e4ufiger Bilder im Zusammenhang mit dem Holocaust auf, die mit Hilfe K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) erzeugt sind. Das Netz werde geflutet mit KI-generierten Bildern aus dem Lageralltag, kritisierte Brandenburgs Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Sch\u00fcle (SPD). Aus Sicht der Gedenkst\u00e4tten ist es schwierig, an die Urheber heranzukommen, die teils in Asien s\u00e4\u00dfen.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen nicht den gesamten digitalen Raum dahingehend \u00fcberwachen\u201c, sagte Drecoll. Vielmehr m\u00fcssten die Gedenkst\u00e4tten selbst gesicherte Informationen \u00fcber Plattformen der sozialen Medien anbieten. <\/p>\n<p>Ministerin wirbt daf\u00fcr, junge Generation st\u00e4rker einzubeziehen<\/p>\n<p>Ministerin Sch\u00fcle verwies auf die hohe Bedeutung der Erinnerungskultur: \u201eIn Zeiten, in denen die historische Wahrheit zunehmend von politischen Auseinandersetzungen, Geschichtsklitterung und digitaler Desinformation \u00fcberschattet wird, w\u00e4chst unsere Verantwortung, sie zu bewahren, zu vermitteln und gegen Instrumentalisierung zu verteidigen.\u201c Die SPD-Politikerin warb daf\u00fcr, die Perspektive junger Menschen bei der Auseinandersetzung mit dem Holocaust st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen. Die Erinnerung durch noch lebende Zeitzeugen werde es in naher Zukunft kaum noch geben, sagte sie. <\/p>\n<p>Zudem setzen knapper werdende Finanzen die Stiftung der Gedenkst\u00e4tten unter Druck. Als Gr\u00fcnde wurden etwa hohe Energiepreise und steigende Personalkosten genannt. Zudem m\u00fcsse die Stiftung, die einen Etat von rund zehn Millionen Euro hat, um die 100 historische Bauwerke instandhalten, so Drecoll. Die Stiftung finanziert ihre Aufgaben \u00fcberwiegend aus Mitteln von Bund und Land.<\/p>\n<p>Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen erinnert die Stiftung Brandenburgische Gedenkst\u00e4tten vom 17. April bis 3. Mai an die Befreiung der Konzentrationslager vor 81 Jahren. Geplant sind Zeitzeugengespr\u00e4che, Ausstellungen und internationale Begegnungen, zu denen auch mehrere \u00dcberlebende erwartet werden. <\/p>\n<p>Am Sonntag, 19. April, wird in der Gedenkst\u00e4tte Sachsenhausen in Oranienburg auch Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) erwartet. In Ravensbr\u00fcck folgt am 3. Mai eine zentrale Gedenkveranstaltung. \u201eDie Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus endet nicht. Sie bleibt einer der Grundpfeiler unserer freiheitlichen Demokratie\u201c, sagte Gedenkst\u00e4tten-Leiterin Genest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drei Sch\u00fclerinnen haben sich in der Gedenkst\u00e4tte des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbr\u00fcck fotografieren lassen und dabei nach Aussagen der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":943618,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[57014,13,9682,14,57,15,110,12,45,10,8,9,11],"class_list":["post-943617","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-antisemitismus-ks","tag-headlines","tag-konzentrationslager","tag-nachrichten","tag-nationalsozialismus","tag-news","tag-newsteam","tag-schlagzeilen","tag-texttospeech","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116399690776414827","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/943617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=943617"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/943617\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/943618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=943617"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=943617"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=943617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}