{"id":944712,"date":"2026-04-14T08:43:15","date_gmt":"2026-04-14T08:43:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/944712\/"},"modified":"2026-04-14T08:43:15","modified_gmt":"2026-04-14T08:43:15","slug":"vergewaltigungen-unter-narkose-in-muenchen-lange-haftstrafe-fuer-angeklagten-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/944712\/","title":{"rendered":"Vergewaltigungen unter Narkose in M\u00fcnchen: Lange Haftstrafe f\u00fcr Angeklagten &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mehrfach hat Yong T. seine Freundin Lihua H. (beide Namen ge\u00e4ndert) unter Narkose gesetzt. Durch die Mittel war H. \u00fcber Stunden bet\u00e4ubt, im Nachhinein konnte sie sich an nichts erinnern. Yong T. hat das ausgenutzt: Er hat die wehrlose Frau vergewaltigt und Fotos und Videos seiner Taten in Chatgruppen geteilt. Daf\u00fcr hat ihn das Landgericht <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> I nun zu einer langen Haftstrafe verurteilt: Unter anderem wegen siebenfachen versuchten Mordes und Vergewaltigung muss der 27-J\u00e4hrige f\u00fcr elf Jahre und drei Monate ins Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Denn laut Staatsanwaltschaft und Gutachter bestand f\u00fcr die junge Frau durch die verabreichten Mittel eindeutig Lebensgefahr. Richter Markus Koppenleitner bezeichnete die Taten als \u201ehochkriminell, hochprofessionell, menschen- und frauenverachtend\u201c. Zugleich erkannte der Richter Parallelen zum Fall von Gis\u00e8le Pelicot. \u201ePelicot ist kein Einzelfall\u201c, so Koppenleitner mit Blick auf den aufsehenerregenden Fall in Frankreich, in dem ein Mann seine eigene Frau narkotisiert und anderen M\u00e4nnern zur Vergewaltigung angeboten hatte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auch der Fall in M\u00fcnchen ist einer von vielen in ganz Deutschland: Die Beh\u00f6rden haben Gesch\u00e4digte in Frankfurt, Berlin, N\u00fcrnberg, Mannheim, G\u00f6ttingen und den Niederlanden ausfindig gemacht, mancherorts laufen bereits Prozesse. Auch dort sollen Frauen \u00fcber Monate hinweg missbraucht worden sein, w\u00e4hrend sich die mutma\u00dflichen T\u00e4ter in Chatgruppen \u00fcber die Dosis und die Wirkung der Medikamente austauschten und sich Mitschnitte ihrer Taten schickten. Die Frauen wussten hinterher oft gar nicht, was ihnen passiert war, w\u00e4hrend im Netz Fotos und Videos von ihnen zirkulierten. \u201eUnser gr\u00f6\u00dftes Augenmerk lag auf der Vielzahl der Opfer. Opfer, die gar nicht wussten, dass sie Opfer waren\u201c, berichtete ein Ermittler im M\u00fcnchner Prozess. Richter Koppenleitner erkl\u00e4rte, es handle sich mittlerweile um ein \u201eweltweites Ph\u00e4nomen\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Lihua H. etwa wollte zun\u00e4chst keinen Strafantrag gegen Yong T. stellen. Die Studentin wohnte ein Stockwerk \u00fcber T., die beiden Nachbarn hatten eine Abmachung: Er sollte kochen und sich um den Haushalt k\u00fcmmern, sie w\u00fcrde ihn daf\u00fcr sexuell befriedigen. Sie habe nie einen Verdacht gehabt, hatte sie bei der Polizei erkl\u00e4rt und Beweise f\u00fcr die Vorw\u00fcrfe der Ermittler gegen ihren Nachbarn gefordert. Erst nachdem die Beamten ihr die Fotos und Videos aus den Chatgruppen gezeigt hatten, erstattete sie Anzeige.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehrfach hat Yong T. seine Freundin Lihua H. (beide Namen ge\u00e4ndert) unter Narkose gesetzt. 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