{"id":945555,"date":"2026-04-14T16:37:19","date_gmt":"2026-04-14T16:37:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/945555\/"},"modified":"2026-04-14T16:37:19","modified_gmt":"2026-04-14T16:37:19","slug":"sunfire-dresden-will-elektrolyseur-kosten-halbieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/945555\/","title":{"rendered":"Sunfire Dresden will Elektrolyseur-Kosten halbieren"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/HyLink-Alkaline-23_Sunfire.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197180\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/HyLink-Alkaline-23_Sunfire.jpg\" alt=\"Megawatt-Elektrolyseure bestehen heute meist noch aus Dutzenden Modulen - das soll sich \u00e4ndern. Abb.: Sunfire\" width=\"1200\" height=\"800\"  \/><\/a>Megawatt-Elektrolyseure bestehen heute meist noch aus Dutzenden Modulen \u2013 das soll sich \u00e4ndern. Abb.: Sunfire<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfe z\u00e4hlt: Wasserspalter sto\u00dfen in 50-Megawatt-Klasse<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 14.04.26. Um die Wasserstoff-Produktion europaweit anzukurbeln und vor allem den teuren \u201e\u00d6ko\u201c-Wasserstoff billiger zu machen, setzt der Dresdner Anlagenhersteller \u201eSunfire\u201c auf Gr\u00f6\u00dfe: Ihr neuer 50-Megawatt-Elektrolyseur ist so wetterfest, dass er kein eigenes Geb\u00e4ude mehr braucht. Die Druckalkali-Anlage kommt mit weniger Einzelteilen aus, vertr\u00e4gt mehr Betriebsdruck und l\u00e4sst sich besser als die bisherigen Klein-Elektrolyseure in Fabriken vorfertigen. All dies halbiert letztlich die Investitionskosten, <a href=\"https:\/\/sunfire.de\/de\/news\/sunfire-bringt-neues-50-megawatt-elektrolysesystem-fuer-die-naechste-phase-des-hochlauf-des-gruenen-wasserstoffmarktes\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verspricht \u201eSunfire\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>5 Hebel dr\u00fccken die Investkosten<\/p>\n<p>\u201eMit dem neuen System setzen wir f\u00fcnf zentrale Hebel f\u00fcr mehr Wirtschaftlichkeit\u201c, betont Sunfire-Technikchef Christian von Olshausen: \u201eErstens steigern wir die Modulleistung von 10 auf 50 Megawatt und senken dadurch den Material- und Komponentenaufwand deutlich. Zweitens ist die L\u00f6sung vollst\u00e4ndig f\u00fcr den Outdoor-Betrieb konzipiert, sodass Geb\u00e4ude und geb\u00e4udebezogene Infrastruktur als wesentliche Kostentreiber entfallen. Drittens sind zentrale Schnittstellen bereits in die Anlage integriert, was die Komplexit\u00e4t erheblich reduziert. Viertens verk\u00fcrzt ein hoher Vorfertigungsgrad die Installationszeit und minimiert den Aufwand vor Ort. F\u00fcnftens basiert das System auf unserer bew\u00e4hrten 30-bar-Stack-Technologie mit validierter Performance. Diese f\u00fcnf Verbesserungen zusammen senken die installierten Gesamtkosten f\u00fcr unsere Kunden um bis zu 50 Prozent.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Sunfire-Olshausen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-180029\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Sunfire-Olshausen.jpg\" alt=\"Sunfire-Chef Christian von Olshausen mit einem Elektrolyse-Container sowie der E-Diesel-Pilotanlage (rechts) im Hintergrund. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1000\" height=\"912\"  \/><\/a>Sunfire-Chef Christian von Olshausen mit einem Elektrolyse-Container. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>\u00d6ko-Wasserstoff ist immer noch zu teuer<\/p>\n<p>Die Idee, Kohle, Erdgas und andere fossile Brennstoffe in Stahlwerken, Chemiebetrieben, Kraftwerken, wom\u00f6glich auch in Lastern, Autos und Flugzeugen durch umweltfreundlich gewonnenen Wasserstoff zu ersetzen, geistert schon lange durch die K\u00f6pfe von Ingenieuren und Umweltpolitikern. Bisher kamen diese Versuche jedoch kaum \u00fcber Pilotprojekte hinaus und wurden oft noch vor dem \u00dcbergang zur Serienproduktion wieder eingestellt. Hauptgrund: Ohne Subventionen sind Elektrolyseure, Strom und letztlich auch der damit gewonnene \u201egr\u00fcne\u201c Wasserstoff viel zu teuer.<\/p>\n<p>Sachsen arbeiten bereits an superhei\u00dfen Elektrolyseuren von morgen<\/p>\n<p>Unternehmen wie Sunfire, aber auch <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2024\/03\/13\/fraunhofer-und-thyssenkrupp-bauen-pilotlinie-fuer-heisse-wasserspalter-in-thueringen\/190143\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fraunhofer<\/a>, die <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2026\/01\/27\/wasserspalter-fuer-wasserstoffzentrum-chemnitz\/196291\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">TU Chemnitz<\/a> und andere Forschungsinstitute drehen daher an mehreren Stellschrauben, um diese Kosten zu senken. Ein Weg f\u00fchrt eben \u00fcber leistungsst\u00e4rkere Anlagen in der klassischen Alkali-Technologie mit mehr Betriebsdruck und weniger Einzelteilen. Eine zweite Technologielinie verfolgt Sunfire im eigenen Hause: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2023\/12\/15\/mehr-lebensdauer-fuer-heisse-elektrolyseure-im-stahlwerk\/189359\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hochtemperatur-Elektrolyseure<\/a> lassen sich mit Wirkungsgraden jenseits der 80 Prozent betreiben und kommen dadurch auf mehr Wasserstoff-Ausbeute. Allerdings sind sie in der Anschaffung teurer, zudem m\u00fcssen sie auf Temperaturen um die 800 Grad angeheizt werden. Das erfordert strapazierf\u00e4hige Materialien. Und richtig effizient l\u00e4sst sich solch ein Hightech-Wasserspalter in einem Hochpreisland wie Deutschland nur in der N\u00e4he von Stahlwerken oder anderen Industriebetrieben betreiben, die ohnehin viel Abw\u00e4rme produzieren.<\/p>\n<p>Autor: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/heiko-weckbrodt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Weckbrodt<\/a><\/p>\n<p>Quellen: Sunfire, Oiger-Archiv<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"284\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Oiger-001.jpg\" alt=\"Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt\" class=\"wp-image-80160\" style=\"width:130px;height:auto\"  \/><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-e7a7d44989b57757e168b6fff7193e32\" style=\"color:#185c84\"><strong>Ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Oiger.de!<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-918b69199ff2c1183b359612d6a15f37\" style=\"color:#154966\"><strong>Ohne hinreichende Finanzierung ist unabh\u00e4ngiger Journalismus nach professionellen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht dauerhaft m\u00f6glich. 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