{"id":950736,"date":"2026-04-16T17:58:21","date_gmt":"2026-04-16T17:58:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/950736\/"},"modified":"2026-04-16T17:58:21","modified_gmt":"2026-04-16T17:58:21","slug":"gesetzentwurf-fertig-zuzahlung-fuer-medikamente-rauf-krankengeld-runter-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/950736\/","title":{"rendered":"Gesetzentwurf fertig!: Zuzahlung f\u00fcr Medikamente rauf, Krankengeld runter | Politik"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>Berlin \u2013 <b>Jetzt steht fest, wie die gro\u00dfe Gesundheitsreform aussehen soll. In einem ersten Gesetzentwurf will Gesundheitsministerin Nina Warken (46, CDU) im kommenden Jahr 19,6\u00a0Milliarden Euro einsparen \u2013 bis 2030 sogar 42,8 Milliarden Euro. Ziel: Beitragserh\u00f6hungen f\u00fcr Versicherte verhindern. Daf\u00fcr sollen die Kosten im System sinken \u2013 und Versicherte mehr aus eigener Tasche zahlen. Doch auch Kliniken, \u00c4rzte und Pharmaindustrie bekommen weniger Geld \u2013 w\u00e4hrend die Kassen vergleichsweise glimpflich davonkommen.<\/b><\/p>\n<p>BILD zeigt die wichtigsten Punkte des Entwurfs:<\/p>\n<p>Versicherte<\/p>\n<p><b>Zuzahlungen f\u00fcr Medikamente rauf<\/b><\/p>\n<p>Die Zuzahlung f\u00fcr verschreibungspflichtige Medikamente steigt auf mindestens 7,50 Euro und maximal 15 Euro (aktuell 5 und 10 Euro) pro Packung. Auch im Krankenhaus wird es teurer: 15 Euro pro Tag statt bisher 10 Euro. Die Belastungsgrenzen bleiben bei 2 Prozent (bzw. 1 Prozent f\u00fcr chronisch Kranke) des Bruttojahreseinkommens. Bei 40.000 Euro Einkommen sind das 800 Euro im Jahr (ca. 67 Euro im Monat), bzw. f\u00fcr chronisch Kranke: 400 Euro\/Jahr, ca. 33 Euro\/Monat. Alles dar\u00fcber zahlt die Krankenkasse.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p><b>Besserverdiener sollen mehr zahlen<\/b><\/p>\n<p>Die Beitragsbemessungsgrenze soll 2027 einmalig um rund 300 Euro steigen \u2013 von aktuell 5812,50 Euro auf etwa 6112,50 Euro im Monat. Bis zu diesem Einkommen werden Beitr\u00e4ge zur Krankenkasse f\u00e4llig \u2013 nur Einkommen dar\u00fcber bleibt beitragsfrei. Hei\u00dft: Wer gut verdient, muss k\u00fcnftig auf einen gr\u00f6\u00dferen Teil seines Gehalts Beitr\u00e4ge zahlen.<\/p>\n<p><b>Weniger Zuschuss f\u00fcr Zahnersatz<\/b><\/p>\n<p>Die Zusch\u00fcsse der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/krankenkassen\/news-fotos-videos-17020070.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Krankenkassen<\/a> f\u00fcr Zahnersatz werden um 10 Prozent gek\u00fcrzt, Patienten m\u00fcssen mehr selbst zahlen.<\/p>\n<p><b>Krankengeld soll gesenkt werden<\/b><\/p>\n<p>Die H\u00f6he des Krankengelds soll geringer ausfallen. Wer l\u00e4nger als sechs Wochen krankgeschrieben ist, bekommt aktuell 70 Prozent des Bruttogehalts von den Kassen bezahlt \u2013 f\u00fcr maximal 78 Wochen. K\u00fcnftig soll es noch 65 Prozent des Bruttolohns geben. <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p><b>Familienversicherung<\/b><\/p>\n<p>Die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern soll gestutzt werden. Ab 2028 sollen Versicherte f\u00fcr mitversicherte Ehepartner zus\u00e4tzlich zahlen \u2013 rund 3,5 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen. Ausnahmen gelten etwa f\u00fcr Familien mit kleinen Kindern, Pflegef\u00e4lle oder Rentner. Kinder bleiben weiterhin beitragsfrei mitversichert.<\/p>\n<p><b>Hom\u00f6opathie fliegt aus Kassen-Katalog<\/b><\/p>\n<p>Globuli und Co. sollen k\u00fcnftig nicht mehr Kassenleistung sein.<\/p>\n<p>Diese Sparma\u00dfnahmen sollen den Krankenkassen 2027 f\u00fcnf Milliarden Euro bringen.<\/p>\n<p>Kliniken<\/p>\n<p>Sie sollen rund 5,1 Milliarden Euro sparen. Geplant sind unter anderem: Begrenzung der Verg\u00fctungssteigerungen, strengere Abrechnungspr\u00fcfungen und weniger Geld f\u00fcr Pflege. <\/p>\n<p>\u00c4rzte<\/p>\n<p>Auch sie m\u00fcssen sparen: rund 2,7 Milliarden Euro. Konkret soll es weniger Sonderverg\u00fctungen geben und eine Begrenzung ihrer Honoraranstiege. <\/p>\n<p>Pharmaindustrie<\/p>\n<p>Die Industrie wird st\u00e4rker in die Pflicht genommen: h\u00f6here Rabatte f\u00fcr Medikamente, strengere Preisregeln. Ersparnis f\u00fcr die Krankenkassen: 1,9 Milliarden Euro<\/p>\n<p>Krankenkassen<\/p>\n<p>Die 93 gesetzlichen Krankenkassen kommen vergleichsweise glimpflich davon: Sie sollen bei den Verwaltungskosten (aktuell 13 Milliarden\/Jahr) etwas sparen. 100 Millionen Euro soll das 2027 bringen.<\/p>\n<p>Staat<\/p>\n<p>Streitpunkt in der Koalition: Die CDU\/CSU wollte, dass der Staat die Gesundheitskosten f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/burgergeld-und-grundsicherung-aktuelle-news-und-infos-o2cOdtyCJ1toS8Peh102\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">B\u00fcrgergeld<\/a>-Empf\u00e4nger komplett \u00fcbernimmt (Ersparnis f\u00fcr die Kassen: rund 12 Milliarden Euro j\u00e4hrlich). Finanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) blockte \u2013 die Beitr\u00e4ge zahlen weiter die Versicherten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Berlin \u2013 Jetzt steht fest, wie die gro\u00dfe Gesundheitsreform aussehen soll. 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