{"id":948322,"date":"2026-04-15T19:03:14","date_gmt":"2026-04-15T19:03:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/948322\/"},"modified":"2026-04-15T19:03:14","modified_gmt":"2026-04-15T19:03:14","slug":"wieder-ein-toter-die-sicherheit-von-hamburgs-radfahrern-muss-jetzt-chefsache-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/948322\/","title":{"rendered":"Wieder ein Toter: Die Sicherheit von Hamburgs Radfahrern muss jetzt Chefsache werden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Wieder ist ein Radfahrer in Hamburg tot. Wieder \u00fcberrollt von einem Lkw. Wieder beim Abbiegen. Nur hat es dieses Mal ein Kind getroffen. Elf Jahre alt wurde der Junge, der am Mittwochnachmittag in Wilstorf aus dem Leben gerissen wurde. Es ist nicht mehr auszuhalten. Und es ist zwingend n\u00f6tig, dass die Sicherheit der Hamburger Radfahrer vom B\u00fcrgermeister zur Chefsache gemacht wird.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man Kommentare \u00fcber get\u00f6tete Radfahrer schreibt, kommen verl\u00e4sslich Leserbriefe wie dieser hier von einem Rainer Rieger: \u201eDie einfache M\u00f6glichkeit, beim Abbiegen nicht von einem Lkw \u00fcberrollt zu werden, ist, nicht neben einem Lkw zu stehen. Entweder man steht hinter ihm, oder man bewegt sich erst dann, wenn der Lkw weggefahren ist\u201c. Oder dieser von Katja Ahrens: \u201eJa ja, die armen Radfahrer. Vielleicht mal schauen, wenn ein Lkw abbiegt, ist nicht zu \u00fcbersehen.\u201c<\/p>\n<p>Motto: Wer \u00fcberfahren wird, ist selbst schuld.<\/p>\n<p>Der Radweg in Wilstorf war nicht rot eingef\u00e4rbt<\/p>\n<p>Herr Rieger und Frau Ahrens schrieben mir das Anfang M\u00e4rz. Da lag der erste tote Radfahrer des Jahres in Hamburg auf dem Asphalt. <a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/polizei\/toedlicher-unfall-lkw-fahrer-erfasst-radfahrer-beim-abbiegen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Mann fuhr auf einem Radweg und wurde von einem Lkw \u00fcberfahren<\/a>, der aus einer Einfahrt kam. Nach dem Unfall wurde als erstes die <a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/polizei\/nach-toedlichem-unfall-neue-markierungen-in-moorfleet\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nicht mehr existente Fahrbahnmarkierung an der Stelle erneuert<\/a>, damit Lkw-Fahrer \u00fcberhaupt sehen, dass hier ein Radweg verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Auch der Elfj\u00e4hrige, der am Mittwoch get\u00f6tet wurde, war offensichtlich auf dem Radweg unterwegs. Erste Fotos vom Unfallort deuten darauf hin, dass auch hier die Fahrbahnmarkierung im Kreuzungsbereich abgefahren ist. Der Radweg ist auf der Kreuzung auch nicht rot eingef\u00e4rbt. Das wird jetzt wahrscheinlich schnell nachgeholt, <a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/nach-toedlichem-unfall-einer-radfahrerin-in-hamburg-kreuzung-wird-rot-eingefaerbt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">so wie in Farmsen-Berne, wo im M\u00e4rz ein Radweg rot eingef\u00e4rbt wurde<\/a>, nachdem eine Frau dort totgefahren wurde. Eine von elf get\u00f6teten Radfahrern im gesamten Jahr 2025.<\/p>\n<p>Jetzt kann man als Senat den Tod des Elfj\u00e4hrigen als tragischen Unfall abtun, zur Tagesordnung \u00fcbergehen und in wenigen Wochen betroffen dreinschauen, wenn der n\u00e4chste tote Radfahrer auf einer Hamburger Stra\u00dfe liegt. Das w\u00e4re politisches Versagen. Es w\u00fcrde aber ins Bild passen: Es war der Hamburger B\u00fcrgermeister h\u00f6chstpers\u00f6nlich, der zig Radwegprojekte in dieser Stadt gestoppt hat, weil diese wom\u00f6glich Parkpl\u00e4tze kosten. Und dabei bleibt es, bis der \u201eMasterplan Parken\u201c\u00a0Ende 2026 fertig ist. Dabei wei\u00df jeder Verkehrsforscher: Eine gute Infrastruktur rettet Leben.<\/p>\n<p>Tschentscher stoppt wichtige \u00c4nderungen in der Verkehrsplanung<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher (SPD) schildert Hamburgs Verkehrspolitik gerne so: Da ist der ungest\u00fcme gr\u00fcne Verkehrssenator Anjes Tjarks, der zu schnell zu viel will. Und da ist der vern\u00fcnftige Tschentscher, der mit ruhiger Hand darauf achtet, dass alles Hand und Fu\u00df hat.<\/p>\n<p>In Wahrheit gef\u00e4hrdet Tschentschers ruhige Hand die Gesundheit von Radfahrern in einer Stadt, die Fahrradstadt sein will. Der Fr\u00fchling hat gerade angefangen, es ist nur eine Frage von Wochen, bis der n\u00e4chste tote Radfahrer zu beklagen ist. Wenn dem B\u00fcrgermeister die Sicherheit von Radfahrern wirklich am Herzen liegt, dann legt er jetzt ein Sofortprogramm auf.<\/p>\n<p>Er weist die Bezirke an, umgehend alle Radwege auf Kreuzungen rot einzuf\u00e4rben. Das kostet nicht viel, bringt aber mehr Sichtbarkeit. Er weist die Polizei an, massive Lkw-Abbiegekontrollen durchzuf\u00fchren. Nicht einmal im Monat, sondern t\u00e4glich. Das spricht sich rum \u2013 und sorgt f\u00fcr mehr Aufmerksamkeit am Steuer.<\/p>\n<p>Und er richtet auf Hauptstra\u00dfen, die keine Radwege haben, \u00fcber den Sommer Pop-up-Radspuren ein \u2013 so wie zuvor schon am Schlump, in der HafenCity oder auf der Reeperbahn. Auch das kostet kaum Geld, w\u00e4re aber ein deutliches Zeichen, dass ihm die Sicherheit seiner Mitb\u00fcrger ernst ist.<\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" class=\"vg_wort_pixel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/vgzm.1021513-mopo-1843174.gif\" alt=\"\" style=\"width: 1px; height: 1px; position: absolute; pointer-events: none;\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wieder ist ein Radfahrer in Hamburg tot. Wieder \u00fcberrollt von einem Lkw. Wieder beim Abbiegen. 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