{"id":944649,"date":"2026-04-14T08:06:29","date_gmt":"2026-04-14T08:06:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/944649\/"},"modified":"2026-04-14T08:06:29","modified_gmt":"2026-04-14T08:06:29","slug":"verfassungsschutz-warnt-newcomer-in-der-ruestungsbranche-vor-sicherheitsluecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/944649\/","title":{"rendered":"Verfassungsschutz warnt Newcomer in der R\u00fcstungsbranche vor Sicherheitsl\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p>Das R\u00fcstungsunternehmen Quantum Systems weitet seine Produktion aus und beschlie\u00dft mindestens drei neue Joint Ventures &#8211; projektbezogene Zusammenarbeiten mit anderen Firmen, wie das Start-Up aus M\u00fcnchen mitteilte.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>&#8222;Quantum Systems ist und bleibt ein f\u00fchrender Akteur der deutsch-ukrainischen industriellen Zusammenarbeit&#8220;, erkl\u00e4rt Matthias Lehna, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Quantum Frontline Industries (QFI). Innerhalb dieser Linie fertigt das Unternehmen Drohnen f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte der Ukraine. 10.000 St\u00fcck sollen geliefert werden, die erste Charge ist Ende M\u00e4rz planm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Grenze ausgefahren worden.<\/p>\n<p>&#8222;Unser Joint Venture QFI zeigt, dass Produktionskapazit\u00e4ten in Deutschland innerhalb weniger Wochen aufgebaut und einsatzf\u00e4hige Systeme zuverl\u00e4ssig in die Ukraine geliefert werden k\u00f6nnen&#8220;, so Lehna weiter. &#8222;Wir sind \u00fcberzeugt, dass diese Form der Zusammenarbeit eine zentrale Grundlage f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Verteidigungsf\u00e4higkeiten Europas bildet.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcber mindestens zwei weitere Joint Ventures mit <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/10\/02\/drohnenwall-russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Quantum Systems<\/a> sollen Details noch folgen. Doch die Informationslage generell ist \u00fcbersichtlich. Denn die R\u00fcstungsindustrie war zuletzt immer h\u00e4ufiger Ziel von Spionage- und Sabotage-Angriffen. Einem Bericht zufolge ist der Bundesverfassungsschutz im M\u00e4rz auf mehrere Unternehmen zugegangen, um sie vor solchen Vorf\u00e4llen zu warnen. Au\u00dferdem wurde eine Nationale Wirtschaftsschutzstrategie beschlossen.<\/p>\n<p>Bedrohungslage: Immer mehr Spionage und Sabotage<\/p>\n<p>Mitte M\u00e4rz ist bekannt geworden, dass ein anderer deutscher Drohnenhersteller mutma\u00dflich Opfer von Spionage geworden ist. <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/03\/24\/drohnenlieferant-russland-spione-spionage\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zwei tatverd\u00e4chtige Spione<\/a>, die geheime Informationen an Russland weitergegeben haben sollen, wurden festgesetzt.<\/p>\n<p>Der Generalbundesanwalt wirft den Verd\u00e4chtigen vor, im Auftrag des russischen Geheimdienstes gehandelt zu haben. Die beiden mutma\u00dflichen Spione sollen sowohl online als auch vor Ort Informationen \u00fcber ein deutsches Unternehmen gesammelt haben. Au\u00dferdem sollen Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz einer m\u00f6glicherweise observierten Person angefertigt worden sein.<\/p>\n<p>In einem weiteren Fall Ende M\u00e4rz wurde ein ukrainischer Staatsangeh\u00f6riger festgenommen, der ebenso der geheimdienstlichen Agentent\u00e4tigkeit beschuldigt worden war. Der Generalbundesanwalt wirft ihm vor, im Auftrag des russischen Geheimdienstes Informationen \u00fcber einen ehemaligen K\u00e4mpfer in der Ukraine gesammelt zu haben. Die Aussp\u00e4haktion diente vermutlich auch der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson in Deutschland, hei\u00dft es von Seiten der Anwaltschaft.