{"id":947961,"date":"2026-04-15T15:41:17","date_gmt":"2026-04-15T15:41:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/947961\/"},"modified":"2026-04-15T15:41:17","modified_gmt":"2026-04-15T15:41:17","slug":"rueckkehr-von-investoren-weckt-neue-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/947961\/","title":{"rendered":"R\u00fcckkehr von Investoren weckt neue Hoffnung"},"content":{"rendered":"<p>Seit ein paar Tagen landet die spanische Fluglinie Iberia wieder in Caracas, auch American Airlines kehrt wieder nach <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/venezuela\/t-17477267\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Venezuela<\/a> zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Paraguay\u00a0macht sich daf\u00fcr stark, die Suspendierung Venezuelas aus dem s\u00fcdamerikanischen Staatenb\u00fcndnis Mercosur aufzuheben: &#8222;Dies ist eine der Initiativen, die wir auch im Rahmen der zeitweiligen Pr\u00e4sidentschaft Paraguays vorbringen werden&#8220;, sagte Handelsminister Marco Riquelme Ende M\u00e4rz auf einer Pressekonferenz. Sollte das passieren, h\u00e4tte das auch\u00a0Folgen f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union. Denn mit dem Mercosur hat die EU einen Freihandelsvertrag abgeschlossen, der ab Anfang Mai vorl\u00e4ufig in Kraft treten soll.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76776051\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76776051_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Venezuela Caracas 2026 | Mangoverk\u00e4ufer auf einem Markt\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Das \u00f6ffentliche Leben hat sich wieder normalisiert &#8211; Mangoverk\u00e4ufer in CaracasBild: Ariana Cubillos\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Mehr als drei Monate nach der Verhaftung und Entmachtung von Venezuelas sozialistischem Machthaber <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nicol\u00e1s-maduro\/t-47264148\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nicolas Maduro<\/a> am 3. Januar durch eine umstrittene US-Milit\u00e4roperation, ver\u00e4ndern sich nahezu t\u00e4glich die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen des s\u00fcdamerikanischen Landes.<\/p>\n<p>\u00d6lsektor als entscheidender Faktor<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr eine Erholung der Volkswirtschaft im \u00f6lreichsten Land der Welt ist die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nach-der-entfuehrung-von-nicolas-maduro-verabschiedet-venezuela-neues-gesetz-fuer-den-oelsektor\/a-75846460\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wiederbelebung der Petroindustrie<\/a>. Tats\u00e4chlich sind die Schlangen vor den Tankstellen in Venezuela bereits weniger geworden oder haben sich ganz aufgel\u00f6st. Venezuela meldete nun auch dem Zusammenschluss der erd\u00f6lproduzierenden L\u00e4nder OPEC, dass die \u00d6lproduktion im M\u00e4rz inzwischen 1.095.000 Barrel pro Tag erreicht hat. Damit hat sich die F\u00f6rdermenge im Vergleich zum Vormonat noch einmal um 75.000 Barrel erh\u00f6ht.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76770261\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76770261_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Venezuela Maracay 2026 | Tankstelle\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Keine Schlangen mehr vor den meisten Tankstellen in Venezuela (Bild vom 13.04.2027)Bild: DW<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 lag sie noch bei rund 893.000 Barrel pro Tag. Der Anstieg in Venezuela ist ein gegenl\u00e4ufiger Trend zur weltweiten Entwicklung. Die OPEC meldete wegen des Iran-Konfliktes einen Produktionsr\u00fcckgang von 27,5 Prozent der Roh\u00f6lf\u00f6rderung oder acht Millionen Tonnen im M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Erd\u00f6lkonzerne verst\u00e4rken ihr Engagement<\/p>\n<p>Der venezolanische Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen, denn der spanische Erd\u00f6lkonzern Repsol teilte nun mit, in wenigen Tagen sein Erd\u00f6lgesch\u00e4ft in Venezuela wieder aufzunehmen. Details wurden nach einem Treffen der Konzernspitze mit interimspr\u00e4sidentin Delcy Rodriguez allerdings nicht genannt.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76581131\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76581131_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Venezuela Caracas 2026 | Delcy Rodriguez &amp; Doug Burgum beim Treffen im Miraflores-Palast\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Schulterschluss mit den USA: Interimspr\u00e4sidentin Delcy Rodriguez bei einem Treffen mit US-Innenminister Doug BurgumBild: Ariana Cubillos\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Zudem verk\u00fcndete die US-Botschaft am Montag, dass auch der US Konzern Chevron sein Engagement ausbaue. Jede unterzeichnete Vereinbarung, wie die heutige mit\u00a0Chevron, unterst\u00fctzt den wirtschaftlichen Aufschwung Venezuelas, lie\u00df die diplomatische Vertretung Washingtons verlauten. Das Abkommen zwischen Chevron und dem staatlichen venezolanischen Erd\u00f6lkonzern PDVSA soll es dem US-amerikanischen Unternehmen erlauben, im Gegenzug f\u00fcr Investitionen, fast die H\u00e4lfte des Joint Ventures &#8222;Petroindependencia&#8220; zu kontrollieren. Der Anteil von Chevron an dem Konsortium im Orinoco-G\u00fcrtel wird sich von knapp 36\u00a0Prozent auf 49 Prozent erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Fehlende Transparenz<\/p>\n<p>Dennoch seien die Aktivit\u00e4ten im \u00d6lsektor f\u00fcr Au\u00dfenstehende kaum \u00fcberpr\u00fcfbar, sagt Ronald Balza. Der Dekan der Fakult\u00e4t f\u00fcr Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (UCAB) in Caracas tut sich deshalb im Gespr\u00e4ch mit der DW schwer, die Entwicklung abzusch\u00e4tzen;\u00a0die Vereinigten Staaten w\u00fcrden bisher keine transparenten und regelm\u00e4\u00dfigen Zahlungen \u00fcber das von Venezuela gelieferte \u00d6l bereitstellen. Deshalb sei es sehr schwierig &#8222;Prognosen in Bezug auf Preise, Besch\u00e4ftigung, die Verwendung \u00f6ffentlicher Ausgaben und andere f\u00fcr Regierungen \u00fcbliche Aktivit\u00e4ten zu erstellen&#8220;, so Balza.