{"id":945410,"date":"2026-04-14T15:17:19","date_gmt":"2026-04-14T15:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/945410\/"},"modified":"2026-04-14T15:17:19","modified_gmt":"2026-04-14T15:17:19","slug":"herr-meisel-und-seine-ddr-werbemaennel-dawo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/945410\/","title":{"rendered":"Herr Meisel und seine DDR-Werbem\u00e4nnel &#8211; DAWO!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DDR-Werbefiguren-Welt-Portraet-Sammler-Torsten-Meisel__Foto-FotoKoch-678x381.jpg\" alt=\"DDR-Werbefiguren\" title=\"DDR Werbefiguren-Welt Torsten Meisel Dresden\" class=\"lazyload\" style=\"--smush-placeholder-width: 678px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 678\/381;\"\/><br \/>\nTorsten Meisel in seinem privatem Museum.<\/p>\n<p><strong>Torsten Meisel sammelt Werbefiguren aus DDR-Zeiten. \u00dcber 900 hat er bereits gefunden. Im Elbepark Dresden ist ein Teil davon ab 23. April zu sehen.<\/strong><\/p>\n<p>Was f\u00e4llt dem gelernten DDR-B\u00fcrger zum Thema Werbefiguren ein: Nat\u00fcrlich Minol Pirol, Messemann, Kundi aus dem Hygienemuseum und der Tele-Lotto-Otto. Das war\u2019s. Oder gab\u2019s da noch mehr? \u201eOh ja, noch sehr viel mehr\u201c, lacht Torsten Meisel. Er sammelt seit fast 20 Jahren DDR-Werbefiguren und hat bis heute \u00fcber 900 verschiedene in seinen privaten \u201eMuseumsr\u00e4umen\u201c zusammengetragen \u2013 auf Flohm\u00e4rkten, vor allem aber \u00fcbers Internet. Um die 300 wird er nun erstmals \u00f6ffentlich zeigen, ausgestellt vom 23. April bis 2. Mai in 17 Vitrinen im Elbepark Dresden.<\/p>\n<p>Einmal vom Sammelfieber gepackt<\/p>\n<p>\u2026 setzt sich der Virus fest und ist schwer wieder loszuwerden. Bei Torsten Meisel war es sogar ein echter Virus, der die Sammelleidenschaft so richtig befeuerte. Denn der Unternehmer (Barock Eventpark in Radebeul) hatte pl\u00f6tzlich in der Coronazeit sehr viel Zeit f\u00fcr Internetrecherche. Flohm\u00e4rkte fanden ja nicht mehr statt. Und so kam er im Laufe der Jahre zu seinen Sch\u00e4tzen. Neben einer Reihe Messem\u00e4nnel und Minol-Pirolen finden sich in seiner Sammlung heute B\u00e4ren der Weltfestspiele 1973 in Berlin, eine ganze Abteilung Reporter von S\u00e4chsischer Zeitung, BZ am Abend, M\u00e4rkischer sowie Leipziger Volkszeitung, das \u201eMMM-Raketchen\u201c der Messe der Meister von Morgen, stattliche kleine Th\u00e4lmann-Pioniere sowie Ede und Edeltraud, die den Tierpark Berlin vertraten. Ille und Pille vom Turn- und Sportfest gibt es in mehreren Varianten, wie auch von den h\u00f6lzernen gelb-roten FDGB-Feriendienst-M\u00e4nnlein und auch Turino und Turinchen \u201eleben\u201c jetzt bei ihm.<br \/>Nat\u00fcrlich finden sich in Meisels Schatzkammer auch echte Rarit\u00e4ten. Dazu geh\u00f6rt auf jeden Fall der ein Meter hohe Tele-Lotto-Otto. Und wer kennt schon noch die Easy Rider von MZ (Motorradwerk Zschopau) oder die Blitzi-Figuren des VEB Farbenfabrik Wolfen? Dessen Slogan \u201eBlitzi bringt Chemie ins Haus\u201c d\u00fcrfte bei vielen Menschen heute eher Unbehagen hervorrufen. Auch den Schneider von Malimo (Textilien von Mauersberger-Limbach-Oberfrohna) d\u00fcrften nur wenige Fans besitzen, ebenso wie die Fewa-Johanna (Waschmittel) oder den \u201eSpezitex\u201c. Der sieht aus wie Sherlock Holmes und war das Warenzeichen des DDR-Textilverbandes. Und so gut wie unbekannt d\u00fcrfte heute der \u201eMux\u201c sein, der aussieht wie ein Flaschengeist und f\u00fcr \u201eMux Insektentod\u201c stand. Heute w\u00e4re Mux als Werbebotschafter wahrscheinlich der Tod f\u00fcr seinen Hersteller. \u201eF\u00fcr mich eine der Lieblingsfiguren\u201c, lacht Meisel.<\/p>\n<p>In den vergangenen vier Jahren ist der Dresdner zum Medienstar geworden. Der MDR war da, viele Zeitungen haben p\u00fcber ihn geschrieben und auch im TV durfte er bei Kai Pflaume als Ratekandidat sitzen. Auch die DAWO! durfte 2022 seine stattliche Sammlung bewundern. Die ist seither um fast das Doppelte auf \u00fcber 900 Figuren angewachsen und mittlerweile kontaktieren ihn sogar schon die Flohmarkth\u00e4ndler, um ihm die kleinen und gro\u00dfen Werbetr\u00e4ger anzubieten. Zu den Neuerwerbungen der letzten Jahre geh\u00f6ren Hans &amp;Franz vom Senftenberger See, eine 60 Zentimeter gro\u00dfe Hostess der Leipziger Messe, eine Figur des MC Hartha und ein 36 Zentimeter gro\u00dfer Kundi.<br \/>Sie alle repr\u00e4sentieren nicht nur die Wirtschaftsentwicklung der DDR, sondern auch deren Politik. Denn als es mit dem Warenangebot knapp wurde, als selbst Hellerauer Schrankw\u00e4nde, Trabis, Fernseher und Waschmaschinen zur sprichw\u00f6rtlichen B\u00fcckware wurden, da verschwanden auch die meisten Werbefiguren. Da es die Produkte kaum noch gab, brauchte man sie schlie\u00dflich auch nicht mehr zu bewerben. Die meisten Werbefiguren \u201elebten\u201c daher nur in den 50-er bis Ende der 1970-er Jahre, danach war Schluss mit lustig. Nur der Messemann mit seinem Weltkugelkopf hielt sich noch einige Jahre.<br \/>Nat\u00fcrlich ist so eine Sammlung nie vollst\u00e4ndig, das wei\u00df Torsten Meisel l\u00e4ngst. So ist er zum Beispiel noch auf der Suche nach der Robotron-Werbefigur, zwei M\u00e4nneln aus der Sparte Pflanzenschutzmittel, auch die Zenusil-Werbefigur und der Kriminalkater Kurt eines Radiosenders fehlen noch. Letzterer steht aber leider schon im Berliner Kriminalmuseum. <\/p>\n<p><strong>DDR-Werbefiguren im Elbepark Dresden, 23. April bis 2. Mai, Eintritt frei<\/strong><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t Post Views: 27&#13;\n\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Torsten Meisel in seinem privatem Museum. 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