<\/p>\n<p>Im Januar wurde ein Gesch\u00e4ftsmann aus N\u00fcrnberg festgenommen, der mutma\u00dflich jahrelang <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/14\/unterwasserspionage-fur-russland-wie-deutsche-hochtechnologie-illegal-exportiert-wurde\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Technik zur Unterwasserspionage an Russland geliefert<\/a> haben soll. Die Technik kam urspr\u00fcnglich aus Deutschland, doch die hochmodernen Technologien wurden \u00fcber ein internationales Firmengeflecht aus ganz Europa an Russland weitergegeben.<\/p>\n<p>Keine Einzelf\u00e4lle: Laut einem vertraulichen Lagebild des Bundeskriminalamts wurden im Jahr 2025 insgesamt 321 Sabotage-Verdachtsf\u00e4lle registriert, wie die NDR und WDR berichten, denen das Papier vorliegt. Besonders oft soll in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sabotiert worden sein.<\/p>\n<p>Verfassungsschutz warnt Newcomer in der Sicherheitsbranche<\/p>\n<p>Die Bedrohungslage ist nicht neu, wird aber immer akuter. Auf Ebene der Nachrichtendienste ist man sich der Entwicklungen bewusst. &#8222;Autorit\u00e4re Staaten nutzen zunehmend hybride Mittel \u2013 von Spionage, Cyberangriffen und Sabotage bis hin zu Desinformation und illegalem Wissensabfluss \u2013 gezielt gegen unsere Wirtschaft, Forschungseinrichtungen und Kritische Infrastrukturen&#8220;, erkl\u00e4rte Sinan Selen, Pr\u00e4sident des Bundesverfassungsschutzes (BfV).<\/p>\n<p>Und fordert Konsequenzen: &#8222;Angesichts der versch\u00e4rften internationalen Sicherheitslage m\u00fcssen wir die Sicherheitsarchitektur in Deutschland konsequent h\u00e4rten&#8220;, sagte er auf der Sicherheitstagung am 19. M\u00e4rz. Dort kam der Verfassungsschutz mit dem Verband f\u00fcr Sicherheit in der Wirtschaft (VSW) zusammen.<\/p>\n<p>Denn die R\u00fcstungsindustrie boomt, der Verteidigungssektor wird rasant ausgebaut. Mit einem Nebeneffekt: Viele Neueinsteiger in der Sicherheitsbranche werden von den Beh\u00f6rden des Verfassungsschutzes gewarnt, einem Bericht zufolge ist das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) im M\u00e4rz auf mehrere Unternehmen aktiv zugegangen.<\/p>\n<p>Laut dem BfV sensibilisiere man derzeit zu Aussp\u00e4h- und Sabotageversuchen im Wirtschaftssektor sowie &#8222;anlassbezogen konkrete Unternehmen&#8220;, aber auch Forschungs- und Bildungseinrichtungen, so die Wirtschaftszeitschrift Capital.<\/p>\n<p>Dem Bericht zufolge gebe man laufend Hinweise zum eigenverantwortlichen Schutz, besonders wahrscheinlich sind Aussp\u00e4haktionen, vor allem im Umfeld von Start-Ups, die in der R\u00fcstungsbranche Fu\u00df fassen. <\/p>\n<p>Die Bedrohungslage umfasse nicht mehr nur Drohnen\u00fcberfl\u00fcge, seit 2022 w\u00fcrden au\u00dferdem verst\u00e4rkt Sabotage und Spionage gelten. Insbesondere die Bedrohungen aus Russland sind laut Verfassungsschutz nach Capital-Informationen in den vergangenen drei Jahren erheblich gestiegen. Auch gewaltsame \u00dcbergriffe werden nicht mehr ausgeschlossen. Das betreffe insbesondere Regionen mit einer starken Industriebasis.<\/p>\n<p>Nationale Wirtschaftsschutzstrategie<\/p>\n<p>Selen fordert Resilienz, es sei das zentrale Prinzip: &#8222;Staat, Politik und Wirtschaft m\u00fcssen gemeinsam Strukturen schaffen, die Angriffen standhalten und schnelle Reaktionen erm\u00f6glichen&#8220;.