\u00a0<\/p>\n<p>Nach wie vor fehlt die demokratische Legitimation der aktuellen Regierung. Der prominente \u00d6konom Ricardo Hausmann sagte deshalb\u00a0in einem Interview mit &#8222;The Objektive&#8220;: &#8222;Wenn Trump sagt, dass er Venezuela im Griff hat, muss er die Freiheit, die Sicherheit und die Rechte von Mar\u00eda Corina Machado gew\u00e4hrleisten. Ihre Abwesenheit aus dem Land ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass die Diktatur weiterbesteht.&#8220; <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/wer-ist-maria-corina-machado\/a-74386502\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedensnobelpreistr\u00e4gerin Machado<\/a> gilt als die popul\u00e4rste Politikerin des Landes, befindet sich aber weiter im Exil, weil Sie in Venezuela mit einer Verhaftung rechnen muss.\u00a0<\/p>\n<p>Machado und Rodriguez werben um Vertrauen<\/p>\n<p>Doch auch vom Exil mischt sie sich ein und wirbt um ihre Agenda. So zum Beispiel\u00a0auf\u00a0der Energiemesse CERA Week in Houston. Hier skizzierte Sie, wie sie sich\u00a0Venezuela vorstellt:\u00a0&#8222;Unter unserer Regierung wird Venezuela den Weg zu einem vollst\u00e4ndig privatwirtschaftlichen Modell einschlagen. Zum ersten Mal in unserer Geschichte wird der Staat kein Hindernis mehr sein, sondern den Weg ebnen und sich auf das konzentrieren, was wirklich seine Aufgabe ist:\u00a0Klare Regeln festzulegen, Vertr\u00e4ge durchzusetzen und\u00a0langfristige Investitionssicherheit zu gew\u00e4hrleisten&#8220;, sagte Machado.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"76731037\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/76731037_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Chile Santiago 2026 | Friedensnobelpreistr\u00e4gerin Maria Corina Machado\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Friedensnobelpreistr\u00e4gerin Mar\u00eda Corina Machado hier auf einer Kundgebung in ChileBild: Tobias K\u00e4ufer\/DW<\/p>\n<p>Bisher\u00a0hat\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/venezuela-interimspr\u00e4sidentin-pr\u00e4sidentin-delcy-rodr\u00edguez-nicolas-maduro-usa-hugo-ch\u00e1vez\/a-75397546\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Interimspr\u00e4sidentin Delcy Rodriguez<\/a> in Venezuela die Macht\u00a0und auch sie\u00a0wirbt\u00a0neuerdings um Investoren und Kapital aus den USA. So lie\u00df sie sich bei einer Investorenkonferenz in Miami zuschalten. Das w\u00e4re vor Monaten noch undenkbar gewesen. Um Investitionen zu erm\u00f6glichen,\u00a0hatte die Rodriguez-Regierung bereits die entsprechende gesetzliche Regelung ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Chancen f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen?<\/p>\n<p>In venezolanischen Medien wird angesichts der vielen Umbr\u00fcche auch dar\u00fcber spekuliert, ob das deutsche Unternehmen Siemens bei der Instandsetzung der Energieversorgung in Venezuela eingebunden werden k\u00f6nnte. &#8222;Das Wirtschaftswachstum h\u00e4ngt von einem stabilen Stromnetz ab. Ohne Strom ist es nicht m\u00f6glich, die \u00d6lproduktion zu steigern&#8220;, sagte der Pr\u00e4sident der Handelskammer Fedec\u00e1maras Zulia, Pa\u00fal M\u00e1rquez, dem Portal &#8222;Bancynegocios&#8220;. Siemens sei bereits dabei, Vorschl\u00e4ge zu erarbeiten.<\/p>\n<p>Auf Anfrage der DW wollte Siemens das weder best\u00e4tigen noch dementieren: &#8222;Wir stehen in engem Kontakt mit unserem Team vor Ort und bewerten aktiv alle potenziellen Auswirkungen auf unseren Betrieb. Wir werden die Entwicklungen genau beobachten und pr\u00fcfen, wie sich diese auf unser Gesch\u00e4ft auswirken werden. Solange die Instabilit\u00e4t anh\u00e4lt, liegt unser Fokus heute auf der Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit unserer Mitarbeiter&#8220;, sagte eine Sprecherin von Siemens zur DW zur Lage in Venezuela. Und die scheint symptomatisch f\u00fcr die aktuelle Situation zu sein: Zwischen Abwarten und Bereitschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit ein paar Tagen landet die spanische Fluglinie Iberia wieder in Caracas, auch American Airlines kehrt wieder nach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":947962,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-947961","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116409485685437317","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/947961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=947961"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/947961\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/947962"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=947961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=947961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=947961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}