<\/p>\n<p>Darunter falle das im Januar neu verabschiedete KRITIS-Dachgesetz zum <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/29\/kritische-infrastruktur-regierung-verabschiedet-neues-gesetz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schutz von kritischer Infrastruktur<\/a>, aber auch der Aufbau eines Gemeinsamen Abwehrzentrums. Das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz selbst durchlaufe nach Angaben von Selen ebenso einen Transformationsprozess. Ziel ist es, Bedrohungen k\u00fcnftig fr\u00fch zu erkennen, Angriffe zu vereiteln und Unternehmen wirksam zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Das Bundeskabinett hat Mitte M\u00e4rz au\u00dferdem eine Nationale Wirtschaftsschutzstrategie beschlossen. Sie &#8222;liefert einen klaren Rahmen, um Sicherheitsma\u00dfnahmen strukturiert umzusetzen und die Resilienz des Wirtschaftsstandorts Deutschland nachhaltig zu erh\u00f6hen&#8220;, so Selen. &#8222;Gemeinsam wollen wir sicherstellen, dass Deutschland auf hybride Bedrohungen vorbereitet ist \u2013 national wie international&#8220;.<\/p>\n<p>Die Strategie umfasst drei Kernziele: die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen f\u00fcr Unternehmen und des Leistungsportfolios der Sicherheitsbeh\u00f6rden, die kollektive Steigerung der Widerstandsf\u00e4higkeit durch die Zusammenarbeit der staatlichen und privaten Akteure und die individuelle Steigerung der Widerstandsf\u00e4higkeit in Wirtschaft und Wissenschaft.<\/p>\n<p>Hybride Angriffe &#8222;richten sich zunehmend direkt gegen Unternehmen. Damit muss die Wirtschaft heute mehr denn je als ein zentraler Bestandteil der gesamtstaatlichen Sicherheitsarchitektur betrachtet werden&#8220;, warnt Johannes Str\u00fcmpfel, Pr\u00e4sident des VSW-Bundesverbandes.<\/p>\n<p>&#8222;Wirtschaftsschutz ist ein strategischer Standortfaktor f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit und technologische Souver\u00e4nit\u00e4t. Unsere Aufgabe besteht darin, die Abwehrbereitschaft der deutschen Wirtschaft gemeinsam mit Politik, den Sicherheitsbeh\u00f6rden sowie unseren Regional- und Landesverb\u00e4nden weiter zu st\u00e4rken&#8220;, erkl\u00e4rte Str\u00fcmpfel weiter.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Beh\u00f6rden des Verfassungsschutzes und des Bundesnachrichtendienst veranstaltet der Verband f\u00fcr Sicherheit in der Wirtschaft in den kommenden Tagen den 21. Deutschen IT-Sicherheitskongress.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das R\u00fcstungsunternehmen Quantum Systems weitet seine Produktion aus und beschlie\u00dft mindestens drei neue Joint Ventures &#8211; projektbezogene Zusammenarbeiten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":944650,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4013],"tags":[331,332,14776,21920,13,14,15,4043,4044,850,307,747,16691,12,3555],"class_list":["post-944649","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-russland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-cybersicherheit","tag-deutsche-wirtschaft","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-russia","tag-russian-federation","tag-russische-foederation","tag-russland","tag-ruestungsindustrie","tag-sabotage","tag-schlagzeilen","tag-spionage"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116402034494431128","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/944649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=944649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/944649\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/944650"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=944649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=944649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=944649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}